Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Südafrika: Frauen vergewaltigen Männer, um sie mit Aids zu infizieren

Arne Hoffmann, Thursday, 20.05.2004, 11:16 (vor 7932 Tagen)

Howdy :-)

In der öffentlichen Wahrnehmung, erst recht unter manchen Feministinnen, erscheinen schon, wenn es um häusliche Gewalt oder sexuellen Missbrauch geht, weibliche Täter und männliche Opfer (zu Unrecht) als sehr selten. Wenn es um Vergewaltigungen geht, ist die Abwehr bei den vermutlich meisten Menschen noch extremer: "Das gibt´s doch nicht, das geht doch gar nicht". Während unter anderem pro familia in letzter Zeit darauf hinweist, dass das ein Mythos ist, gibt es aktuell eine Nachrichtenmeldung über vergewaltigende Frauen in Südafrika. Eine entsprechende soziale Situation (AIDS-Bedrohung, eine hohe Rate vergewaltigter Frauen) hat dazu geführt, dass ein Polizeisprecher Vergewaltigungen von Männern als "becoming very common" beschreibt. Männer seien schon seit einiger Zeit Opfer dieses Verbrechens, aber erst nach großen Aufklärungskampagnen berichteten diese Opfer Dritten über ihr Schicksal.

--- Women rape men in AIDS fury
From Gavin du Venage in Johannesburg
May 18, 2004

SOUTH Africa, where human rights groups say one in two women risks being raped, is grappling with a new twist to its biggest public health problem: women who rape men, often at gunpoint, in a deliberate attempt to infect them with AIDS.

In one recent case, a 39-year-old father of three was ambushed on his way home from work late at night on the East Rand, near Johannesburg.

Three armed women forced him to accompany them to an isolated field near his bus stop.

The man was ordered to strip and was then raped by each of the women.

The traumatised victim told police one of the women had mocked him with the words: "Welcome to the world of AIDS."

The assault was the latest in a string of similar rapes in recent months.

"This seems to be something that's becoming very common, and it seems as if revenge is the motive," said East Rand police inspector Umgau Geelbooi Hadebe, who is leading the investigation into such assaults in the region of Johannesburg.

Women rapists have been reported in other provinces. Earlier this year, a man was raped in the town of Middleburg, 150km east of Johannesburg. Similar reports have come in from KwaZuluNatal and the Western Cape.

"It looks very much like there are women who are raping men because they were infected with AIDS," Inspector Hadebe said.

"The first attack took place about Christmas time, and the victim, an 18-year-old schoolboy, was also taunted that he was now infected with AIDS.

"This is very unusual, because we're used to dealing with men raping women."

But it is not so unusual, according to Delphine Senumaga, director of People Against Women Abuse.

"Men have been rape victims for quite some time," she said. "What has changed is that men are now responding to our rape awareness campaigns - they are coming forward to report the crime, whereas before they would have been shamed into silence."

Ms Senumaga said people who discovered they had been infected with HIV, either through their partner or by rape, might be driven to seek vengeance.

"When people find they are infected with the virus they react in different ways. Some want to hit back at those they feel are responsible," she said.

UN figures show 5.2 million of South Africa's 47 million people are infected with HIV. ---

Quelle: http://www.news.com.au/common/story_page/0,4057,9593413%255E2,00.html

Typisch Frau, ineffizient wie immer

Expatriate, Thursday, 20.05.2004, 14:09 (vor 7932 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Südafrika: Frauen vergewaltigen Männer, um sie mit Aids zu infizieren von Arne Hoffmann am 20. Mai 2004 08:16:43:

Three armed women forced him to accompany them to an isolated field near his bus stop.

Wenn sie schon bewaffnet sind, koennen sie eine Spritze nehmen, sich Blut abnehmen und es ihm injizieren.
Waere deutlich wirkungsvoller als vergewaltigen, wo doch die Infektionswahrscheinlichkeit fuer den Mann beim Vaginalverkehr nur bei 1:500 oder so liegt.
Aber das raffen sie wieder mal nicht.
Cheers!

Re: Typisch Frau, ineffizient wie immer

Tomator, Thursday, 20.05.2004, 15:03 (vor 7932 Tagen) @ Expatriate

Als Antwort auf: Typisch Frau, ineffizient wie immer von Expatriate am 20. Mai 2004 11:09:51:

Three armed women forced him to accompany them to an isolated field near his bus stop.

Wenn sie schon bewaffnet sind, koennen sie eine Spritze nehmen, sich Blut abnehmen und es ihm injizieren.
Waere deutlich wirkungsvoller als vergewaltigen, wo doch die Infektionswahrscheinlichkeit fuer den Mann beim Vaginalverkehr nur bei 1:500 oder so liegt.
Aber das raffen sie wieder mal nicht.
Cheers!

Raffst du das? Das hier wäre auch, mißtrauisch betrachtet, eine prima Erklärung dafür, den HIV-Virus nach Hause zu bringen und dabei ein armes Opfer ohne jede Verantwortung zu sein. Die Einzige Erklärung für den Virus, bei der der Infizierte nur auf Mitleid pochen und sich keines Fehlers bewußt sein kann. Mit jeder anderen Erklärung stünde er zumindest als Idiot da.

Wer mit einer Pistole bedroht von 3 Frauen sein Lieblingskörperteil in kopulationsfähigem Zustand vorweisen kann, der ist ein Sexgott und nix weniger.
Könntest du das? Könnte das irgendwer hier?

Mit der Spritze würde ich die Geschichte sogar glauben können.

Re: Glaubwuerdigkeit

Peter, Thursday, 20.05.2004, 21:22 (vor 7932 Tagen) @ Tomator

Als Antwort auf: Re: Typisch Frau, ineffizient wie immer von Tomator am 20. Mai 2004 12:03:49:

Raffst du das? Das hier wäre auch, mißtrauisch betrachtet, eine prima Erklärung dafür, den HIV-Virus nach Hause zu bringen und dabei ein armes Opfer ohne jede Verantwortung zu sein.

Ich nehme an, die Polizei hat seine Geschichte untersucht und fuer glaubwuerdig gehalten. Sonst haette sie nichts zur Veroeffentlichung gesagt.

Davon ausgehend, halte ich es fuer schlecht, einem moeglichen Vergewaltigungsopfer gleich mit Misstrauen zu begegnen (auch wenn DU tausende Kilometer weit weg bist). Wenn der Mann tatsaechlich vergewaltigt wurde, ist Misstrauen eine weitere Kraenkung - was natuerlich die Polizei nicht abhalten sollte, viele Fragen zu stellen, das ist deren Arbeit. Sollte sich die Geschichte des Mannes als Luege herausstellen, gehoerte er fuer die Falschanzeige bestraft.

Wer mit einer Pistole bedroht von 3 Frauen sein Lieblingskörperteil in kopulationsfähigem Zustand vorweisen kann, der ist ein Sexgott und nix weniger.
Könntest du das? Könnte das irgendwer hier?

Das scheint vorstellbar. Am Fliehen durch Uebermacht gehindert, anschliessend durch Reiben am Geschlechtsteil nur dort gereizt, koennten die Frauen schon eine Erektion ausnuetzen.

Mit der Spritze würde ich die Geschichte sogar glauben können.

Gut, dass du in dem Fall nichts zu sagen hast. Du koenntest ein Verbrechen decken.

Gruss,

Peter

Re: Glaubwuerdigkeit

Sebastian, Thursday, 20.05.2004, 23:27 (vor 7932 Tagen) @ Peter

Als Antwort auf: Re: Glaubwuerdigkeit von Peter am 20. Mai 2004 18:22:32:

Raffst du das? Das hier wäre auch, mißtrauisch betrachtet, eine prima Erklärung dafür, den HIV-Virus nach Hause zu bringen und dabei ein armes Opfer ohne jede Verantwortung zu sein.

Ich nehme an, die Polizei hat seine Geschichte untersucht und fuer glaubwuerdig gehalten. Sonst haette sie nichts zur Veroeffentlichung gesagt.
Davon ausgehend, halte ich es fuer schlecht, einem moeglichen Vergewaltigungsopfer gleich mit Misstrauen zu begegnen (auch wenn DU tausende Kilometer weit weg bist). Wenn der Mann tatsaechlich vergewaltigt wurde, ist Misstrauen eine weitere Kraenkung - was natuerlich die Polizei nicht abhalten sollte, viele Fragen zu stellen, das ist deren Arbeit. Sollte sich die Geschichte des Mannes als Luege herausstellen, gehoerte er fuer die Falschanzeige bestraft.

Wer mit einer Pistole bedroht von 3 Frauen sein Lieblingskörperteil in kopulationsfähigem Zustand vorweisen kann, der ist ein Sexgott und nix weniger.
Könntest du das? Könnte das irgendwer hier?

Das scheint vorstellbar. Am Fliehen durch Uebermacht gehindert, anschliessend durch Reiben am Geschlechtsteil nur dort gereizt, koennten die Frauen schon eine Erektion ausnuetzen.

viagra wäre doch genauso möglich. gut ich weiß nun allerdings nicht wie das mit der verfügbarkeit in derartigen ländern ist.

Mit der Spritze würde ich die Geschichte sogar glauben können.

Gut, dass du in dem Fall nichts zu sagen hast. Du koenntest ein Verbrechen decken.
Gruss,
Peter

Re: Apropos Glaubwuerdigkeit

Tomator, Thursday, 20.05.2004, 23:51 (vor 7932 Tagen) @ Sebastian

Als Antwort auf: Re: Glaubwuerdigkeit von Sebastian am 20. Mai 2004 20:27:47:

Wie kommts übrigens, "wo doch die Infektionswahrscheinlichkeit fuer den Mann beim Vaginalverkehr nur bei 1:500 oder so liegt", daß sie bei diesen Vergewaltigungen offenbar bei 100 % zu liegen scheint?

Da haben sich diese "ineffizienten" Frauen also nicht nur den kompliziertesten und für sie selbst unangenehmsten, sondern auch noch den Weg mit der geringsten Erfolgschance ausgesucht. Und treffen dabei auch noch immer ins Schwarze.

Wie ließe sich wohl die Aussage eines Mannes, der lügt, er sei bedroht und zum Koitus gezwungen worden, ohne körperliche Gewalt außer der Bedrohung zu erfahren, zweifelsfrei widerlegen?

Erektionen in den unpassensten Momenten sind etwas völlig anderes, als eine erzwungene Erektion. Und die Todesschwadroniererinnen scheinen dabei ja nun immer erfolgreich zu sein. Die können schon was.

Ich bleibe dabei, hier haben Männer, mit größter Wahrscheinlichkeit, einen Weg gesucht, ihre HIV-Infektion in einer Weise zu erklären, die sie selbst als verantwortungsfreies Opfer finsterster Bösewichtinnen dastehen läßt. Für einen dreifachen Familienvater sicherlich eine verlockende Option. Da ich davon ausgehe, daß er sich hier auf Kosten wahrer, durch Vergewaltigung zum virus gekommenen Opfer reinwäscht, gehe ich das imO geringe Risiko ihm Unrecht zu tuen ein.


Re: Apropos Glaubwuerdigkeit

Arne Hoffmann, Friday, 21.05.2004, 00:35 (vor 7932 Tagen) @ Tomator

Als Antwort auf: Re: Apropos Glaubwuerdigkeit von Tomator am 20. Mai 2004 20:51:16:

Hi Tomator,

Wie kommts übrigens, "wo doch die Infektionswahrscheinlichkeit fuer den Mann beim Vaginalverkehr nur bei 1:500 oder so liegt", daß sie bei diesen Vergewaltigungen offenbar bei 100 % zu liegen scheint?

Sorry, das geht aus dem Artikel nicht hervor. Offenbar ist die Übertragung von AIDS das Ziel der Taten, aber wie du schon richtig schreibst, dürfte das in den seltensten Fällen funktionieren.

Zur Frage, dass man einen Mann schlecht vergewaltigen könne, weil man keine Erektion erzwingen kann, kann sicher unter anderem susu einiges sagen. Ich weise nur darauf hin, dass der Penis eben nicht der Willenskraft unterliegt. Und dass auch weibliche Vergewaltigungsopfer während dieses Verbrechens manchmal eine Vaginallubrikation haben, was für sie psychisch noch einmal zusätzlich und besonders belastend ist, weil sie dann den Eindruck haben, dass ihr eigener Körper sie betrügt und scheinbar Lust oder Vergnügen empfindet, während von beidem in Wahrheit keine Rede sein kann.

Der Artikel erscheint mir unter anderem deshalb glaubhaft, weil darin auch die Leiterin von People Against Women Abuse zitiert wird. Das ist ja eine existente Gruppe, wie jeder nachgooglen kann. Insgesamt erscheint mir der Artikel von Stil und Inhalt auch nicht wie ein "Bild"-Zeitungs-Schauermärchen. Und nicht zuletzt liegen auch aus anderen Quellen Berichte über vergewaltigte Männer (mit und ohne Erektion) vor. Einige davon habe ich für "Sind Frauen bessere Menschen?" zusammengetragen.

Arne

Re: Apropos Glaubwuerdigkeit

Tomator, Friday, 21.05.2004, 23:59 (vor 7931 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Re: Apropos Glaubwuerdigkeit von Arne Hoffmann am 20. Mai 2004 21:35:55:

Hallo, Arne,

Respekt, daß du zumindest imstande bist Zweifel in Erwägung zu ziehen. Natürlich können Männer vergewaltigt werden. In der Regel sind männliche Vergewaltigungsopfer allerdings das passive Opfer anderer Männer, die zu Praktiken greifen, bei denen eine Erektion des Opfers nicht vonnöten ist. Daß es dabei zu ungewollten Erektionen des Opfers kommen kann, will ich nicht bezweifeln. Ich bezweifle aber, daß es sehr viele Männer gibt, die in einer `Steh-oder-stirb-Situation´ eine Erektion zustande bringen. Ideen wie Abbinden zeugen von erschreckender Ahnungslosigkeit bezüglich der eigenen Körperfunktionen. Viagra wirkt erst nach einer gewissen Zeit und ist ausgesprochen teuer. Wäre auch nachweisbar und ohne Zweifel im artikel erwähnt worden. Wenns nicht sogar von der verängstigten Psyche überwogen würde.

Viele hier scheinen am selben, `Muß-stimmen-was-ins-Weltbild-paßt-Syndrom zu leiden, wie sie es der Gegenseite vorwerfen.

Wie kommts eigentlich, daß eine Frauenaktivistin dann plötzlich glaubwürdig, fast wissenschaftlich zu werden scheint, wenn sie ausnahmsweise mal etwas von sich gibt, was genehm ist?

Tomator aus dem ehem. "Emmas Forum" ?

Der Eman(n)ze, Saturday, 22.05.2004, 00:30 (vor 7931 Tagen) @ Tomator

Als Antwort auf: Re: Apropos Glaubwuerdigkeit von Tomator am 21. Mai 2004 20:59:44:

Hi! Wird ja Zeit, daß man wieder was von Dir hört. Wo treibst Du Dich sonst so rum?

"läßt man ausnahmsweise mal was gelten, weil's ins Weltbild paßt" - wo Du recht hast, hast Du recht ;)

Es gibt noch eine andere Möglichkeit: Vielleicht handelte es sich bei diesem Vorgang um einen von den Frauen forcierten, aber letztlich freiwilligen Coitus, der anschließend zur Vergewaltigung umgedichtet wurde. Im Grunde ist dabei ja auch Gewalt im Spiel, und zwar die Gewalt (im Sinne von schauspielerischem Können), den Mann geil zu machen.

Eine wesentlich effizientere Methode und echte VerGEWALTigung wäre die Nutzung einer Spritze mit 5ml frisch-infektiösem Blut gewesen. Aber unter Umständen hat erstgenannte Methode den Frauen ja sogar Spaß gemacht.

Gruß

Re: Tomator aus dem ehem. "Emmas Forum" ?

Tomator, Sunday, 23.05.2004, 00:44 (vor 7930 Tagen) @ Der Eman(n)ze

Als Antwort auf: Tomator aus dem ehem. "Emmas Forum" ? von Der Eman(n)ze am 21. Mai 2004 21:30:28:

Hi! Wird ja Zeit, daß man wieder was von Dir hört. Wo treibst Du Dich sonst so rum?

Hallo, ich bin eine treue Seele und fühle mich bei Xenia ganz heimisch.

Es gibt noch eine andere Möglichkeit: Vielleicht handelte es sich bei diesem Vorgang um einen von den Frauen forcierten, aber letztlich freiwilligen Coitus, der anschließend zur Vergewaltigung umgedichtet wurde. Im Grunde ist dabei ja auch Gewalt im Spiel, und zwar die Gewalt (im Sinne von schauspielerischem Können), den Mann geil zu machen.

Wobei der Mann allerdings allzu dankbares Opfer wäre. Deratige Geschichten bzgl. HIV-Rache gibts ja auch schon länger. Ich halte sie für glaubhafter als die Aktuelle.

Eine wesentlich effizientere Methode und echte VerGEWALTigung wäre die Nutzung einer Spritze mit 5ml frisch-infektiösem Blut gewesen. Aber unter Umständen hat erstgenannte Methode den Frauen ja sogar Spaß gemacht.

Eine, wie ich unter den gegebenen Umständen finde, geringe Aussicht ein erigiertes Opfer vorzufinden, läßt nicht auf viel Spaß bei den Damen schließen.

Re: Apropos Glaubwuerdigkeit

Arne Hoffmann, Saturday, 22.05.2004, 09:22 (vor 7931 Tagen) @ Tomator

Als Antwort auf: Re: Apropos Glaubwuerdigkeit von Tomator am 21. Mai 2004 20:59:44:

Hi Tomator,

Respekt, daß du zumindest imstande bist Zweifel in Erwägung zu ziehen.

Ja logisch. :-) Da diese Meldung auch in anderen Foren erschienen ist (etwa bei den US-amerikanischen "individual feminists"), habe ich z. B. unter snopes.com auch mal nachgeschaut, ob das nicht vielleicht schon als urbane Legende enttarnt ist, aber nichts gefunden.

Natürlich können Männer vergewaltigt werden. In der Regel sind männliche Vergewaltigungsopfer allerdings das passive Opfer anderer Männer, die zu Praktiken greifen, bei denen eine Erektion des Opfers nicht vonnöten ist. Daß es dabei zu ungewollten Erektionen des Opfers kommen kann, will ich nicht bezweifeln. Ich bezweifle aber, daß es sehr viele Männer gibt, die in einer `Steh-oder-stirb-Situation´ eine Erektion zustande bringen.

Da sind wir halt unterschiedlicher Ansicht. Ich denke mir, dass gerade der Stress sowas zustande bringen kann.

Ideen wie Abbinden zeugen von erschreckender Ahnungslosigkeit bezüglich der eigenen Körperfunktionen. Viagra wirkt erst nach einer gewissen Zeit und ist ausgesprochen teuer. Wäre auch nachweisbar und ohne Zweifel im artikel erwähnt worden. Wenns nicht sogar von der verängstigten Psyche überwogen würde.

Für das Abbinden des männlichen Geschlechtsorgans ist hier Rüdiger unser Fachmann. (Ist es nicht schön, dass die Männerbewegung inzwischen zu _jedem_ Thema einen Experten hat?;-)) Ich kann eine kurze Passage aus meinem Buch zitieren:

--- In Internet-Diskussionen zu diesem Thema zeigte sich, dass es hingegen durchaus Frauen gibt, die wissen, wie man eine unfreiwillige Erektion bei Männern erzeugen kann. So "empfiehlt" z. B. Carole Ashmore: "in steigender Folge von sowohl wahrscheinlichem Erfolg als auch wahrscheinlichen Schädigungen der männlichen Anatomie" die folgenden Techniken: "1. Schiebe etwas mit einem ordentlichen Durchmesser in seinen Hintern – Medizinern zufolge erzeugt dies `emotional unangemessene´ Erektionen bei 70 Prozent der Versuchsgruppe. 2. Binde den Schaft des Penis ab, indem du ihn mehrfach mit Gummibändern umwickelst und dadurch das Hinein-, aber nicht das Hinausfließen von Blut gestattest. 3. Kombiniere Möglichkeit zwei mit Druck auf die Hoden. Versucht Nummer zwei und drei nicht zu Hause, meine Damen, andererseits ist Nummer eins eine beliebte Technik, wenn er glaubt, alles gegeben zu haben." Allerdings kann auch die zweite Möglichkeit innere Blutungen zur Folge haben und damit Blutpfropfen erzeugen, die sich dann lösen und auf gefährliche Weise durch den Kreislauf wandern können. Andere kreative Vorschläge, die von Frauen gegeben wurden, sollten hier besser nicht ausgebreitet werden; die entsprechenden Seiten sind inzwischen offenbar auch vom Netz genommen worden (obwohl z. B. die Suchmaschine altavista sie noch auflistet).

