Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Medientipps für Jungs und Männer

Robert ⌂, München, Wednesday, 05.05.2010, 15:34 (vor 5721 Tagen) @ Marcel

Okay Leute!

Auf meiner Seite http://gender-mediathek.de.to/ gibt es nun die Rubrik
"Medientipps für Jungs und Männer". Wer noch Vorschläge hat, immer man her
damit :-)

Ganz schöner Mix, was dir bislang so empfohlen worden ist.

Naja, so prinzipiell alle Filme, in denen Männer die Hauptrolle spielen, ohne daß es um ne Frau geht und wie mann sich unterwürfig bei ihr beliebt macht. Wo es um männliche Ehre geht.
Als Beispiele fallen mir z.B. ein Chatos Land (mit Charles Bronson, ein Halbindianer wird von ner Horde Weisser verfolgt, die von ihm nach und nach erledigt werden), oder auch "Falling Down" mit Michael Douglas (wo ein Mann zum Geburtstag seiner Tochter will. Ich konnte mich da bis zum eskalierten Showdown "ich bin also der Böse?" gut reinversetzen, obwohl ich kein Aggressionsproblem, wie die Hauptrolle, habe).

Und dann noch Filme, wo eine Frau die Ursache für den Untergang eines Mannes ist (Als Gegenpol zu den üblichen "Frauenverherrlichungsfilmen").
Weiss leider nicht, wie der Film heisst, es gibt aber z.B. einen mit Clint Eastwood, der an ne Borderlinerin gerät.


Problematisch in dieser Hinsicht, also als Gegenbeispiele, finde ich z.B. alle modernen Filme (genreübergreifend), wo unrealistischerweise immer irgendwelche Pauer-Wimmen dabei sind (in jedem Piratenfilm aber nicht nur dort gibts heutzutage ne Superfrau, die besser kämpft als jeder Mann), oder der schüchterne Trottel, der nichts auf die Reihe kriegt, zum Schluss aber doch die tolle Frau bekommt (das geht heute bei Trickfilmen, wie Ratatouille, Hercules etc. los und hört nirgends mehr auf).


Literatur sollte sich an den Interessen von Männern orientieren. Die interessieren sich normalerweise nicht für Probleme und Liebesgeschichten, sondern für Abenteuer (Indianer, Science Fiction / "Space Operas", Sagen (Nebenbei: Fantasy sind "moderne Sagen" aus Amerika, also einer Kultur, die keine Vergangenheit hat) etc.). Ich hab als Bub dann auch viel Populärwissenschaftliche Bücher gelesen, soweit ich an sowas drankam. Aber das ist nicht unbedingt "Literatur".

Karl May, die Lederstrumpf-Erzählungen, Harry Harrisons SF Reihe über "die Stahlratte" (der trotzdem unter dem Pantoffel steht ;) ), SF von Jules Verne, H.G.Wells bis hin zu Perry Rhodan aber auch Stanislaw Lem (um mal die mögliche Bandbreite anzudeuten), aber auch wirklich alte Werke wie Das Decamerone, 1001 Nacht (Gesamtausgabe, nicht die für Kinder kastrierten Ausgaben), Grimmelshausen (Die Abenteuer des Simplicissimus), Sagen des klassischen Altertums, Nordische Sagen und vieles mehr würde ich in jeden "männlichen" Bücherschrank stellen.


Robert

PS: und meine Tochter interessiert sich für "Sternenstaub", "Wilde Hühner", "Hanni und Nanni" und solchen Kram. Ächz ...

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Wolfgang Gogolin "Diese Hymnen für Frauen erinnern an das Lob, das einem vierjährigen Kind zuteil wird, weil es endlich nicht mehr in die Hose kackt, sondern von allein aufs Töpfchen geht."


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