Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Zwecklos ...

Garfield, Saturday, 15.05.2010, 13:38 (vor 5711 Tagen) @ Gast678

Hallo Gast!

Deinen Versuch, eine Mitte zwischen den Positionen innerhalb der Forscher-Community und denen der Exxxon-gesponsorten Skeptiker zu finden...

???????????

Ich finde das am wahrscheinlichsten, was mir am plausibelsten erscheint. Irgendeine Mitte interessiert mich nicht.

Und wenn bestimmte Wetter-Phänomene weltweit auftreten, dann kann man diese Phänomene nicht so einfach als lokale Ausreißer abbügeln. Denn es ist ja eben nicht so, daß es nur hier in Deutschland in den letzten Jahren merklich kühler geworden ist. In den USA gab es in den letzten Jahren wiederholt Schnee zu ungewöhnlichen Zeiten (teilweise mußte Al Gore deshalb sogar Auftritte absagen, weil die sonst zu peinlich geworden wären). In China und Sibirien war schon der vorletzte Winter ungewöhnlich hart. Und in der Antarktis fiel im letzten Winter auch mehr Schnee als gewöhnlich.

Du hattest noch das Stichwort "seriöse Wissenschaft" erwähnt. Wie kommst du darauf, daß gerade die sogenannten "Klima-Skeptiker" die Unseriösen sind?

Ich erinnere mich da gerade an diesen Sachstandsbericht des IPCC, in dem behauptet wurde, daß die Himalaya-Gletscher bis 2035 abschmelzen würden:

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,672984,00.html

Einerseits betonten Sprecher des IPCC auch bei dieser Gelegenheit wieder, daß man ja für diese Berichte grundsätzlich alle Quellen überprüfen würde, daß man hohe Standards hätte, die man unbedingt einhalten würde... Aber dieses Beispiel zeigte deutlich, daß dem offensichtlich nicht so ist. Da hat man anscheinend eine vage Aussage eines russischen Experten, die wiederum auch nur auf einer groben Schätzung beruhte, einfach ungeprüft übernommen. Zusätzlich war noch die Rede von einem Zahlendreher. Die Jahreszahl 2035 paßte eben gut zum Ziel des Berichtes.

Übrigens gibt es zum Abschmelzen der Gletscher auch noch eine ganz andere Theorie: Die geht davon aus, das der durch Verkehr und Industrie in die Luft geblasene Staub dafür verantwortlich ist. Daß der sich auf den Gletschern ablagert und an sonnigen Tagen Sonnenwärme absorbiert, die dann wiederum den Schnee schneller schmelzen läßt.

Überhaupt sollte man sich immer bewußt machen, daß das Klima noch niemals statisch, also unveränderlich, war. Viele Gletscher waren z.B. vor der letzten Eiszeit überhaupt nicht vorhanden. Sie sind häufig Reste früherer Eiszeiten, was bedeutet, daß sie sich grundsätzlich schon seit langer Zeit im Rückzug befinden.

Dann noch zu Exxon und Co: Dir ist doch hoffentlich bekannt, daß auch große Energiekonzerne zu den Gruppen gehören, die die Klimahysterie für ihre Zwecke ausnutzen? Es war kein Zufall, daß in Deutschland zu Schröders Regierungszeit so stark mit der Förderung "regenerativer Energien" begonnen wurde. Schröder hat nämlich ganz besonders der Gas-Industrie zugearbeitet. Und die Gas-Industrie hat ein sehr großes Interesse daran, daß es möglichst viele Windräder und Solaranlagen gibt.

Auf den ersten Blick betrachtet erscheint das widersinnig. Wieso sollten Energiekonzerne regenerative Energien fördern, wo diese doch eine Konkurrenz zur Energieerzeugung aus fossilen Rohstoffen bilden?

Aber es ist eben so, daß es in Deutschland leider nicht möglich ist, eine dauerhafte, flächendeckende Energieversorgung durch Wind- und Sonnenkraft sicherzustellen. Solaranlagen liefern nachts keine Energie, und Windräder haben auch immer nur einen begrenzten Windstärkenbereich, in dem sie effektiv arbeiten. Ist der Wind zu schwach, wird kaum Strom erzeugt, ist er zu stark, muß das Windrad abgeschaltet werden. So hat man immer wieder Zeiträume, in denen solche Anlagen keinen oder nur sehr wenig Strom liefern.

Also muß man in solchen Zeiträumen den Strom anderweitig produzieren. Früher gab es dafür spezielle Wasserkraftwerke. In Zeiten, wo man genügend Strom hatte, pumpte man mit diesem Strom Wasser aus einem tief gelegenen Becken in ein höher gelegenes. In Spitzenlast-Zeiten, wenn man mit normalen Kraftwerken nicht genügend Strom erzeugen konnte, ließ man das Wasser aus dem höheren Becken in das tiefere laufen und trieb damit Turbinen an, die nun zusätzlich Strom erzeugten.

Solche Pumpspeicherwerke werden immer noch eingesetzt, aber diese Anlagen kann man nicht in endlosen Stückzahlen bauen, und auch nicht überall.

Anfangs hat man für Windanlagen und Solarparks manchmal Turbinen in Kohlekraftwerken im Teillastbetrieb laufen lassen. Was natürlich auch Abgase erzeugte. Wenn nicht genug Strom von den Windrädern oder Solaranlagen kam, wurden diese Reserve-Turbinen komplett hochgefahren.

Mittlereile setzt man da aber mehr auf Gasturbinen, weil diese sich schnell starten lassen. Und damit ist auch klar, wieso die Gas-Industrie so ein großes Interesse an Windparks und Solaranlagen hat und sogar Geld da hinein steckt: Damit erhöhen sie ihren Gas-Absatz. Der Strom, den die Wind- und Solaranlagen auf dem Papier erzeugen, kommt tatsächlich also zum guten Teil aus Gasturbinen, die natürlich überwiegend mit Gas aus fossilen Lagerstätten betrieben werden.

Das treibt schon mal den Gaspreis hoch. Und weil man als Alibi für all die Gasturbinen ja die Landschaft mit Wind- und Solaranlagen zupflastern muß, wird auch der Strom immer teurer. Um das der Bevölkerung plausibel zu machen, brauchen wir die "Klimakatastrophe".

Allein die Existenz solchen Lobby-Filzes weist schon ganz klar darauf hin, daß da etwas faul ist.

Freundliche Grüße
von Garfield


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