Tatsächliche Fallbeschreibungen sind in der Literatur schwer zu finden. Eine Studie zum Thema "Frauen, die vergewaltigen" – die die Landesbibliothek Saarbrücken über Fernleihe übrigens mit dem Stempel "Nur zum persönlichen Gebrauch des Bestellers" verschickt – verweist darauf, dass unter den bekanntesten Untersuchungen zum Thema Vergewaltigung überhaupt nur eine einzige auf weibliche Täter eingeht. Dies trägt nach Ansicht der Autoren dazu bei, dass der Mythos vom ausschließlich männlichen Täter aufrechterhalten bleibt (66, 1). ---

Wie kommts eigentlich, daß eine Frauenaktivistin dann plötzlich glaubwürdig, fast wissenschaftlich zu werden scheint, wenn sie ausnahmsweise mal etwas von sich gibt, was genehm ist?

Naja, nun könnte man argumentieren, gerade wenn selbst Frauenaktivistinnen die Existenz dieses Verbrechens einräumen, ist das doch ein guter Beleg. Ich persönlich unterscheide nicht grundsätzlich danach, ob die Quelle jetzt eine Feministin ist oder nicht, sondern ob sie speziell zu diesem Thema kompetent erscheint. Ursula Enders Angaben über die Zahl missbrauchter Jungen wische ich ja auch nicht einfach so vom Tisch.

Herzlicher Gruß

Arne

Nachtrag

Arne Hoffmann, Saturday, 22.05.2004, 09:51 (vor 7931 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Re: Apropos Glaubwuerdigkeit von Arne Hoffmann am 22. Mai 2004 06:22:32:

Hab mal wieder ein bisschen auf die Schnelle gegoogelt:

--- Male rape victims may get an involuntary erection and/or ejaculate during the course of the attack due to psycho-physiological responses to fear and/or tactile stimulation. This does not mean they enjoyed the experience and can cause the victim a lot of anxiety. ---
http://www.bbc.co.uk/radio1/onelife/personal/safety/rape_male.shtml

--- Myth: Erection or ejaculation during sexual assault means you "really wanted it" or consented to it.
Reality: Erection or ejaculation are physiological responses that may result from mere physical contact or even extreme stress. These responses do not imply that you wanted or enjoyed the assault and do not indicate anything about your sexual orientation. Some rapists are aware how erections and ejaculations can confuse a victim of sexual assault this motivates them to manipulate their victims to the point of erections or ejaculation to increase their feelings of control and to discourage reporting of the crime. ---
http://www.secasa.com.au/index.php/survivors/10/207

--- Some men may believe they were not raped or that they gave consent because they became sexually aroused, had an erection, or ejaculated during the sexual assault. These are normal, involuntary physiological reactions. ---
http://www.rapecrisiscenter.com/Male%20Rape%20Info%20Sheet.html

Undsoweiter, undsofort. Es gibt überraschend viele Seiten über männliche Vergewaltigungsopfer, die "Erektionsfrage" scheint dort zum Standard zu gehören, und erfreulicherweise wird auf einigen Seiten auch erwähnt, dass es auch weibliche Täter gibt. Im Zweifel über "male rape" und "erection" als Suchbegriffe durchgooglen.

Arne

Re: Apropos Glaubwuerdigkeit

Tomator, Sunday, 23.05.2004, 00:55 (vor 7930 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Re: Apropos Glaubwuerdigkeit von Arne Hoffmann am 22. Mai 2004 06:22:32:

2. Binde den Schaft des Penis ab, indem du ihn mehrfach mit Gummibändern umwickelst und dadurch das Hinein-, aber nicht das Hinausfließen von Blut gestattest.

Wie bitte soll denn das funktionieren?

Ich verweise mal auf meine 10jährige psychiatrische Berufserfahrung, in welcher ich zahllose Frauen, die von Männern vergewaltigt worden sind, treffen durfte, neben Männern, die, meist als Kinder und Jugendliche, Opfer anderer Männer wurden. Vergewaltigungen von erwachsenen Männern durch Frauen, sind mir in diesen 10 Jahren nichtmal durch Hörensagen untergekommen.
Esw gab 2-3mal den Verdacht(!), eine Mutter sei ihrem Jungen zu nah gekommen, von vollzogenem Koitus war dabei aber nie die Rede. Ganz anders bei Vätern und Töchtern. In den Psychiatrien wimmelts nur so von mißbrauchten Töchtern.

Auf diesem Feld gibts für Männer einfach nix zu gewinnen.

Werfen wir doch einfach mal folgende Frage ins Forum:

Wer hier hat sich jemals in der Gefahr gesehen, von einer Frau vergewaltigt zu werden?

Re: Apropos Glaubwuerdigkeit

Andreas, Sunday, 23.05.2004, 01:01 (vor 7930 Tagen) @ Tomator

Als Antwort auf: Re: Apropos Glaubwuerdigkeit von Tomator am 22. Mai 2004 21:55:52:

In den Psychiatrien wimmelts nur so von mißbrauchten Töchtern.

Das halte ich aber für eine stark übertriebene Darstellung der tatsächlichen Situation.

Andreas

Re: Apropos Glaubwuerdigkeit

ChrisTine, Sunday, 23.05.2004, 02:25 (vor 7930 Tagen) @ Andreas

Als Antwort auf: Re: Apropos Glaubwuerdigkeit von Andreas am 22. Mai 2004 22:01:20:

In den Psychiatrien wimmelts nur so von mißbrauchten Töchtern.

Das halte ich aber für eine stark übertriebene Darstellung der tatsächlichen Situation.

Andreas, ich glaube nicht, daß das übertrieben ist, obwohl ich Euch ja ungern widerspreche.
Mein Mann und ich haben in 2 Psychiatrien Telefonanlagen eingebaut. Was dabei auffällig war, das ca. 3/4 der Patienten Frauen waren und 1/4 Männer.Nur... und da gebe ich den Männern wieder recht, spricht halt kaum jemand darüber, weil es immer noch unmännlich ist, Probleme welcher Art auch immer zu erörtern. Es mag ja Frauen geben, die es toll finden, wenn ein Mann sich öffnet, nur als Mann können sie so einen Menschen nicht sehen. Ob das gut oder schlecht ist, weiß ich ehrlich gesagt selber nicht.
Da Frauen auf viel mehr Verständnis stossen, sind diese auch eher bereit sich therapieren zu lassen. Bei einem Mann hört sich das doch wieder ganz anders an, wenn er in einer Psychiatrie war.
Wenn man die ganzen Horrormeldungen von Kinderschänderringen mitbekommt, dann fällt mir auf, daß es sehr oft um Jungen geht, die vergewaltigt werden. Ich glaube sogar, daß sich hier die Waage hält. Aktuell ist ja gerade in den Nachrichten der Fall von einem vergewaltigten Jungen in Frankreich gewesen. Man vermutet, daß es ein Serienmörder sein könnte, der auch schon in Deutschland Jungen umgebracht haben könnte. Stellen wir irgendeine Hysterie fest, wie das jedesmal der Fall ist, wenn ein Mädchen das Opfer ist? Nein... und das wird sich auch so schnell nicht ändern.
Ob sich die Frauen im allgemeinen damit einen Gefallen tun, daß sie eher bereit sind, sich bei Problemen hängen zu lassen, wäre vielleicht diskussionswürdig. Genauso diskussionswürdig wäre die Frage, warum Männer dieses nicht zulassen, ob es überhaupt gut wäre, wenn sie es tun würden.
Tja, das sind so meine spontanen Gedanken dazu.

LG - Christine

PS: Sorry, daß ich die letzte Mail noch nicht beantwortet habe.

Re: Apropos Glaubwuerdigkeit

Tomator, Sunday, 23.05.2004, 19:14 (vor 7929 Tagen) @ ChrisTine

Als Antwort auf: Re: Apropos Glaubwuerdigkeit von ChrisTine am 22. Mai 2004 23:25:28:

Wenn man die ganzen Horrormeldungen von Kinderschänderringen mitbekommt, dann fällt mir auf, daß es sehr oft um Jungen geht, die vergewaltigt werden.

Und wer sind doch gleich die Vergewaltiger?

Soweit ich das überblicke sind da durchaus bisweilen Frauen als Beihelferinnen in widerlichster Weise beteiligt, aber wer sind eigentlich die Vergewaltiger?

Re: Apropos Glaubwuerdigkeit

Der Bachelor, Monday, 24.05.2004, 16:18 (vor 7928 Tagen) @ Tomator

Als Antwort auf: Re: Apropos Glaubwuerdigkeit von Tomator am 23. Mai 2004 16:14:01:

Wenn man die ganzen Horrormeldungen von Kinderschänderringen mitbekommt, dann fällt mir auf, daß es sehr oft um Jungen geht, die vergewaltigt werden.

Und wer sind doch gleich die Vergewaltiger?
Soweit ich das überblicke sind da durchaus bisweilen Frauen als Beihelferinnen in widerlichster Weise beteiligt, aber wer sind eigentlich die Vergewaltiger?

Dem Opfer ist es schlicht piepsegal, WER ihm Gewalt antut. Warum immer diese Fokussierung auf die Täterseite? Kümmer dich lieber um die Opfer (bei Gewalttaten zu 2/3 Männer).

Re: Apropos Glaubwuerdigkeit

Tomator, Monday, 24.05.2004, 21:13 (vor 7928 Tagen) @ Der Bachelor

Als Antwort auf: Re: Apropos Glaubwuerdigkeit von Der Bachelor am 24. Mai 2004 13:18:58:

Und wer sind doch gleich die Vergewaltiger?
Soweit ich das überblicke sind da durchaus bisweilen Frauen als Beihelferinnen in widerlichster Weise beteiligt, aber wer sind eigentlich die Vergewaltiger?

Dem Opfer ist es schlicht piepsegal, WER ihm Gewalt antut. Warum immer diese Fokussierung auf die Täterseite? Kümmer dich lieber um die Opfer (bei Gewalttaten zu 2/3 Männer).

1. Du lenkst schlichterdings vom Thema ab. Es geht hier nicht um Gewalttaten, sondern um Vergewaltigungen. Und da sind halt die Frauen weit häufiger Opfer. Obs dir in den Kram paßt oder nicht.

2. Um Opfer kann man sich nach dem Delikt kümmern. Mit Verlaub, ich mach das gewissermaßen hauptberuflich. Was willst du mir also erzählen, was ich tun sollte?

3. Taten im Vorfeld verhindern kann man bedauerlicherweise nicht bei den Opfern, die noch keine sind, es sei denn man bewaffnet sie. Da wird man schon gucken müssen, von wo sich potentielle Täter rekrutieren. Bessere Idee?

Re: Apropos Glaubwuerdigkeit

Der Bachelor, Monday, 24.05.2004, 22:34 (vor 7928 Tagen) @ Tomator

Als Antwort auf: Re: Apropos Glaubwuerdigkeit von Tomator am 24. Mai 2004 18:13:50:

Und wer sind doch gleich die Vergewaltiger?
Soweit ich das überblicke sind da durchaus bisweilen Frauen als Beihelferinnen in widerlichster Weise beteiligt, aber wer sind eigentlich die Vergewaltiger?

Dem Opfer ist es schlicht piepsegal, WER ihm Gewalt antut. Warum immer diese Fokussierung auf die Täterseite? Kümmer dich lieber um die Opfer (bei Gewalttaten zu 2/3 Männer).

1. Du lenkst schlichterdings vom Thema ab. Es geht hier nicht um Gewalttaten, sondern um Vergewaltigungen. Und da sind halt die Frauen weit häufiger Opfer. Obs dir in den Kram paßt oder nicht.
2. Um Opfer kann man sich nach dem Delikt kümmern. Mit Verlaub, ich mach das gewissermaßen hauptberuflich. Was willst du mir also erzählen, was ich tun sollte?
3. Taten im Vorfeld verhindern kann man bedauerlicherweise nicht bei den Opfern, die noch keine sind, es sei denn man bewaffnet sie. Da wird man schon gucken müssen, von wo sich potentielle Täter rekrutieren. Bessere Idee?

1.Vergewaltigungen sind eine Untermenge der Gewalttaten. Ich hab das Gefühl, du willst eine klare Aussage. Die kannst du haben.
Bei Vergewaltigungen sind die Opfer zum größten Teil Frauen, die Täter zum größten Teil Männer. Zufrieden? Also das liegt doch wohl in der Natur der Sache und dürfte von kaum jemanden hier bezweifelt werden.
Muß man dir noch weitere Binsenweisheiten bestätigen? Wie wär's damit:
Zu 99,9 % sind es Männer, die eines Penis besitzen.

2. Du bist Psychiater?

3. Ok, aber das Aufbrechen traditioneller Schemata (Frau fast ausschließlich Opfer, Mann fast ausschließlich Täter) ist eines der wichtigsten Anliegen des Maskulismus. Wenn das erstmal gelingt, kann ein ganzer Rattenschwanz von Problemen beseitigt oder gemildert werden.
Daß Männer bei bestimmten Delikten ein Quasi-Monopol haben, ist genauso richtig wie unproduktiv. Gleiches gilt für Frauen. Einzig sinnvoll ist es, an die Ursachen der Delikte heranzugehen und nicht die Symptome zu bekämpfen.

Der Bachelor

Re: Apropos Glaubwuerdigkeit

Tomator, Tuesday, 25.05.2004, 01:07 (vor 7928 Tagen) @ Der Bachelor

Als Antwort auf: Re: Apropos Glaubwuerdigkeit von Der Bachelor am 24. Mai 2004 19:34:11:

1.Vergewaltigungen sind eine Untermenge der Gewalttaten. Ich hab das Gefühl, du willst eine klare Aussage. Die kannst du haben.
Bei Vergewaltigungen sind die Opfer zum größten Teil Frauen, die Täter zum größten Teil Männer. Zufrieden? Also das liegt doch wohl in der Natur der Sache und dürfte von kaum jemanden hier bezweifelt werden.
Muß man dir noch weitere Binsenweisheiten bestätigen? Wie wär's damit:
Zu 99,9 % sind es Männer, die eines Penis besitzen.

Warum muß man dann so tun, als wenn Männer da genauso Opfer sind? Das macht es Männern wie mir, die sich keiner Seite zugehörig fühlen, schwer, euch Männerrechtler, was nicht ernstnehmbarkeit betrifft, von den Radikalemanzen zu unterscheiden.

Wer so tut, als wäre er als erwachsener Mann von der Gefahr vergewaltigt zu werden genauso betroffen wie eine Frau, der spricht definitiv nicht für mich. Dem traue ich auch auf anderen Gebieten kaum angemessene Standpunkte zu.

2. Du bist Psychiater?

Nö. Bin Fachpfleger für psychiatrische Krankenpflege.

3. Ok, aber das Aufbrechen traditioneller Schemata (Frau fast ausschließlich Opfer, Mann fast ausschließlich Täter) ist eines der wichtigsten Anliegen des Maskulismus. Wenn das erstmal gelingt, kann ein ganzer Rattenschwanz von Problemen beseitigt oder gemildert werden.
Daß Männer bei bestimmten Delikten ein Quasi-Monopol haben, ist genauso richtig wie unproduktiv. Gleiches gilt für Frauen. Einzig sinnvoll ist es, an die Ursachen der Delikte heranzugehen und nicht die Symptome zu bekämpfen.

Das wird euch mit hanebüchenen Fallbeispielen auf Gebieten, wo Frauen mal tatsächlich nahezu ausschließlich Opfer sind, nicht gelingen. im Gegenteil, ihr manövriert euch nach jenseits aller Ernstnehmbarkeit.

Vergewaltigungen durch Frauen

Arne Hoffmann, Tuesday, 25.05.2004, 02:05 (vor 7928 Tagen) @ Tomator

Als Antwort auf: Re: Apropos Glaubwuerdigkeit von Tomator am 24. Mai 2004 22:07:06:

Hi Tomator,

Warum muß man dann so tun, als wenn Männer da genauso Opfer sind? Das macht es Männern wie mir, die sich keiner Seite zugehörig fühlen, schwer, euch Männerrechtler, was nicht ernstnehmbarkeit betrifft, von den Radikalemanzen zu unterscheiden.
Wer so tut, als wäre er als erwachsener Mann von der Gefahr vergewaltigt zu werden genauso betroffen wie eine Frau, der spricht definitiv nicht für mich. Dem traue ich auch auf anderen Gebieten kaum angemessene Standpunkte zu.
Das wird euch mit hanebüchenen Fallbeispielen auf Gebieten, wo Frauen mal tatsächlich nahezu ausschließlich Opfer sind, nicht gelingen. im Gegenteil, ihr manövriert euch nach jenseits aller Ernstnehmbarkeit.

Da erwähnst du sicherlich eines der zentralen Probleme der Männerbewegung. Sprechen wir die Fakten an, wie sie vorliegen, oder lassen wir ein paar von ihnen unter den Tisch fallen, um bei der Durchschnittsbevölkerung und ihrem bisherigen Weltbild besser landen zu können? Das Klischee vom Täter Mann und Opfer Frau hat sich in den Köpfen vieler Leute festgefressen, und wenn man darauf hinweist, dass die tatsächliche Faktenlage ganz anders aussieht, reagieren sie mit "Also damit kann ich euch nicht ernst nehmen!" -
Darauf wir: "Aber schau doch da, hier gibt es Zahlen und da Studien und dort Fallschilderungen.
Darauf du: "Also komm, fühlst du dich etwa so bedroht wie eine Frau? Ich kann das nicht ernst nehmen."
Darauf wir: "Aber schau dir das doch wenigstens mal an."
Darauf du: "Sorry, geht völlig gegen mein gewohntes Weltbild. Ich kann euch so nicht ernst nehmen. Ihr seid ja nix anderes als männliche Radikalemanzen." -
Darauf wir: (genervt) "Also gut, also gut. Wir lassen die männlichen Opfer von häuslicher Gewalt, sexuellem Missbrauch und Vergewaltigungen durch Frauen unter den Tisch fallen, erwähnen sie nicht mehr, kümmern uns nicht mehr drum, überlassen sie sich selbst. Nimmst du uns jetzt endlich ernst?"
Tomator: "Ja! Jetzt seid ihr in der Mitte der Gesellschaft angekommen, habt euch selbst überflüssig gemacht, und ich brauche mein Weltbild nicht mehr mühselig zu ändern. Jetzt nehm ich euch ernst."
Ich fürchte allerdings, bis zu den letzten beiden Dialogpassagen kannst du warten, bis du schwarz wirst.

Mittlerweile habe ich den Eindruck, du würdest selbst dann nicht an Vergewaltigungen durch Frauen glauben würdest, wenn du selbst zu einem Opfer würdest. Da hier aber außer dir noch andere Leute mitlesen, die in dieser Hinsicht vielleicht etwas offener sind, poste ich hier mal eine gekürzte Passage aus meinem Buch. Die in Klammern gesetzten Zahlen verweisen als Fußnoten auf sein Literaturverzeichnis. Mir ist ehrlich gesagt, die Zeit zu schade, jeweils eigens den Titel der Quelle herauszuschreiben. Das Buch gibt´s im Handel.

