Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Görgülü: Landkreis verliert Zuständigkeit

Odin, Monday, 21.02.2005, 13:48 (vor 7653 Tagen)

Fall Görgülü

Landesamt übernimmt

Landkreis Wittenberg verliert Zuständigkeit

erstellt 11.02.05, 21:14h

Kazim Görgülü mit dem Bild seines Sohnes in seinem Haus in Krostitz. Der
jahrelange Kampf des Türken Kazim Görgülü um Kontakt zu seinem leiblichen
Sohn spitzt sich weiter zu. (MZ-Foto: Bettina Wiederhold)

Wittenberg/MZ/teo. Der Präsident des halleschen Landesverwaltungsamtes,
Thomas Leimbach (CDU), hat dem Landkreis Wittenberg den Vormundschafts-Fall
Görgülü entzogen. Der in Kostritz leben Kazim Görgülü kämpft seit mehr als
fünf Jahren um seinen bei Pflegeeltern in Kreis Wittenberg lebenden Sohn
Christofer.
Die hallesche Behörde wirft dem Landkreis vor, die vom
Bundesverfassungsgericht getroffene Regelung für den Umgang Görgülüs mit
seinem Sohn nicht eingehalten zu haben. Einen Widerspruch des Kreises gegen
die Entscheidung hatte das Bundesverfassungsgericht verworfen (die MZ
berichtete). "Angesichts der hohen emotionalen Belastung ist es uns wichtig,
einen Neutralen und nicht unmittelbar Beteiligten einzuschalten", begründete
Leimbach die Entscheidung. "Wir wollen damit helfen, die Entscheidung des
Bundesverwaltungsgerichtes umzusetzen". Es habe angesichts der Vorgeschichte
Zweifel daran gegeben, dass der Kreis Wittenberg dazu in der Lage gewesen
wäre, so das Verwaltungsamt in einer Presseerklärung.

Zu einem Termin für ein erstes Treffen von Kazim Görgülü und seinem Sohn
wollte sich Leimbach nicht äußern. Darüber solle nicht öffentlich spekuliert
werden.

Der Wittenberger Landrat war zu keiner Stellungnahme bereit.

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