Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Staat fördert Porno-TV

Garfield, Tuesday, 24.08.2004, 15:03 (vor 7836 Tagen) @ Karin

Als Antwort auf: Re: Staat fördert Porno-TV von Karin am 24. August 2004 11:09:08:

Hallo Karin!

"Allerdings würde ich dem Herrn Geschäftsfuehrer scharf auf die Finger gucken; nur für den Fall, dass sich die ach so tolle Geschäftsidee nicht rechnet und nach einigen Monaten ein "gesunder Konkurs" mit etlichen verschwundenen Milliönchen hingelegt wird."

Genau die Gefahr sehe ich auch. Der gute Mann denkt sich vielleicht, daß sich Sex leicht verkauft. Nur muß man auch sehen, daß immer weniger Menschen in Deutschland genügend Geld für kostenpflichtiges Fernsehen übrig haben. Deshalb hat Premiere ja auch Probleme.

Es wäre ja nicht das erste Mal, daß ein windiger Geschäftemacher eine Pleite dafür nutzt, sich mit sämtlichem noch vorhandenen Geld aus dem Staub zu machen und es sich dann auf den Bahamas oder sonstwo gut gehen zu lassen.

Solche Geschenke aus Steuergeldern dürfte es gar nicht geben. Wenn der Staat schon Geld in ein Unternehmen steckt, dann müßte er auch entsprechend am Gewinn beteiligt sein. In der freien Wirtschaft wird schließlich auch nirgends Geld ohne irgendeine Gegenleistung verschenkt.

Aber wir haben's ja so dicke. Und wenn das Geld mal wieder nicht reicht, dann erhöht man eben irgendeine Steuer oder man kürzt irgendeine Sozialleistung, selbstverständlich ohne die dafür zu zahlenden Beitrage auch entsprechend zu senken. Hauptsache, den deutschen Millionären geht es gut.

Daß da ein Unternehmen unterstützt wird, das in der Erotik-Branche tätig ist, sehe ich auch nicht als problematisch an. Die Menschen, die in dieser Branche tätig sind, wissen schon, was sie tun. Und die Menschen, die ihre Produkte konsumieren, wissen es auch. Wir sind nicht mehr in Mittelalter, als man den Menschen tatsächlich einreden wollte, daß Sex zur reinen Lustbefriedigung Sünde wäre. Und wir sind auch noch nicht in einer radikalfeministischen Diktatur, in der alles, was irgendwie mit heterosexuellen Geschlechtsverkehr zu tun hat, als Unterdrückung der Frau gebrandmarkt wird.

Freundliche Grüße
von Garfield


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