Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

233.682 Postings in 30.704 Threads

[Homepage] - [Archiv 1] - [Archiv 2] - [Forum]

Kenne ich auch!

Nikos, Athen, Saturday, 07.08.2010, 05:12 (vor 5637 Tagen) @ Referatsleiter 408
bearbeitet von Nikos, Saturday, 07.08.2010, 05:27

Hallo!

Als ich dran war, habe ich das gleiche durchmachen müssen, wie du. Ich hatte es mit insgesamt 12 Frauen zu tun, gleichzeitig:

1. Kindesmutter ("wenn das Kind nicht will, was soll ich machen" aber immer mich schlecht beim Kind gemacht, in etwa "wir suchen uns einen anderen Papa")
2. Richterin ("ein Foto des Vaters genügt völlig" wortwörtlich bei der Verhandlung)
3. Die RAin der Ex ("Zahlen Sie sofort!")
4. Meine RAin (Lösungsmöglichkeiten geheimgehalten)
5. Die RAin des Kindes (neutral bzw leicht Pro-Mutter)
6. JA-Mitarbeiterin (wenn ich mich nicht zurückziehen würde, hätte sie wohl das Kind in Pflegefamilie abgegeben)
7. Internationales Familienzentrum-Mitarbeiterin (mich bis zum Äusseren gereizt, und dann mir "Gewaltbereitschaft" vorgeworfen, der Teufel selbst)
8. BegleitpersonIn für den Umgang (neutral bzw leicht Pro-Mutter)
9. Kindergartenleiterin (abweisend bis zum Umfallen "wenn sie das Kind abholen kommen, dann hole ich die Polizei")
10. Schullehrerin (das selbe wie 9.)
11. Neue Freundin ("warum kümerst Du dich nicht um dein Kind..." die habe ich direkt von die Tür gesetzt)
12. Die Tochter selbst (völlig ducheinander, mir gegenüber abweichend bis erschrocken, als ob ich sie täglich schlug, fast nichts gemeinsames mit mein bisheriges geliebtes Kind, welches sozusagen nie von meiner Seite abgewichen war...)

Hat da einer Scheidungsindustrie gerufen?

Die schlimmsten, kann man sich gar nicht vorstellen, waren die 7., auch als halbgriechin, und die 11, JA! die neue Freundin!

Der Gesamttenor war: "Vorsicht, der ist schlimm!"

Ich hatte wirklich den Eindruck, die hielten tägliche Meatings ab, wie sie sich mir gegenüber verhalten sollen, so sehr abgestimmt waren sie aufeinander!

Ohne Spaß, ich bin wie ein Schwerkrimineller behandelt worden.

Lustig auch: Meine Aussagen wurden umgedreht. Sagte ich zB "ich will Umgang" antworteten sie "Ts Ts Ts, Sehen Sie nicht, das Kind ist doch durch die Scheidung genug belastet!". Sagte ich dann "Ok, ich will vorerts kein Umgang mehr" antworteten sie "Was für ein Vater sind Sie denn, da Sie kein Umgang wollen!"

Nicht zu vergessen: Das alles habe ich ganz allein bezahlt.

Als Rezume aus alle dem, bin ich für ein einziges Ding froh: Dass ich kein Kalashnikov gekauft und benutzt habe. Das hätte mir zwar richtige Freude bereitet, aber auch mein Leben entgültig ruiniert. Das waren sie mir dann doch nicht wert. Und das wollte ich meinem Kind auch nicht antun.

Mehrmals habe ich mit Bäume auf Landstrassen liebäugelt, während der Autofahrt. Ich weiss noch, wie leicht das mir damals erschien: Ich dachte mir "es genugt ein kurzes Umlenken und ich bin dann gerettet", ja so habe ich gedacht. Der Kosten-Nutzen-Faktor schien mir als Pro-Baum! Zum Glück habe ich keine Dummheit gemacht.

Mein Rat an Dich: Durchhalten, aber nur solange deine Würde als Mensch es auch verantworten kann. Mache nicht den Clown. Dein Kind wird das in Zukunft verstehen. Wenn nicht, dann kannst Du auch nicht dafür. So ist es mir auch damals ergangen. Eines Morgens bin ich aufgestanden, in der gleiche Stimmung als ob ich zehnfache Heroindosis zu mir genommen hätte. Im tiefsten Smog ist es dann plötzlich passiert. Mir ist alles und auf einmal sonnenklar geworden. So wie bislang, könnte es nicht weiter gehen. Niemand hatte etwas davon, außer natürlich wildfremde Leute, die ganze Industrie. Wenn mein Kind auch nur ein bisschen Respekt, Liebe und Zuneigung verspüren soll, dann war der bisherige Weg der vollkommen falsche. So habe ich den Spieß einfach umgedreht. Bin nach Griechenland gegangen und sagte fortan nur noch: "Ich bin hier, wer mich will, kann mich besuchen. Für den Rest reden wir dann". Es interessierte mch auch nicht, wer wie diese meine Entscheidung aufnehmen und bewerten würde. Mir war einfach alles egal. Mittlerweile betrachte ich diesen Schritt, als das Wichtigste Geschenk, was ich meine Tochter gemacht habe: Ich habe ihr nämlich gezeigt, dass in unsere Familie, Familiensachen ausschließlich durch Familienmitglieder geregelt werden, und niemand sonst hat da etwas zu melden. Ich hoffe eines Tages wird sie die Tragweite und Wichtigkeit dessen verstehen.

Es hat überhaupt keinen Wert, dein Leben völlig in den Müll zu werfen, für wenn auch immer. Insbesondere für Berufsfamilienzerstörer.

--
*Es gibt KEINEN Grund für eine Nicht-Feministin, einem Mann, den sie liebt, KEINEN Kaffee zu machen!*


gesamter Thread:

 

powered by my little forum