Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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"Eat Drink Man Woman" fehlt

Zhu-Leser, Wednesday, 05.05.2010, 02:32 (vor 5722 Tagen) @ Marcel

Auf meiner Seite http://gender-mediathek.de.to/ gibt es nun die Rubrik
"Medientipps für Jungs und Männer". Wer noch Vorschläge hat, immer man her
damit :-)

Schau dir den Film an (sind allerdings drei Stunden)

Quelle: Wikidingensda

Ein verwitweter Meisterkoch, Herr Zhu, leben gemeinsam in einem alten, gepflegten Haus in einem ansonsten von Hochhäusern geprägten zentralen Bezirk der Hauptstadt Taipeh auf Taiwan.

Gezeigt wird der nicht immer einfache Loslösungsprozess der Töchter vom Elternhaus und dem teilweise autoritären Vater. Liebe und Familie, d. h. die Suche nach dem passenden Partner fürs Leben, sind neben der Kochkunst das zentrale Motiv des Films. Dabei handelt es sich, wie der Titel des Films andeutet, um die essentiellsten Bedürfnisse eines jeden Menschen: Essen, Trinken, Mann und Frau.

Meister Zhu stellt fest, dass ihm zunehmend der Geschmackssinn verloren geht, dennoch bietet das allsonntägliche Abendessen die Möglichkeit für die Familienmitglieder sich auszutauschen oder aus heiterem Himmel einen zukünftigen Ehepartner vorzustellen, worin Züge der Komik in einem ansonsten eher als heiteres Drama zu kategorisierenden Film liegen. Die größte Überraschung bietet am Ende der Vater selbst, der während des Essens erklärt, dass er die ehemalige Schulfreundin seiner ältesten Tochter heiraten will.

Die älteste und die jüngste Tochter, die im Laufe des Films einen Mann fürs Leben gefunden haben, und nun auch der Vater, verlassen das Haus. Zurück bleibt die zweitälteste Tochter, gespielt von Wu Qianlian, die schon immer gerne auch den Beruf der Köchin erlernt hätte, es aber unter dem Erwartungsdruck des Vaters nicht wagte, und die nun ihrem Vater am Ende eine so gute Suppe serviert, dass dieser wieder schmecken kann.

Hat etwas von "Völkerverständigung" - und ist sehr anrührend, auch für Emannzer ;-)

Fazit: Unbedingt anschauen, egal, wer hier nun mitliest.


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