--- (...) Nicht nur in der öffentlichen Diskussion, auch im Strafrecht wurden männliche Vergewaltigungsopfer lange übergangen. "Wer eine Frau mit Gewalt oder durch Drohung ..." begann bis zum Jahre 1997 der entsprechende Paragraph 177 im Strafgesetzbuch. Vorher spielten Erfahrungen aus den USA offenbar keine Rolle, wo immerhin 25 Prozent derjenigen, die das örtliche Beratungszentrum für die Opfer sexueller Übergriffe aufsuchen, Männer sind (281a). Während aber über Vergewaltigungen von Männern durch Männer einfach nicht diskutiert wird, erscheint eine Vergewaltigung, bei der ein Mann das Opfer und eine Frau die Täterin ist, vielen Menschen gar unvorstellbar.
Das Klischee wird auch hier durch eine mangelnde Bereitschaft männlicher Vergewaltigungsopfer verstärkt, zur Polizei zu gehen oder überhaupt über dieses Erlebnis zu sprechen. Eine britische Studie über ein Londoner Beratungszentrum für vergewaltigte Männer kam zu dem Ergebnis, dass nur 15 Prozent der Opfer die Tat zur Anzeige brachten und 79 Prozent überhaupt keine Hilfe von außen suchten. Bei dreizehn Prozent aller Fälle wurden Frauen als Täter benannt. Die Forscher räumen jedoch ein, dass die wahre Zahl der Täterinnen durchaus höher liegen könnte, da Männer eher dazu geneigt sein könnten, mit einem solchen Erlebnis selbst fertigzuwerden, statt sich an Dritte zu wenden. Hier liegt nicht nur die Schamgrenze deutlich höher als bei häuslicher Gewalt im allgemeinen. Für viele Männer könnte schon die Einordnung ihres Erlebnisses als Vergewaltigung durch eine Frau ihr Selbst- und Weltbild sprengen. Zu sehr sind sie von einer Kultur geprägt, in der Männer um jeden Preis Sex wollen und überhaupt froh sein können, wenn sie dieses Ziel erreicht haben. Infolge dessen reden sie sich selbst oft eine Freiwilligkeit ein, die in Wahrheit gar nicht vorhanden war (65a; 249, 579-588; 404a). Dazu kommt, dass männlichen Opfern von weiblichen Tätern am wenigsten geglaubt wird, ihre Verletzungen werden am ehesten verharmlost, und es wird besonders oft dem männlichen Opfer die Schuld zugewiesen (447, 101-112).
Wie aber schon Nancy Friday feststellte, sind wir von einem starken kulturellen Wandel geprägt. Sie berichtet von Frauen, die in ihrer Vorstellungswelt Männer fesseln, verhungern lassen, sie in Gruppen missbrauchen und als Sexobjekte behandeln. Friday: "Die Vorstellung von der Frau als Vergewaltigerin ist in diesen Tagen zum ersten Mal in meinen Forschungen aufgetaucht." (145, 145). Die Autoren des Buches "Sexwende" stellen fest, dass für Frauen und Männer zwischen 18 und 44 die Vorstellung, jemanden zu einer sexuellen Handlung zu zwingen, gleichermaßen (nämlich zu zwei Prozent) als "einigermaßen reizvoll" eingestuft wird (313, 188-191). Bei den Männern deckt sich diese Zahl in etwa mit der von denjenigen Angehörigen ihres Geschlechtes, die tatsächlich zu Tätern werden. Wie ist es bei Frauen?
Ganz ohne jeden Zweifel besteht hier noch eine enorme Forschungslücke, die in anderen Bereichen von weiblicher Gewalt gegen Männer in den letzten Jahrzehnten immerhin halbwegs geschlossen werden konnte. Vielen Wissenschaftlern scheint nicht einmal in den Sinn zu kommen, überhaupt entsprechende Fragen zu stellen. Wenn man sich selbst durch die entsprechenden Artikel akademischer Journale kämpft – was ohne die Möglichkeiten der modernen Datenverarbeitung zumal von Deutschland aus überhaupt nicht möglich wäre – stößt man auf mehr Klagen über die unbefriedigende Datenlage als auf verwertbare Auskünfte. Zu den Puzzleteilen, die bislang noch kein vollständiges Bild ergeben, gehören die folgenden:
- Der Wiener Verhaltensforscher Karl Grammer berichtet in Bezug auf eine Studie Charlene Muehlenhardts, dass die Anwendung sexueller Gewalt von beiden Geschlechtern gleichermaßen zu etwa sechs Prozent ausgehe. In der Regel geschehe dies durch den Einsatz von Waffen oder die Androhung von Verletzungen (178, 415).
- Eine Befragung von (männlichen) Studenten in den USA ergab, dass 34 Prozent zum Sex genötigt worden waren: 24 Prozent von Frauen, vier Prozent von Männern und sechs Prozent von beiden Geschlechtern. In zwölf Prozent aller Fälle wurde der sexuelle Kontakt durch Festhalten oder Fesseln, körperliche Einschüchterung und dem Androhen oder tatsächlichen Zufügen von Verletzungen erreicht. Die Autoren der Studie erwähnen, dass in Vergewaltigungs-Krisenzentren zehn bis zwanzig Prozent der Opfer männlich sind, halten es aber für gut möglich, dass die wahre Zahl männlicher Opfer höher ist: Acht von zehn vergewaltigten Männern berichteten jahrelang niemandem oder nur den engsten Freunden von diesem Vorfall (479, 93-111). In einer Folgestudie berichteten drei Jahre später über vier Prozent von männlichen Collegestudenten von einer Frau durch körperliche Gewalt (!) zum Sex gezwungen worden zu sein (480, 320).
- Eine Studie unter homosexuellen Paaren ergab, dass zwölf Prozent der schwulen Männer und 31 Prozent der lesbischen Frauen berichteten, von ihren momentanen oder früheren Partnern zum Sex gezwungen worden zu sein. Eine zweieinhalbmal so hohe Vergewaltigungsrate zwischen Frauen ist ein weiterer Beleg dafür, dass Vergewaltigungen wenig mit einem "Patriarchat" oder männlicher Biologie zu tun haben (67, 31). Auch werden lesbische Frauen nur geringfügig seltener von ihrer Partnerin vergewaltigt als heterosexuelle Frauen von ihrem Partner: sieben gegenüber neun Prozent (131, 146-147).
- Eine Untersuchung aus dem Jahre 1994 kam zu dem Ergebnis, dass bei 98 Prozent aller an Frauen begangenen Vergewaltigungen der Täter männlich war. Bei 66 Prozent aller an Männern verübten Vergewaltigungen war er weiblich (434).
Auf seiner auch ansonsten sehr lesenswerten Website über den Feminismus als hate-movement (der Fachausdruck für eine Bewegung, die sich aus dem Hass gegenüber bestimmten Gruppen der Bevölkerung konstituiert) analysiert der US-Amerikaner David Byron verschiedene kriminalistische Studien und kommt zu einem verblüffenden Ergebnis: Vergewaltigungen von Männern durch Frauen rutschen schon deshalb durch etliche Statistiken, weil eine Vergewaltigung immer wieder als "gewaltsame Penetration" definiert wird. Wenn eine Frau also einen Mann gewaltsam zum Sex zwingt, wird dies nur dann als Vergewaltigung kenntlich gemacht, wenn sie dabei mit einem Gegenstand in seinen Hintern eindringt. Akademische Geschlechterforscher beklagen derweil, dass in Befragungen zum Thema Vergewaltigung Frauen lediglich zu ihren Erfahrungen als Opfer und Männer lediglich zu ihren Erfahrungen als Täter interviewt werden (404a). All dies lasse ein mehr als schiefes Bild entstehen.
Aus der Schilderung verschiedener Fälle wird eines deutlich, das über die bloße Existenz von Vergewaltigerinnen hinausgeht: Ihre Taten werden oft entweder gar nicht erst bekannt, wenn doch, können sie nicht eingeordnet werden, werden verharmlost und nicht ernstgenommen. Wie Sie sich aus dem Kapitel über häusliche Gewalt erinnern, schildert Patricia Overberg als erste Reaktion auf das Thema "vergewaltigte Männer" Gelächter. Männer selbst neigen dazu, von Frauen ausgehende sexuelle Gewalt zu erotisieren. So bezeichneten mehr Männer als Frauen es als "einigermaßen reizvoll" zu einer sexuellen Handlung gezwungen zu werden (313, 188-191). In einer Studie aus dem Jahre 1988 wurden Studenten mehrere hypothetische Darstellungen einer höchst gewalttätigen und mit Waffen erzwungenen Gruppenvergewaltigung vorgelegt. Die Fälle waren identisch, nur das Geschlecht des Opfers und der Täter wechselte. Wenn das Opfer männlich war, wurde ihm weitaus eher unterstellt, den Vorfall mit herbeigeführt oder genossen zu haben – insbesondere von männlichen Studenten. Einer von ihnen fasste ihre Reaktion zusammen, indem er auf seinen Fragebogen "Manche Kerle haben das Glück gepachtet!" schrieb (135, 239). Auch solche Reaktionen gibt es bei weiblichen Opfern nicht.
Generell werden Frauen sexuelle Übergriffe eher zugestanden als Männern. Danach befragte Studenten antworteten zum Beispiel, dass es nicht zu akzeptieren sei, wenn ein Mann eine Frau ohne ihre Einwilligung küsse. Der umgekehrte Fall wurde als vertretbar und sogar als Kompliment bezeichnet (135, 331). Tatsächlich scheint sogar etwa ein Viertel aller männlichen Opfer sexueller Nötigung ihr Erlebnis als positiv zu bewerten. Offenbar, so spekulierte das Forscherpaar Struckmann-Johnson, bewerten es Männer generell als angenehme Erfahrung, mit einer Frau überhaupt engen Körperkontakt einzugehen, ohne zuvor Hunderte von Mark auslegen und monatelang betteln zu müssen. Verschiedene Faktoren, die zumindest den Selbsteinschätzungen der Studenten zufolge die Wahrnehmung eines solchen Erlebnisses als angenehm oder unangenehm beeinflussten, waren:
der Grad der von der Frau ausgeübten Gewalt,
der Grad, in dem die Frau dem Opfer als sexuell begehrenswert erschien,
ob die Täterin die Partnerin der männlichen Opfer war (wenn ja wurde ein aggressiveres Vorgehen ihrerseits als positiv bewertet),
die eigenen sexuellen Moralvorstellungen des Opfers.
Das Gesamtergebnis dieser Studie war, dass das Klischee vom sexuell allzeit bereiten Mann, der willenlos auf jedes sexuelle Angebot eingeht, nicht haltbar war. Viele Männer würden sich gegen einen entsprechenden Übergriff zur Wehr setzen, weil sie Sexualität nur in festen Beziehungen erleben wollten (480, 319-332).
Bei dieser Betrachtungsweise gehen die Grenzen zwischen sexueller Aggressivität, sexueller Nötigung und Vergewaltigung allerdings zunehmend verwischt. Männer, die de facto vergewaltigt wurden, sind durch diese Erfahrung in ähnlicher Weise aufgewühlt wie weibliche Opfer dieses Verbrechens und erleben dieselben spontanen und späteren Nachwirkungen und traumatischen Reaktionen. Dazu gehören die Einstellung sozialer Kontakte, sexuelle Funktionsstörungen wie Impotenz, Depressionen, Nervosität, Selbstmordneigung, Dissoziationen, ein geringes Selbstwertgefühl, Zweifel und Unsicherheit bezüglich der eigenen Sexualität, Abneigung gegen unerwartete Berührungen, Abneigung gegen Sexualität bis hin zu Übelkeit und Erbrechen sowie die Furcht, anderen davon zu erzählen (65a; 66, 2; 145, 150-151; 302, 45-46; 479, 93).
Männer haben allerdings zusätzlich damit zu kämpfen, dass die Gesellschaft wenig gewillt ist, sie als Opfer zu akzeptieren, schon gar nicht als Opfer einer Vergewaltigung durch eine Frau. Manchmal dauert es bis zu zehn Jahre, bis sie überhaupt anderen von ihrem Erlebnis berichten. In der Zwischenzeit schwindet ihre emotionale Stabilität, und sie sind weniger in der Lage, feste Beziehungen zu knüpfen. Viele Vergewaltigungszentren kümmern sich ähnlich wie die Zentren gegen häusliche Gewalt nur um weibliche Opfer. Nachdem eines von ihnen sich auch Männern öffnete, schnellte die Zahl der Männer, die dort um Hilfe suchten, binnen drei Jahren von anfangs null auf zehn Prozent. "Die Gesellschaft erkennt sexuelle Gewalt gegen Männer nicht an, weil es keine Institutionen gibt, die sich damit beschäftigen. Es gibt keine Zahlen, keine Daten, also existiert sie nicht." (427, 20-22). Es ist höchste Zeit, stellen Sexualforscher fest, dass von Frauen ausgehende sexuelle Gewalt von medizinischen, psychosozialen und juristischen Autoritäten erkannt und das dadurch entstandene Leiden der männlichen Opfer so besser verstanden und gelindert werden kann (8, 336).
Einer von der Zeitschrift "Focus" in Auftrag gegebenen Befragung zufolge, liegt hierzulande bei Vergewaltigungen die Zahl der weiblichen Opfer nur wenige Prozent über der Zahl männlicher Opfer. Besonders eng schließt sich die Schere in den neuen Bundesländern: Dort sind 1,3 Prozent der Männer und 2,6 Prozent der Frauen vergewaltigt worden; 1, 3 Prozent der Männer und 1,5 Prozent der Frauen haben sexuelle Nötigung erfahren (288, 14).
Dass eine Frau generell Mittäterin bei einer Vergewaltigung sein kann, erkannte im August 1999 immerhin das oberste Schweizer Gericht in Lausanne. Allerdings war im strittigen Fall das Opfer weiblich. Die Angeklagte hatte versucht, an den Sexismus der Richter zu appellieren und behauptet, sie als Frau könne sich dieses Verbrechens doch gar nicht schuldig gemacht haben. Zudem habe sie den stundenlangen Demütigungen des Opfers nur nackt und Zigaretten rauchend beigewohnt und lediglich ab und zu einen ihrer Komplizen stimuliert. Die Richter sahen den Fall anders und verurteilten die Angeklagte zu fünf Jahren Zuchthaus (494). Wenige Tage später wurde eine Frau vor einem Tribunal der UNO der Vergewaltigung (und des Völkermords) angeklagt: Es handelte sich dabei um die ehemalige ruandische Frauenministerin Pauline Nyiramasuhuko. (162).
Von ihrem Hintergrund her ähneln männliche und weibliche Vergewaltiger einander sehr. So haben auch vergewaltigende Frauen oft eine Vorgeschichte selbst erlittener sexueller Gewalt oder kommen aus gleichermaßen zerrütteten Familienverhältnissen (302, 53-58) und sind durchaus in der Lage, diese Negativerfahrungen mit derselben Brutalität an Dritte weiterzugeben wie Männer (66, 2). Sie zeigten auch dieselben Fehlbildungen ihrer Persönlichkeit auf wie männliche Vergewaltiger, etwa eine geringe Toleranzschwelle gegenüber Frustrationen, die Neigung, andere Menschen zu Objekten zu reduzieren und zu manipulieren, oder das Fehlen von Schuldgefühlen und Reue (302, 59). Nur zwei von 16 in einer Untersuchung befragten Vergewaltigerinnen wurden durch ihre Tat sexuell erregt, aber sieben nannten als Motive für ihre Angriffe "Wutgefühle, Rache, Macht, Eifersucht und zuvor erlittene Abweisung" (363, 191). Im Gegensatz dazu versuchten die in einer anderen Untersuchung befragten Täterinnen zu drei Vierteln, ihre Opfer zur Ejakulation zu bringen (302, 48). Eine Studie von Donald Cochran und Marjorie Brown über Vergewaltigerinnen kam zu dem Ergebnis, dass die Mehrheit der von ihnen untersuchten Frauen
zwischen 17 und 24 Jahren (55 Prozent) bzw. 25 und 32 Jahren (25 Prozent) alt waren,
außerdem Single (64,7 Prozent);
sie benutzten gelegentlich eine Waffe (27,3 Prozent)
ihre Opfer waren in der Regel Bekannte (46,2 Prozent)
sowie weiblich (76,5 Prozent)
und noch minderjährig – bis hinunter zu drei Jahren (57,1 Prozent).
Verurteilt wurden die weiblichen Vergewaltiger dieser Studie mit nur einer etwas geringeren Rate als männliche Täter. Wenn man dieses Ergebnis verallgemeinern könnte, ließe sich also zumindest hier nicht von einer Ungleichbehandlung der Geschlechter sprechen. Andererseits muss man im Auge behalten, dass die Untersuchungsgruppe ausschließlich aus Frauen bestand, gegen die überhaupt erst Anklage erhoben wurde. Ob vorher Opfer, Polizisten oder Staatsanwälte Vergewaltigungsvorwürfe gegen Frauen stärker herausfilterten als gegen Männer, lässt sich demnach nicht sagen (66, 2-8). Eine andere Studie über Sexualstraftäterinnen im Teenageralter ergab, dass ihre Taten überhaupt keine gesetzlichen Konsequenzen nach sich zogen (302, 59). ---

Ich für meinen Teil hätte in den siebziger Jahren nicht geschwiegen, als es darum ging, der Durchschnittsbevölkerung das Vorkommen von sexueller Gewalt gegen Mädchen und Frauen endlich in die Köpfe zu hämmern, und wenn sie zehnmal so bockig waren wie du, und ich werde heute nicht den Mund halten, wenn es darum geht, das Vorkommen sexueller Gewalt gegen Jungen und Männer anzusprechen. Es gibt genügend Leute, die für dieses Thema aufgeschlossen sind, und diese werden wir nach und nach erreichen, und genauso wie bei der Debatte um häusliche Gewalt durch Frauen wird es irgendwann auch zur nicht-akademischen Öffentlichkeit durchdringen.

Inzwischen doch leicht gereizte Grüße

Arne

standing ovation ;-) n/t

Jolanda, Tuesday, 25.05.2004, 05:35 (vor 7928 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Vergewaltigungen durch Frauen von Arne Hoffmann am 24. Mai 2004 23:05:34:

Hi Tomator,

Warum muß man dann so tun, als wenn Männer da genauso Opfer sind? Das macht es Männern wie mir, die sich keiner Seite zugehörig fühlen, schwer, euch Männerrechtler, was nicht ernstnehmbarkeit betrifft, von den Radikalemanzen zu unterscheiden.
Wer so tut, als wäre er als erwachsener Mann von der Gefahr vergewaltigt zu werden genauso betroffen wie eine Frau, der spricht definitiv nicht für mich. Dem traue ich auch auf anderen Gebieten kaum angemessene Standpunkte zu.
Das wird euch mit hanebüchenen Fallbeispielen auf Gebieten, wo Frauen mal tatsächlich nahezu ausschließlich Opfer sind, nicht gelingen. im Gegenteil, ihr manövriert euch nach jenseits aller Ernstnehmbarkeit.

