Tampons an den Mann (oder so ähnlich)
Hab ich im Frauenforum gefunden. Quelle nicht mehr aufrufbar, wie es scheint. I
<Kuscheln im Kampfgraben - Was die Bundeswehr von Frauen lernen kann - Mit Tampons Feuer machen - Der Umgangston ist freundlicher geworden
Fürstenfeldbruck/Penzing (ddp). Eine junge Frau steht an der S-Bahn-Station Fürstenfeldbruck und sucht ein Taxi zur Kaserne. Sie ist 18 Jahre alt, war noch nie aus ihrer Heimat Bayern raus und greift jetzt nach den Wolken. Sie will Hubschrauberpilotin werden. Vor ihr liegt eine harte Woche, in der sie haufenweise Bundeswehr-Tests zu absolvieren hat. Dass sie für das Auswahlverfahren zugelassen wurde, war unter anderem eine Zentimeterentscheidung. Sie ist 1,61 groß, unter 1,60 wird es eng. Was auf die junge Frau zukommt, ist ein Job unter uniformierten Männern, die der weiblichen Offensive oft noch mit Argwohn begegnen.
Diana ist 26, Leutnant zur See und schon aus allen Wolken gefallen. Sie wollte fliegen, wurde jedoch recht schnell aus der Piloten-Laufbahn geschleudert. Sie wird nun zum Luftfahrzeugoperationsoffizier (LOPO) ausgebildet und befasst sich mit Navigation und Sprechfunk. Diana kommt aus Sachsen-Anhalt, zeigt ihre muskulösen Arme vor und merkt stolz an, sie sei «unter Jungs groß geworden». Ihr Hobby ist Bodybuilding. Ihren Freund hat sie bei der Truppe kennen gelernt. Jetzt pendelt sie zwischen zwei Kasernen. Sie meint es ernst mit ihm.
Beziehungen sind bei der Bundeswehr eine Frage des Durchhaltevermögens. Oft geht es mühsam los und dann schwierig weiter. Die permanenten Versetzungen - im Schnitt alle zwei Jahre für Berufssoldaten - tragen beim Bund zu der überdurchschnittlichen Scheidungsquote bei. Ein Offiziersausbilder bei der Luftwaffe in Fürstenfeldbruck, der mit Anfang 50 auf eignen Wunsch vorzeitig in den Ruhestand versetzt wurde, listet eine lange Latte mit seinen Berufsstationen auf und erklärt dann ernst: «Ich muss meiner Frau nun einiges zurückgeben.»
Derweil bringen die Frauen dem «Männerclub» Bundeswehr bessere Manieren bei. Der Umgangston ist freundlicher geworden. Das neue Motto lautet: Disziplin ja, Demütigung nein. Mit Nachsicht werden weibliche «Spezialprobleme» behandelt. Manch altgedienter Feldwebel reagiert leicht gequält, bisweilen amüsiert, wenn eine junge Frau ihre Hände tief in die Tarnfleckhosentaschen vergräbt, irritiert nachfragt, warum der Stahlhelm so unbequem sitzt oder wissen will, ob die Bundeswehr-Sonnencreme dermatologisch auf dem neuesten Stand ist. Inzwischen ist auch manches Frauen-Utensil im Alltag der Bundeswehr nicht mehr wegzudenken. Tampons etwa eignen sich hervorragend zum Feuer machen im Gelände und werden nun ganz selbstverständlich «am Mann» getragen.
Mit dem Vormarsch von Frauen in die Truppe muss gleichwohl das zwischenmenschliche Gefüge neu justiert werden. Das ist mit getrennten Toiletten nicht getan. Begriffe wie Soldatenehre und militärisches Auftreten werden mitunter bemüht, wenn männliche Berufssoldaten sich darüber beklagen, dass weibliche Dienstgrade bisweilen nicht ganz so zackig auftreten. Weibliche Offiziere in Fürstenfeldbruck klagen im Gegenzug über profanes Machogehabe ihrer männlichen Kollegen, die im Gelände schon mal zu kleinen dummen Jungs degenerierten.
Die «gemischte Truppe» kann sich aber auch wechselseitig motivieren. Männliche Soldaten geben gerne den Kavalier und befördern ihre Kameradinnen auf der Hindernisbahn schon mal höflich über die Eskaladierwand. Dass sich Frauen und Männer bei einem Zwölfstundentag in der Bundeswehr schnell näher kommen, ist nicht verwunderlich. Der modifizierte «Kuschelerlass» soll dabei rosarote Verwerfungen verhindern. Der Erlass verbietet Techtelmechtel im Dienst, nach Dienst dürfen sich Paare dann - leise - dem Liebesspiel hingeben.
Was abends in der Kaserne lustvoll ausgelebt werden darf, wird oft im Dienst angebahnt. «Kuscheln im Kampfgraben» geht so: Er schleppt ihren Rucksack eine Weile, sie verteilt Tarnschminke in seinem Gesicht, er sucht Äste zum Feuer machen, sie überlässt ihm ein Brötchen aus der Mittagsration, er drosselt das Tempo beim Orientieren im Feld, sie belohnt ihn mit einem heimlichen Handkuss.
Allerdings soll auch der «Geschlechterkampf» bei der Truppe nicht verschwiegen werden. Mitunter wehren sich altgediente Soldaten geradezu verbissen gegen weibliche Kollegen. Ein Transall-Pilot vom Lufttransportgeschwader 61 im bayerischen Penzing gibt zu, dass er keine Frau im Cockpit sehen will. Das gebe «nur Ärger», sagt der Offizier. Wenn die Frau hübsch sei, werde sie zum Streitobjekt, oder sie werde gemobbt. >
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- Tampons an den Mann (oder so ähnlich) -
gole,
28.09.2004, 16:47
- Die Genfer "gender-in-war"-Konvention -
Wolfgang,
28.09.2004, 17:24
- *ROTFL* (n/t) - Jörg, 28.09.2004, 19:39
- Re: Tampons an den Mann (oder so ähnlich) -
Peter,
28.09.2004, 17:43
- gemischte Truppe -
Mic,
29.09.2004, 13:21
- Re: gemischte Truppe - Freeman, 29.09.2004, 13:43
- Re: gemischte Truppe -
Garfield,
29.09.2004, 14:04
- Re: gemischte Truppe -
Max,
29.09.2004, 14:24
- Re: gemischte Truppe -
Garfield,
29.09.2004, 14:42
- Re: gemischte Truppe - Max, 29.09.2004, 15:17
- Re: gemischte Truppe -
Sven74,
29.09.2004, 15:28
- Re: gemischte Truppe -
Garfield,
29.09.2004, 15:47
- Re: gemischte Truppe -
Sven74,
29.09.2004, 17:16
- Re: gemischte Truppe -
Garfield,
29.09.2004, 18:20
- Re: gemischte Truppe - Paul, 29.09.2004, 18:29
- Re: gemischte Truppe - Guildo, 29.09.2004, 18:52
- Re: gemischte Truppe -
Garfield,
29.09.2004, 18:20
- Re: gemischte Truppe -
Sven74,
29.09.2004, 17:16
- Re: gemischte Truppe -
Garfield,
29.09.2004, 15:47
- Re: gemischte Truppe -
Garfield,
29.09.2004, 14:42
- Re: gemischte Truppe -
Max,
29.09.2004, 14:24
- gemischte Truppe -
Mic,
29.09.2004, 13:21
- Den Handkuss kann sie vergessen - Expatriate, 29.09.2004, 09:21
- Die Genfer "gender-in-war"-Konvention -
Wolfgang,
28.09.2004, 17:24