Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Welt Artikel zur Bundeswehr

pit b., Wednesday, 01.12.2004, 13:18 (vor 7736 Tagen) @ Peter

Als Antwort auf: Re: Welt Artikel zur Bundeswehr von Peter am 30. November 2004 20:33:07:


[quote]Deswegen heisst es ja WehrPFLICHT. [/quote]

Wenn du schon so kleinlich bist, dann nimm das Wort doch mal auseinander.
Wehrpflicht beschreibt die Pflicht zur Verteidigung. Nicht unbedingt die
Pflicht ein Soldat zu sein. Mann muss den Wehrdienst zwar in der Bundeswehr
anbleisten, aber muss man dazu auch zwingend ein komplett ganzer Soldat
sein, Mit allem drum und darn!? Fomaldienst, unterkumpft in einer Stube,
uniform usw. ? Wehrpflichtige werden in der Politik auch "Bürger in
uniform" genannt. Also macht man hier rein verbal schonmal einen
Unterschied. Obwohl man bei den eingechränkten Rechten und den Status als
ganzer Soldat bei Wehrpflichtigen ja nun nicht mehr unbedingt von einem
Bürger reden kann. Warum soll man also nicht bei Wehrpflichtigen auf die
ganzen unötigen, militärischen Schikanen verzichten? Die einschränkungen
der Freiheitsrechten die man mit der Wehrplicht erfährt ist schon schlimm
genug, da muss man dann nicht noch zusätzlich Salz in die Wunde streuen.


Ob die Wehrpflicht sein soll, ist eine Frage; in der heutigen politischen
Lage bin ich dagegen.


Ich bin generell dagegen. Wenn die Regierungen der Welt ein Problem
miteinander haben, oder hatten, dann sollen sie sich selber die Köpfe
einschlagen und nicht ihre Bürger aufeinander hetzen.


Ob die Wehrpflicht nur fuer Maenner gelten soll, ist eine andere Frage, und
ich nehme an, dass sie hier wohl keiner bejaht.

Selbstverständlich nicht!
Mit der Wehrpflicht für Männer wird das geschlechtsspezifische Klinschee
von dem Mann als den Kämpfer und Beschützer aufrechterhalten. Und das
gerade in einer Zeit in der man genau diese Art von Klischees nach und nach
abbauen will. Leider tut man das so einseitig dass nachteilige Klischees
für das vermeitlich dominantere Geschlecht aufrecht erhalten und
nachteilige Klischees für das Andere abgebaut werden.
Bestes Beispiel: Ein Wehrrecht für Frauen unter beibehaltung
der Wehrpflicht für Männer.


Wie die Soldaten behandelt werden, ob Wehrpflichtige oder Zeitsoldaten, ist
eine dritte Frage, und um die ging es hier. Insbesondere ging es um den
Verdacht, dass die Leiden von wehrpflichtigen Soldaten weniger ernst
genommen werden, weil sie ja Maenner sind.

Nein, es geht darum dass man Wehrpflichtige so behandelt wie normale
Soldaten. Von den Misshandlungen jetzt mal abgesehen. Sie müssen die selben
Anstrengungen und Entbehrungen erfahren wie Leute die sie aus freien
Stücken dazu entschieden haben. Und das mit weniger Vorraussetzungen, denn
es fehlt an Motivation, an Pflichtbewusstsein und vor allem am Willen.

Das einzige was Wehrpflichtige mit bestimmtheit an Vorraussetzung für den
Wehrdienst mitbringen sind Strafandrohungen bei nicht ordnungsgemäßer
Erfüllung ihrer Wehrpflicht.


[quote][quote]Auch Schikanen wie die Pflicht vor Offizieren
zu salutieren, der Ordnungswahn in den Spinden oder formel Meldung zu
machen sind für Wehrpflichtigen nicht nur unverständlich sondern auch
unangebracht.[/quote][/quote]
[quote]Ich halte sie fuer alle Soldaten fuer angebracht, ...[/quote]
Eine Armee ist kein Abenteuerspielplatz sondern braucht klare Befehlsketten.

Du hälst Schikanen für alle Soldaten für Angebracht!?
Ich rede aber nicht von Soldaten!
Ich rede von "Bürgern in Uniform"!


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