Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: @susu (u.a.): Nun, da Ruhe eingekehrt ist...

Max, Sunday, 02.01.2005, 00:03 (vor 7704 Tagen) @ T.Lentze

Als Antwort auf: @susu (u.a.): Nun, da Ruhe eingekehrt ist... von T.Lentze am 01. Januar 2005 20:36:36:

...und solange sie anhält, sehe ich Grund, an unsere Diskussion wieder anzuknüpfen.
[quote]1. Vorweg: Die Ruhe, die ich zur Voraussetzung erklärt habe für einen Dialog, habe ich selbst praktiziert, wo sie unüblich ist, nämlich in der Silvesternacht. Ich habe da in Steiners "Rätsel der Philosophie" gelesen und sehr bewußt den Jahreswechsel erlebt. Ich bin nicht gerutscht. Ich war geistig aktiv.
[/quote]

...das hast du gut gemacht. Nur wer geistig aktiv ist, merkt rechtzeitig, wenn´s glatt wird. Ich wär´ beim Lesen ausgerutscht. Respekt!

Der Brauch der Knallerei geht meines Wissens auf eine ursprünglich allgemein erlebte Beklommenheit zurück, die sich auf der Schwelle zum neuen Jahr einzustellen pflegte, und die es dann notwendig erscheinen ließ, die inneren Bilder böser Schwellengeister zu verjagen. (Vor Geistern nicht auf Zeit-, aber Raumesschwellen schützte z.B. der Brauch, daß der Bräutigam die Braut über die Haustürschwelle hob und so ins Haus trug.) Mittlerweile haben wir uns so emanzipiert von äußeren Mächten und uns dermaßen selbstbewußt gemacht, daß wir zum Jahreswechsel eher möglichst ruhig sein und Inventur machen sollten, auch was unsere menschlichen Beziehungen betrifft. Also: Ruhe herstellen. Selbst die Wesen der Natur incl. Hunde und Katzen würden uns das danken.

...Ahhh! Und welcher Knallbonbon schützt uns vor den Geistern der Wortschwälle?

Gemäß meiner Ankündigung, deine Steiner-Zitate zu verfolgen...

...Steiner, Steiner...der vom Chiemgauer Bauerntheater?

Man merkt direkt, wie Steiner aus geistigen Höhen, die er soeben erklommen hatte, plötzlich abstürzt.

...manchmal bedauert man schon, wenn einer geistige Höhen erklimmt, auch wenn er nicht abstürzt.

Ich räume ein, daß sicher auch Jesus, Joseph und Maria gelegentlich gepupst und sich gekratzt haben. Meiner Verehrung tut das keinen Abbruch.

...ein Jammer, daß sie das nicht mehr lesen können. Ich bin mir sicher, sie wären gerührt gewesen.

Die Notwendigkeit zur Beherrschung der eigenen Emotionalpersönlichkeit (früher sprach man von der "Tugend" der Besonnenheit oder Gerechtigkeit) wird einem am besten wohl in familiengerichtlichen Auseinandersetzungen beigebracht...

...oder in Internetforen zum Thema Gleichberechtigung.

die ja unter Ausschluß der Öffentlichkeit stattfinden und auch wegen der intimen Thematik zu einem Sich-Hingeben an Affekte verleiten.

...wie gut ich die Notwendigkeit zur Beherrschung meiner eigenen Emotionalpersönlichkeit (kurz: NzBmeEp) schon verinnerlicht (geil, oder?) habe, beweist der Umstand, daß ich bis jetzt noch nicht ein einziges Mal gefragt habe, was dieses ganze geschwollene Schwellengeschwalle eigentlich soll.

Ich habe andernorts schon darauf hingewiesen. In meinen Schriftsätzen und mündlichen Äußerungen habe ich niemals die Mutter meines Kindes - die außer mehrfachen Ehebruch sich noch mehr hat zuschulden kommen lassen -, pauschal verurteilt, sondern stets auch ihre Vorzüge oder Fortschritte dargelegt, ebenso die psychologischen Hintergründe ihres Verhaltens.

...da waren alle ganz bestimmt ganz arg beeindruckt - baff geschwallt sozusagen.

Im Ergebnis konnte ich einen psychologischen Gutachter, der mir die Erziehungsfähigkeit absprach, aus dem Verfahren werfen sowie verhindern, daß der Mutter das alleinige Sorgerecht und das Aufenthaltsbestimmungsrecht zugesprochen wurde.

...in diesem einen Fall: Eine einzige Tragödie für das arme Kind.

Die Anwältin mütterlicherseits, eine sehr engagierte Mißbrauchs- und "Opferschutz"-Expertin, war bereits fest von meiner Niederlage ausgegangen.

...wer rechnet auch damit, daß das Gericht einen psychologischen Gutachter rauswirft, nur weil es die Verbalfolter durch den Kindsvater nicht mehr länger aushält? Die müssen ja Ohren wie Elefanten gehabt haben, hernach...

In solchen Prozessen werden einem die Folgen seines Auftretens unmittelbar bewußt gemacht; in der öffentlichen Auseinandersetzung eventuell nie. Ich unterstelle somit, daß Steiner sich mehr Feinde geschaffen hat, als nötig gewesen ist.

...ja wegen nix hat der das eiserne Kreuz nicht gekriegt.

Hierauf aufbauend behaupte ich, daß auch die Reaktionen auf meine These völlig überzogen sind. Begründung folgt.

...Gnaaade! Bitte nicht!

Frieden deiner geschwollenen Zunge - Max


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