Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Antwort (a neverending story)

Eugen, Wednesday, 27.01.2010, 18:53 (vor 5817 Tagen) @ tommy (eig. reg. wgvdl.com-user)
bearbeitet von Eugen, Wednesday, 27.01.2010, 19:00

Frage:

Da Gender Mainstreaming sich der Gleichstellung/Gleichberechtigung
verschrieben hat, jedoch nicht der Gleichbepflichtigung (WehrPFLICHT)
gelten gängige GM-Konzepte in diesem Fall nicht?


Wenn man es dem Gegner so leicht macht, dann muss man sich wundern, wenn er es sich auch leicht macht. Wo hast du denn das gelesen, dass Gender Mainstreaming sich der Gleichstellung/Gleichberechtigung verschrieben hat?

Das einzige was man sicher sagen kann, ist, dass buchstäblich jeder und jede in GM das hineindichtet und herausholt, war er oder sie will.

Die Gegner bezeichnen es als eine politische Geschlechtsumwandlung, als Mittel zur Familienzerstörung o.ä.

Und unser über alles geliebtes Wahrheitsministerium BMFSFJ treibt es noch doller. Dazu ein Abschnitt aus einem lesenswerten Artikel:

Die Verbrämung des GM zur Gleichstellungspolitik
„Im internationalen Raum hat sich für einen solchen alle Handlungsfelder umfassenden vorausschau-enden Ansatz der Gleichstellungspolitik der Begriff des Gender Mainstreaming etabliert. Wir überset-zen ihn mit Gleichstellungspolitik als Querschnittsaufgabe.“

Oder eine Mitteilung von 2006 ebenda:
„Eine Neuausrichtung der Gender- Mainstreaming-Konzeption soll Gleichstellungspolitik als prä-ventiv ausgerichtetes Vorgehen attraktiver ausgestalten und so zu einer wirklichen Erfolgsstrategie machen.“

für Frauen und Män-ner.“ „Sowohl im internationalen Recht als auch im nationalen Verfassungsrecht und in Bundesgeset-zen in Deutschland ist aktive Gleichstellungspolitik verankert, die im Sinne des Gender Mainstrea-ming interpretiert wird.“

Da wird erstaunlich viel neu ausgerichtet, interpretiert, übersetzt. Hat der Bundestag je über die „Gen-der-Mainstreaming-Konzeption“ abgestimmt oder gar über deren „Neuausrichtung, Interpretation o-der Übersetzung“ im Sinne einer Gleichstellungspolitik? Müßige Frage ...

Quelle: http://www.freiheit.org/webcom/show_article_bb.php/_c-618/_nr-10380/i.html -- "Schöne neue durchgegenderte Welt - Anspruch und Realität der Gender Mainstreaming Ideologie" in dem Buch "Der Staat als Super Super Nanny"

D.h. auf gut deutsch: Das BMFSFJ kann viel erzählen. Und tut es auch. Es kann sich sogar widersprechen. Das spielt alles keine Rolle. Es will mit GM keinesfalls eine Gleichberechtigung erreichen, sondern Fraueninteressen durchsetzen. Es könnte sich genau so auf die Eingeweideschau berufen.
Aber das gilt nicht für das Männerministeium. Nicht etwa weil es keines gibt, sondern weil noch lange nicht für Männer erlaubt ist, was sich Frauen erlauben.

Egal wie man es ansieht, unter Berufung auf GM wird man die Wehrpflicht für Männer bestimmt nicht kippen. Nicht einmal unter Berufung auf den Gleichberechtigungsgrundsatz. Das ist versucht worden. Aber da haben sie einfach einen Teufel aus dem Kasten hüpfen lassen, der streckt die Zunge raus und sagt: Lex specialis! Joker! Ätsch!!

Unter Anwendung bestehender Gesetze geht das überhaupt nicht. Man muss die Gesetze ändern. Dazu braucht man Mehrheiten. Dann geht das.


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