Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Studie: Ehegatten ... äh, Ehegattinnenunterhalt

Eugen Prinz, Tuesday, 14.12.2004, 17:15 (vor 7723 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Studie: Ehegattenunterhalt von Odin am 14. Dezember 2004 11:46:21:

Dröselt man dieses Soziologenkauderwelsch mal auf, kommt man zu folgenden Übersetzungen:

In Deutschland sind Frauen seltener als Männer erwerbstätig und damit in höherem Masse als Männer auf Ehegattenunterhalt und/oder Sozialleistungen angewiesen.

Das geht so glatt runter: Da ich nicht arbeite, bin ich auf das Geld anderer angewiesen. Zwingend - oder etwa doch nicht?

Das Erwerbs-, Sozial-, Steuer- und Unterhaltssystem in Deutschland fördert nach wie vor die Ernährerstellung des Mannes und sieht die Frau als eher geringfügige Zuverdienerin.

Ei, ei, dieses böse, böse Erwerbs-, Sozial-, Steuer- und Unterhaltssystem, ts, ts, ts... Es zwingt die Frauen ja förmlich, die Hände in den Schoß zu legen. Stimmt aber nicht ganz. Lediglich das Unterhaltsystem arbeitet direkt den Frauen zu - über das Druckmittel Kinder. Für Frauen, die keine Kinder haben, sollte das schließlich alles bedeutungslos sein.

Damit sollen Wege zur Überwindung des "männlichen Ernährermodells" in der deutschen Existenzsicherung aufgezeigt werden.

Die hätten auch schreiben können: Damit sollen Wege zur Überwindung des "weiblichen Schmarotzermodells" in der deutschen Existenzsicherung aufgezeigt werden. Aber das klingt halt nicht so nett. Da ist es doch einfacher, "das männliche Ernährermodell" zu überwinden.

Ich fürchte, die Studie ist erstmal ein "Ernährermodell" für die dafür bezahlten Wissenschaftlerinnen.

An dann wird sich finden, dass noch mehr Geld ausgegeben werden muss, um die "aktive Gleichstellung" zu fördern, also noch mehr Frauenfördermittel, damit sie doch bitte bitte Geld verdienen gehen, und Mittel für die Umerziehung von Männern, damit sie mehr verschissene Windeln wechseln, damit Frauen Geld verdienen gehen können, und konsequent findet sich damit schließlich wieder eine Rechtfertigung für die Forderung nach einer Frauenquote in der Wirtschaft.

Aber vielleicht sehe ich ja alles viel zu negativ und die wollen wirklich nur unser Bestes?

Eugen


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