Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: ISUV, Erfahrungsbericht

Norbert, Thursday, 24.06.2004, 11:28 (vor 7897 Tagen) @ Peter

Als Antwort auf: Re: ISUV, Erfahrungsbericht von Peter am 23. Juni 2004 18:34:44:

Hi Peter

Diese Düsseldorfer Tabelle gibt nur eine Leitlinie wieder.
Diese sei aber weder gesetzlich, noch nicht einmal durch eine Entscheidung des BGH oder BVerfG abgesichert.

Ja, aber durch die Entscheidung der OLGs: Wenn ein einfacher Familienrichter zu sehr von der Tabelle abweicht, wird sein Urteil kassiert und er fühlt sich gerügt. Bei den Berechnungsvorschriften zum EU gibt es keine Tabelle, da macht sich manches OLG seine eigenen Richtlinien.

Somit schaffen aber Richter eigenes Recht, was dem Grundgesetz nach, aber dem Parlament vorbehalten ist.
Damit ist der Willkür Tür und Tor geöffnet.
Aber da das Parlament voller Personen aus der Executive und Jurisdiktion steckt, ist es auch kein Wunder, dass da die Gewaltenteilung nicht mehr funktioniert.

Weil die einfachen Richter nicht nur das Gesetz kennen sondern auch ihre Urteil nicht gerne aufgehoben sehen. Dagegen hilft der Blick in die Tabelle als einfaches und sicheres Mittel.

Und verlieren ihre eigentliche Aufgabe aus dem Auge.
Der Begriff war mal 'Friedensrichter', um Frieden zu schaffen.
Dem tragen solche Automatismen keine Rechnung.

...

Das Familienrecht ist neben der Wehrpflicht das Gebiet, in dem Männer am meisten die Willkür des Staatsfeminismus erfahren. Für mich ist Maskulismus ein politisches Bekenntnis, für Scheidungsväter ist es politische Notwendigkeit.

ACK

�Soll ich/wir denn für ihre Frau bezahlen/sorgen?�
Der andere RA meinte hierzu schlicht: �Ja, es geht um das individuelle Recht.�

Danke für das Zitat. Es macht deutlich, dass zwar frau aus der Ehe aussteigen kann, wenn sie nicht mehr will, dass aber die Geldströme der Ehe einfach weiter behalten werden, auch wenn der Mann das nicht will. Die Scheidung ist dann gar keine, sondern ein Freihfahrtschein für den Unterhaltsberechtigten: Machen, was frau will, und Rente vom Ex genießen.

Ich fasse es so zusammen:
Der Mann wird nur von seinen Rechten aus der Ehe geschieden, die Pflichten bleiben voll erhalten, werden sogar noch erhöht.
Bei der Frau ist es umgekehrt.

Zu den sonstigen Sprüchen von diesem RA in dem Vortrag (sinngemäß):
Ich komme mir wie der Weihnachtsmann vor, wenn ich Frauen die Unterhaltsurteile gebe.

Das kann man durchaus ironisch sehen, obwohl den meisten der Zuhörer wohl nicht zum Lachen zumute ist.

Es war auch nicht ironisch gemeint, sondern todernst!
Du hättest sein Gesicht dabei sehen sollen. :-(((
Und die passenden sonstigen Sprüche dazu kamen ja auch noch dazu.

Na ja, für Zigaretten usw. wird der Mindestbehalt dann schon reichen.
Die Frauen tragen ja die Last der Kindererziehung.

Waren das Zitate von der Gegenseite? Wenn nicht, sondern die Meinung des Referenten, dann verhöhnt er noch die abgezockten Väter, sowas ist als Referent des ISUV untragbar. Bitte informiere den ISUV darüber.

Wie gesagt, werde ich tun.
Nur mit einer angemessenen Formulierung habe ich noch ein Problem.
Schließlich soll dieses nicht einfach im Papierkorb landen.

Aber besonders ist noch der infame Tipp 'Ausziehen über das Frauenhaus' als rechtswidrig anzusehen.