Da erwähnst du sicherlich eines der zentralen Probleme der Männerbewegung. Sprechen wir die Fakten an, wie sie vorliegen, oder lassen wir ein paar von ihnen unter den Tisch fallen, um bei der Durchschnittsbevölkerung und ihrem bisherigen Weltbild besser landen zu können? Das Klischee vom Täter Mann und Opfer Frau hat sich in den Köpfen vieler Leute festgefressen, und wenn man darauf hinweist, dass die tatsächliche Faktenlage ganz anders aussieht, reagieren sie mit "Also damit kann ich euch nicht ernst nehmen!" -
Darauf wir: "Aber schau doch da, hier gibt es Zahlen und da Studien und dort Fallschilderungen.
Darauf du: "Also komm, fühlst du dich etwa so bedroht wie eine Frau? Ich kann das nicht ernst nehmen."
Darauf wir: "Aber schau dir das doch wenigstens mal an."
Darauf du: "Sorry, geht völlig gegen mein gewohntes Weltbild. Ich kann euch so nicht ernst nehmen. Ihr seid ja nix anderes als männliche Radikalemanzen." -
Darauf wir: (genervt) "Also gut, also gut. Wir lassen die männlichen Opfer von häuslicher Gewalt, sexuellem Missbrauch und Vergewaltigungen durch Frauen unter den Tisch fallen, erwähnen sie nicht mehr, kümmern uns nicht mehr drum, überlassen sie sich selbst. Nimmst du uns jetzt endlich ernst?"
Tomator: "Ja! Jetzt seid ihr in der Mitte der Gesellschaft angekommen, habt euch selbst überflüssig gemacht, und ich brauche mein Weltbild nicht mehr mühselig zu ändern. Jetzt nehm ich euch ernst."
Ich fürchte allerdings, bis zu den letzten beiden Dialogpassagen kannst du warten, bis du schwarz wirst.
Mittlerweile habe ich den Eindruck, du würdest selbst dann nicht an Vergewaltigungen durch Frauen glauben würdest, wenn du selbst zu einem Opfer würdest. Da hier aber außer dir noch andere Leute mitlesen, die in dieser Hinsicht vielleicht etwas offener sind, poste ich hier mal eine gekürzte Passage aus meinem Buch. Die in Klammern gesetzten Zahlen verweisen als Fußnoten auf sein Literaturverzeichnis. Mir ist ehrlich gesagt, die Zeit zu schade, jeweils eigens den Titel der Quelle herauszuschreiben. Das Buch gibt´s im Handel.
--- (...) Nicht nur in der öffentlichen Diskussion, auch im Strafrecht wurden männliche Vergewaltigungsopfer lange übergangen. "Wer eine Frau mit Gewalt oder durch Drohung ..." begann bis zum Jahre 1997 der entsprechende Paragraph 177 im Strafgesetzbuch. Vorher spielten Erfahrungen aus den USA offenbar keine Rolle, wo immerhin 25 Prozent derjenigen, die das örtliche Beratungszentrum für die Opfer sexueller Übergriffe aufsuchen, Männer sind (281a). Während aber über Vergewaltigungen von Männern durch Männer einfach nicht diskutiert wird, erscheint eine Vergewaltigung, bei der ein Mann das Opfer und eine Frau die Täterin ist, vielen Menschen gar unvorstellbar.
Das Klischee wird auch hier durch eine mangelnde Bereitschaft männlicher Vergewaltigungsopfer verstärkt, zur Polizei zu gehen oder überhaupt über dieses Erlebnis zu sprechen. Eine britische Studie über ein Londoner Beratungszentrum für vergewaltigte Männer kam zu dem Ergebnis, dass nur 15 Prozent der Opfer die Tat zur Anzeige brachten und 79 Prozent überhaupt keine Hilfe von außen suchten. Bei dreizehn Prozent aller Fälle wurden Frauen als Täter benannt. Die Forscher räumen jedoch ein, dass die wahre Zahl der Täterinnen durchaus höher liegen könnte, da Männer eher dazu geneigt sein könnten, mit einem solchen Erlebnis selbst fertigzuwerden, statt sich an Dritte zu wenden. Hier liegt nicht nur die Schamgrenze deutlich höher als bei häuslicher Gewalt im allgemeinen. Für viele Männer könnte schon die Einordnung ihres Erlebnisses als Vergewaltigung durch eine Frau ihr Selbst- und Weltbild sprengen. Zu sehr sind sie von einer Kultur geprägt, in der Männer um jeden Preis Sex wollen und überhaupt froh sein können, wenn sie dieses Ziel erreicht haben. Infolge dessen reden sie sich selbst oft eine Freiwilligkeit ein, die in Wahrheit gar nicht vorhanden war (65a; 249, 579-588; 404a). Dazu kommt, dass männlichen Opfern von weiblichen Tätern am wenigsten geglaubt wird, ihre Verletzungen werden am ehesten verharmlost, und es wird besonders oft dem männlichen Opfer die Schuld zugewiesen (447, 101-112).
Wie aber schon Nancy Friday feststellte, sind wir von einem starken kulturellen Wandel geprägt. Sie berichtet von Frauen, die in ihrer Vorstellungswelt Männer fesseln, verhungern lassen, sie in Gruppen missbrauchen und als Sexobjekte behandeln. Friday: "Die Vorstellung von der Frau als Vergewaltigerin ist in diesen Tagen zum ersten Mal in meinen Forschungen aufgetaucht." (145, 145). Die Autoren des Buches "Sexwende" stellen fest, dass für Frauen und Männer zwischen 18 und 44 die Vorstellung, jemanden zu einer sexuellen Handlung zu zwingen, gleichermaßen (nämlich zu zwei Prozent) als "einigermaßen reizvoll" eingestuft wird (313, 188-191). Bei den Männern deckt sich diese Zahl in etwa mit der von denjenigen Angehörigen ihres Geschlechtes, die tatsächlich zu Tätern werden. Wie ist es bei Frauen?
Ganz ohne jeden Zweifel besteht hier noch eine enorme Forschungslücke, die in anderen Bereichen von weiblicher Gewalt gegen Männer in den letzten Jahrzehnten immerhin halbwegs geschlossen werden konnte. Vielen Wissenschaftlern scheint nicht einmal in den Sinn zu kommen, überhaupt entsprechende Fragen zu stellen. Wenn man sich selbst durch die entsprechenden Artikel akademischer Journale kämpft – was ohne die Möglichkeiten der modernen Datenverarbeitung zumal von Deutschland aus überhaupt nicht möglich wäre – stößt man auf mehr Klagen über die unbefriedigende Datenlage als auf verwertbare Auskünfte. Zu den Puzzleteilen, die bislang noch kein vollständiges Bild ergeben, gehören die folgenden:
- Der Wiener Verhaltensforscher Karl Grammer berichtet in Bezug auf eine Studie Charlene Muehlenhardts, dass die Anwendung sexueller Gewalt von beiden Geschlechtern gleichermaßen zu etwa sechs Prozent ausgehe. In der Regel geschehe dies durch den Einsatz von Waffen oder die Androhung von Verletzungen (178, 415).
- Eine Befragung von (männlichen) Studenten in den USA ergab, dass 34 Prozent zum Sex genötigt worden waren: 24 Prozent von Frauen, vier Prozent von Männern und sechs Prozent von beiden Geschlechtern. In zwölf Prozent aller Fälle wurde der sexuelle Kontakt durch Festhalten oder Fesseln, körperliche Einschüchterung und dem Androhen oder tatsächlichen Zufügen von Verletzungen erreicht. Die Autoren der Studie erwähnen, dass in Vergewaltigungs-Krisenzentren zehn bis zwanzig Prozent der Opfer männlich sind, halten es aber für gut möglich, dass die wahre Zahl männlicher Opfer höher ist: Acht von zehn vergewaltigten Männern berichteten jahrelang niemandem oder nur den engsten Freunden von diesem Vorfall (479, 93-111). In einer Folgestudie berichteten drei Jahre später über vier Prozent von männlichen Collegestudenten von einer Frau durch körperliche Gewalt (!) zum Sex gezwungen worden zu sein (480, 320).
- Eine Studie unter homosexuellen Paaren ergab, dass zwölf Prozent der schwulen Männer und 31 Prozent der lesbischen Frauen berichteten, von ihren momentanen oder früheren Partnern zum Sex gezwungen worden zu sein. Eine zweieinhalbmal so hohe Vergewaltigungsrate zwischen Frauen ist ein weiterer Beleg dafür, dass Vergewaltigungen wenig mit einem "Patriarchat" oder männlicher Biologie zu tun haben (67, 31). Auch werden lesbische Frauen nur geringfügig seltener von ihrer Partnerin vergewaltigt als heterosexuelle Frauen von ihrem Partner: sieben gegenüber neun Prozent (131, 146-147).
- Eine Untersuchung aus dem Jahre 1994 kam zu dem Ergebnis, dass bei 98 Prozent aller an Frauen begangenen Vergewaltigungen der Täter männlich war. Bei 66 Prozent aller an Männern verübten Vergewaltigungen war er weiblich (434).
Auf seiner auch ansonsten sehr lesenswerten Website über den Feminismus als hate-movement (der Fachausdruck für eine Bewegung, die sich aus dem Hass gegenüber bestimmten Gruppen der Bevölkerung konstituiert) analysiert der US-Amerikaner David Byron verschiedene kriminalistische Studien und kommt zu einem verblüffenden Ergebnis: Vergewaltigungen von Männern durch Frauen rutschen schon deshalb durch etliche Statistiken, weil eine Vergewaltigung immer wieder als "gewaltsame Penetration" definiert wird. Wenn eine Frau also einen Mann gewaltsam zum Sex zwingt, wird dies nur dann als Vergewaltigung kenntlich gemacht, wenn sie dabei mit einem Gegenstand in seinen Hintern eindringt. Akademische Geschlechterforscher beklagen derweil, dass in Befragungen zum Thema Vergewaltigung Frauen lediglich zu ihren Erfahrungen als Opfer und Männer lediglich zu ihren Erfahrungen als Täter interviewt werden (404a). All dies lasse ein mehr als schiefes Bild entstehen.
Aus der Schilderung verschiedener Fälle wird eines deutlich, das über die bloße Existenz von Vergewaltigerinnen hinausgeht: Ihre Taten werden oft entweder gar nicht erst bekannt, wenn doch, können sie nicht eingeordnet werden, werden verharmlost und nicht ernstgenommen. Wie Sie sich aus dem Kapitel über häusliche Gewalt erinnern, schildert Patricia Overberg als erste Reaktion auf das Thema "vergewaltigte Männer" Gelächter. Männer selbst neigen dazu, von Frauen ausgehende sexuelle Gewalt zu erotisieren. So bezeichneten mehr Männer als Frauen es als "einigermaßen reizvoll" zu einer sexuellen Handlung gezwungen zu werden (313, 188-191). In einer Studie aus dem Jahre 1988 wurden Studenten mehrere hypothetische Darstellungen einer höchst gewalttätigen und mit Waffen erzwungenen Gruppenvergewaltigung vorgelegt. Die Fälle waren identisch, nur das Geschlecht des Opfers und der Täter wechselte. Wenn das Opfer männlich war, wurde ihm weitaus eher unterstellt, den Vorfall mit herbeigeführt oder genossen zu haben – insbesondere von männlichen Studenten. Einer von ihnen fasste ihre Reaktion zusammen, indem er auf seinen Fragebogen "Manche Kerle haben das Glück gepachtet!" schrieb (135, 239). Auch solche Reaktionen gibt es bei weiblichen Opfern nicht.
Generell werden Frauen sexuelle Übergriffe eher zugestanden als Männern. Danach befragte Studenten antworteten zum Beispiel, dass es nicht zu akzeptieren sei, wenn ein Mann eine Frau ohne ihre Einwilligung küsse. Der umgekehrte Fall wurde als vertretbar und sogar als Kompliment bezeichnet (135, 331). Tatsächlich scheint sogar etwa ein Viertel aller männlichen Opfer sexueller Nötigung ihr Erlebnis als positiv zu bewerten. Offenbar, so spekulierte das Forscherpaar Struckmann-Johnson, bewerten es Männer generell als angenehme Erfahrung, mit einer Frau überhaupt engen Körperkontakt einzugehen, ohne zuvor Hunderte von Mark auslegen und monatelang betteln zu müssen. Verschiedene Faktoren, die zumindest den Selbsteinschätzungen der Studenten zufolge die Wahrnehmung eines solchen Erlebnisses als angenehm oder unangenehm beeinflussten, waren:
der Grad der von der Frau ausgeübten Gewalt,
der Grad, in dem die Frau dem Opfer als sexuell begehrenswert erschien,
ob die Täterin die Partnerin der männlichen Opfer war (wenn ja wurde ein aggressiveres Vorgehen ihrerseits als positiv bewertet),
die eigenen sexuellen Moralvorstellungen des Opfers.
Das Gesamtergebnis dieser Studie war, dass das Klischee vom sexuell allzeit bereiten Mann, der willenlos auf jedes sexuelle Angebot eingeht, nicht haltbar war. Viele Männer würden sich gegen einen entsprechenden Übergriff zur Wehr setzen, weil sie Sexualität nur in festen Beziehungen erleben wollten (480, 319-332).
Bei dieser Betrachtungsweise gehen die Grenzen zwischen sexueller Aggressivität, sexueller Nötigung und Vergewaltigung allerdings zunehmend verwischt. Männer, die de facto vergewaltigt wurden, sind durch diese Erfahrung in ähnlicher Weise aufgewühlt wie weibliche Opfer dieses Verbrechens und erleben dieselben spontanen und späteren Nachwirkungen und traumatischen Reaktionen. Dazu gehören die Einstellung sozialer Kontakte, sexuelle Funktionsstörungen wie Impotenz, Depressionen, Nervosität, Selbstmordneigung, Dissoziationen, ein geringes Selbstwertgefühl, Zweifel und Unsicherheit bezüglich der eigenen Sexualität, Abneigung gegen unerwartete Berührungen, Abneigung gegen Sexualität bis hin zu Übelkeit und Erbrechen sowie die Furcht, anderen davon zu erzählen (65a; 66, 2; 145, 150-151; 302, 45-46; 479, 93).
Männer haben allerdings zusätzlich damit zu kämpfen, dass die Gesellschaft wenig gewillt ist, sie als Opfer zu akzeptieren, schon gar nicht als Opfer einer Vergewaltigung durch eine Frau. Manchmal dauert es bis zu zehn Jahre, bis sie überhaupt anderen von ihrem Erlebnis berichten. In der Zwischenzeit schwindet ihre emotionale Stabilität, und sie sind weniger in der Lage, feste Beziehungen zu knüpfen. Viele Vergewaltigungszentren kümmern sich ähnlich wie die Zentren gegen häusliche Gewalt nur um weibliche Opfer. Nachdem eines von ihnen sich auch Männern öffnete, schnellte die Zahl der Männer, die dort um Hilfe suchten, binnen drei Jahren von anfangs null auf zehn Prozent. "Die Gesellschaft erkennt sexuelle Gewalt gegen Männer nicht an, weil es keine Institutionen gibt, die sich damit beschäftigen. Es gibt keine Zahlen, keine Daten, also existiert sie nicht." (427, 20-22). Es ist höchste Zeit, stellen Sexualforscher fest, dass von Frauen ausgehende sexuelle Gewalt von medizinischen, psychosozialen und juristischen Autoritäten erkannt und das dadurch entstandene Leiden der männlichen Opfer so besser verstanden und gelindert werden kann (8, 336).
Einer von der Zeitschrift "Focus" in Auftrag gegebenen Befragung zufolge, liegt hierzulande bei Vergewaltigungen die Zahl der weiblichen Opfer nur wenige Prozent über der Zahl männlicher Opfer. Besonders eng schließt sich die Schere in den neuen Bundesländern: Dort sind 1,3 Prozent der Männer und 2,6 Prozent der Frauen vergewaltigt worden; 1, 3 Prozent der Männer und 1,5 Prozent der Frauen haben sexuelle Nötigung erfahren (288, 14).
Dass eine Frau generell Mittäterin bei einer Vergewaltigung sein kann, erkannte im August 1999 immerhin das oberste Schweizer Gericht in Lausanne. Allerdings war im strittigen Fall das Opfer weiblich. Die Angeklagte hatte versucht, an den Sexismus der Richter zu appellieren und behauptet, sie als Frau könne sich dieses Verbrechens doch gar nicht schuldig gemacht haben. Zudem habe sie den stundenlangen Demütigungen des Opfers nur nackt und Zigaretten rauchend beigewohnt und lediglich ab und zu einen ihrer Komplizen stimuliert. Die Richter sahen den Fall anders und verurteilten die Angeklagte zu fünf Jahren Zuchthaus (494). Wenige Tage später wurde eine Frau vor einem Tribunal der UNO der Vergewaltigung (und des Völkermords) angeklagt: Es handelte sich dabei um die ehemalige ruandische Frauenministerin Pauline Nyiramasuhuko. (162).
Von ihrem Hintergrund her ähneln männliche und weibliche Vergewaltiger einander sehr. So haben auch vergewaltigende Frauen oft eine Vorgeschichte selbst erlittener sexueller Gewalt oder kommen aus gleichermaßen zerrütteten Familienverhältnissen (302, 53-58) und sind durchaus in der Lage, diese Negativerfahrungen mit derselben Brutalität an Dritte weiterzugeben wie Männer (66, 2). Sie zeigten auch dieselben Fehlbildungen ihrer Persönlichkeit auf wie männliche Vergewaltiger, etwa eine geringe Toleranzschwelle gegenüber Frustrationen, die Neigung, andere Menschen zu Objekten zu reduzieren und zu manipulieren, oder das Fehlen von Schuldgefühlen und Reue (302, 59). Nur zwei von 16 in einer Untersuchung befragten Vergewaltigerinnen wurden durch ihre Tat sexuell erregt, aber sieben nannten als Motive für ihre Angriffe "Wutgefühle, Rache, Macht, Eifersucht und zuvor erlittene Abweisung" (363, 191). Im Gegensatz dazu versuchten die in einer anderen Untersuchung befragten Täterinnen zu drei Vierteln, ihre Opfer zur Ejakulation zu bringen (302, 48). Eine Studie von Donald Cochran und Marjorie Brown über Vergewaltigerinnen kam zu dem Ergebnis, dass die Mehrheit der von ihnen untersuchten Frauen
zwischen 17 und 24 Jahren (55 Prozent) bzw. 25 und 32 Jahren (25 Prozent) alt waren,
außerdem Single (64,7 Prozent);
sie benutzten gelegentlich eine Waffe (27,3 Prozent)
ihre Opfer waren in der Regel Bekannte (46,2 Prozent)
sowie weiblich (76,5 Prozent)
und noch minderjährig – bis hinunter zu drei Jahren (57,1 Prozent).
Verurteilt wurden die weiblichen Vergewaltiger dieser Studie mit nur einer etwas geringeren Rate als männliche Täter. Wenn man dieses Ergebnis verallgemeinern könnte, ließe sich also zumindest hier nicht von einer Ungleichbehandlung der Geschlechter sprechen. Andererseits muss man im Auge behalten, dass die Untersuchungsgruppe ausschließlich aus Frauen bestand, gegen die überhaupt erst Anklage erhoben wurde. Ob vorher Opfer, Polizisten oder Staatsanwälte Vergewaltigungsvorwürfe gegen Frauen stärker herausfilterten als gegen Männer, lässt sich demnach nicht sagen (66, 2-8). Eine andere Studie über Sexualstraftäterinnen im Teenageralter ergab, dass ihre Taten überhaupt keine gesetzlichen Konsequenzen nach sich zogen (302, 59). ---
Ich für meinen Teil hätte in den siebziger Jahren nicht geschwiegen, als es darum ging, der Durchschnittsbevölkerung das Vorkommen von sexueller Gewalt gegen Mädchen und Frauen endlich in die Köpfe zu hämmern, und wenn sie zehnmal so bockig waren wie du, und ich werde heute nicht den Mund halten, wenn es darum geht, das Vorkommen sexueller Gewalt gegen Jungen und Männer anzusprechen. Es gibt genügend Leute, die für dieses Thema aufgeschlossen sind, und diese werden wir nach und nach erreichen, und genauso wie bei der Debatte um häusliche Gewalt durch Frauen wird es irgendwann auch zur nicht-akademischen Öffentlichkeit durchdringen.
Inzwischen doch leicht gereizte Grüße
Arne

Re: Vergewaltigungen durch Frauen

Odin, Tuesday, 25.05.2004, 14:57 (vor 7927 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Vergewaltigungen durch Frauen von Arne Hoffmann am 24. Mai 2004 23:05:34:

Hi Tomator,

Warum muß man dann so tun, als wenn Männer da genauso Opfer sind? Das macht es Männern wie mir, die sich keiner Seite zugehörig fühlen, schwer, euch Männerrechtler, was nicht ernstnehmbarkeit betrifft, von den Radikalemanzen zu unterscheiden.
Wer so tut, als wäre er als erwachsener Mann von der Gefahr vergewaltigt zu werden genauso betroffen wie eine Frau, der spricht definitiv nicht für mich. Dem traue ich auch auf anderen Gebieten kaum angemessene Standpunkte zu.
Das wird euch mit hanebüchenen Fallbeispielen auf Gebieten, wo Frauen mal tatsächlich nahezu ausschließlich Opfer sind, nicht gelingen. im Gegenteil, ihr manövriert euch nach jenseits aller Ernstnehmbarkeit.

