Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Die Suche des Kindes nach Grenzen ...

Friedwilli, Sunday, 06.03.2005, 19:17 (vor 7640 Tagen) @ Sven

Als Antwort auf: Die Suche des Kindes nach Grenzen ... von Sven am 06. März 2005 14:14:25:

Das sich entwickelnde menschliche Ego sucht und braucht Grenzen.
Eine klare Grenze bietet Sicherheit.
In einem Umfeld, in dem das Kind das grundsätzliche Gefühl hat, geliebt zu sein,
helfen Grenzen das Vertrauen in sich selbst und in andere entstehen zu lassen.
Das erleben von Grenzen ist IMMER mit Schmerz verbunden.
Sei es physisch oder psychisch.
Wenn ich persönlich wählen könnte zwischen physischen und psychischen Schmerzen,
würde ich die physischen Schmerzen wählen.
Gruss,
Sven

Hi Sven,

Zustimmung soweit. Aber ob mit dem Erleben von Grenzen, immer Schmerz verbunden sein muß, sehe ich nicht zwangsläufig. Oder anders: Kann ein Mensch nur aus eigener Erfahrung lernen, oder auch aus auch denen anderer. Grenzen zu aktzeptieren, soll ja eben schmerzhafte Erfahrungen vermeiden.
Können Kinder nur durch Erfahren Grenzen akzeptieren? Gibt es nicht einen Zusammenhang, zwischen der Bereitschaft zu vertrauen und den Erfahrungen die sie damit gemacht haben. Vertrauen verspielen Eltern zb. dann, wenn Warnungen oder Hinweise sich als falsch oder gar willkürlich erweisen, um Grenzen zu setzen, oder "ferngelagerte Ziele" zu erreichen. Kinder lernen dann, es ist nur bedingt oder gar kein Verlass, auf das, was man ihnen sagt. Hierbei ist zu bedenken, daß jede Erfahrung kleinste Kinder disponieren kann und falsche "Warnungen" Vertrauen entzieht. Bei kleinsten Kindern, kann dieses Vertrauen ab dem Krabbelalter spielerisch hergestellt werden, an Situationen, mangelt es nicht. Dies erfordert für Kinder viel Bewegungsspielraum, Eltern lassen Neugier zu, oder förden sie sogar. Nur wenn Gefahr im Verzug ist, warnen sie zuverlässig, gestehen aber die Freiheit der eigenen Erfahrung zu.
Ein Hund der auf seinen Herrn hört, braucht die Leine nicht, wer Pferde versteht keine Peitsche.
In Kinder habe ich das gleiche Vertrauen, auch wenn man ihnen so manches nachsagt.

Schönes Restwochenende

Friedwilli


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