Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: fette, burgerfressende Jungs - schlanke, gesunde Äpfel vertilgende Mädels...

Max, Tuesday, 28.09.2004, 13:02 (vor 7801 Tagen) @ hquer

Als Antwort auf: fette, burgerfressende Jungs - schlanke, gesunde Äpfel vertilgende Mädels... von hquer am 27. September 2004 13:28:36:

... - Klasse der neue Spiegeltitel - oder ?!?
Eigentlich fällt mir dazu nix mehr ein...
ohne weiteren Kommentar verbleibt
hquer

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Ah ja, mir fällt immer was ein: Schauen wir uns das Titelbild doch mal genauer an! Was sehen wir, wenn wir nur oberflächlich hinschauen? Einen dicken Buben mit einem noch dickeren Doppel-Cheeseburger und ein klapperdürres Mädchen mit einem roten Apfel. Das ist aber noch nicht alles! Also schauen wir genauer hin. Der Bub hält diesen gigantischen Dabbltschiesbörger lässig mit einer Hand, während das knochige Mädchen unter Aufbietung seiner gesamten Körperkraft zwei Arme braucht, um das klitzekleine Äpfelchen hoch zu halten. Was lernen wir daraus?
1. Der Bub ist schlau. Er weiß, wovon man Saft und Kraft kriegt.
2. Das Mädchen ist dumm. Wenn ihm der kräftige Bub eine reinhauen will, weil es so blöde grinst, dann kann es sich nicht mal wehren, weil es nämlich zwei Hände braucht, um das kleine Äpfelchen festzuhalten. Und wenn es sich wehren will, dann muß es den Apfel fallen lassen und hat außer zwei blauen Augen obendrein noch nicht mal mehr was zum essen. Schön blöd!
3. Daß der Bub dem Mädchen eine reinhauen will, steht völlig außer Frage. Schließlich handelt es sich um ein Titelbild des SPIEGEL.

Natürlich könnte es auch sein, daß es sich bei dem fast verhungerten Mädchen um eines handelt, das deswegen so dämlich grinst, weil es gerade eine der üblichen, weiblich-hinterfotzigen Lösungen für die Frage gefunden hat, wie es dem arglosen Buben den leckeren Cheeseburger abschwatzen, ihm dafür den Apfel andrehen und ihm obendrein noch weismachen kann, daß er ein gutes Geschäft gemacht hätte. Möglicherweise schaut der sympathische Bub auch deswegen so konsterniert, weil er im Religionsunterricht gerade was vom guten Adam, der hinterlistigen Eva, dem Apfel und dem Paradies gehört hat und sich fragt, ob das nie aufhört.
Jedenfalls: Wenn wir lange genug hinschauen, dann ist uns der Bub sympathisch und das Mädchen halten wir für eine schnippische Kuh. Ja, ich bin mir sicher: Wäre das Titelbild nur den Bruchteil einer Sekunde später gezeichnet worden, wir wären alle Zeugen einer grässlich gewalttätigen Szene geworden und das Mädchen hätte nicht mehr so überheblich gegrinst.
Und wäre es noch später, sagen wir 30 Sekunden später gezeichnet worden, dann würden wir einen glücklichen Buben sehen, der gerade einen Apfel wegkickt und mit einem seligen Gesichtsausdruck in einen saftigen Cheeseburger beißt, während im Hintergrund ein Mädchen wegrennt und laut "Papaaaa!" schreit.

Der Beobachter - Max


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