Da erwähnst du sicherlich eines der zentralen Probleme der Männerbewegung. Sprechen wir die Fakten an, wie sie vorliegen, oder lassen wir ein paar von ihnen unter den Tisch fallen, um bei der Durchschnittsbevölkerung und ihrem bisherigen Weltbild besser landen zu können? Das Klischee vom Täter Mann und Opfer Frau hat sich in den Köpfen vieler Leute festgefressen, und wenn man darauf hinweist, dass die tatsächliche Faktenlage ganz anders aussieht, reagieren sie mit "Also damit kann ich euch nicht ernst nehmen!" -
Darauf wir: "Aber schau doch da, hier gibt es Zahlen und da Studien und dort Fallschilderungen.
Darauf du: "Also komm, fühlst du dich etwa so bedroht wie eine Frau? Ich kann das nicht ernst nehmen."
Darauf wir: "Aber schau dir das doch wenigstens mal an."
Darauf du: "Sorry, geht völlig gegen mein gewohntes Weltbild. Ich kann euch so nicht ernst nehmen. Ihr seid ja nix anderes als männliche Radikalemanzen." -
Darauf wir: (genervt) "Also gut, also gut. Wir lassen die männlichen Opfer von häuslicher Gewalt, sexuellem Missbrauch und Vergewaltigungen durch Frauen unter den Tisch fallen, erwähnen sie nicht mehr, kümmern uns nicht mehr drum, überlassen sie sich selbst. Nimmst du uns jetzt endlich ernst?"
Tomator: "Ja! Jetzt seid ihr in der Mitte der Gesellschaft angekommen, habt euch selbst überflüssig gemacht, und ich brauche mein Weltbild nicht mehr mühselig zu ändern. Jetzt nehm ich euch ernst."
Ich fürchte allerdings, bis zu den letzten beiden Dialogpassagen kannst du warten, bis du schwarz wirst.
Mittlerweile habe ich den Eindruck, du würdest selbst dann nicht an Vergewaltigungen durch Frauen glauben würdest, wenn du selbst zu einem Opfer würdest. Da hier aber außer dir noch andere Leute mitlesen, die in dieser Hinsicht vielleicht etwas offener sind, poste ich hier mal eine gekürzte Passage aus meinem Buch. Die in Klammern gesetzten Zahlen verweisen als Fußnoten auf sein Literaturverzeichnis. Mir ist ehrlich gesagt, die Zeit zu schade, jeweils eigens den Titel der Quelle herauszuschreiben. Das Buch gibt´s im Handel.
--- (...) Nicht nur in der öffentlichen Diskussion, auch im Strafrecht wurden männliche Vergewaltigungsopfer lange übergangen. "Wer eine Frau mit Gewalt oder durch Drohung ..." begann bis zum Jahre 1997 der entsprechende Paragraph 177 im Strafgesetzbuch. Vorher spielten Erfahrungen aus den USA offenbar keine Rolle, wo immerhin 25 Prozent derjenigen, die das örtliche Beratungszentrum für die Opfer sexueller Übergriffe aufsuchen, Männer sind (281a). Während aber über Vergewaltigungen von Männern durch Männer einfach nicht diskutiert wird, erscheint eine Vergewaltigung, bei der ein Mann das Opfer und eine Frau die Täterin ist, vielen Menschen gar unvorstellbar.
Das Klischee wird auch hier durch eine mangelnde Bereitschaft männlicher Vergewaltigungsopfer verstärkt, zur Polizei zu gehen oder überhaupt über dieses Erlebnis zu sprechen. Eine britische Studie über ein Londoner Beratungszentrum für vergewaltigte Männer kam zu dem Ergebnis, dass nur 15 Prozent der Opfer die Tat zur Anzeige brachten und 79 Prozent überhaupt keine Hilfe von außen suchten. Bei dreizehn Prozent aller Fälle wurden Frauen als Täter benannt. Die Forscher räumen jedoch ein, dass die wahre Zahl der Täterinnen durchaus höher liegen könnte, da Männer eher dazu geneigt sein könnten, mit einem solchen Erlebnis selbst fertigzuwerden, statt sich an Dritte zu wenden. Hier liegt nicht nur die Schamgrenze deutlich höher als bei häuslicher Gewalt im allgemeinen. Für viele Männer könnte schon die Einordnung ihres Erlebnisses als Vergewaltigung durch eine Frau ihr Selbst- und Weltbild sprengen. Zu sehr sind sie von einer Kultur geprägt, in der Männer um jeden Preis Sex wollen und überhaupt froh sein können, wenn sie dieses Ziel erreicht haben. Infolge dessen reden sie sich selbst oft eine Freiwilligkeit ein, die in Wahrheit gar nicht vorhanden war (65a; 249, 579-588; 404a). Dazu kommt, dass männlichen Opfern von weiblichen Tätern am wenigsten geglaubt wird, ihre Verletzungen werden am ehesten verharmlost, und es wird besonders oft dem männlichen Opfer die Schuld zugewiesen (447, 101-112).
Wie aber schon Nancy Friday feststellte, sind wir von einem starken kulturellen Wandel geprägt. Sie berichtet von Frauen, die in ihrer Vorstellungswelt Männer fesseln, verhungern lassen, sie in Gruppen missbrauchen und als Sexobjekte behandeln. Friday: "Die Vorstellung von der Frau als Vergewaltigerin ist in diesen Tagen zum ersten Mal in meinen Forschungen aufgetaucht." (145, 145). Die Autoren des Buches "Sexwende" stellen fest, dass für Frauen und Männer zwischen 18 und 44 die Vorstellung, jemanden zu einer sexuellen Handlung zu zwingen, gleichermaßen (nämlich zu zwei Prozent) als "einigermaßen reizvoll" eingestuft wird (313, 188-191). Bei den Männern deckt sich diese Zahl in etwa mit der von denjenigen Angehörigen ihres Geschlechtes, die tatsächlich zu Tätern werden. Wie ist es bei Frauen?
Ganz ohne jeden Zweifel besteht hier noch eine enorme Forschungslücke, die in anderen Bereichen von weiblicher Gewalt gegen Männer in den letzten Jahrzehnten immerhin halbwegs geschlossen werden konnte. Vielen Wissenschaftlern scheint nicht einmal in den Sinn zu kommen, überhaupt entsprechende Fragen zu stellen. Wenn man sich selbst durch die entsprechenden Artikel akademischer Journale kämpft – was ohne die Möglichkeiten der modernen Datenverarbeitung zumal von Deutschland aus überhaupt nicht möglich wäre – stößt man auf mehr Klagen über die unbefriedigende Datenlage als auf verwertbare Auskünfte. Zu den Puzzleteilen, die bislang noch kein vollständiges Bild ergeben, gehören die folgenden:
- Der Wiener Verhaltensforscher Karl Grammer berichtet in Bezug auf eine Studie Charlene Muehlenhardts, dass die Anwendung sexueller Gewalt von beiden Geschlechtern gleichermaßen zu etwa sechs Prozent ausgehe. In der Regel geschehe dies durch den Einsatz von Waffen oder die Androhung von Verletzungen (178, 415).
- Eine Befragung von (männlichen) Studenten in den USA ergab, dass 34 Prozent zum Sex genötigt worden waren: 24 Prozent von Frauen, vier Prozent von Männern und sechs Prozent von beiden Geschlechtern. In zwölf Prozent aller Fälle wurde der sexuelle Kontakt durch Festhalten oder Fesseln, körperliche Einschüchterung und dem Androhen oder tatsächlichen Zufügen von Verletzungen erreicht. Die Autoren der Studie erwähnen, dass in Vergewaltigungs-Krisenzentren zehn bis zwanzig Prozent der Opfer männlich sind, halten es aber für gut möglich, dass die wahre Zahl männlicher Opfer höher ist: Acht von zehn vergewaltigten Männern berichteten jahrelang niemandem oder nur den engsten Freunden von diesem Vorfall (479, 93-111). In einer Folgestudie berichteten drei Jahre später über vier Prozent von männlichen Collegestudenten von einer Frau durch körperliche Gewalt (!) zum Sex gezwungen worden zu sein (480, 320).
- Eine Studie unter homosexuellen Paaren ergab, dass zwölf Prozent der schwulen Männer und 31 Prozent der lesbischen Frauen berichteten, von ihren momentanen oder früheren Partnern zum Sex gezwungen worden zu sein. Eine zweieinhalbmal so hohe Vergewaltigungsrate zwischen Frauen ist ein weiterer Beleg dafür, dass Vergewaltigungen wenig mit einem "Patriarchat" oder männlicher Biologie zu tun haben (67, 31). Auch werden lesbische Frauen nur geringfügig seltener von ihrer Partnerin vergewaltigt als heterosexuelle Frauen von ihrem Partner: sieben gegenüber neun Prozent (131, 146-147).
- Eine Untersuchung aus dem Jahre 1994 kam zu dem Ergebnis, dass bei 98 Prozent aller an Frauen begangenen Vergewaltigungen der Täter männlich war. Bei 66 Prozent aller an Männern verübten Vergewaltigungen war er weiblich (434).
Auf seiner auch ansonsten sehr lesenswerten Website über den Feminismus als hate-movement (der Fachausdruck für eine Bewegung, die sich aus dem Hass gegenüber bestimmten Gruppen der Bevölkerung konstituiert) analysiert der US-Amerikaner David Byron verschiedene kriminalistische Studien und kommt zu einem verblüffenden Ergebnis: Vergewaltigungen von Männern durch Frauen rutschen schon deshalb durch etliche Statistiken, weil eine Vergewaltigung immer wieder als "gewaltsame Penetration" definiert wird. Wenn eine Frau also einen Mann gewaltsam zum Sex zwingt, wird dies nur dann als Vergewaltigung kenntlich gemacht, wenn sie dabei mit einem Gegenstand in seinen Hintern eindringt. Akademische Geschlechterforscher beklagen derweil, dass in Befragungen zum Thema Vergewaltigung Frauen lediglich zu ihren Erfahrungen als Opfer und Männer lediglich zu ihren Erfahrungen als Täter interviewt werden (404a). All dies lasse ein mehr als schiefes Bild entstehen.
Aus der Schilderung verschiedener Fälle wird eines deutlich, das über die bloße Existenz von Vergewaltigerinnen hinausgeht: Ihre Taten werden oft entweder gar nicht erst bekannt, wenn doch, können sie nicht eingeordnet werden, werden verharmlost und nicht ernstgenommen. Wie Sie sich aus dem Kapitel über häusliche Gewalt erinnern, schildert Patricia Overberg als erste Reaktion auf das Thema "vergewaltigte Männer" Gelächter. Männer selbst neigen dazu, von Frauen ausgehende sexuelle Gewalt zu erotisieren. So bezeichneten mehr Männer als Frauen es als "einigermaßen reizvoll" zu einer sexuellen Handlung gezwungen zu werden (313, 188-191). In einer Studie aus dem Jahre 1988 wurden Studenten mehrere hypothetische Darstellungen einer höchst gewalttätigen und mit Waffen erzwungenen Gruppenvergewaltigung vorgelegt. Die Fälle waren identisch, nur das Geschlecht des Opfers und der Täter wechselte. Wenn das Opfer männlich war, wurde ihm weitaus eher unterstellt, den Vorfall mit herbeigeführt oder genossen zu haben – insbesondere von männlichen Studenten. Einer von ihnen fasste ihre Reaktion zusammen, indem er auf seinen Fragebogen "Manche Kerle haben das Glück gepachtet!" schrieb (135, 239). Auch solche Reaktionen gibt es bei weiblichen Opfern nicht.
Generell werden Frauen sexuelle Übergriffe eher zugestanden als Männern. Danach befragte Studenten antworteten zum Beispiel, dass es nicht zu akzeptieren sei, wenn ein Mann eine Frau ohne ihre Einwilligung küsse. Der umgekehrte Fall wurde als vertretbar und sogar als Kompliment bezeichnet (135, 331). Tatsächlich scheint sogar etwa ein Viertel aller männlichen Opfer sexueller Nötigung ihr Erlebnis als positiv zu bewerten. Offenbar, so spekulierte das Forscherpaar Struckmann-Johnson, bewerten es Männer generell als angenehme Erfahrung, mit einer Frau überhaupt engen Körperkontakt einzugehen, ohne zuvor Hunderte von Mark auslegen und monatelang betteln zu müssen. Verschiedene Faktoren, die zumindest den Selbsteinschätzungen der Studenten zufolge die Wahrnehmung eines solchen Erlebnisses als angenehm oder unangenehm beeinflussten, waren:
der Grad der von der Frau ausgeübten Gewalt,
der Grad, in dem die Frau dem Opfer als sexuell begehrenswert erschien,
ob die Täterin die Partnerin der männlichen Opfer war (wenn ja wurde ein aggressiveres Vorgehen ihrerseits als positiv bewertet),
die eigenen sexuellen Moralvorstellungen des Opfers.
Das Gesamtergebnis dieser Studie war, dass das Klischee vom sexuell allzeit bereiten Mann, der willenlos auf jedes sexuelle Angebot eingeht, nicht haltbar war. Viele Männer würden sich gegen einen entsprechenden Übergriff zur Wehr setzen, weil sie Sexualität nur in festen Beziehungen erleben wollten (480, 319-332).
Bei dieser Betrachtungsweise gehen die Grenzen zwischen sexueller Aggressivität, sexueller Nötigung und Vergewaltigung allerdings zunehmend verwischt. Männer, die de facto vergewaltigt wurden, sind durch diese Erfahrung in ähnlicher Weise aufgewühlt wie weibliche Opfer dieses Verbrechens und erleben dieselben spontanen und späteren Nachwirkungen und traumatischen Reaktionen. Dazu gehören die Einstellung sozialer Kontakte, sexuelle Funktionsstörungen wie Impotenz, Depressionen, Nervosität, Selbstmordneigung, Dissoziationen, ein geringes Selbstwertgefühl, Zweifel und Unsicherheit bezüglich der eigenen Sexualität, Abneigung gegen unerwartete Berührungen, Abneigung gegen Sexualität bis hin zu Übelkeit und Erbrechen sowie die Furcht, anderen davon zu erzählen (65a; 66, 2; 145, 150-151; 302, 45-46; 479, 93).
Männer haben allerdings zusätzlich damit zu kämpfen, dass die Gesellschaft wenig gewillt ist, sie als Opfer zu akzeptieren, schon gar nicht als Opfer einer Vergewaltigung durch eine Frau. Manchmal dauert es bis zu zehn Jahre, bis sie überhaupt anderen von ihrem Erlebnis berichten. In der Zwischenzeit schwindet ihre emotionale Stabilität, und sie sind weniger in der Lage, feste Beziehungen zu knüpfen. Viele Vergewaltigungszentren kümmern sich ähnlich wie die Zentren gegen häusliche Gewalt nur um weibliche Opfer. Nachdem eines von ihnen sich auch Männern öffnete, schnellte die Zahl der Männer, die dort um Hilfe suchten, binnen drei Jahren von anfangs null auf zehn Prozent. "Die Gesellschaft erkennt sexuelle Gewalt gegen Männer nicht an, weil es keine Institutionen gibt, die sich damit beschäftigen. Es gibt keine Zahlen, keine Daten, also existiert sie nicht." (427, 20-22). Es ist höchste Zeit, stellen Sexualforscher fest, dass von Frauen ausgehende sexuelle Gewalt von medizinischen, psychosozialen und juristischen Autoritäten erkannt und das dadurch entstandene Leiden der männlichen Opfer so besser verstanden und gelindert werden kann (8, 336).
Einer von der Zeitschrift "Focus" in Auftrag gegebenen Befragung zufolge, liegt hierzulande bei Vergewaltigungen die Zahl der weiblichen Opfer nur wenige Prozent über der Zahl männlicher Opfer. Besonders eng schließt sich die Schere in den neuen Bundesländern: Dort sind 1,3 Prozent der Männer und 2,6 Prozent der Frauen vergewaltigt worden; 1, 3 Prozent der Männer und 1,5 Prozent der Frauen haben sexuelle Nötigung erfahren (288, 14).
Dass eine Frau generell Mittäterin bei einer Vergewaltigung sein kann, erkannte im August 1999 immerhin das oberste Schweizer Gericht in Lausanne. Allerdings war im strittigen Fall das Opfer weiblich. Die Angeklagte hatte versucht, an den Sexismus der Richter zu appellieren und behauptet, sie als Frau könne sich dieses Verbrechens doch gar nicht schuldig gemacht haben. Zudem habe sie den stundenlangen Demütigungen des Opfers nur nackt und Zigaretten rauchend beigewohnt und lediglich ab und zu einen ihrer Komplizen stimuliert. Die Richter sahen den Fall anders und verurteilten die Angeklagte zu fünf Jahren Zuchthaus (494). Wenige Tage später wurde eine Frau vor einem Tribunal der UNO der Vergewaltigung (und des Völkermords) angeklagt: Es handelte sich dabei um die ehemalige ruandische Frauenministerin Pauline Nyiramasuhuko. (162).
Von ihrem Hintergrund her ähneln männliche und weibliche Vergewaltiger einander sehr. So haben auch vergewaltigende Frauen oft eine Vorgeschichte selbst erlittener sexueller Gewalt oder kommen aus gleichermaßen zerrütteten Familienverhältnissen (302, 53-58) und sind durchaus in der Lage, diese Negativerfahrungen mit derselben Brutalität an Dritte weiterzugeben wie Männer (66, 2). Sie zeigten auch dieselben Fehlbildungen ihrer Persönlichkeit auf wie männliche Vergewaltiger, etwa eine geringe Toleranzschwelle gegenüber Frustrationen, die Neigung, andere Menschen zu Objekten zu reduzieren und zu manipulieren, oder das Fehlen von Schuldgefühlen und Reue (302, 59). Nur zwei von 16 in einer Untersuchung befragten Vergewaltigerinnen wurden durch ihre Tat sexuell erregt, aber sieben nannten als Motive für ihre Angriffe "Wutgefühle, Rache, Macht, Eifersucht und zuvor erlittene Abweisung" (363, 191). Im Gegensatz dazu versuchten die in einer anderen Untersuchung befragten Täterinnen zu drei Vierteln, ihre Opfer zur Ejakulation zu bringen (302, 48). Eine Studie von Donald Cochran und Marjorie Brown über Vergewaltigerinnen kam zu dem Ergebnis, dass die Mehrheit der von ihnen untersuchten Frauen
zwischen 17 und 24 Jahren (55 Prozent) bzw. 25 und 32 Jahren (25 Prozent) alt waren,
außerdem Single (64,7 Prozent);
sie benutzten gelegentlich eine Waffe (27,3 Prozent)
ihre Opfer waren in der Regel Bekannte (46,2 Prozent)
sowie weiblich (76,5 Prozent)
und noch minderjährig – bis hinunter zu drei Jahren (57,1 Prozent).
Verurteilt wurden die weiblichen Vergewaltiger dieser Studie mit nur einer etwas geringeren Rate als männliche Täter. Wenn man dieses Ergebnis verallgemeinern könnte, ließe sich also zumindest hier nicht von einer Ungleichbehandlung der Geschlechter sprechen. Andererseits muss man im Auge behalten, dass die Untersuchungsgruppe ausschließlich aus Frauen bestand, gegen die überhaupt erst Anklage erhoben wurde. Ob vorher Opfer, Polizisten oder Staatsanwälte Vergewaltigungsvorwürfe gegen Frauen stärker herausfilterten als gegen Männer, lässt sich demnach nicht sagen (66, 2-8). Eine andere Studie über Sexualstraftäterinnen im Teenageralter ergab, dass ihre Taten überhaupt keine gesetzlichen Konsequenzen nach sich zogen (302, 59). ---
Ich für meinen Teil hätte in den siebziger Jahren nicht geschwiegen, als es darum ging, der Durchschnittsbevölkerung das Vorkommen von sexueller Gewalt gegen Mädchen und Frauen endlich in die Köpfe zu hämmern, und wenn sie zehnmal so bockig waren wie du, und ich werde heute nicht den Mund halten, wenn es darum geht, das Vorkommen sexueller Gewalt gegen Jungen und Männer anzusprechen. Es gibt genügend Leute, die für dieses Thema aufgeschlossen sind, und diese werden wir nach und nach erreichen, und genauso wie bei der Debatte um häusliche Gewalt durch Frauen wird es irgendwann auch zur nicht-akademischen Öffentlichkeit durchdringen.
Inzwischen doch leicht gereizte Grüße
Arne

Danke Arne, Du sprichst mir aus der Seele - und damit dieser tolle Artikel nicht im Archiv verkümmert, poste ich ihn gleich nochmal :-)

Vor x Jahren mußten Frauen sich rechtfertigen, warum sie es wagen zu behaupten, vergewaltigt worden zu sein ("Du wolltest es doch auch", "warum ziehst Du dich so an"...). Dieser Tomator erdreistet sich, Vergewaltigung so zu definieren, daß automatisch nur Männer vergewaltigen können und sagt dann "Ätsch,bätsch, gebt es doch endlich zu - es sind nur Männer, die vergewaltigen". Die Definitionshoheit, wem Gewalt angetan wird und welche Art Gewalt auch wirklich Gewalt ist, liegt aber nicht bei Feminsten und Feministinnen und deren Hofhunden! Ich spendiere freiwillig dieser Tomate einen Flug nach Bagdad, dort darf er dann auf dem Marktplatz lauthals verkünden, daß die Männer im Gefängniss nicht mißbraucht und vergewaltigt wurden, weil ihr Penis ja steif war - für ihn ein deutliches Zeichen, daß die ihren Heidenspaß hatten.
Was ist schlimmer: Die Täter oder diese Unterstützer und Mitläufer?

Mir sind im meinem Leben schon so viele mißbrauchte Jungen begegnet, daß ich noch nicht mal die Spucke für derlei Genossen zusammenkriege, die den Jungs auch noch einreden wollen, daß sie bestimmt ihren Spaß daran hatten.

Re: Vergewaltigungen durch Frauen

JehKeh, Tuesday, 25.05.2004, 15:46 (vor 7927 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: Vergewaltigungen durch Frauen von Odin am 25. Mai 2004 11:57:45:

Hi Odin!

Etwas was meiner Meinung nach noch zu Tomator gesagt werden muß ...
Er schrieb:

> > Warum muß man dann so tun, als wenn Männer da genauso Opfer sind? Das macht es Männern wie mir, die sich keiner Seite zugehörig fühlen, schwer, euch Männerrechtler, was nicht ernstnehmbarkeit betrifft, von den Radikalemanzen zu unterscheiden.

Wer so tut, als wäre er als erwachsener Mann von der Gefahr vergewaltigt zu werden genauso betroffen wie eine Frau, der spricht definitiv nicht für mich. Dem traue ich auch auf anderen Gebieten kaum angemessene Standpunkte zu.[/i]

Okay, spätestens an dieser Stelle finde ich SEHR STARK, daß Tomator in den Emmalein-Troll-Modus verfiel. Ich kann mich gerade nicht erinnern, daß das Gros der Leute hier von "genauso Opfer" gesprochen hätte (wenn überhaupt jemand das getan hat!).

Er kam hier an und bezweifeltete stark schon allein die MÖGLICHKEIT des Vorgangs (Vergewaltigung eines Mannes durch Frauen) an sich. Daraufhin wurden ihm diverse "Tips" und Verweise auf Berichte dazu gegeben.

Und nun auf einmal soll "das Forum" behauptet haben, daß Vergewaltigungen von Männern durch Frauen "genauso" (oft) passieren, wie Vergewaltigungen von Frauen durch Männer? Das stimmt doch so nicht; das hat er sich ausgedacht bzw.(absichtlich?) mißverstanden - EMT (Emmalein-Troll-Mode) eben ...

Und WENN eine solche Vergewaltigung wirklich nur einmal auf dieser Welt passiert sein SOLLTE, dann ist sie immer noch der Rede wert!

mfg.

