Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

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unter uns Moralisten

Eugen, Friday, 20.08.2010, 14:51 (vor 5624 Tagen) @ Moralist

Was soll denn der Unsinn?
Schwulsein ist unnormal, es ist gegen die Natur und der Meinung war man in
jedem Land zu jeder Zeit.

Also scheint doch an unserer heutigen angeblich "toleranten" Sichtweise
was falsch zu sein.

Außerdem wird heute Schwulsein nicht nur toleriert, sondern sogar
propagiert und die nicht-Schwulen werden zunehmend diffamiert und als
"krank" angesehen.

Früher war sowas mal strafrechtlich verboten, wie auch Abtreibung usw. -
warum wohl?

Ich will die Schwulen nicht heiligsprechen. Es gibt unter ihnen wahrscheinlich eine ähnliche Verteilung von Hohlköpfen und klugen Männern, wie in der Gesamtheit. Es könnte allenfalls sein, dass ihre Ausnahmesituation sie eher dazu nötigt, sich mit sich selbst und ihrer Umgebung auseinanderzusetzen, was bekanntlich noch niemandem geschadet hat, auch keinem Hetero.

Schwule können es sich auch nicht aussuchen, ob sie schwul sind oder nicht. Sie könnten ihre sexuelle Neigung allenfalls unterdrücken, aber warum sollten sie das tun, wenn sie doch niemandem damit schaden? Wenn du dir Einen runterholen willst, fragst du da jemanden um Erlaubnis? Ist das normal oder gegen die Natur? Du lieber Himmel, in der Sexualität ist wahrscheinlich mehr verboten als erlaubt. Ich glaube es gibt kaum etwas, was nicht schon reglementiert werden sollte, und bis auf den heutigen Tag werden Leute für dafür umgebracht, dass sie ihrer "Natur" entsprechend gehandelt haben.

Es muss einem nicht gefallen, was Homos, Männlein wie Weiblein, miteinander treiben. Aber da solltest du in Rechnung stellen, dass es wahrscheinlich keine homosexuelle Sexualpraxis gibt, die nicht auch bei Heteros geübt wird. Ja genau, auch Analverkehr! Alles Säue ... außer den Heiligen, versteht sich ;-)

Der öffentliche Rummel um Homosexualität von Männern wie Frauen lässt sich gewiss nur mit resignierendem Seufzen ertragen. Ich vermute dahinter ein altbekanntes Schema: "Wir wurden jahrtausendelang unterdrückt, jetzt dürfen wir mal die Sau rauslassen und die Anderen sind uns Reparationen schuldig". Kommt das jemandem bekannt vor? Es ist wichtig, dass es diese Anderen gibt, sonst würde das nicht funktionieren mit den Reparationen. Ein Vertreter eines Homosexuellenverbandes hat dazu mal was typisches gesagt: "Wir wollen an der öffentlichen Gedenkkultur beteiligt sein". Da kommen wir vielleicht schon eher zum Kern der Probleme von uns armen Heteros. Diese öffentliche Gedenkkultur ist manchmal schwer zu ertragen. Hoffen wir also, dass sich das in den nächsten paar hundert Jahren etwas legt.


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