Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Görgülü-News / @ Odin

Max, Sunday, 27.02.2005, 17:43 (vor 7646 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: Görgülü-News / @ Odin von Odin am 27. Februar 2005 13:56:38:

Wenn ich allerdings diese Tagebucheinträge lese, dann drängt sich mir doch der Eindruck auf, daß es um Christofer gar nicht mehr so sehr geht. Wenn ich an den Kleinen denke und an den ganzen Hick-Hack, den er da mitbekommt, dann frage ich mich schon, ob es für den Buben nicht gescheiter wäre, sein Vater würde einen anderen Weg beschreiten.

Das genau ist die Aussage vieler Frauen und auch vieler Gerichte: Wenn Du Dein Kind wirklich lieben würdest, dann würdest Du die Mutter nicht vor Gericht zerren.
Dies hat zur Folge, dass tatsächlich viele Väter aufgeben - und hat weiterhin zur Folge, dass die Masse unserer Kinder genau bei DER Person aufwachsen, die es am wenigsten liebt!

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Das sehe ich schon auch so wie Du. Nur frage ich mich halt realistischerweise, wie dieses Dilemma, für dessen Entstehen eine feminfizierte Justiz verantwortlich ist, so aufgelöst werden kann, daß der Kleine so wenig Schaden wie möglich nimmt. Und gerade im Fall Görgülü, wo dieser ganze Hick-Hack schon so lange andauert, würde es mich nicht wundern, wenn der Kurze tatsächlich schwer verstört wäre. Das ist halt das Problem: Einerseits muß gegen das Unrecht, das Kazim Görgülü und anderen widerfährt, angegangen werden. Andererseits geht die Unvernunft der Umgangsvereitler gerade in diesem Fall auch voll zu Lasten von Christofer. Mir stinkt das auch, daß zunächst einmal Unrecht geschieht und daß als nächstes die faktische Existenz dieses Unrechtszustands dazu hergenommen wird, dem Betrogenen mangelnde Vaterliebe vorzuwerfen, nur weil er sich gegen dieses Unrecht zur Wehr setzt. Das hat eine besonders widerliche Perfidie.
Dennoch frage ich mich, ob es nicht im konkreten Fall an irgendeiner Stelle den Punkt gibt, an dem man einfach aufgeben muß, um größeren Schaden von dem Kleinen fernzuhalten. Das muß ja nicht heißen, daß man nicht trotzdem gegen das generelle Unrecht weiterkämpft.
Im konkreten Fall habe ich allerdings den Eindruck, daß es keiner Seite wirklich noch um Christofer geht, sondern daß der Kleine davon bedroht ist, zwischen die Mahlsteine eines unsäglichen Umgangsstreits zu kommen, für den er selbst am allerwenigsten kann. Und das gefällt mir ganz und gar nicht.
Mir ist schon klar, daß kein Geld der Welt Kazim Görgülü für den Verlust entschädigen kann, der ihm widerrechtlich aufgezwungen wird. Aber manchmal scheint die zweitbeste Lösung leider auch die einzige zu sein.
Es ist wirklich ein Jammer.

Gruß - Max


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