Wer seinen Sohn liebt der züchtigt ihn?!
Diese biblische Aussage würde ich gern diskutieren. Ich bitte zu berücksichtigen, daß Menschen zu allen fähig sind. So auch dazu, Erlebnisse und Eindrücke bewußt oder unbewußt zu verfälschen. Der Schreiber der zur Züchtigung aufruft, scheint mir das "ürsprüngliche Anliegen" mißverstanden zu haben. Diese biblische Tradition, die augenscheinlich Gewalt gegen Kinder als nützliches Instrument der Erziehung sieht, hat bis heute deutliche Spuren hinterlassen. Schlimmer noch ist, daß die eigentliche Botschaft und eine Auseinandersetzung damit, dadurch verhindert wurde. Es geht weniger um die Frage, ob Gewalt legitim ist, sondern ob es andere Strategien gibt, die nachhaltiger wirken. So hätte der Übersetzer auch schreiben können: "Wer seinen Sohn liebt, der unterweist ihn", oder "Wer seinen Sohn liebt, läßt ihn die Konsequenzen seines Handelns spüren. Gerade letztere Strategie vertraut auf Einsicht durch Erfahrung, aber sie muß schon früh und konsequent angewandt werden. Wenn wir Erziehung nicht nur kritisieren, sondern bessere Alternativen aufzeigen, können wir auch Einfluß bekommen, wo sonst nur Frauen regieren.
Friedwilli
gesamter Thread:
- Wer seinen Sohn liebt der züchtigt ihn?! -
Friedwilli,
06.03.2005, 15:19
- Die Suche des Kindes nach Grenzen ... -
Sven,
06.03.2005, 16:14
- Re: Die Suche des Kindes nach Grenzen ... -
Friedwilli,
06.03.2005, 19:17
- Re: Die Suche des Kindes nach Grenzen ... - Sven, 06.03.2005, 21:41
- Re: Die Suche des Kindes nach Grenzen ... -
astrid,
07.03.2005, 00:53
- "Jedenfalls bin ich gesund geblieben" -
Sven,
07.03.2005, 11:24
- In der Tat! -
Magnus,
07.03.2005, 14:41
- Re: In der Tat! - astrid, 07.03.2005, 19:37
- In der Tat! -
Magnus,
07.03.2005, 14:41
- "Jedenfalls bin ich gesund geblieben" -
Sven,
07.03.2005, 11:24
- Re: Die Suche des Kindes nach Grenzen ... -
Friedwilli,
06.03.2005, 19:17
- Die Suche des Kindes nach Grenzen ... -
Sven,
06.03.2005, 16:14