Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Füßgängerzonenstand gibts, aber zu selten

Eugen, Tuesday, 24.08.2010, 14:39 (vor 5621 Tagen) @ weingeist

MANNdat mach so was, allerdings nur zu sehr ausgewählten Anlässen. Der
Grund ist platt gesagt Personalmangel.

...

Drum gibt es im Jahr vielleicht 20 männerpolitische Stände, und nicht
20000.

... und 20 sind schon optimistisch.

Der Personalmangel ist aber nur indirekt der Grund. Solche Stände sind im Grunde sehr ineffektiv. Stellt man sich in eine Fußgängerzone, dann hat man 100 Taschenträger die vorbei gehen, 100 Leute, die einem etwas vom Pferd erzählen, und vielleicht 10 Leute, die sich die Sache auch anhören. Dafür einen Tag auf den Kopf zu kloppen, ist schon hart. Ja, wenn es an jedem Wochenende 10 oder 20 solche Stände in deutschen Großstädten wären ... sind es aber nicht und werden es auch nicht.

Man kann den Wirkungsgrad evtl. erhöhen, wenn man Presse dazu einlädt, oder wenn man einen lokalen Bonzen dazu bringt, einem die Hand zu schütteln, der dann seinerseits die Presse einlädt, damit die zeigt, wie er uns die Hand schüttelt. Das übliche halt.

Man kann so etwas auch begleitend zu einer thematisch ähnlichen Veranstaltung machen, Gesundheitstag, Kirchentag, o.ä. dann hat man zumindest ein einigermaßen vorsortiertes Publikum, das sich nicht nur für die Schnäppchen bei Aldi oder die Fummel bei H+M interessiert. Allerdings muss man sich dann halt mit den Veranstaltern arrangieren.

Überhaupt nicht zu toppen ist noch die albernste Fernsehsendung. Der Aufmerksamkeitsgrad, den man da für 3 Minuten Sendezeit bekommt (inkl. Zuschriften, Mitgliedsanträgen, Spenden und Folgesendungen) ist anders gar nicht zu erreichen. Aber die drei Minuten sind das Ergebnis(!), nicht die Arbeitzeit, die man reinsteckt. Will sagen: Man braucht nur ein paar Jahre lang fleißig Öffentlichkeitsarbeit zu machen, dann kriegt man seine 3 Minuten.

Dennoch will ich den Füßgängerzonenstand nicht schlecht reden. Man lernt seine Mitstreiter kennen, und natürlich seine vermeintlichen oder tatsächlichen Adressaten. Das ist ein wertvolle Erfahrung, fast so wertvoll wie der Blick in einschlägige Foren ;-)

Gruß, Eugen


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