Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

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Mal ganz offen und ehrlich...

Robert ⌂, München, Sunday, 08.08.2010, 14:34 (vor 5636 Tagen) @ Gismatis

Da die Ehe in unserem Kulturkreis aktuell sowieso total entwertet worden
ist, speilt dieser Mummenschanz auch keine Rolle mehr.


Ich hätte es jetzt zwar nicht so formuliert, aber dass die Ehe heute ihre
automatische Verknüpfung mit der Fortpfanzung verloren hat, dürfte den

Für mich ist Ehe auch der durch die Gesellschaft geschützte Rahmen, um in diesem Kinder aufzuziehen. Mir ist klar, daß diese Sichtweise heute nicht mehr sehr verbreitet ist.

Boden geebnet haben für die Einführung der gleichgeschlechtlichen Ehe.
Insofern stellt sich die Frage, wozu es die Ehe überhaupt noch braucht,
wenn auch viele heterosexuelle Paare, auch wenn sie Kinder bekommen, nicht
heiraten.

Das war meine Frage, als damals die Diskussionen um Schwulenehe begannen: warum um himmelswillen wollen Schwule überhaupt heiraten? Welchen Vorteil sehen die darin?

"Erstrebenswert" ist hier ein unpassender Ausdruck, denn das beinhaltet
eine Wahlmöglichkeit, die man meistens nicht hat. Nur Bisexuelle können
theoretisch wählen. Entscheidend ist doch, ob man Kinder will oder nicht.
Wenn man welche will, ist es für einen Bisexuellen sicher ratsam, sich
einen gegengeschlechtlichen Partner zu suchen. Wenn man keine will, ist es
aber egal.

Faszinierend finde ich, wenn Feminissen über Kinder schreiben (z.B. wo sich alle darin überschlugen, das automatische Sorgerecht für unverheiratete Väter abzulehnen), daß sie die "Heteronormativität" beklagen.
Herrschaftszeiten: Kinder gibt es nunmal nur dann, wenn auch heterosexueller Geschlechtsverkehr stattfindet. Und jedes Kind hat (genau) einen Vater und eine Mutter (PS: merkt man, daß ich den Begriff "sozialer Vater" ablehen? ;) ). Dagegen mit dem Fuß aufzustampfen, hat schon was vom Kampf gegen die Natur (vgl. "Loretta" im Film "Leben des Brian")...

Robert

--
Wolfgang Gogolin "Diese Hymnen für Frauen erinnern an das Lob, das einem vierjährigen Kind zuteil wird, weil es endlich nicht mehr in die Hose kackt, sondern von allein aufs Töpfchen geht."


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