Re: Vergewaltigungen durch Frauen

Maki, Tuesday, 25.05.2004, 18:00 (vor 7927 Tagen) @ JehKeh

Als Antwort auf: Re: Vergewaltigungen durch Frauen von JehKeh am 25. Mai 2004 12:46:31:

Tatsache ist aber, dass Frauen eindeutig öfter Opfer einer Vergewaltigung werden, als Männer. Wobei die Täter auch öfter Männer sind (Knast, usw.) Und das könnt ihr drehen und wenden wie ihr wollt, ändert tut sich trotzdem nichts!

Re: Vergewaltigungen durch Frauen

Odin, Tuesday, 25.05.2004, 18:09 (vor 7927 Tagen) @ Maki

Als Antwort auf: Re: Vergewaltigungen durch Frauen von Maki am 25. Mai 2004 15:00:34:

Tatsache ist aber, dass Frauen eindeutig öfter Opfer einer Vergewaltigung werden, als Männer. Wobei die Täter auch öfter Männer sind (Knast, usw.) Und das könnt ihr drehen und wenden wie ihr wollt, ändert tut sich trotzdem nichts!

Bist Du ein Anhänger der These: "Schon ein begehrender Blick ist eine Vergewaltigung der Frau"?

Re: Vergewaltigungen durch Frauen

Maki, Tuesday, 25.05.2004, 18:37 (vor 7927 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: Vergewaltigungen durch Frauen von Odin am 25. Mai 2004 15:09:36:

an alle Beide: Ihr unterstellt mir Sachen, die kilometerweit an der Realität vorbeigehen. Ich bin absolut der Meinung, dass der Opferschutz im Vordergrund stehen muss. Ich halte auch Männer nicht besser oder schlechter als Frauen. Wir sind in erster Linie Menschen, mit Fehlern und positiven Eigenschaften.

Re: Vergewaltigungen durch Frauen

Nick, Tuesday, 25.05.2004, 18:42 (vor 7927 Tagen) @ Maki

Als Antwort auf: Re: Vergewaltigungen durch Frauen von Maki am 25. Mai 2004 15:37:17:

an alle Beide: Ihr unterstellt mir Sachen, die kilometerweit an der Realität vorbeigehen. Ich bin absolut der Meinung, dass der Opferschutz im Vordergrund stehen muss. Ich halte auch Männer nicht besser oder schlechter als Frauen. Wir sind in erster Linie Menschen, mit Fehlern und positiven Eigenschaften.

In Ordnung, war keine Unterstellung, sondern eine Frage, die nahelag - nicht wegen dir ("dich" kennt ja keiner :-)) - sondern wegen des Verlaufs der Diskussion und der gesellschaftlichen "Gewissheiten" in diesen Fragen. Die sind sehr wohl gender-rassistisch.

Gruß vom
Nick

Re: Vergewaltigungen durch Frauen

Maki, Wednesday, 26.05.2004, 02:10 (vor 7927 Tagen) @ Nick

Als Antwort auf: Re: Vergewaltigungen durch Frauen von Nick am 25. Mai 2004 15:42:15:

an alle Beide: Ihr unterstellt mir Sachen, die kilometerweit an der Realität vorbeigehen. Ich bin absolut der Meinung, dass der Opferschutz im Vordergrund stehen muss. Ich halte auch Männer nicht besser oder schlechter als Frauen. Wir sind in erster Linie Menschen, mit Fehlern und positiven Eigenschaften.

In Ordnung, war keine Unterstellung, sondern eine Frage, die nahelag - nicht wegen dir ("dich" kennt ja keiner :-)) - sondern wegen des Verlaufs der Diskussion und der gesellschaftlichen "Gewissheiten" in diesen Fragen. Die sind sehr wohl gender-rassistisch.
Gruß vom
Nick

Findest du nicht auch krass, dass der "Geschlechterkrieg auf den Rücken der Opfer ausgetragen wird?

grüße
Maki

Re: Vergewaltigungen durch Frauen

Nick, Wednesday, 26.05.2004, 02:17 (vor 7927 Tagen) @ Maki

Als Antwort auf: Re: Vergewaltigungen durch Frauen von Maki am 25. Mai 2004 23:10:24:

Kriege werden immer auf dem Rücken (oder Schlimmerem) ihrer Opfer ausgetragen.

Das ist kraß, ja...

Nick

Re: Vergewaltigungen durch Frauen

Odin, Tuesday, 25.05.2004, 19:47 (vor 7927 Tagen) @ Maki

Als Antwort auf: Re: Vergewaltigungen durch Frauen von Maki am 25. Mai 2004 15:37:17:

an alle Beide: Ihr unterstellt mir Sachen, die kilometerweit an der Realität vorbeigehen. Ich bin absolut der Meinung, dass der Opferschutz im Vordergrund stehen muss. Ich halte auch Männer nicht besser oder schlechter als Frauen. Wir sind in erster Linie Menschen, mit Fehlern und positiven Eigenschaften.

Sorry, bin eigentlich auf jemanden anders sauer :-)

Also nochmal von vorne, als wäre nix gewesen:
Ich hab Dir eine Frage gestellt - ein wenig übertrieben, aber sie trifft den Kern: Wie definierst Du Vergewaltigung?
Per Gesetz ist es ein eigens für Männer geschaffener Paragraph, ähnlich dem des Exibitionismusparagraphen, daher KANN er auch nur zu 100% (und nicht "in der Mehrzahl") Männer betreffen.
Ich denke aber, wir definieren hier nicht juristisch, sondern begreifen "Vergewaltigung" hier als "sexullen Mißbrauch".
Laut Statistik betrifft dieser in sehr vielen Fällen Frauen und Mädchen, aber auch in vielen Fällen Jungen und in einzelnen Fällen auch Männer. Statistiken ändern sich, das weißt Du. Es ist also die Frage, was die Bevölkerung als Mißbrauch anerkennt, nicht die Frage nach tatsächlichem Mißbrauch.
Mißbrauch an Jungen wird gewissermaßen gerade erst entdeckt. Die Zahlen werden also bald in die Höhe schnellen. Mißbrauch an Männern muß erst entdeckt werden - von den Frauen, aber genauso von den Männern, die beinahe panische Angst kriegen - wie Du hier im Forum nachlesen kannst - wenn ihre Verletzbarkeit angesprochen wird. Dann verstecken sie sich oft hinter Sprüchen und machen sich über das Thema lustig. Ein nachdenken wäre bestimmt zu schmerzhaft und würde die stabile Fassade einbrechen lassen.

Bingo!

Arne Hoffmann, Tuesday, 25.05.2004, 19:56 (vor 7927 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: Vergewaltigungen durch Frauen von Odin am 25. Mai 2004 16:47:31:

... genauso von den Männern, die beinahe panische Angst kriegen - wie Du hier im Forum nachlesen kannst - wenn ihre Verletzbarkeit angesprochen wird. Dann verstecken sie sich oft hinter Sprüchen und machen sich über das Thema lustig. Ein nachdenken wäre bestimmt zu schmerzhaft und würde die stabile Fassade einbrechen lassen.

Und EXAKT das ist der Punkt!

Hätte ich (oder ein anderer) eigentlich längst schon so klar aussprechen müssen.

Das Thema bleibt tabu, weil Frauen zuviel Angst haben, dass sie als Opfer zu kurz kommen könnten, und weil Männer ihre Angst und ihre Verletzlichkeit ums Verrecken nicht zulassen wollen. Es kommt dann zur Abwehr in Form von Aggression.

Arne

Re: Vergewaltigungen durch Frauen ... noch ein Aspekt

Eugen Prinz, Tuesday, 25.05.2004, 20:01 (vor 7927 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: Vergewaltigungen durch Frauen von Odin am 25. Mai 2004 16:47:31:

Also wenn wir schon bei den Definitionen sind: Es stört mich ohnehin, dass wir auch beim Thema "Vergewaltigung" jahrtausendelang den Frauen das Meinungsmonopol überlassen haben.

Das funktioniert natürlich nur, solange "Vergewaltigung" völlig einseitig sexuell definiert wird. Vergewaltigung wird aber selbst durch das Gesetz inzwischen weiter gefasst, nämlich als Verstoß gegen die sexuelle Selbstbestimmung eines Menschen.

Daraus ergibt sich: Der Mann, dem gegen seinen Willen ein Kind "angehängt" wird, oder dem gegen sein Wissen ein Kind "untergeschoben" wird, erlebt eine weit schlimmere Vergewaltigung, als eine Frau durch einen unerwünschten Geschlechsverkehr, denn diese Vergewaltigung des Mannes erstreckt sich oft mit dramatischen materiellen und psychischen Konsequenzen, sogar für die Kinder, über ganze Lebensabschnitte hin.

Was soll mich da das Vergewaltigungsgeschrei einer Frau kümmern?! - sag ich mal so provokant...

Re: Vergewaltigungen durch Frauen ... noch ein Aspekt

Arne Hoffmann, Tuesday, 25.05.2004, 22:04 (vor 7927 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Re: Vergewaltigungen durch Frauen ... noch ein Aspekt von Eugen Prinz am 25. Mai 2004 17:01:49:

Daraus ergibt sich: Der Mann, dem gegen seinen Willen ein Kind "angehängt" wird, oder dem gegen sein Wissen ein Kind "untergeschoben" wird, erlebt eine weit schlimmere Vergewaltigung, als eine Frau durch einen unerwünschten Geschlechsverkehr, denn diese Vergewaltigung des Mannes erstreckt sich oft mit dramatischen materiellen und psychischen Konsequenzen, sogar für die Kinder, über ganze Lebensabschnitte hin.

Esther Vilar bezeichnet das übrigens als "passive Vergewaltigung" (aber das nur am Rande).

Arne

Re: Vergewaltigungen durch Frauen ... noch ein Aspekt

Odin, Tuesday, 25.05.2004, 23:24 (vor 7927 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Re: Vergewaltigungen durch Frauen ... noch ein Aspekt von Eugen Prinz am 25. Mai 2004 17:01:49:

Also wenn wir schon bei den Definitionen sind: Es stört mich ohnehin, dass wir auch beim Thema "Vergewaltigung" jahrtausendelang den Frauen das Meinungsmonopol überlassen haben.
Das funktioniert natürlich nur, solange "Vergewaltigung" völlig einseitig sexuell definiert wird. Vergewaltigung wird aber selbst durch das Gesetz inzwischen weiter gefasst, nämlich als Verstoß gegen die sexuelle Selbstbestimmung eines Menschen.

Ich habe leider noch ein altes Band des Stgb vor mir. Da heißt es noch: Wenn ein Mann eine Frau....

Kannst Du mir mal den neuen Paragraphen (177 glaub ich) abtippen? Und - aus welchem Jahr stammt die neuere Definition?

Re: Vergewaltigungen durch Frauen ... noch ein Aspekt

Eugen Prinz, Wednesday, 26.05.2004, 00:07 (vor 7927 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: Vergewaltigungen durch Frauen ... noch ein Aspekt von Odin am 25. Mai 2004 20:24:02:

Das funktioniert natürlich nur, solange "Vergewaltigung" völlig einseitig sexuell definiert wird. Vergewaltigung wird aber selbst durch das Gesetz inzwischen weiter gefasst, nämlich als Verstoß gegen die sexuelle Selbstbestimmung eines Menschen.

Ich habe leider noch ein altes Band des Stgb vor mir. Da heißt es noch: Wenn ein Mann eine Frau....
Kannst Du mir mal den neuen Paragraphen (177 glaub ich) abtippen? Und - aus welchem Jahr stammt die neuere Definition?

Das ist kein bestimmter Paragraph, sondern ein Sammelbegriff für alle möglichen Arten von sexuell bedingten Verstößen.

Re: Vergewaltigungen durch Frauen ... noch ein Aspekt

Odin, Wednesday, 26.05.2004, 03:58 (vor 7927 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Re: Vergewaltigungen durch Frauen ... noch ein Aspekt von Eugen Prinz am 25. Mai 2004 21:07:44:

Das funktioniert natürlich nur, solange "Vergewaltigung" völlig einseitig sexuell definiert wird. Vergewaltigung wird aber selbst durch das Gesetz inzwischen weiter gefasst, nämlich als Verstoß gegen die sexuelle Selbstbestimmung eines Menschen.

Ich habe leider noch ein altes Band des Stgb vor mir. Da heißt es noch: Wenn ein Mann eine Frau....
Kannst Du mir mal den neuen Paragraphen (177 glaub ich) abtippen? Und - aus welchem Jahr stammt die neuere Definition?

Das ist kein bestimmter Paragraph, sondern ein Sammelbegriff für alle möglichen Arten von sexuell bedingten Verstößen.

Nein, ich meine den §177 Stgb - Vergewaltigung. Bei mir heißt es da: "Wer eine FRAU mit Gewalt oder durch Drohung....zum Beischlaf...."
Wunderlicherweise trifft der nur auf MÄNNER zu :-)
(Kreisch! Mischa! Ein ganzer Paragraph, der nur Männer als Verbrecher beeinhaltet...! :-)

Wie heißt die neue Version? Hast Du die? Angeblich soll die jetzt geschlechtsneutraler sein? Oder irre ich da?

Re: Vergewaltigungen durch Frauen ... noch ein Aspekt

Eugen Prinz, Wednesday, 26.05.2004, 09:26 (vor 7927 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: Vergewaltigungen durch Frauen ... noch ein Aspekt von Odin am 26. Mai 2004 00:58:08:

Nein, ich meine den §177 Stgb - Vergewaltigung. Bei mir heißt es da: "Wer eine FRAU mit Gewalt oder durch Drohung....zum Beischlaf...."
Wunderlicherweise trifft der nur auf MÄNNER zu :-)
(Kreisch! Mischa! Ein ganzer Paragraph, der nur Männer als Verbrecher beeinhaltet...! :-)
Wie heißt die neue Version? Hast Du die? Angeblich soll die jetzt geschlechtsneutraler sein? Oder irre ich da?

Ja, diese Paragraphen wurden oberflächlich "geschlechtsneutralisiert". Allerdings wird durchweg von dem Täter gesprochen.

Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung (§§ 174 - 184f)
§ 177
Sexuelle Nötigung; Vergewaltigung
(1) Wer eine andere Person
1. mit Gewalt,
2. durch Drohung mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben oder
3. unter Ausnutzung einer Lage, in der das Opfer der Einwirkung des Täters schutzlos ausgeliefert ist...

Zu finden z.B. hier
http://dejure.org/gesetze/StGB/177.html

schönen Gruß vom "Möchtenichtgernjurist" ;-)

Re: Vergewaltigungen durch Frauen ... noch ein Aspekt

Odin, Wednesday, 26.05.2004, 20:50 (vor 7926 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Re: Vergewaltigungen durch Frauen ... noch ein Aspekt von Eugen Prinz am 26. Mai 2004 06:26:23:

schönen Gruß vom "Möchtenichtgernjurist" ;-)

Ich dachte, Du bist schon "Möchtegernintellektueller"? :-)

Re: Vergewaltigungen ...

Eugen Prinz, Wednesday, 26.05.2004, 23:38 (vor 7926 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: Vergewaltigungen durch Frauen ... noch ein Aspekt von Odin am 26. Mai 2004 17:50:13:

>schönen Gruß vom "Möchtenichtgernjurist" ;-)
Ich dachte, Du bist schon "Möchtegernintellektueller"? :-)

also zu Klärung (falls es überhaupt interessiert): Ich bin Intellektueller, da gibt es kein zurück, und ich weiß auch was das bedeutet. Jurist bin ich keiner, weder möchte noch gerne, aber ich kann "google", dafür bin ich ein schlechter Graecist, ein dilettierender Etymologe, ein ausgesprochen Xenophiler, schon fast xenoman, und was aus irgendeinem Winkel des Internet an frugalen Imponderabilien über mich verbreitet wird, geht mir natürlich am Aaaaa... was für ein schreckliches Wort ... tangiert mich nur peripher. ;-)

Erzähl mal, was ist denn aus deinem Kasten Bier vom Vatertag geworden, bzw. aus den Leuten, die sich darum versammelt haben?

Echt neugierig, Eugen

Re: Vergewaltigungen ...

ChrisTine, Thursday, 27.05.2004, 00:27 (vor 7926 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Re: Vergewaltigungen ... von Eugen Prinz am 26. Mai 2004 20:38:10:

Erzähl mal, was ist denn aus deinem Kasten Bier vom Vatertag geworden, bzw. aus den Leuten, die sich darum versammelt haben?

pruuuuuust...

muß interessant gewesen sein, immerhin ward unser Odin ein paar Tage nicht im Forum gesehen.. äh.. gelesen.

Re: Vergewaltigungen ...

Odin, Thursday, 27.05.2004, 03:00 (vor 7926 Tagen) @ ChrisTine

Als Antwort auf: Re: Vergewaltigungen ... von ChrisTine am 26. Mai 2004 21:27:09:

Erzähl mal, was ist denn aus deinem Kasten Bier vom Vatertag geworden, bzw. aus den Leuten, die sich darum versammelt haben?

pruuuuuust...
muß interessant gewesen sein, immerhin ward unser Odin ein paar Tage nicht im Forum gesehen.. äh.. gelesen.

LOL, nein, alles halb so wild.
Wir hatten eine tolle Vatertagsfeier mit insgesamt 15 Personen und haben etwa 45 Euro für den VAfK reingesoff... ich meine gespendet :-)
Alle waren begeistert und wir sind motiviert für die nächste Feier. Jetzt ist ein Fahrradausflug für Väter und Kinder im Gespräch.

Der Grund meines Schweigens liegt aber daran, daß ich übers Wochenende in Nürnberg war auf einem Seminar. Am Sonntag war ich zurück, aber irgendwie konnte ich den ganzen Tag nicht auf das Forum zugreifen. Ich dachte schon, euch gibts nicht mehr. Erst am Montag gings wieder.

Defekt

Norbert, Thursday, 27.05.2004, 17:17 (vor 7925 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: Vergewaltigungen ... von Odin am 27. Mai 2004 00:00:03:

Hi

Der Grund meines Schweigens liegt aber daran, daß ich übers Wochenende in Nürnberg war auf einem Seminar.

Hoffentlich war's gut.

Am Sonntag war ich zurück, aber irgendwie konnte ich den ganzen Tag nicht auf das Forum zugreifen. Ich dachte schon, euch gibts nicht mehr. Erst am Montag gings wieder.

Ging mir auch so.
Die f25-Maschine war defekt, siehe Parsimony-Status.

Gruß
Norbert

Re: Vergewaltigungen durch Frauen ... noch ein Aspekt

Maki, Wednesday, 26.05.2004, 01:14 (vor 7927 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Re: Vergewaltigungen durch Frauen ... noch ein Aspekt von Eugen Prinz am 25. Mai 2004 17:01:49:

Du bist also der Meinung, dass körperliche Gewalt weniger schlimm ist, als finazielle Einbußen? Ich wußte nicht, dass man durch letzeres ein psychisches Trauma erleiden kann...
Ich bin der Meinung, dass immer 2 Menschen für die Zeugung eines Kindes verantwortlich sind. Jeder hat das Recht, auf Verhütung zu pochen. Wenn das einer von beiden (egal welches Geschlecht) nicht rafft, dann tuts mir leid.

Re: Vergewaltigungen durch Frauen ... noch ein Aspekt

Nick, Wednesday, 26.05.2004, 01:51 (vor 7927 Tagen) @ Maki

Als Antwort auf: Re: Vergewaltigungen durch Frauen ... noch ein Aspekt von Maki am 25. Mai 2004 22:14:05:

Du bist also der Meinung, dass körperliche Gewalt weniger schlimm ist, als finazielle Einbußen? Ich wußte nicht, dass man durch letzeres ein psychisches Trauma erleiden kann...
Ich bin der Meinung, dass immer 2 Menschen für die Zeugung eines Kindes verantwortlich sind. Jeder hat das Recht, auf Verhütung zu pochen. Wenn das einer von beiden (egal welches Geschlecht) nicht rafft, dann tuts mir leid.

Hi Maki,

und was ist, wenn einer umsonst pocht?
...weil eine jede Möglichkeit hat, die Pille zu "vergessen"
...oder zu behaupten, sie hätte "versagt"
...oder überhaupt nichts zu sagen und "ihn" damit konfrontiert, daß er jetzt Vater werde
...was aber vielleicht nur so von ihr gemeint ist, daß "er" zahlen und die Schneuze halten soll

Was ist, wenn die Gewährung von Umgangsrecht mit seinem Kind allein von ihrer Gunst abhängt?

Was ist, wenn der Gesetzgeber und die Rechtssprechung "ihr" alle Rechte dabei geben und sie "ihm" systematisch verweigern?

Ist das dann in deinen Augen alles nur eine Frage von "finanziellen Einbußen"?

Rede mal mit einem entsorgten Vater.
Im Internet kannst du so ein Gespräch ersteigern.
index.php?id=29709

Fragen über Fragen...

