Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Studie: Ehegatten ... äh, Ehegattinnenunterhalt

Eugen Prinz, Wednesday, 15.12.2004, 15:14 (vor 7722 Tagen) @ Sternchen

Als Antwort auf: Re: Studie: Ehegatten ... äh, Ehegattinnenunterhalt von Sternchen am 15. Dezember 2004 09:22:37:

Solange Frauen nicht bereit sind, sich am Erwerbsleben zu beteiligen und Männer nicht bereit sind, sich am Familienleben zu beteiligen, wird sich am Unterhaltsrecht nicht viel ändern.

Da ist einiges zu ergänzen:

Frauen sind ja durchaus erwerbstätig, aber immer noch erwirtschaften Männer den größten Anteil der Familieneinkommen. Frauen wollen, wie man häufig von ihnen hören kann, "ihr eigenes Geld" verdienen. Wenn Kinder da sind, erwarten sie aber nach bisherigen Erkenntnissen noch immer überwiegend, dass der Mann arbeiten geht. Der Hausmann ist nicht sehr gefragt.

Wenn beide Parteien das so wollen, finde ich daran nichts auszusetzen. Was mich stört, ist der Versuch, die Männer politisch auf allen möglichen Wegen aus dem Erwerbsleben zu verdrängen, sie aber andererseits rücksichtslos als Geldesel zu missbrauchen, wenn die Ehe in die Binsen geht.

Die Behauptung, Männer seien nicht bereit, sich am Familienleben zu beteiligen, ist zwar auch immer wieder zu hören, aber deswegen noch lange nicht zureffend. Persönlich kenne ich keine solchen Männer. Ich kenne aber viele, die zu ihrem eigenen Bedauern ihre Arbeitskollegen besser kennen als ihre Kinder.

Im übrigen "beteiligen" sich Männer, die eine Familie durch Erwerbsarbeit ernähren, natürlich ganz massiv am "Familienleben". Wenn Frauen, insbeondere feministisch infizierte, verlangen, Männer sollten sich am Familienleben beteiligen, dann meinen sie aber meist, dass Männer, neben einer ganztägigen Erwerbsarbeit außer Hauses, auch noch zu Hause Geschirrspülen, Mülleimer wegtragen, und ähnliche lästige Arbeiten verrichten sollen. Das gibt dem Gerede von "Beteiligung" einen unangenehmen Beigeschmack.

Das geht so weit, dass eine Schafsnase von Politikerin schon mal sagt, ein soziales Jahr für Mädchen käme für sie erst in Frage, wenn Männer die Hälfte der Hausarbeit machen. Den Wehr- oder Zivildienst von Männern hält sie offenbar für deren Privatvergnügen.

Einen Gruß von Eugen


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