Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Die neue Spiegelin

Frank, Wednesday, 17.11.2004, 18:19 (vor 7750 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Re: Die neue Spiegelin von Eugen Prinz am 16. November 2004 22:18:42:

Hallo Eugen,

Ich weiß nicht, ob das so stimmt "dass die richtig altmodischen türkischen Männer ihre Frauen hierzulande ziemlich mies behandeln". Nach meiner Kenntnis (Wand an Wand mit ihnen gewohnt) gibt es in türkischen Familien ein anderes, womöglich besser funktionierendes Rollenverständnis, als bei uns. Ich hätte nicht mal was gegen ein vernünftiges(!) Patriarchat. Derzeit haben wir bei uns ein Matriarchat, und die "Matris" bauen jedenfalls ziemlich viel Scheiße.

Ich weiß nicht, ob du deine Erfahrung so verallgemeinern kannst. Obwohl ich nach der Lektüre des "Spiegel"-Artikels immer noch nicht weiß, ob die brutalen türkischen Ehemänner nun eine verschwindende Minderheit oder die Mehrheit sind, glaube ich doch, dass viele Frauen bei denen nicht unbedingt viel zu lachen haben.
Trotzdem ist auch mir ein funktionierendes Rollenverständnis mit klar unterscheidbaren Geschlechterrollen tausendmal lieber als die Verhältnisse bei uns, wo man die Frauen in ihrer maskulinen Einheitsaufmachung kaum noch von den Männern unterscheiden kann. Extrem traurig, das Ganze.

Seit wann interessiert uns, ob eine Angelegenheit Frauen verachtend ist?

So ganz egal sollte uns das auch nicht sein. Schließlich gibt es auch ein paar vernünftige Frauen, bei denen es schade wäre, wenn Mann sie zu mies behandelt. Was du nicht willst, was man dir tu, das füg' auch keinem andern zu.

Vor allem finde ich, dass der gesetzliche Zwang zur Monogamie hierzulande Männer verachtend ist ;-)

Und wieso - ehrlich gefragt - ist die Vielweiberei Frauen verachtend? Ich habe die Bekundungen afrikanischer Frauen im Ohr, interviewt von einer westlichen Reporterin, als sie darauf angesprochen wurden. "Wir? Unterdrückt? Wie stellen Sie sich das vor? Wir sind vier und er ist nur Einer. Hahaha."

Interessanter Aspekt. Aus der Sicht kann man das auch sehen ;-)

Die Vielweiberei ist eine elementare Freiheit (des Mannes, gewiss...) Die Monogamie ist jedenfalls ein Zwang unserer christlich-matriarchalen Gesellschaftsordnung.
Persönlich bevorzuge ich bekanntlich die Zerogamie ;-)

Da gehe ich mit dir völlig chloroform.


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