Gruß vom
Nick

Ach, mal wieder die Pille

Anti-Sexistin, Wednesday, 26.05.2004, 11:37 (vor 7926 Tagen) @ Nick

Als Antwort auf: Re: Vergewaltigungen durch Frauen ... noch ein Aspekt von Nick am 25. Mai 2004 22:51:57:

Pille, Pille, Pille,

Nick, Du unterstellst sehr deutlich, daß

a) Verhütung Frauensache ist
b) es nur die Pille gibt.

Mal zur Inof und damit Du nicht so viel gooogeln mußt:

es gibt mehrere Verhütungsmittel, die einen genauso hohen PERL-Index haben wie die Pille und an die "frau" nicht täglich denken muß. Hierunter fallen z.B. die Dreimonatsspitze, der Verhütungsring (muss monatlich gewechselt werden), die Spirale (z.B. Mirena - leider sind Spiralen oft nur bei Frauen einsetzbar, die schon Kinder geboren haben, aber sonst sehr zu empfehlen, nur die Zwischenblutungen im ersten halben Jahr, die fast alle Frauen haben, sind nicht so schön) und das Gelbkörperhormon, das unter den Bizeps gesetzt wird und drei Jahre lang wirksam ist. Die neueste Verhütungsrevolution ist ein Verhütungsplaster, das auf der Haut getragen wird. Auch hieran muss nicht täglich gedacht werden.

Sollte eine Frau die Verhütungsmittel nicht vertragen, immerhin handelt es sich dabei nun mal um einen langfristigen biochemischen Eingriff in die Körperchemie und das enkrinische System, wobei fraglich ist, ob das dann den Spaß wert ist, können auch Männer aktiv verhüten. Ein Kondom tut es auch. Kondome sind sehr viel besser geworden, seit sie als HIV-Prävention eingesetzt werden und sollte tatsächlich mal eins durchgehen, dann gibt es die "Pille danach", die allerdings eine heftiger Hormonklutsche ist, da Mikropille.

Sollte also ein Paar verhütungstechnisch keinen für bei zufriedenstellenden Kompromiss finden, kann das nicht allein der Frau angelastet werden.

Die Pille ist trotz selben PERL-Index wie Verhütungsring, -verhütungspflaster, Geldkörperhormon und Dreimonatsspritze, hat sie eben noch (von Pille zu Pille verschieden) noch Nebenindikationen, die ihre Wirkung schwächen können. Z.B. läßt durch die Einnahme von Antibiotika die Wirkung der Pille für Wochen aussetzen. Da wird frau locker schwanger und sollte sie nicht schon Jahre lang geübt mit der Pille sein, vergißt sie mitunter, was in der Packungsbeilage steht. Ein verantwortlicher Mann kann sich überall im Inertnet und bei Ärtzen über die Vor- und Nachteile von Verhütungsmitteln informieren. Und es ist völlig ethisch von einem Mann auch vorzuschlagen, auf bessere Verhütungsmittel umzustiegen, sofern sie natürlich seine Freundin verträgt.

Und noch was zur Pille: die meisten Pillen erfordern nach ca. 2 Jahren Einnahme eine Pillenpause von max. einem Jahr, da sie sonst langfristig der Gesundheit schaden. Solche Hormonzusätze sind nicht für die durchgängige, jahrelange Einnahme da. Die meisten Paare, die heute zur künstlichen Befruchtung rennen, sind Paare, bei denen die Frau ohne Pause die Pille geschlcukt hat bis zur selbstgemachten Unfruchtbarkeit. Auch hier wäre mal verantwortlich, partnerschaftlich und ethisch von Männern, keine Allergie vor der Pillenpause zu zeigen, sondern einfach mal von sich aus Verhütungsalternativen anzubieten. Es dürfte nur im Interesse der Männer, der Partnerin und der Beziehung selbst liegen. Es gibt ausreichend Vehütungsmittel, die akut eingesetzt werden können. Und im Übrigen ist nicht nur partnerschaftlich, wenn sich Männer auch mal über Verhütung informierten, sondern da auch mit Verantwortung tragen, indem sie z.B. mit zum Frauenarztgespräch gehen und auch die Kosten für die Verhütungsmittel mit ihrer Partnerin teilten (zumindest in Beziehungen, für Frauen, die Singles sind, ist selbstredend zu erwarten, daß sie sich selbst auch darum kümmern).

Und damit Männer auch mal in der Lage sind, sich über Verhütung und damit auch um etwas Selbstverantwortung zu bemühen, hier noch ein guter Link über die neueren Verhütungsmethoden (für Frauen) samt PERL-Indices:

http://www.unverdorben.org/info/verhuetung/perl_index.html

Anti-Sexistin

Re: Ach, mal wieder die Pille

Eugen Prinz, Wednesday, 26.05.2004, 14:06 (vor 7926 Tagen) @ Anti-Sexistin

Als Antwort auf: Ach, mal wieder die Pille von Anti-Sexistin am 26. Mai 2004 08:37:28:

Auch hier wäre mal verantwortlich, partnerschaftlich und ethisch von Männern, keine Allergie vor der Pillenpause zu zeigen, sondern einfach mal von sich aus Verhütungsalternativen anzubieten. Es dürfte nur im Interesse der Männer, der Partnerin und der Beziehung selbst liegen. Es gibt ausreichend Vehütungsmittel, die akut eingesetzt werden können. Und im Übrigen ist nicht nur partnerschaftlich, wenn sich Männer auch mal über Verhütung informierten, sondern da auch mit Verantwortung tragen, indem sie z.B. mit zum Frauenarztgespräch gehen und auch die Kosten für die Verhütungsmittel mit ihrer Partnerin teilten (zumindest in Beziehungen, für Frauen, die Singles sind, ist selbstredend zu erwarten, daß sie sich selbst auch darum kümmern).
[quote]Und damit Männer auch mal in der Lage sind, sich über Verhütung und damit auch um etwas Selbstverantwortung zu bemühen, hier noch ein guter Link über die neueren Verhütungsmethoden (für Frauen) samt PERL-Indices:
http://www.unverdorben.org/info/verhuetung/perl_index.html
Anti-Sexistin
[/quote]

"auch mal" ... eine der wichtigsten Temporal-Invektiven der feministischen Dialektik.

Männer sollen sich "auch mal" Gedanken über Verhütung machen. Sie sollen nicht sorglos rumvögeln, sondern sie sollen neurotisiert werden: "Hat sie... kann sie... will sie..." Das ist der ganze Hintergrund deiner Sexualpädagogik.

Die Praxis sieht völlig anders aus. Nur Frauen können Kinder bekommen, und ein großer Teil sorgt in realistischer Einschätzung dieser Tastache selber vor und verlässt sich nicht auf Männer.
Ein anderer Teil stümpert in Verhütungsfragen grässlich rum (jedes Jahr hunderttausende von Abtreibungen).
Dagegen lassen sich jedes Jahr bald hunderttausend Männer sterilisieren. Die hast du wohl vergessen.

Der Mann solle mit zum Frauenarzt gehen - die absolute Lachnummer. Kannst du mal verraten, was er dort soll, außer vielleicht sich Schuldgefühle machen zu lassen?

Es ist schon klar, worauf solche Vorschläge hinauslaufen: Dem Mann soll die alleinige Verantwortung für den der Frau genehmen Ablauf der sexuellen Begegnung auferlegt werden.

Das funktioniert natürlich nicht - leider oder Gott sei Dank, wie man´s nimmt.

Re: Ach, mal wieder die Pille

Maki, Wednesday, 26.05.2004, 23:16 (vor 7926 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Re: Ach, mal wieder die Pille von Eugen Prinz am 26. Mai 2004 11:06:16:

Ohne Gummi ---> kein Fick, so einfach kann's gehen. Nur weil die Frauen die Kinder kriegen, heißt es doch noch lange nicht, dass sie auch die alleinige Verantwortung übernehmen. Immerhin wollt ihr auch ficken. Da sollte vielleicht nicht zu zeitig das Hirn ausgeschaltet werden.

Re: Ach, mal wieder nicht die Pille...

Eugen Prinz, Thursday, 27.05.2004, 00:12 (vor 7926 Tagen) @ Maki

Als Antwort auf: Re: Ach, mal wieder die Pille von Maki am 26. Mai 2004 20:16:43:

Ohne Gummi ---> kein Fick, so einfach kann's gehen. Nur weil die Frauen die Kinder kriegen, heißt es doch noch lange nicht, dass sie auch die alleinige Verantwortung übernehmen. Immerhin wollt ihr auch ficken. Da sollte vielleicht nicht zu zeitig das Hirn ausgeschaltet werden.

...schon besser ;-)

Das blöde ist nur: In diesem Punkte kann man die "Verantwortung" entweder nur ganz oder garnicht übernehmen. Halb verhütet ist auch daneben. Wenn ich dich richtig verstehe, dann wollen Frauen die Verantwortung nicht alleine, sondern vielleicht nur zur Hälfte übernehmen. Wie soll das gehen? Nur jede zweite Pille einnehmen...? Nein, mein Eindruck ist, dass Frauen nicht unglücklich darüber sind, dass sie die alleinige Kontrolle über ihre Fruchtbarkeit haben. Wenn sie Männer daran "beteiligen" wollen und deren "Verantwortung" einfordern, dann nicht um Kontrolle an die Männer abzugeben. Für Frauen scheint die Verhütungsfrage vielmehr ein wichtiger Baustein ihrer Domestizierungsbemühungen zu sein.

Re: Ach, mal wieder nicht die Pille...

Maki, Thursday, 27.05.2004, 01:48 (vor 7926 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Re: Ach, mal wieder nicht die Pille... von Eugen Prinz am 26. Mai 2004 21:12:43:

Glaub mir, es gibt viele Frauen, die die Pille nur nehmen, weil "er" sich weigert ein "Hütchen" anzuziehen.

Aber zum Thema Unterhalt: es sollte wirklich geregelt werden, dass eine Frau einem Mann nicht mit einem Kind abzocken kann. Ich weiß, dass Frauen nicht die besseren Menschen sind. (Ich denke, dass sie weltpolitisch nur nie soviel Macht besaßen, um so einen Mist zu verzapfen, wie manch Mann) Wir sind alles nur Menschen mit Stärken und Schwächen, da spielt das Geschlecht, sowie die Hautfarbe keine Rolle.

Re: Ach, mal wieder nicht die Pille...

Eugen Prinz, Thursday, 27.05.2004, 02:31 (vor 7926 Tagen) @ Maki

Als Antwort auf: Re: Ach, mal wieder nicht die Pille... von Maki am 26. Mai 2004 22:48:45:

Glaub mir, es gibt viele Frauen, die die Pille nur nehmen, weil "er" sich weigert ein "Hütchen" anzuziehen.

Ja, das betrifft die praktische Ebene. Da sieht sowieso alles ganz anders aus. Es urde untersucht, wie junge Leute zu Präsern stehen. Dass die Jungs dagegen waren, kann nicht verwundern. Versuch mal mit Handschuhen Blindenschrift zu lesen...

Interessanterweise hatten aber auch die Mädels erhebliche Vorbehalte: "Stört die Spontaneität..."

Aber zum Thema Unterhalt: es sollte wirklich geregelt werden, dass eine Frau einem Mann nicht mit einem Kind abzocken kann. Ich weiß, dass Frauen nicht die besseren Menschen sind. (Ich denke, dass sie weltpolitisch nur nie soviel Macht besaßen, um so einen Mist zu verzapfen, wie manch Mann)

Also, Troja wurde von zehntausend Männern geschleift ... wegen einer Frau ;-)

Gute Nacht, Eugen

Re: Ach, mal wieder nicht die Pille...

Maki, Thursday, 27.05.2004, 02:40 (vor 7926 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Re: Ach, mal wieder nicht die Pille... von Eugen Prinz am 26. Mai 2004 23:31:04:

Also, Troja wurde von zehntausend Männern geschleift ... wegen einer Frau ;-)
Gute Nacht, Eugen

Ich kann Helena verstehen, Menelaos hat ja schon geschimmelt. Und um den Staatsschatz, den sie hat mitgehenlassen, gings auch überhaupt nicht ;)
Mal im Ernst, ob es Troja überhaupt gegeben hat und vor allem ob es Schliemann überhaupt gefunden hat ist auch nicht sicher. Ich habe da mal einen interessanten Artikel (in der GEO?) gelesen, dass es dort keine Spuren von so einem gewaltigen Krieg gegeben hat.

Gruß
Maki

Re: Ach, mal wieder nicht die Pille...

Odin, Friday, 28.05.2004, 00:17 (vor 7925 Tagen) @ Maki

Als Antwort auf: Re: Ach, mal wieder nicht die Pille... von Maki am 26. Mai 2004 22:48:45:

Glaub mir, es gibt viele Frauen, die die Pille nur nehmen, weil "er" sich weigert ein "Hütchen" anzuziehen.

Wie sicher ist eigentlich die Temperaturmethode? Das wäre doch ein toller Kompromiss: Die Frau braucht keine Hormonbomben zu schlucken (da hätte ich auch kein gutes Gefühl dabei. Da bin ich mal gespannt, wie da die "Spritze für den Mann aussehen wird") und an den Tagen wos gefährlich ist, läuft entweder nichts oder eben nur mit Gummi.

Re: Ach, mal wieder nicht die Pille...

Eugen Prinz, Friday, 28.05.2004, 01:05 (vor 7925 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: Ach, mal wieder nicht die Pille... von Odin am 27. Mai 2004 21:17:39:

Wie sicher ist eigentlich die Temperaturmethode?

Sie ist so sicher, wie die Frau, die sie anwendet...

Re: Ach, mal wieder nicht die Pille...

Maki, Friday, 28.05.2004, 15:45 (vor 7924 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Re: Ach, mal wieder nicht die Pille... von Eugen Prinz am 27. Mai 2004 22:05:17:

>Wie sicher ist eigentlich die Temperaturmethode?
Sie ist so sicher, wie die Frau, die sie anwendet...

die ist gar nicht so sicher, da die Körpertemperatur nicht nur von den Hormonen abhängt. Zum Beispiel habe ich gerade mit Heuschupfen zu tun, da liegt meine Körpertemperatur immer so zwischen 37,5° bis 38°
Aber da AIDS so weit verbreitet ist, sollte man bei einen One-night-Stand nicht auf den Gummi verzichten.

Hier ist der Pearl Index für euch:
http://www.netdoktor.de/sex_partnerschaft/fakta/verhuetung_sicherheit_vergleich.htm

Re: Ach, mal wieder nicht die Pille...

Pokemon, Saturday, 29.05.2004, 00:21 (vor 7924 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: Ach, mal wieder nicht die Pille... von Odin am 27. Mai 2004 21:17:39:

Glaub mir, es gibt viele Frauen, die die Pille nur nehmen, weil "er" sich weigert ein "Hütchen" anzuziehen.

Wie sicher ist eigentlich die Temperaturmethode?

Wenn man es richtig macht, sehr sicher. Und es werden auch nicht lauter kleine Abtreibungen durchgeführt. Siehe hierzu meinen Beitrag:

index.php?id=30139

Re: Ach, mal wieder nicht die Pille...

Pokemon, Saturday, 29.05.2004, 00:23 (vor 7924 Tagen) @ Maki

Als Antwort auf: Re: Ach, mal wieder nicht die Pille... von Maki am 26. Mai 2004 22:48:45:

Glaub mir, es gibt viele Frauen, die die Pille nur nehmen, weil "er" sich weigert ein "Hütchen" anzuziehen.
Aber zum Thema Unterhalt: es sollte wirklich geregelt werden, dass eine Frau einem Mann nicht mit einem Kind abzocken kann.

Nur wie willst Du das machen, ohne das Kind zu benachteiligen?

Re: Ach, mal wieder die Pille

Pokemon, Friday, 28.05.2004, 21:24 (vor 7924 Tagen) @ Anti-Sexistin

Als Antwort auf: Ach, mal wieder die Pille von Anti-Sexistin am 26. Mai 2004 08:37:28:

Sollte eine Frau die Verhütungsmittel nicht vertragen, immerhin handelt es sich dabei nun mal um einen langfristigen biochemischen Eingriff in die Körperchemie und das enkrinische System, wobei fraglich ist, ob das dann den Spaß wert ist, können auch Männer aktiv verhüten. Ein Kondom tut es auch. Kondome sind sehr viel besser geworden, seit sie als HIV-Prävention eingesetzt werden und sollte tatsächlich mal eins durchgehen, dann gibt es die "Pille danach", die allerdings eine heftiger Hormonklutsche ist, da Mikropille.

Ja, da hast Du recht, die Pille bringt für viele Frauen Probleme mit sich. Ich z. B. darf überhaupt keine Hormone nehmen da ich eine Venenschwäche habe, die schon in jungen Jahren eine Thrombose nach sich zog. Eine gute Alternative ist die Temperatur-Methode. Ich empfehle Persona aus der Apotheke. Dieses Ding hat einen Nipsel, den man sich einmal am Tag (ich mache es regelmäßig morgens und abends) ins Ohr steckt. Leuchtet es grün kann es losgehen, bei rot muss verhütet werden. Leuchtet orange kann man es - je nach Abneigung gegen eine Schwangerschaft - entweder drauf ankommen lassen, von vornerein verhüten oder einen Urintest machen, der einem dann genau sagt, ob man nun fruchtbar ist oder nicht. Das klingt vielleicht kompliziert, ist es aber nicht. Ich habe diesen Test in meinen Tagesablauf integriert, wie vorher die Pille und bin nach einem Jahr Gebrauch auch noch nicht schwanger geworden.

Apropo, die Pille. Dazu möchte ich noch etwas sagen. Wenn ich mir die jungen Frauen und Mädchen in meiner Umgebung so ansehe wundere ich mich nicht über die vielen Abtreibungen und ungewollten Schwangerschaften. Für viele scheint es ein Ding der Unmöglichkeit zu sein, einmal am Tag einen stecknadenkopfgroßen Gegenstand zu schlucken. Mal wird die Einnahme vergessen, mal hat man die Pillenpackung nicht dabei weil man überraschenderweise woanders übernachten muss. Die vielen ungewollten Schwangerschaften samt den Auswirkungen für Eltern und Kinder sind auch eine Folge des Lebenswandels der emanzipierten jungen Frau. Jedes Wochenende Party bis zum Abwinken, wo geschlafen wird entscheidet man spontan. Was nützt da eine Pillenpackung zu hause im Bad wenn die Besitzerin - sorry aber das regt mich wirklich auf - zu doof ist ihren Tag so weit zu planen dass sie weiß ob sie zu hause übernachtet oder nicht und ihre Pille notfalls mitnehmen kann. Die Alkoholexzesse mit dem sich anschließenden Kotzen tun ihr Übriges. Die Wirkung der Pille kann ja auch durch Brechen oder Durchfall beeinträchtigt werden.

Ich bin in meiner Freizeit ehrenamtlich in einer Familienberatungsstätte tätig und staune immer wieder über die Sorglosigkeit und, wie ich finde, Dummheit vieler junger Frauen. Da wird einfach gepoppt ohne über die Konsequenzen nachzudenken. Wenn ich erwähne dass die unregelmäßige Pilleneinnahme nicht gerade gesund ist ernte ich meistens nur Schulterzucken. Allerdings ärgere ich mich auch oft über die Jungen: Manchmal wurden die nämlich von ihren Parterinnen aufgefordert, ein Kondom zu benutzen, hatten dazu aber nach eigenen Aussagen "kein Bock". Bleibt natürlich die Frage warum das Mädchen sich trotzdem drauf eingelassen hat.
Ich möchte jetzt alle Frauen über einen Kamm scheren. Es ist eine spezielle Gruppe, die durch ihre Sorg- und Verantwortunslosigkeit auffällt. Die meisten sind Haupt- oder Realschülerinnen, arbeitslos oder ohne Lehrstelle. Und gerade diese Frauen bekommen ja die meisten ungewollten Kinder.

Sicher, an die Verhütung sollten beide denken. Aber ich persönlich verlange von einer Frau doch etwas mehr Weitsicht. Schließlich ist sie es die Schwanger wird und als erste die Folgen zu tragen hat.

Ein verantwortlicher Mann kann sich überall im Inertnet und bei Ärtzen über die Vor- und Nachteile von Verhütungsmitteln informieren.

Eine verantwortliche Frau aber auch! Und da sie es ist, die mit den Auswirkungen der Pille zu leben hat sollte sie es als erstes tun und dann erst ihr Partner. Ein Mann sollte sich lieber über das "männliche Gegenstück" zur Pille informieren. Die könnte viele Probleme aus der Welt schaffen.

Und es ist völlig ethisch von einem Mann auch vorzuschlagen, auf bessere Verhütungsmittel umzustiegen, sofern sie natürlich seine Freundin verträgt.

Ich persönlich würde von keinem gesunden Mann verlangen, dauerhaft ein Kondom zu benutzen. Aber einmal im Monat ist nicht zuviel verlangt.

