Widerspruch
Als Antwort auf: Frauen in den Medien von Melanie Sophia am 06. März 2005 16:18:33:
[quote]Nach längerer Abwesenheit melde ich mich mal wieder. Diesmal mit einem ewig aktuellen Thema. Es geht um die Darstellung von Frauen in den Medien bzw. um deren Zurschaustellung. Die landläufige Meinung geht davon aus dass Frauen als Objekte niederer Instinkte missbraucht werden. Ist das richtig und wenn ja wieso?[/quote]
Sie werden teilweise instrumentalisiert um die angesprochene Zielgruppe von einer kopf- zu einer schwanzgesteuerten Entscheidung zu bewegen. Dies vor allem dann, wenn eine rationale Betrachtung die gewünschte Entscheidung unsinnig oder fragwürdig erscheinen läßt.
Eine Seite besagt dass Pornos als Ventil zum Schutz vor sexuellen Übergriffen notwendig sind (sog. Wasserkessel-Theorie). Dies wäre die Verteidigung.
Dieser Sprung von Thema A (Frauen in den Medien) zu Thema B (Pornos) ist manipulativ und daher einer Antwort nicht würdig.
Die andere, feministische Version lautet wie folgt: sexualisierte Darstellung von Frauenkörpern ist entwürdigend und macht Frauen mit Geld gefügig.
Energischer Widerspruch. Diese Aussage läßt Frauen (mal wieder) als passive Opfer dastehen. "Mit Geld gefügig machen" ist nach dieser Diktion im Kapitalismus allgegenwärtig.
Im Kapitalismus ist es nur allzu verlockend jedewede Moral zugunsten monetärer Zuwendungen über Bord zu werfen.
Auch dies gilt für alle Bereiche des menschlichen Zusammenlebens.
[/i]Jene die bei dem Spiel nicht mitmachen gelten als rückständige Miesmacherinnen die wegen eigener Unattraktivität vom Big Game ausgeschlossen sind. Das Bild der hässlichen Emanze ist allgegenwärtig. Hier im Forum war erst kürzlich etwas darüber zu lesen ("Beweis").[/i]
Zustimmung zu dieser These. Hat mich selbst überrascht, in welchem Maße das thematisiert wurde.
Das männliche Pendant wäre die weibliche Fixierung auf den reichen Macker.
[quote]Frauen orientieren sich laut Studien immer noch in Richtung Versorger.
Pointiert formuliert: Das Patriarchat begünstigt die hübsche Frau und den reichen Mann. [/quote]
Korrektur: Der Kapitalismus begünstigt. Mit dem Patriarchat hat das nichts zu tun. Im übrigen haben wir seit dem siebziger Jahren hierzulande eine matriarchale Gesellschaftsstruktur. Das Patriarchat wurde damals abgeschafft.
Diese Klischees scheinen festgefahrener denn je. Dabei leiden beide Geschlechter darunter.
Die Fronten sind verhärtet und das hängt auch mit den immer schlechter werdenden ökonomischen und juristischen Rahmenbedingungen hierzulande zusammen.
gesamter Thread:
- Frauen in den Medien -
Melanie Sophia,
06.03.2005, 18:18
- Re: Frauen in den Medien -
ChrisTine,
06.03.2005, 18:33
- Re: Frauen in den Medien -
Wodan,
06.03.2005, 22:02
- Re: Frauen in den Medien -
Arne Hoffmann,
07.03.2005, 01:21
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Ferdi,
07.03.2005, 01:37
- Köln, Frauenturm -
Arne Hoffmann,
07.03.2005, 02:09
- Re: Köln, Frauenturm -
Ferdi,
07.03.2005, 02:22
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Wodan,
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- Re: Köln, Frauenturm - Ferdi, 07.03.2005, 12:25
- Re: Köln, Frauenturm - Krischan, 07.03.2005, 11:51
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susu,
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Wodan,
07.03.2005, 11:21
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Ferdi,
07.03.2005, 02:22
- Köln, Frauenturm -
Arne Hoffmann,
07.03.2005, 02:09
- Re: Frauen in den Medien -
Ferdi,
07.03.2005, 01:37
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Arne Hoffmann,
07.03.2005, 01:21
- Hammer! - Dr. Schikago, 07.03.2005, 00:43
- Re: Frauen in den Medien -
Wodan,
06.03.2005, 22:02
- Re: Frauen in den Medien -
Friedwilli,
06.03.2005, 19:51
- Re: Frauen in den Medien - Tran, 06.03.2005, 20:25
- Re: Frauen in den Medien - Max, 06.03.2005, 20:07
- Re: Frauen in den Medien - Scipio Africanus, 06.03.2005, 21:15
- Re: Frauen in den Medien - Ralf, 06.03.2005, 21:45
- Und ewig lockt das GELD ... - Sven, 06.03.2005, 21:45
- Widerspruch - Interessierter, 07.03.2005, 01:09
- Re: Frauen in den Medien -
ChrisTine,
06.03.2005, 18:33