Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Nachtrag zu Hollstein

Eugen Prinz, Tuesday, 31.08.2004, 14:29 (vor 7829 Tagen) @ Andreas

Als Antwort auf: Re: Nachtrag zu Hollstein von Andreas am 31. August 2004 01:11:38:

Hallo,

die Männerforschung scheint uns wirklich nicht weiterzubringen. Wir wollen ja keine Zustandsbeschreibung. Wir wollen eine Veränderung. Wenn ich mich in der sog. Frauenforschung umsehe - das ist eine Flut von Veränderungen-einklagenden Schriften. Dagegen scheint mir alles was von Hollstein, Amendt und ein paar anderen gemacht wird, nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Man muss auch bedenken: Das sind Beamte! Da ist kaum zu hoffen, dass sie ihre Reputation in die Waagschale werfen, ihre Arbeitgeberin vehement wegen Verletzung des Gleichberechtigungsgrundsatzes anzuklagen.

Das Wort Gleichberechtigung kam im Interview, soweit ich es verfolgt habe, nicht vor. Aber das ist das einzige worauf es ankommt. Was will ich mit der Forschung. Der Mann von heute ist auch das Ergebnis der Bedingungen von heute. Es ist für Frauen von heute keine Kunst selbstbewusst mit geschwellter Brust herumzulaufen, wenn das Selbstbewusstsein durch ein Korsett von Gesetzen und Propaganda gestützt wird.

Wenn einer ein besserer Mann werden will - bitte schön. Das kann sicher nicht schaden. Aber unser Ziel (bei manndat) ist es, die gesetzlichen Benachteiligungen für Männer abzuschaffen. Vielleicht werden die Männer dadurch ja auch besser ;-)

Gruß von Eugen


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