Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Nachtrag zu Hollstein

Maesi, Friday, 03.09.2004, 01:29 (vor 7826 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Re: Nachtrag zu Hollstein von Arne Hoffmann am 31. August 2004 14:49:48:

Hallo Arne

Das Wort Gleichberechtigung kam im Interview, soweit ich es verfolgt habe, nicht vor. Aber das ist das einzige worauf es ankommt. Was will ich mit der Forschung.

Für mich wäre es durchaus eines von vielen Zielen der Gleichberechtigung, dass Männerforschung genauso intensiv wie Frauenforschung betrieben wird. Eine einseitige akademische Ausrichtung stellt ja oft einen rechtfertigenden Überbau für einseitige gesellschaftliche Zustände dar.

Offen gestanden halte ich die Konstruktion einer 'Frauenforschung' fuer einen wissenschaftlichen Suendenfall; in vielen (wenn nicht in allen) Bereichen lassen sich die Geschlechter schlichtweg nicht sinnvoll voneinander trennen, weil die Wechselwirkungen zwischen ihnen viel zu umfangreich sind. Frauen- bzw. Maennerforschung ist nichts anderes als der Versuch die Wissenschaft in einen ideologisch-begruendeten Kontext zu zwaengen. Wissenschaftlich haltbar waere eigentlich eine Geschlechterforschung, die sich selbstverstaendlich um die Erforschung beider Geschlechter gleichermassen kuemmert. Inzwischen ist aber die Frauenforschung schon so weit fortgeschritten und hat sich derart gut an den Hochschulen etabliert, dass wir wohl um eine Maennerforschung als Kompensation nicht mehr herumkommen - leider.

Gruss

Maesi


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