Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 1 - 20.06.2001 - 20.05.2006

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Görgülü-News

Odin, Sunday, 27.02.2005, 05:08 (vor 7647 Tagen)

trotz Anwesenheit von Dr. Topf, Referatsleiter Jugend im Landesjugendamt des Landesverwaltungsamtes
Sachen Anhalt, haben auch heute die Pflegeeltern den Umgang zwischen
Kazim Görgülü und seinem Sohn Christofer boykottiert.
Wie in den vergangenen drei Wochen auch, fuhren wir wieder mit Spielzeugkiste, Schlitten und einigen
Süßigkeiten zum Umgangsort. Wir holten den Schlüssel für das Gemeindehaus beim Pfarrer ab,
stellten die mitgebrachten Spielsachen in den geheizten Raum und fuhren zum ca. 1,8 km entfernten
Wohnort der Pflegeeltern. Dr. Topf und seine Begleiter erwarteten uns schon. Nach dem wir kurz
besprochen hatten, dass wir keine Diskussion mit den Pflegeeltern vor Christofer führen wollen,
begaben sich Kazim, Herr Topf und zwei Vertreter der Rechtsabteilung zum Haus der Pflegeeltern.
Nach dem Klingeln öffnete die Pflegemutter die Wohnungstür. Christofer stand hinter dem Pflegevater
und versuchte mit Kazim Blickkontakt aufzunehmen, doch der Pflegevater drängte diesen immer
wieder hinter sich. Die Pflegeeltern verweigerten die Herausgabe von Christofer, da die Umgangspflegerin
nicht anwesend und eine Übergabe an dem Vater kindeswohlgefährdend sei, obwohl Dr. Topf
mitteilte, dass er (wie beim ersten Umgang auch) den Umgang persönlich begleiten würde.
Dr. Topf erklärte den Pflegeeltern, dass nicht der Vater sich dem Kindeswohl gefährdend verhält,
sondern die Pflegeeltern. Die Anwesenheit des Amtsvormundes wurde von uns nicht registriert. Aus
dem Verhalten der Pflegeeltern lässt sich nur schlussfolgern, dass der Amtsvormund nach wie vor
nicht seiner Aufgabe gerecht wird und Christofer immer noch nicht auf den Umgang mit seinem Vater
positiv vorbereitet wurd.
Nächste Woche werden wir wieder gemeinsam mit der Umgangspflegerin und hoffentlich auch mit Dr.
Topf, erneut versuchen einen Umgang mit Christofer zu gestalten.
Kazim macht sich sehr große Sorgen um seinen Sohn. Er muss tatenlos zusehen wie Christofer
immer mehr durch das aggressive Verhalten der Pflegeeltern in ein Loyalitätskonflikt gedrängt wird und
somit ein PAS-Syndrom (manipulierte Elternentfremdung) erzeugt wird. Kazim hat beim nach Hause
fahren erklärt, dass die Pflegeeltern mit ihrem Verhalten sich, Christofer und uns schaden und all das
ist möglich, weil ein Amtsvormund seit 5 Jahren seiner Aufgabe nicht gerecht wird. Als die Verfahrenspflegerin
bereits 2001 darauf hin wies, dass die Pflegeeltern langfristig dem Kindeswohl schaden,
wurde diese vom OLG Naumburg auf drängen des Amtsvormundes als Anwalt des Kindes kurzer Hand
entlassen und durch eine, dem Amtsvormund nicht widersprechende, Verfahrenspflegerin des Vereins
SHIA ersetzt.
Momentan sieht es so aus, als ob es in Deutschland nicht möglich ist, Menschenrechtsverletzungen
die durch das Jugendamt begangen werden, trotz klarer Verurteilung durch den EGMR und dem
BVerfG abzustellen.
Mit freundlichen Grüßen
Kazim und Celestina Görgülü


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