Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Kampf um Gleichberechtigung ist irrelevant

M., Friday, 17.12.2004, 17:49 (vor 7720 Tagen)

Je mehr ich über das Thema nachdenke,desto mehr komme ich zu der Überzeugung, dass ein Kampf um Gleichberechtigung individuell sinnlos ist.
Zur Begründung:
Die Frauenbewegung, die um die Gleichberechtigung der Frauen gekämpft hat, und in großen Teilen ihre Ziele durchgesetzt hat (was wohl nur einige Berufs-Feministinnen ernsthaft bestreiten dürften), war erfolgreich, weil sich das westliche Wertesystem seit Mitte des letzten Jahrhunderts in einem Auflösungsprozess befindet (deutlich sichtbar an der Überbetonung von indivuellen Rechten: Wenn "anything goes" ist am Ende nichts mehr relevant: Es gibt keinen Konsens, keine gemeinsamen Werte mehr). Begleitet wurde diese Prozess des Verlustes an normativer Orieniterung in den westlichen Demokratien durch den ökonomischen Aufstieg (Asien) bzw. die Verbreitung religiös motivierter anderer Wertesysteme (islamischer Fundamentalismus), die unser Wertesystem zusätzlich bedrohen. Jetzt meine zentrale Aussage: NUR DURCH DIESE SCHWÄCHE DES WESTLICHEN WERTESYSTEMS KONNTEN SICH STRÖMUNGEN WIE DER FEMINISMUS DURCHSETZEN. Es mag zwar sein, dass sich die Männer wieder ein Stück Gleichberechtigung zurückerobern können, aber dadurch wird NICHTS besser, denn die Grundlagen unseres Wertesystems (individuelle Freiheit, ökomische Vorherrschaft, kulturelle Homogenität) erodieren zusehends. ES WIRD NIE WIEDER SO WIE ES EINMAL WAR ! Konsequenz: Jeder ist am besten damit bereit, sich um sich selbst und diejenigen zu kümmern, die einem nahe stehen. Klingt zwar wenig optmistisch, aber ist wohl logisch: Immerhin machen es uns die politischen und wirtschaflichen Eliten genau so vor, und das sind im Allgmeinen keine Dummköpfe (auch wenn es manchmal so scheint).

Gruß !


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