Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Parallelen

Andreax, Wednesday, 12.01.2005, 12:15 (vor 7694 Tagen) @ Nikos

Als Antwort auf: Re: Parallelen von Nikos am 12. Januar 2005 08:55:54:

Hallo Nikos,

Nun, ich sehe es genau so wie du. Doch wie ist es dazu gekommen, dass es in der Geschichte immer wieder (trotzdem) Revolutionen gab? Ich meine, Demokratie ist ein alter Begriff.

Revolutionen entstehen, wenn ein große Anzahl von Menschen der Meinung sind, sie haben nichts mehr zu verlieren. Ebenso brauchen die Revolutionäre den Rückhalt der Bevölkerungsmehrheit. Wenn nicht, ist einfach nur Terrorismus. Eine Revolution hat nichts mit Demokratie zu tun. Was war beispielsweise an der Russischen Revolution 1917 demokratisch?

Ich denke, wenn Versuche zum friedlichen Loesung nicht gefruchtet haben, sobald das Fass ueberlaufen ist, dann kippt die Situation um, dann gibt es keinen Halt mehr.

Ja, das kannn so kommen.

So wie jetzt bei der Maennerbewegung? Wie erkennt man einen sozialen Aufstand fruehzeitig?
Die politische Loesung ist sicherlich eine sehr Gute. Allerdings bringt mir mein gestohlenes Kind nicht zueruck (ebenso wenig wie eine Revolte, natuerlich), weil sie so ewig lang dauert. Wenn aber mein (persoenliches) Leid sich hoch genug multipliziert hat, dann, denke ich, dass es so weit sein wird, ob uns dies gefaellt oder nicht.
Einen kuehlen Kopf bewahren kann man nur, wenn man auf irgendeiner Art unbeteiligt ist. Wenn man mittendrinn steckt, wenn das eigene abermals geliebte Kind nur noch einem anschimpft, dann wird es extrem schwierig, mit dem kuehlen Kopf.
Nicht unmoeglich, aber extreeeeeeem schwierig. Fuer mich kommt es nur noch auf die kritische Zahl leidende Maenner und Kinder, die dem "Point of no return" ueberschreiten.

Was Du schreibst, sieht eher nach Märtyrertum aus.
Ich kann es zwar verstehen, warum einige wenige Männer Amok laufen und ihre Frau, Kinder und sich selbst umbringen oder andere Kurzschlußhandlungen begehen, aber es ist dumm und nützt überhaupt nichts.
Wer solche Gedanken hegt, sollte profesionelle Hilfe in Anspruch nehmen.

Natuerlich kann noch alles politisch geregelt werden. Meine Frage war aber, ob es Parallelen zu frueheren Vor-Revolutionaeren Situationen erkennbar sind.

Ist nicht alles irgendwie vor-revolutionär? ;-)
Im Ernst, ich glaube nicht, daß es Sinn macht, nach Parallelen zu suchen.
Welchen Nutzen hätte das?

Gruß
Andreax


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