Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

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Ungewöhnlicher Artikel für die taz - der mahnende Abschluss durfte natürlich nicht fehlen

Leser_nicht_eingeloggt, Monday, 26.07.2010, 07:41 (vor 5649 Tagen) @ Gobelin

http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/mehr-rechte-fuer-ledige-vaeter/

Aus dem Text:

"Was aber passiert, wenn sich Väter nach einer Trennung aus ihrer Verantwortung stehlen? Wenn sie keinen oder zu wenig Unterhalt zahlen? Wenn sie das Umgangsrecht nicht so ausfüllen, wie sie es sollten? Und wenn sie über das gemeinsame Sorgerecht Druck auf die Mutter ausüben?"

Komisch, bisher wurden Unterhalt und Umgang ja auch immer strikt getrennt! Viele entsorgte Väter, die blechen können bis zum eigenen Untergang
- aber ihr Kind nicht sehen dürfen, war das jemals ein Thema?

Und welchen Druck sollen sie ausüben? Vielleicht den, dass sie sich auch verantwortlich für das/die gemeinsame(n) Kind(er) fühlen?

Das gSR in D ist eine Lachnummer und schon lange durch Aufenthaltsbestimmungsrecht (ABR) ausgehebelt. Und das bisschen, was da an Rechten steht, ist kaum das Papier wert, auf dem es geschrieben steht.

Gemeinsames Sorgerecht will auch gelebt werden - und genau dafür fehlen die Vorraussetzungen hier im Land: 50:50 Betreuung, finanzielle Möglichkeiten der Entlastung (z.B. keine Stkl. I für Eltern) uswusf. Man sehe sich Frankreich an, die machen vor, wie der deutsche Michel es machen könnte, hätte er andere gesetzliche Rahmenbedingungen.

Insgesamt dennoch ein guter Artikel. Was allerdings auffällt:
Die taz veröffentlicht es immer zu Zeiten, an denen man nicht kommentieren kann.

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