Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Frauenbild und Feminismus überhaupt und sowieso

Manfred, Tuesday, 13.07.2004, 18:42 (vor 7878 Tagen)

Hallo zusammen!

Mal so eine Frage in den geschätzten Kreis:

Wie seht Ihr eigentlich den Aufbau des feministischen Lagers? Ich meine, wie schätzt Ihr die verteilung ein, wieviel Frauen aus der Gesamtbevölkerung sind wie sehr feministisch beeinflußt oder gar "unterwandert".
Ich denke öfters darüber nach, habe jedoch bis heute keine befriedigende Einschätzung. Ich wurde vor mehreren Monaten schon mal von Jolanda nach meinem Frauenbild insgesamt gefragt. Obwohl ich die Frage nicht vergessen habe, konnte ich sie bis heute nicht ausreichend beantworten, sie steht ja in unmittelbarem Zusammenhang zur Frage oben (wie sich der Feminismus zusammensetzt).

Der Alltag versöhnt mich in seiner Trivialität zuweilen und lullt mich dergestalt ein, dass man (ich) sagen möchte: "Frauen sind doch was putziges, wo kommen nur all die vielen boshaften Weiber her".
Aber so einfach wird es nicht sein.

Müßte ich eine Schnellaussage treffen, würde ich (unter großem Vorbehalt)
folgende grobe Schätzung über die "bundesdeutsche Frau" abgeben:

- weniger als 1% Extrem-Feministinnen, geistige Brandstifter, eiskalt und ideologisch berechnend, mit verhetzerischer Gesinnung. Leider mit besten Chancen ausgestattet relevante politische Positionen zu besetzen.

- 1%-3% Mitläufer auf höherer Ebene. Grade intelligent genug, um als "Frauenbeauftragte" oder ähnlichem ihr Unwesen zu treiben. Es reicht auch, in dieser Position durchaus Männerfeindlichkeit aller Art umzusetzen. Schließlich ist frau von der Hauptarbeit freigestellt. Diese mit zu erledigen, dazu reicht es nicht, genausowenig wie um gesamtgesellschaftliche Zusammenhänge zu erfassen.

-2%-20% "harmlose, moderne" Schlaubergerinnen, die nur mal ein bisschen zeigen was sie unter Humor verstehen. (Siehe Thread mit dem Plakat im Kindergarten) Im Grunde aber durchaus aktiv auf das Feindbild "Mann" eingestimmt sind, vielleicht ohne es wirklich bewußt zu kapieren (?)

- der Hauptteil (40%-70%) aller Frauen, die wirklich meinen, "Emanzipation" sei immer noch nicht viel mehr, als das Bestreben Frauen das Wahlrecht einzuräumen ;-) und auf gleicher Augenhöhe mit Männern stehen zu wollen.
Besser gesagt, der Anteil Frauen, das Gleichberechtigung beim Wort nimmt und damit auch gleiche Pflichten verbindet, oder zumindest dieses akzeptieren würde.
(Also das Lager, das heute genausoweit ist, wie viele von uns Männern, die wir vor 30 Jahren dachten "warum soll eine Frau nicht Nachrichten vorlesen" oder Physikerin werden, wenn "sie es kann und will")
Dieser Haufen ließe sich natürlich wiederum fein auffächern. Ich fasse in ihm einfach mal (höchst unwissenschaftlich) alles zusammen, mit denen ich
"tagtäglich vernünftig leben" könnte.

- 10%-30% gehören da auch noch in gewisser Weise rein, zumal sie die sind, die zwar emanzipiert sind (evtl mehr als viele anderen) aber in konstruktivem Sinne dem harten Feminismus sogar kritisch bis abgeneigt genüberstehen.

So, ich bitte schon mal die sehr aus der Hüfte geschossene Art des Threads zu entschuldigen. Es war mir schon lange im Sinne das mal in die Runde zu fragen und wollte nun hiermit tun. Betrachtet es bitte nur als Anregung für eine Diskussion. Alle prozentangaben sind "frei Schnautze" von mir abgeschätzt und entbehren jeglicher genaueren Untersuchung! Sie sollen daher keinerlei Vorgabe darstellen, auch die Einteilung ist willkürlich bezieht sich nur auf das "feministische Potential", speziell im männerfeindlichen Sinn.

Schöne Grüße,
Manfred


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