Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Gegenargumente

Eugen, Monday, 16.08.2010, 22:43 (vor 5628 Tagen) @ Tätiger

kann mir jemand eine besonders gut formulierte, kurze und präsize Antwort,
Artikel oder Essay zu diesem Unsinn empfehlen, auf das man in solchen
Fällen verweisen könnte?
d.h. das hinterfragt, warum die Quote nicht bei Müllmannern gelten soll;
weniger Frauen ihr ganzes
Leben opfern um in solche Positionen zu gelangen und gemischte Teams i.A.
nicht automatisch besser sind

Habe leider keine Zeit für ein kurzes statement ;-)

Offensichtlich beziehen Sie sich auf das Bayerische Gesetz zur Gleichstellung von Frauen und Männern.
Dieses Gesetz trat 1996 in Kraft. "Frauenbeauftragte" sind in diesem Gesetz nicht vorgesehen, sondern ausschließlich "Gleichstellungsbeauftragte". Wie auch mein Haus kümmern sich Gleichstellungsbeauftragte in gleicher Weise um die Belange von Frauen und von Männern.

Zu beachten ist der Geltungsbereich. Das Gesetz gilt nur für den öffenntlichen Bereich (öffentlicher Dienst, Kommunen, Unis, Justiz usw.). Aber im Gesetz wird an etlichen Stellen ausdrücklich die Berücksichtigung der Belange nur von Frauen gefordert, niemals aber nur von Männern, selbst da wo dies nötig wäre. Und wenn von Gleichstellung von "Männern und Frauen" gesprochen wiird, ist selbstverständlich immer gemeint und wird auch angestrebt, dass Frauen mit Hilfe von Bevorzugungen,Quoten in Vorteilspositionen manövriert werden sollen.
Interessant ist immerhin dies: Im bayrische Gleichstellungsgesetz ist keine Rede davon, dass als Gleichstellungsbeauftragte nur Frauen von Frauen gewählt werden können. Es wäre interessant, zu überprüfen, wieviele männliche Gleichstellunsgbeauftragte es in Bayern gibt.

Seit Norwegen als erstes Land der Welt eine Geschlechterquote von 40% für Aufsichtsräte eingeführt hat, wird auch in Deutschland eine verstärkte gesellschaftliche Debatte über die Einführung von Frauenquoten für die Privatwirtschaft geführt.

Es gibt zu diesem Thema vor allem die Lobbyarbeit von Politfeministinnen. Das ist nicht die Gesllschaft.

Denn Frauen sind in Führungspositionen massiv unterrepräsentiert: So sind nur 2,5 % der Vorstände, 10% der Aufsichtsräte und vier Vorstände von DAX-Unternehmen hierzulande weiblich. Eine ausgewogene Mischung von Frauen und Männern an der Spitze ist ein Gebot der Gerechtigkeit.

Als Juristin kennt Frau Hadertauer wohl den Unterschied zwischen Recht und Gerechtigkeit. Was als "gerecht" empfunde wird, ist mehr oder weniger "Geschmackssache". Es gibt aber glücklicherweise noch kein Gesetz, das einen numerischen Proporz in der Privatwirtschaft vorschreibt, bei den Top-Managern so wenig wie bei den Sargdeckellackierern.

Bevor man aber Quoten vorgibt, sollten die Unternehmen in ihrem eigenen Interesse die Chance nutzen, für eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an wichtigen Entscheidungsprozessen zu sorgen. Denn: Gemischte Teams erzielen erwiesenermaßen die besten Ergebnisse.

Das ist Unsinn. Die Feststellungen zu gemischten Teams beziehen sich allenfalls auf Teams beim Fußvolk. Wie hat man sich ein gemischtes Team beim Vorstandsvorsitz einer AG vorzustellen? Eine überaus naive oder für dumm verkaufende Vorstellung.

Und: Frauen sind anders gut als Männer!

... und auch anders schlecht als Männer, nicht zu vergessen ;-)

In all meinen Konzepten zum Schutz von Kindern berücksichtige ich selbstverständlich, dass Kindeswohlgefährdungen sowohl von Männern als auch von Frauen ausgehen.

Das wäre zu überprüfen.

Betroffenen fällt es schwer, sich als Opfer zu offenbaren und Hilfe zu suchen. Deshalb fördert mein Ministerium finanziell die spezialisierte Beratungsstelle "KIBS - Kontakt-, Informations- und Beratungsstelle für männliche Opfer sexueller Gewalt" in München. Dort werden sowohl Jungen und junge Männer als auch deren Angehörige persönlich beraten und betreut.

Männliche Opfer sexueller Gewalt sind eben nicht unbedingt männliche Opfer weiblicher Gewalt. Aber genau um die geht es. Es ist typisch, dass wieder mal nur solche Projekte gefördert werden, die männliche Täter im Fokus haben.

Bitte verstehen Sie, dass dennoch der Fokus auf die Betreuung weiblicher Opfer gerichtet ist.

Das ist nicht zu verstehen! Und wenn es nur 5 % wirkliche männliche Opfer wären, so würde das nicht rechtfertigen, für diese überhaupt nichts zu machen. Vorstandspositionen betreffen noch nicht mal 1 % der Frauen. Und trotzdem gibt gibt es Politikerinnen, die sich offenbar um nichts anderes mehr kümmern.

Gerade im häuslichen Bereich hat die Gewalt an Frauen durch Männer ein weitaus höheres Ausmaß.
Besonders bei den Gewalterfahrungen von Frauen handelt es sich in aller Regel um schwerwiegendste Übergriffe.

Ja, das sagen alle. Aber stimmt das denn?

Dies ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass ich mich ebenso dem Thema "Gewalt gegen Männer" annehme.
Männer werden von mir weder unter Generalverdacht gestellt, noch werden weibliche Täterinnen gedeckt.

Es geht nicht um Ihre Gefühle, sondern darum, für welche politischen Programme Sie das Geld der (überwiegend männlichen) Steuerzahler ausgeben.


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