Re: Görgülü: Landkreis verliert Zuständigkeit
Als Antwort auf: Görgülü: Landkreis verliert Zuständigkeit von Odin am 21. Februar 2005 11:48:54:
Kazim und Celestina Görgülü 14.02.05
Sehr geehrter Herr Webel,
am Freitag, den 11.02.05 haben ich (Celestina Görgülü) ca. 20:00 von unserer Rechtsanwältin Azime
Zeycan erfahren, dass das Landesverwaltungsamt für Sonnabend den 12.02.2005 kurzfristig einen
Umgang mit Christofer vorbereitet hat. Nachdem mir die Umgangspflegerin Frau Förster dies bestätigte
informierte ich Kazim. Er hatte mir erst nicht geglaubt und war sehr skeptisch, ob so kurzfristig und
unvorbereitet ein Umgang überhaupt gelingen kann. Wir beschlossen trotzdem, das Kazim sofort von
Aschaffenburg nach Krostitz kommt. Sonnabend 2:00 Uhr war er endlich zu Hause.
14:00 Uhr fuhren wir zum Wohnort der Pflegeeltern und trafen uns mit der Umganspflegerin. Diese
erklärte uns, das die Pflegeeltern nicht bereit sind, Christofer bis zum Umgangsort zu begleiten. Sie
bestehen auf die strikte wörtliche Einhaltung des Umgangsbeschlusses vom 02.12.2004. D.h.
Christofer muss von der Wohnung der Pflegeeltern abgeholt werden. Vor dem Haus der Pflegeeltern
warteten zwei Vertreter des Landesverwaltungsamtes auf uns. Es waren der Referatsleiter des
Landesjugendamt Dr. Topf und die Referatsleiterin Frau Dr. Cremer. Wir brachten den beiden natürlich
kein großes Vertrauen entgegen und erklärten Dr. Topf, dass wir den Umgang sofort abbrechen
werden, wenn Christofer den Umgang verweigert. Vor dem Haus waren ungewöhnlich viele Autos
geparkt, in einem Audi saß die ganze Zeit ein Mann und las eifrig Zeitung. Auf der Terrasse hatte sich
ein Schwager der Pflegeeltern zum Fotografieren aufgestellt.
Wie im Umgangsbeschluss steht, begaben sich Kazim und die Umgangspflegerin zur Wohnungstür
der Pflegeeltern. Als der Pflegevater die Tür geöffnet hatte, standen hinter der Pflegemutter Christofer
und sein Stiefbruder. Auf der Treppe befanden sich zwei Frauen mit Kamera und Fotoapparat. Wir
hoffen das es sich nicht um von den Pflegeeltern bestellte Presse handelt. Die Pflegeeltern
behaupteten, das Christofer nicht zum Umgang wolle. Er weinte nicht und stand schweigend hinter der
Pflegemutter. Die Pflegeeltern verweigerten die Herausgabe von Christofer und drängten diesen immer
wieder weg.
Dr. Topf vom Landesverwaltungsamt musste eingreifen, damit Christofer seine Jacke erhielt und zu
einem Spaziergang mit gehen konnte. An der Hand von Dr. Topf lief Christofer mit Kazim und der
Umgangspflegerin Richtung Sportplatz. Die Umgangspflegerin animierte die drei Männer zum
Wettrennen. Natürlich gewann Christofer. Es war eine wunderbare erste halbe Stunde. Kazim hatte
voller Stolz festgestellt, dass sein Sohn genau so aussieht wie er als kleines Kind. Dieses Gefühl der
Freude, nach 25 Gerichtsverfahren zu erleben, das Christofer mit seinem Vater einen Umgangskontakt
zuließ war unbeschreiblich.
Wir hoffen, dass es gelingt, eine gute Vater-Kind-Beziehung aufzubauen und die Pflegeeltern irgend
wann aufhören werden Umgang zwischen Kazim und seinen Sohn zu boykottieren. Wir hoffen auch,
dass Christofer nicht unter Loyalitätskonflikten leiden muss. Vielleicht können die Pflegeeltern sich doch
noch einmal damit abfinden, das Christofer einen sehr lieben Vater hat. Es währe auch schön, wenn
die Pflegeeltern wenigstens zur Begrüßung einen guten Tag wünschen würden.
Mit freundlichen Grüßen
Kazim und Celestina Görgülü
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Odin,
21.02.2005, 13:48
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Odin,
21.02.2005, 13:55
- Re: Görgülü: Landkreis verliert Zuständigkeit - Wodan, 21.02.2005, 14:26
- Re: Görgülü: Landkreis verliert Zuständigkeit -
Odin,
21.02.2005, 13:55