Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Zypries' Hauptlektüren-Forum

Entrechteter Gerechter, Sunday, 23.01.2005, 23:42 (vor 7682 Tagen) @ BrigitteForenLeser

Als Antwort auf: Zypries' Hauptlektüren-Forum von BrigitteForenLeser am 23. Januar 2005 17:35:26:

Ich durfte Zeuge einer interessanten Diskussion werden im Brigitte-Forum, in dem auch die Zypries chattete.
Pro Test: „Was ist am privaten Test bzw. daran verwerflich, wenn ein Vater diese Entscheidung an Stelle und auch im Interesse seines minderjährigen Kindes trifft?!“
Contra Test: „Ganz einfach: die Interessen des Vaters können im Zweifel denen des Kindes zuwiderlaufen und dann sind es nur noch die Interessen des Vaters, der sich gegen die Interessen des Kindes verhält. Und dann?“
Pro Test: „Könntest du den Interessensgegensatz zwischen Vater und Kind bitte näher erläutern?“
Contra Test: „Ein Kind hat ein Interesse an Versorgung, Bildung, Wohnung und Erbe, diese Interessen können dem Interesse auf Wissen gegenüber höher gewertet werden und dieses Wissen kann sogar nebensächlich werden für die Zeit der Kindheit. Vielleicht will das Kind erst als erwachsener Mensch seine Abstammung klären und bis dahin nicht mit diesem Thema belastet werden. Der BGH sah das ähnlich und stellte die Interessen der Kinder auf ungestörtes Aufwachsen über das Interesse des Vaters auf Klärung.“
Pro Test: „Wie soll das Interesse an Versorgung, Bildung, Wohnung und Erbe durch das Interesse auf Wissen beeinträchtigt werden können?“
Contra Test: „Ganz einfach: wenn sich herausstellt, dass die Abstammung ungeklärt ist bzw. die bisherigen Informationen nicht richtig sind, hat das Kind keinen Vater mehr das heisst, es kann seine Versorgung darunter leiden und das Erbe entfallen bzw. reduziert werden.“
Pro Test: „Achso, da erzählt frau dann natürlich Vater und Kind lieber eine Lüge. Ist das die Motivation der Judikative und Legislative? Lug und Trug?“

Das Gesetz sollte sich niemals in den Dienst von Lug und Trug stellen. Das unterminiert jegliches Vertrauen in den Rechtsstaat.

Man darf sich sonst nicht wundern, wenn das Lebensmotto vieler junger Menschen später heisst: "Belogen, betrogen und zu Hass erzogen!"
Denn wen man belügt und betrügt, den erzieht man unweigerlich zu Hass.
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