Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Briefe an 2 Millionen Arbeitslose werden verschickt...

Gastredner, Tuesday, 20.07.2004, 01:51 (vor 7871 Tagen) @ Paul

Als Antwort auf: Re: Briefe an 2 Millionen Arbeitslose werden verschickt... von Paul am 19. Juli 2004 21:37:26:

Wären die entsprechenden Arbeitsplätze auch vorhanden, wäre ein größerer Druck auf Leute, die nicht arbeiten wollen, ja sicher sinnvoll. Da sie es aber nicht sind, spielt es erst mal gar keine Rolle, ob jemand arbeiten will oder nicht.

Die Zielrichtung von Hartz IV ist, Arbeit über dem Umweg der Arbeitsgelegnheit zu Dumpinglöhnen am Markt zu etablieren. Arbeiten, die heute zu teuer sind, wären so wieder am Markt verfügbar.
Denn es fehlt ja nicht an Arbeit, nur an Arbeitsplätzen und die werden nicht geschaffen. Aber tausende Zivildienstsetllen müssen zu genau diesen Tarifen neu besetzt werden, das leistet Hartz IV.

Im übrigen gilt: Papier ist geduldig. Ich bezweifle sehr stark, daß Hartz IV wirklich konsequent gleich auf beide Geschlechter angewandt wird. Die Anwendung des Gesetzes wird, sofern Frauen betroffen sind, mit Sicherheit wesentlich nachsichtiger gehandhabt. Diese Systematik lässt sich bereits bei bestehenden Gesetzen beobachten, warum sollte es bei neu geschaffenen anders sein?

Da die Verhängung der Maßnahmen, wie die Verpflichtung zu Arbeitsgelegenheiten, hängen allein von der Willkür des oder der Sachbearbeiterin ab. Es ist auch zu vermuten, das wegen der erwarteten massiven Proteste erstmal niemand alleinerziehende Frauen zwangsverpflichtet. Das würde eine sehr negative Ressonanz verursachen. Am Anfang wird es sicher alleinstehende junge Männer treffen, die man als arbeitsscheues Gesindel denunzieren kann und wo jeder Gutmensch sofoart dafür ist, ihn irgendwelche Ärsche abwischen zu lassen.

Gastredner


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