Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 1 - 20.06.2001 - 20.05.2006

67114 Postings in 8047 Threads

[Homepage] - [Archiv 1] - [Archiv 2] - [Forum]

Re: Studie über Scheidungsväter - Wie seriös ist sie?

Hetzi, Thursday, 17.06.2004, 19:16 (vor 7904 Tagen) @ Altschneider

Als Antwort auf: Re: Studie über Scheidungsväter - Wie seriös ist sie? von Altschneider am 16. Juni 2004 22:12:39:

Weiss jemand etwas genaueres wie die Studie wirklich erstellt wurde?

Tatsächlich wurden die Teilnehmer überwiegend über das Internet gesucht, allerdings wurden auch wichtige Multiplikatoren wie der VafK angeschrieben mit der Bitte, Betroffenen die Befragung kundzutun und es bestand die Möglichkeit, sich den Fragebogen auch per Post zusenden zu lassen. Sicher ist die Gruppe der Scheidungs-Väter, die sich noch einen Internet-Anschluss leisten können, überrepräsentiert, aber da die finanziellen Verhältnisse nicht im Zentrum der Studie standen, ist sie bei über 3500 Teilnehmern aus allen möglichen Gesellschaftschichten meiner Meinung nach repräsentativ. Man wird den Datenband (Ende des Jahres) abwarten müssen.

Die Gefahr, dass dabei eine nicht repräsentative Umfrage herauskommt ist allerdings sehr gross. Wenn bei einer Scheidungs-Väterbefragung überwiegend Väter aus Maskulistischen- oder Männerrechtskreisen mitmachen, so hat diese Befragen ein Problem mit der Repräsentativität für alle Väter. Ebenso, wie beipielseweise eine Befragung über die Essgewohnheiten in einem Fastfood-Restorante nicht wirklich für alle Aussagekräftig sein wird. Oder auch das Beispiel der Befragung zur Gewalt in der Familie in einem Frauenhaus wird auch nicht verallgemeinerbar für alle sein.

Das Problem ist da weniger die Verteilung über die Gesellschaftsschichten, sondern dass eine derartige Umfrage nur eine Personengruppe anspricht, von der man erwarten kann, in eine bestimmte Richtung zu tendieren.

Wie das nun bei der Befragung der Scheidungsväter sein wird, wird sich zeigen. Es liegt aber der Verdacht nahe, dass durch die Befragungsmethode einige Gruppen unter den Scheidungsväter untervertreten sein werden. Beispielsweise diejenigen die als Zahlvater, ohne Kontakt zum Kind, zufrieden sind. Übervertreten dürften vermutlich alle mit der Scheidungsregelung unzufriedenen Väter sein, da diese leichter über einen Fragebogen erreichbar sind. (Hab aber keine Ahnung wie gross diese Gruppen sind)


gesamter Thread:

 

powered by my little forum