Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Medientipps für Jungs und Männer

Narrowitsch, Berlin, Wednesday, 05.05.2010, 05:29 (vor 5722 Tagen) @ Marcel

Okay Leute!

Auf meiner Seite http://gender-mediathek.de.to/ gibt es nun die Rubrik
"Medientipps für Jungs und Männer". Wer noch Vorschläge hat, immer man her
damit :-)

Gruß
Marcel

hi, Marcel

sehr verdienstvoll, was Du da treibst. Mich begeistern diese Karate - Filme nicht sonderlich und halte sie auch nicht für empfehlenswert. Das sei aber meinem Geschmack geschuldet und ist sicher kein Maßstab.

Filme und Bücher gibt es eine Menge zu empfehlen, es brauchte einige Zeit alle aufzulisten.

Ganz wichtig halte ich alles, was das Bildungssystem nicht oder nicht ausreichend behandelt, dennoch aber zum Verständnis unserer Kultur bitter nötig ist:

Das beginnt bei den Märchen von Bechstein , den Grimms, reicht über die Sagenwelt der Nibelungen und natürlich bis hin zum Kampf um Troja, die Odyssee (beides glänzend von Gustav Schwab nacherzählt) , die Fahrt der Argonauten.Auch biografisches gehört in diesen Kreis, Spartacus zum Beispiel.
Und nicht zu vergessen - gleichgültig wo man weltanschaulich steht- biblische Geschichten. Wer davon nichts weiß, findet die Sprache seiner Kultur nicht.

Dieser Themenkomplex existiert sowohl als Film, als auch in Buchform recht mannigfaltig. Zur Buchbeschaffung empfehle ich statt der Werbepest "Amazon" das Zentralantiquariat, welches gute und gut erhaltenen Bücher für kleines Geld anbietet.

Dort gibt es natürlich auch Karl-May - Bücher, die in einer Empfehlung nicht fehlen dürfen. Was Brecht und Mann interessierte, kann nicht so schlecht sein, wie manch oberschlaue Kritiker meint.

Ein Schmankerl, welches - wie ich finde- zu unrecht heut nur noch wenige Leser zu finden scheint, ist bei Ehm Welk nachzulesen: "Die Heiden von Kummerow" und "Die Gerechten vom Kummerow". Welk gibt einen wunderbaren Einblick in die dörfliche (Kinder) - Welt der 20iger und 30iger Jahre, Bücher mit einem speziellen Humor, geschrieben mit wundervollem Einfühlungsvermögen, die das feministische Gelaber in mehrfacher Hinsicht der Lüge überführt: der genaue Beobachter Welk zeigt eindrucksvoll wie Familien damals "tickten", mit Unterdrückung jedenfalls hatte es wohl wenig zu tun. Und seine Person und sein Werk selbst beweist, wie wenig Sozialkompetenz eine weibliche "Domäne" darstellt, die sich Männer anzueignen haben. Lächerlich!

Mir fallen viele Filme ein, die das Wort "Kunst " verdienen. Ein unbedingtes Muss scheint mir Fritz Lang´s " M. Eine Stadt sucht einen Mörder" zu sein. Habe selten einen Film zum Thema Kindesmissbrauch und - mord gesehen, der so diffizil mit dem Thema umgeht; den Schwachköpfen in den TV- Redaktionen sollte er einmal wöchentlich zur Pflicht gemacht sein.

Vergessen wir Clint Eastwood nicht, gleichgültig ob und in welchem Maße Sozialpädagogen und -achso gewaltfreie- Femis - schäumen: "Gran Torino", "Für eine Handvoll Dollar ", " Für eine Handvoll Dollar mehr" um nur einige zu nennen. Und natürlich darf Sergio Leones "Lied vom Tod" ebensowenig fehlen , wie Petersens "Das Boot". Und um noch ein anderes Genre zu bedienen: Oliver Stones "The Doors" erzählt natürlich nicht nur die Geschichte der Rock- Band sondern zeichnet ein interessantes Zeitgemälde.

Wenn ich es richtig verstehe, richten sich Deine Empfehlungen nicht nur an kleine Jungen, die in der Grundschule geistig verkümmern, sondern auch an schon Ältere und Männer. Vielleicht müssen Altersempfehlungen gegeben werden, die sich selbstverständlich nicht nach deutschen Zensurmaßstäben richten müssen.

Wäre noch viel zu schreiben. Mal sehen, ein andermal mehr...


Gruß


Narrowitsch

--
Extemplo simul pares esse coeperint, superiores erunt-

Den Augenblick, sowie sie anfangen, euch gleich zu sein, werden sie eure Herren sein.


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