Ich erinnere mich einen Aufsatz eines RA gelesen zu haben, bei dem dieser unumwunden fordert, dass Schuldenleistungen nicht mehr angerechnet werden sollen (fiktive Einkünfte aber sehr wohl). Der Unterhaltspflichtige könnte ja nun Privatinsolvenz anmelden!

Ja, der VAMV läd nach, vielleicht gerade wegen der 'schönen' Urteile der letzten zwanzig Jahre - der Appetit kommt beim Essen

Die Habgier und Eigennutz dieser RA sollte dabei nicht vergessen werden, ob dieser Aufsatzschreiber Kontakte zum VAM(V) hat, kann ich nicht sagen.
Aber schließlich erhöhen sich damit die Streitwerte, und damit ihr Profit.
Bei gleicher 'Arbeit'.
Das genügt wohl für viele Scharlatane.

Diese Personen sind das Problem in unserer Gesellschaft.
Denn diese setzen die Ansprüche vom VAM(V) und ähnlichen durch.

Man kann es einem Verband kaum vorwerfen, das er alles nimmt, was kriegen kann. Verbände haben, im Gegensatz zu Menschen, kein Gewissen, aber auch Verbände können auf die Schnauze fallen.

Jain, denn es ist schon ein Unterschied, ob man dann solche Leute als Referent nimmt.
Und denkt mal an die Wirkung auf Personen die von Unterhaltsklagen bedroht sind, somit Hilfe suchen, und erstmals bei so einer Veranstaltung waren.
Diese werden kaum ein zweites Mal kommen, geschweige denn Mitglied werden.

Und die Unterhaltsberechtigten brauchen den Verband heute nicht.
Also ist es von Schaden für den Verband.

Ich hoffe, dass der VAMV nach der nächsten Wahl zumindest seinen direkten Draht ins Familienministerium verliert und stattdessen genauso wie ISUV und VAfK im Parlament für seine Belange werben muss.

Da habe ich Zweifel, obgleich es wünschenswert wäre.
Den diese Kontakte bestanden auch schon bei den CxU/FdP-Regierungen, und sind vermutlich auch bei Beamten angesiedelt, die nicht als politische Beamte gelten. Somit auch nach einen Regierungswechsel in den gleichen Funktionen tätig bleiben.
Man sollte nicht MenschInnen wie Fr. Nolte, mit deren Väterhatz vergessen.
Bei pappa.com u.a. sind einige aktuelle Aufsätze über CxU-Frauen nachzulesen.
Gedanken an die <s>Damen</s> Bergmann, Däubler-Gmelin kommen da schnell auf.

Zwar geht der extremistischte Feminismus von Grünen und SPD aus.
Aber weder CxU als auch FdP sind davon verschont geblieben.
Ironischerweise würde die PDS diesbezüglich noch als am wenigsten feministisch angesehen werden müssen.

Und ich gehe zu Treffen der örtlichen VAfK-Gruppe.

Viel Erfolg damit. Ich sehe keine Probleme damit, dass ISUV und VAfK unterschiedlich arbeiten, solange sie den anderen als Bündnispartner zum gemeinsam Ziel hin sehen und nicht als Konkurrenten um Mitglieder.

ACK
Es wird sich nie vermeiden lassen, dass unterschiedliche, sogar widerstrebende Meinungen existieren. Das ist der Preis einer pluralistischen Gesellschaft. Auch in diesem Bereich.
Nur die Idiotie sich dann als 'Feinde' anzusehen, die mal am selben Strick in die gleiche Richtung ziehen, muss nicht sein.
Aber genau so etwas gibt es leider in mehr als ausreichendem Maß.

Des weiteren helfe ich einem Freund bei Schreiben von/an RA/Gerichte, da er noch mit der deutschen Sprache, vor allem des Juristendeutsch seine liebe Not hat.

Auch deinem Freund Alles Gute,

Danke, einige bescheidene Erfolge haben wir schon erreicht.
Aber bei diesen Familienrichtern ...

Peter

Gruß
Norbert


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