Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: DER SPIEGEL - Neuer Höhepunkt der Menschenverachtung!

Friedwilli, Wednesday, 23.02.2005, 00:16 (vor 7651 Tagen) @ Ekki

Als Antwort auf: Re: DER SPIEGEL - Neuer Höhepunkt der Menschenverachtung! von Ekki am 22. Februar 2005 21:21:49:

Hallo Scipio Africanus!

Ekki, ich finde es in Ordnung, wenn die soziale Situation in die Gesamtbetrachtung einbezogen wird. Was mich stört, ist, dass es bei Männern kaum geschieht. Männer sind dann einfach Ungeheuer.
scipio

In Bezug auf den letzten Satz gebe ich Dir Recht.
Was den ersten betrifft:
Jain.
Es gibt zwei Extreme:
1)Das totale Mißachten der sozialen Situation.
2)Die Überbetonung der sozialen Situation, so daß - bei allem notwendigen Verständnis - das Mitleid mit dem Opfer und die Verurteilungswürdigkeit der Tat in den Hintergrund gedrängt werden oder gar ganz aus dem Blickfeld geraten.
Das erste Extrem droht uns heutzutage nicht mehr (mag früher anders gewesen sein).
In dem zweiten Extrem aber sind wir bis über beide Ohren drin.
Unvergeßlicher "Höhepunkt" war für mich die Schießerei auf dem Bahnhof von Bad Kleinen, wo ein Terrorist (Wolfgang Grams) und ein GSG-9-Mann (Michael Newrzella) ums Leben kamen.
Das Wehklagen der linken Schlecht-Menschen um das arme getötete Terroristchen war so groß, daß der damalige BKA-Präsident Zachert - der, aus für mich unerfindlichen Gründen, ebenso wie der damalige Generalbundesanwalt Alexander von Stahl über dieses Ereignis sein Amt verlor - Tage später eine Demonstration anführte, bei der ein Transparent mit der Aufschrift getragen wurde: "Um mich weint niemand - Michael Newrzella".
Das eine solche Demonstration überhaupt stattfinden muß, ist ein Tiefpunkt der Schande und zeugt von einer Geisteshaltung, die ich ohne Zögern mit derjenigen der Nazis auf eine Stufe stelle.
Ein Freund von mir brachte es damals kurz und bündig auf den Punkt:
"Wenn ein Scheiß-Terrorist abgeknallt wird, dann heult die Republik Rotz und Wasser. Aber wenn ein Polizist, der sein Leben riskiert, umkommt, interessiert das keine Sau. Diese Gesellschaft ist im Arsch."
Gruß
Ekki

Wenn ein Scheiß-Terrorist abgeknallt wird, dann heult die Republik Rotz und Wasser. Aber wenn ein Polizist, der sein Leben riskiert, umkommt, interessiert das keine Sau. Diese Gesellschaft ist im Arsch."[/i]

Hab ich so noch gar nicht festgestellt. Na ja, soll kein armes Schwein sein der Terorrist.
Die soziale Vergangenheit interessiert nicht wirklich, der Verweis auf eine schlechte Kindheit, erfüllt lediglich Alibi Funktion.
Eine glaubhafte Gesellschaft diskutiert diese Ursachen öffentlich und nüchtern, auch wenn die kollektive Verantwortung erkennbar wird. Aber das könnte den Täter entlasten. Strafe muß sein.


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