Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Görgülü-News

Odin, Sunday, 27.02.2005, 05:20 (vor 7647 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Görgülü-News von Odin am 27. Februar 2005 03:08:44:

trotz Anwesenheit von Dr. Topf, Referatsleiter Jugend im Landesjugendamt des Landesverwaltungsamtes
Sachen Anhalt, haben auch heute die Pflegeeltern den Umgang zwischen
Kazim Görgülü und seinem Sohn Christofer boykottiert.
Wie in den vergangenen drei Wochen auch, fuhren wir wieder mit Spielzeugkiste, Schlitten und einigen
Süßigkeiten zum Umgangsort. Wir holten den Schlüssel für das Gemeindehaus beim Pfarrer ab,
stellten die mitgebrachten Spielsachen in den geheizten Raum und fuhren zum ca. 1,8 km entfernten
Wohnort der Pflegeeltern. Dr. Topf und seine Begleiter erwarteten uns schon. Nach dem wir kurz
besprochen hatten, dass wir keine Diskussion mit den Pflegeeltern vor Christofer führen wollen,
begaben sich Kazim, Herr Topf und zwei Vertreter der Rechtsabteilung zum Haus der Pflegeeltern.
Nach dem Klingeln öffnete die Pflegemutter die Wohnungstür. Christofer stand hinter dem Pflegevater
und versuchte mit Kazim Blickkontakt aufzunehmen, doch der Pflegevater drängte diesen immer
wieder hinter sich. Die Pflegeeltern verweigerten die Herausgabe von Christofer, da die Umgangspflegerin
nicht anwesend und eine Übergabe an dem Vater kindeswohlgefährdend sei, obwohl Dr. Topf
mitteilte, dass er (wie beim ersten Umgang auch) den Umgang persönlich begleiten würde.
Dr. Topf erklärte den Pflegeeltern, dass nicht der Vater sich dem Kindeswohl gefährdend verhält,
sondern die Pflegeeltern. Die Anwesenheit des Amtsvormundes wurde von uns nicht registriert. Aus
dem Verhalten der Pflegeeltern lässt sich nur schlussfolgern, dass der Amtsvormund nach wie vor
nicht seiner Aufgabe gerecht wird und Christofer immer noch nicht auf den Umgang mit seinem Vater
positiv vorbereitet wurd.
Nächste Woche werden wir wieder gemeinsam mit der Umgangspflegerin und hoffentlich auch mit Dr.
Topf, erneut versuchen einen Umgang mit Christofer zu gestalten.
Kazim macht sich sehr große Sorgen um seinen Sohn. Er muss tatenlos zusehen wie Christofer
immer mehr durch das aggressive Verhalten der Pflegeeltern in ein Loyalitätskonflikt gedrängt wird und
somit ein PAS-Syndrom (manipulierte Elternentfremdung) erzeugt wird. Kazim hat beim nach Hause
fahren erklärt, dass die Pflegeeltern mit ihrem Verhalten sich, Christofer und uns schaden und all das
ist möglich, weil ein Amtsvormund seit 5 Jahren seiner Aufgabe nicht gerecht wird. Als die Verfahrenspflegerin
bereits 2001 darauf hin wies, dass die Pflegeeltern langfristig dem Kindeswohl schaden,
wurde diese vom OLG Naumburg auf drängen des Amtsvormundes als Anwalt des Kindes kurzer Hand
entlassen und durch eine, dem Amtsvormund nicht widersprechende, Verfahrenspflegerin des Vereins
SHIA ersetzt.
Momentan sieht es so aus, als ob es in Deutschland nicht möglich ist, Menschenrechtsverletzungen
die durch das Jugendamt begangen werden, trotz klarer Verurteilung durch den EGMR und dem
BVerfG abzustellen.
Mit freundlichen Grüßen
Kazim und Celestina Görgülü

obiges ist Tagebuch vom 26.2.
Hier vom 19.2.:

nachdem wir von unserem Umgangstermin zurück kamen, reagierte Kazim auf den
gescheiterten Umgang mit hohem Fieber und liegt nun im Bett. Wir freuten uns alle sehr auf
unseren heutigen, zweiten Umgang mit Christofer.
Pünktlich 15:00 Uhr ging Kazim mit der Umgangspflegerin zur Haustür der Pflegeeltern. Uns fiel auf,
dass nicht ein einziges Auto in der Nähe des Hauses der Pflegeeltern zu sehen war.
Ich warte gegenüber auf der anderen Straßenseite. Zwischenzeitlich hörte ich, dass die Stimmen der
Pflegeeltern laut wurden, verstand aber nicht den Gesprächsinhalt. Etwa nach 10 Minuten kommen die
Umgangspflegerin und Kazim ohne Christofer von den Pflegeeltern zurück. Vom Amtsvormund/
Landesjugendamt war wie befürchtet niemand anwesend.
Was war passiert?
Der Pflegevater öffnete die Tür. Die Pflegeeltern erwidern den Gruß nur zögernd und sehr unfreundlich.
Die Umgangspflegerin bittet die Pflegeeltern Christofer für den Umgang vorzubereiten und diesen zu
übergeben. Christofer setzte sich auf die Treppe und ließ sich von der Pflegemutter anziehen. Als er
fast fertig war, fragte die Pflegemutter sehr eindringlich, ob er mit Kazim spazieren gehen möchte.
Unmittelbar danach erklärte sie, das Christofer nicht mitgehen möchte. Als die Umgangspflegerin
höflich die Pflegeeltern darauf hin auffordert, Christofer bitte weiter anzuziehen und zum Umgang zu
übergeben, forderte die Pflegemutter mehrmals eindringlich, immer lauter werdend Christofer auf, zu
erklären, dass er nicht mitgehen möchte, damit es alle deutlich hören. Nachdem Christofer nun endlich
nach Auffassung der Pflegemutter deutlich genug wiederholt hat, er will nicht, erklärten die Pflegeeltern,
dass sie nun das Kind nicht übergeben werden, das dies gegen den Kindeswillen sei.
Auf die Aufforderung der Umgangspflegerin, Christofer bitte trotzdem zu übergeben, riefen die
Pflegeeltern in Hysterie, mehrmals keine Gewalt, keine Gewalt. Um die Situation für Christofer nicht
unnötig zu erschweren, verabschiedeten wir uns und verließen das Grundstück der Pflegeeltern.
Trotz mehrfacher Aufforderung durch die Umgangspflegerin, unsere Anwältin Azime Zeycan und unser
persönliches Bitten, war Dr. Topf vom Landesjugendamt nicht zum Umgang erschienen. Telefonisch
hatte er unserer Anwältin Azime Zeycan aus Bochum am Donnerstag noch erklärt, dass er zu den
Pflegeeltern fahre, um den Umgang vorzubereiten, hätte er doch Kazim versprochen, diesen zu helfen.
Er wurde mehrfach von uns darauf hingewiesen, dass der Umgang von den Pflegeeltern boykottiert
werden wird, wenn nicht sichergestellt ist, das vom Landesjugendamt ein gesetzlicher Vertreter des
Kindes anwesend ist. Leider haben sich unsere Befürchtungen bestätigt.
Weiterhin wird die Umsetzung des Urteils des BverfG vom 28.12.2004 und 01.02.2005 in Sachsen
Anhalt verhindert und eine anhaltende Menschenrechtsverletzung billigend in Kauf genommen Erst war
der Grund Kindeswohl, jetzt ist es ein angeblicher Kindeswille.
Mit freundlichen Grüßen
Kazim und Celestina Görgülü


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