Stichwort Pille und Abtreibung:
Viele strenge Abtreibungsgegner sind auch Pillengegner. Ihr Argument: Die Pille verursacht lauter kleine unbemerkte Abtreibungen. Denn die Pille verhindert nicht die Verschmelzung von Ei- und Samenzelle, sie verhindert nur die Einnistung. Das befruchtete Ei wird mit der nächsten Regel herausgeschwemmt, ähnlich wie bei der Pille danach. Also im Prinzip eine Abtreibung und ein weiterer Vorteil der Temperaturmethode.

Re: Ach, mal wieder die Pille

Maki, Saturday, 29.05.2004, 01:14 (vor 7924 Tagen) @ Pokemon

Als Antwort auf: Re: Ach, mal wieder die Pille von Pokemon am 28. Mai 2004 18:24:16:

Ich bin mit der Pille sehr zufrieden. Ich bin mit meinem Freund jetzt 6 1/2 Jahre zusammen, da ist es für mich die beste Lösung. Aber vorher gabs nur mit Gummi. Ich hatte keine Lust mir irgendwelche "Nettigkeiten", von denen ein Tripper noch harmlos ist, einzufangen.
Ich bin ehrlich erstaunt, welchen schlechten Ruf das Gummi hier hat. Lieber so, als den Rest den Leben HIV positiv.

Re: Ach, mal wieder die Pille

Odin, Saturday, 29.05.2004, 02:25 (vor 7924 Tagen) @ Pokemon

Als Antwort auf: Re: Ach, mal wieder die Pille von Pokemon am 28. Mai 2004 18:24:16:

Stichwort Pille und Abtreibung:
Viele strenge Abtreibungsgegner sind auch Pillengegner. Ihr Argument: Die Pille verursacht lauter kleine unbemerkte Abtreibungen. Denn die Pille verhindert nicht die Verschmelzung von Ei- und Samenzelle, sie verhindert nur die Einnistung. Das befruchtete Ei wird mit der nächsten Regel herausgeschwemmt, ähnlich wie bei der Pille danach. Also im Prinzip eine Abtreibung und ein weiterer Vorteil der Temperaturmethode.

Du meinst die Spirale, nicht die Pille

Re: Ach, mal wieder die Pille

Pokemon, Saturday, 29.05.2004, 22:04 (vor 7923 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: Ach, mal wieder die Pille von Odin am 28. Mai 2004 23:25:50:

Stichwort Pille und Abtreibung:
Viele strenge Abtreibungsgegner sind auch Pillengegner. Ihr Argument: Die Pille verursacht lauter kleine unbemerkte Abtreibungen. Denn die Pille verhindert nicht die Verschmelzung von Ei- und Samenzelle, sie verhindert nur die Einnistung. Das befruchtete Ei wird mit der nächsten Regel herausgeschwemmt, ähnlich wie bei der Pille danach. Also im Prinzip eine Abtreibung und ein weiterer Vorteil der Temperaturmethode.

Du meinst die Spirale, nicht die Pille

Nein eigentlich meinte ich die Pille.

Re: Vergewaltigungen durch Frauen ... noch ein Aspekt

Eugen Prinz, Wednesday, 26.05.2004, 02:17 (vor 7927 Tagen) @ Maki

Als Antwort auf: Re: Vergewaltigungen durch Frauen ... noch ein Aspekt von Maki am 25. Mai 2004 22:14:05:

Du bist also der Meinung, dass körperliche Gewalt weniger schlimm ist, als finazielle Einbußen?

Den Teufel werde ich tun, meine differenzierten Ausführungen auf deine simplifizierten Alternativen zu reduzieren.

Ich wußte nicht, dass man durch letzeres ein psychisches Trauma erleiden kann...

Nun weißt du es. Wer jeden Tag 5 von 8 Stunden für etwas arbeiten muss, was ihm gegen seinen Willen aufgezwungen wurde, und das womöglich für den Rest seines Lebens, der kann sehr wohl traumatisiert sein.

Ich bin der Meinung, dass immer 2 Menschen für die Zeugung eines Kindes verantwortlich sind.

Sag das mal einer Frau, die nicht verhütet hat und nun die "Verantwortung" ihres Partners einklagt.

Jeder hat das Recht, auf Verhütung zu pochen. Wenn das einer von beiden (egal welches Geschlecht) nicht rafft, dann tuts mir leid.

Ich rede von Vertrauensbruch. Gerade läuft eine Sendung im Fernsehen dazu. Für dein Mitleid können sich die betrogenen Männer nichts kaufen.

Re: Vergewaltigungen durch Frauen ... noch ein Aspekt

Odin, Wednesday, 26.05.2004, 04:05 (vor 7927 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Re: Vergewaltigungen durch Frauen ... noch ein Aspekt von Eugen Prinz am 25. Mai 2004 23:17:28:

Den Teufel werde ich tun, meine differenzierten Ausführungen auf deine simplifizierten Alternativen zu reduzieren.

Oh, Du... Du... Du... Möchtegernintellektueller Du... :-)

Re: Vergewaltigungen durch Frauen ... noch ein Aspekt

Pan, Wednesday, 26.05.2004, 15:54 (vor 7926 Tagen) @ Maki

Als Antwort auf: Re: Vergewaltigungen durch Frauen ... noch ein Aspekt von Maki am 25. Mai 2004 22:14:05:

Du bist also der Meinung, dass körperliche Gewalt weniger schlimm ist, als finazielle Einbußen? Ich wußte nicht, dass man durch letzeres ein psychisches Trauma erleiden kann...

...dann wird es Zeit, denn Deine Ignoranz ist nicht gerade angenehm.

Ich bin der Meinung, dass immer 2 Menschen für die Zeugung eines Kindes verantwortlich sind. Jeder hat das Recht, auf Verhütung zu pochen. Wenn das einer von beiden (egal welches Geschlecht) nicht rafft, dann tuts mir leid.

...und es gibt immer Mittel und Wege Gutgläubigkeit zu hintertreiben.
Meine Ex hat das raffiniert eingefädelt. Ihre Schwester hat sogar die Ergebnisse von Gelegenheitsficks mit gutsituirten Männern mit Hilfe des Gefrierschrankes versucht in bare Münze umzuwandeln.
Also komme mir nicht mit diesem Gemeinsamkeitsscheiss, von wegen da gehören zwei dazu. Wenn Du von einem Taschendieb ausgeraubt bist, wärst Du in vorderster Reihe beim Geschrei, wenn man Dich selbst dafür verantwortlich machen würde. Betrug ist Betrug. Die Gutgläubigkeit adelt noch lange nicht die Bösartigkeit. Abre Frauen haben ja nie an Etwas Schuld.

Pan

@Maki - Re: Vergewaltigungen durch Frauen

Nick, Tuesday, 25.05.2004, 18:27 (vor 7927 Tagen) @ Maki

Als Antwort auf: Re: Vergewaltigungen durch Frauen von Maki am 25. Mai 2004 15:00:34:

Tatsache ist aber, dass Frauen eindeutig öfter Opfer einer Vergewaltigung werden, als Männer. Wobei die Täter auch öfter Männer sind (Knast, usw.) Und das könnt ihr drehen und wenden wie ihr wollt, ändert tut sich trotzdem nichts!

Das "dreht und wendet" niemand, das ist so.

Das Problem liegt woanders: index.php?id=29803

Oder wolltest du andeuten, daß, wenn Männer eh in der Mehrzahl die Täter bei diesen Straftaten sind, es wurscht ist, sich um Opfer zu kümmern, falls dies Männer sind? Daß, wenn z.B. Männer im Knast vergewaltigt werden (du führst es eigens an), daß das dann eben deren Problem ist, was die unter sich ausmachen sollen und weder Mitgefühl, Solidarität noch Schutz durch das Recht bedarf? Sozusagen wegen "ausgleichender Abgeltung von 'Gruppenschuld'", wie das ein ausgesprochen tiefgründiger Denker hier heute schon nannte?

Falls du so denken solltest: fällt dir auf, wie rassistisch das wäre?

Was hältst du von der Möglichkeit, daß du u.U. ein Rassist sein könntest, ohne daß es dir bewußt ist?
Läßt dich das dann kalt, oder bringt es dich zum Nachdenken?

Fragt der
Nick

Re: Vergewaltigungen durch Frauen

JehKeh, Tuesday, 25.05.2004, 18:39 (vor 7927 Tagen) @ Maki

Als Antwort auf: Re: Vergewaltigungen durch Frauen von Maki am 25. Mai 2004 15:00:34:

Tatsache ist aber, dass Frauen eindeutig öfter Opfer einer Vergewaltigung werden, als Männer. Wobei die Täter auch öfter Männer sind (Knast, usw.) Und das könnt ihr drehen und wenden wie ihr wollt, ändert tut sich trotzdem nichts!

Ich denke auch, daß das richtig ist (Aber hier wieder die Frage: Hat dies das Gros hier bestritten?).
Die Frage ist doch: Was willst Du damit aussagen? Und ja, wenn man sowas (Vergleichendes!) sagt, will man IMHO immer was aussagen.

Meiner Meinung nach, schaffen Sätze wie Deiner implizit Opfer zweiter Klasse (weil z.B. vernachlässigbar in Zahl oder sonstwas).
Und DAS ist das Problem und das ist für mich nicht akzeptabel!

Die zweite Möglichkeit der Interpretation Deiner Aussage (Männer sind Täter): Ich denke auch hier, daß Du recht hast, und die meisten sexuellen Gewaltdelikte von Männern verübt werden
Nur wieder ist die Frage, was willst Du mit einer solchen vergleichenden Aussage erreichen?
Die Schaffung von Tätern zweiter Klasse - nämlich Frauen, die sexuelle Gewaltdelikte ausüben?
Wenn Du mit solchen Aussagen auf das Tätergeschlecht "Mann" hindeuten willst, dann möchte ich Dich nur darauf hinweisen, daß nach dem gleichen Prinzip sagen könnte: Farbige sind sind die Täterhautfarbe *g* (Beleg: z.B. Aufenthalt von Farbigen in US-Knästen). Spätestens hier fällt aber der Rassismus auf, der aber als "bloßer" Sexismus gegen Männer offensichtlich beim Mainstream keinen Anstoß erregt!
Mir gefällt sehr Arne Hoffmanns Satz, der in etwa(!) besagt, daß die Trennlinie zwischen Tätern und Opfern eher die zwischen Mächtigen und Ohnmächtigen ist, als zwischen Männern und Frauen.

Eine absichtliche Gegenüberstellung sortiert nach Geschlechtern in dieser Form - auch noch nach einer EINZELNEN Deliktart getrennt - läßt eine Instrumentalisierung der Zahlen vermuten, um eine beteiligte Gruppe auf- oder abzuwerten und ist angesichts dessen, daß es viele Spielarten von Gewalt, Mißbrauch, Nötigung, ... gibt IMHO Sexismus oder real existierender Feminismus.

Mfg.

Re: Vergewaltigungen durch Frauen

Garfield, Tuesday, 25.05.2004, 21:09 (vor 7927 Tagen) @ Maki

Als Antwort auf: Re: Vergewaltigungen durch Frauen von Maki am 25. Mai 2004 15:00:34:

Hallo Maki!

"Tatsache ist aber, dass Frauen eindeutig öfter Opfer einer Vergewaltigung werden, als Männer."

Bist du dir da wirklich sicher? Erst einmal muß man dabei sehen, daß Vergewaltigungen in der Kriminalitätsstatistik einen Anteil von weit unter 1% ausmachen. Selbst wenn man eine sehr hohe Dunkelziffer von 100% annimmt, kommt man noch nicht mal auf 1%. Die Mehrheit der damit verbundenen Opfer sind Frauen. Bekannt ist aber auch, daß es in Gefängnissen Vergewaltigungen gibt, wobei in Männergefängnissen in den allermeisten Fällen Männer die Opfer sind. Als ein hoher Justizmitarbeiter in den USA mal daraufhin angesprochen wurde, äußerte er sich dazu lapidar in dem Sinne, daß das dann eben quasi Teil der Strafe wäre. Diese Vergewaltigungen werden ganz selbstverständlich in der Kriminalitätsstatistik nicht erfaßt.

Auch in Kriegen wurden und werden auch Männer vergewaltigt. Lawrence von Arabien ist wohl das prominenteste Beispiel dafür.

Einige Männerrechtler in den USA schätzen sogar, daß dort durch diese Vergewaltigungen von Männern in Gefängnissen tatsächlich mehr Männer als Frauen davon betroffen sind.

Das möchte ich aber auch bezweifeln, denn dabei wird außer acht gelassen, daß es in Frauengefängnissen mit Sicherheit ebenfalls Vergewaltigungen gibt.

Auch die in letzter Zeit häufiger auftretenden Mädchen-Banden schrecken vor Vergewaltigungen nicht zurück. Vor einigen Jahren gab es beispielsweise mal einen Fall, wo so eine Mädchen-Bande ein anderes Mädchen in eine einsame Gegend gelockt hat, um das Opfer dort zusammen zu prügeln und dann auch mit einem Holzstück zu vergewaltigen. Ich schätze, das war für das Opfer genauso demütigend und körperlich noch weit schmerzhafter als eine Vergewaltigung durch einen Mann.

Solche Gewalttätigkeiten durch Mädchen nehmen zu, und wenn diese Mädchen älter werden, werden viele von ihnen weiterhin gewalttätig sein. Auffällig ist auch dort die Tendenz, die Gewalt überwiegend gegen das eigene Geschlecht zu richten. Allein schon deshalb wäre es gut, wenn auch Feministinnen langsam aufwachen würden - sonst könnten sie eines Tages selbst Opfer von Gewaltverbrecherinnen werden.

Freundliche Grüße
von Garfield

Re: Vergewaltigungen durch Frauen

Odin, Tuesday, 25.05.2004, 18:12 (vor 7927 Tagen) @ JehKeh

Als Antwort auf: Re: Vergewaltigungen durch Frauen von JehKeh am 25. Mai 2004 12:46:31:

Hi Odin!
Etwas was meiner Meinung nach noch zu Tomator gesagt werden muß ...
Er schrieb:
> > > Warum muß man dann so tun, als wenn Männer da genauso Opfer sind? Das macht es Männern wie mir, die sich keiner Seite zugehörig fühlen, schwer, euch Männerrechtler, was nicht ernstnehmbarkeit betrifft, von den Radikalemanzen zu unterscheiden.

Wer so tut, als wäre er als erwachsener Mann von der Gefahr vergewaltigt zu werden genauso betroffen wie eine Frau, der spricht definitiv nicht für mich. Dem traue ich auch auf anderen Gebieten kaum angemessene Standpunkte zu.[/i]

Okay, spätestens an dieser Stelle finde ich SEHR STARK, daß Tomator in den Emmalein-Troll-Modus verfiel. Ich kann mich gerade nicht erinnern, daß das Gros der Leute hier von "genauso Opfer" gesprochen hätte (wenn überhaupt jemand das getan hat!).
Er kam hier an und bezweifeltete stark schon allein die MÖGLICHKEIT des Vorgangs (Vergewaltigung eines Mannes durch Frauen) an sich. Daraufhin wurden ihm diverse "Tips" und Verweise auf Berichte dazu gegeben.
Und nun auf einmal soll "das Forum" behauptet haben, daß Vergewaltigungen von Männern durch Frauen "genauso" (oft) passieren, wie Vergewaltigungen von Frauen durch Männer? Das stimmt doch so nicht; das hat er sich ausgedacht bzw.(absichtlich?) mißverstanden - EMT (Emmalein-Troll-Mode) eben ...
Und WENN eine solche Vergewaltigung wirklich nur einmal auf dieser Welt passiert sein SOLLTE, dann ist sie immer noch der Rede wert!
mfg.

Emmalein sollte sich wirklich ein Patent darauf geben lassen. Jetzt kreuzen schon die ersten Nachahmer auf.
Der Diskussionsablauf ist wirklich denkwürdig. Jetzt fehlt noch, daß Tomator ins Opfergeschrei miteinstimmt (Hilfe, ich werde verfolgt. Ihr seid meiner nicht würdig)... obwohl ich den Thread oberhalb von Tomator noch lesen muß. Ich wette, da steht sowas in der Art drin :-)

Re: Apropos Glaubwuerdigkeit

ChrisTine, Monday, 24.05.2004, 23:06 (vor 7928 Tagen) @ Tomator

Als Antwort auf: Re: Apropos Glaubwuerdigkeit von Tomator am 23. Mai 2004 16:14:01:

Wenn man die ganzen Horrormeldungen von Kinderschänderringen mitbekommt, dann fällt mir auf, daß es sehr oft um Jungen geht, die vergewaltigt werden.

Und wer sind doch gleich die Vergewaltiger?

In den Fällen, die bekannt werden, die Männer, da stimme ich Dir zu.

Soweit ich das überblicke sind da durchaus bisweilen Frauen als Beihelferinnen in widerlichster Weise beteiligt, aber wer sind eigentlich die Vergewaltiger?

Wie Du sicher selber weißt, passieren die meisten Vergewaltigungen immer noch im Familienkreis. Da ich selber in einer Mißbrauchgruppe war, weiß ich, daß für alle Frauen die Passivität der eigenen Mütter als noch schlimmer empfunden wurde wie die Tat. Hätte jede Mutter gehandelt, nachdem sie wußte, was mit ihrer Tochter passiert, vielen wäre unendliches Leid erspart geblieben. Ich kann überhaupt nicht nachvollziehen, daß solche Mütter in den Schutz genomen werden und das werden sie alle durchweg durch die Bank, denn ich habe noch von keinem Fall gehört, wo eine Mutter ebenfalls bestraft wurde, weil sie passiv war. Nicht umsonst hat das Bundesfamilienministerium eine Kampagne gestartet, die auch davon spricht, das man hinsehen und handeln muß. Ob sich daraus mal Konsequenzen ergeben, werden wir sehen.
Apropos... eine Frage an alle: Hat jemand schon irgendetwas in den Medien darüber gelesen? Hat jemand schon Anzeigen gelesen? Außer dieser Ankündigung auf deren Homepage ist mir noch nichts aufgefallen.

Christine

Re: Apropos Glaubwuerdigkeit

Andreas, Sunday, 23.05.2004, 20:09 (vor 7929 Tagen) @ ChrisTine

Als Antwort auf: Re: Apropos Glaubwuerdigkeit von ChrisTine am 22. Mai 2004 23:25:28:

Hallo Christine,

Mein Mann und ich haben in 2 Psychiatrien Telefonanlagen eingebaut. Was dabei auffällig war, das ca. 3/4 der Patienten Frauen waren und 1/4 Männer.

Das bezweifle ich nicht. Aber waren das alles auch Missbrauchsfaelle? Eine psychiatrische Einrichtung behandelt auch depressive Menschen und andere Patienten - nicht nur Faelle von sexuellem Missbrauch.

PS: Sorry, daß ich die letzte Mail noch nicht beantwortet habe.

Kein Problem!

Gruss
Andreas

Re: Apropos Glaubwuerdigkeit

Tomator, Sunday, 23.05.2004, 19:07 (vor 7929 Tagen) @ Andreas

Als Antwort auf: Re: Apropos Glaubwuerdigkeit von Andreas am 22. Mai 2004 22:01:20:

In den Psychiatrien wimmelts nur so von mißbrauchten Töchtern.

Das halte ich aber für eine stark übertriebene Darstellung der tatsächlichen Situation.
Andreas

Du hältst für übertrieben, ich habe real erfahren. Darin liegt schon ein gewisser Unterschied.

Überhaupt vermisse ich in der Frauen-vergewaltigen-Männer-Diskussion ein paar überprüfbare Fallbeispiele.

Wann hattest z.B. du das letzte mal so richtig Angst von einer Frau vergewaltigt zu werden?

Re: Apropos Glaubwuerdigkeit

Andreas, Sunday, 23.05.2004, 20:03 (vor 7929 Tagen) @ Tomator

Als Antwort auf: Re: Apropos Glaubwuerdigkeit von Tomator am 23. Mai 2004 16:07:38:

Du hältst für übertrieben, ich habe real erfahren. Darin liegt schon ein gewisser Unterschied.

Was hast Du real erfahren?

Wann hattest z.B. du das letzte mal so richtig Angst von einer Frau vergewaltigt zu werden?

Diese Angst hatte ich noch nicht. Die Frage ist suggestiv und traegt kaum etwas zur Klaerung der Situation bei, da sie sich an subjektive Empfindungen richtet, die mit dem tatsaechlichen Vorhandensein oder Nicht-Vorhandensein einer realen Gefahr in keinem Zusammenhang stehen. Wenn eine Frau zu spaeter Stunde und mit der Angst vor einer Vergewaltigung im Nacken durch einen dunklen Stadtpark laeuft, heisst das noch lange nicht, dass sie auch tatsaechlich vergewaltigt wird. Die Wahrscheinlichkeit, dass soetwas passiert, liegt sogar irgendwo bei 0.
Allerdings kann ich mir auch nicht vorstellen, dass die Vergewaltigung eines erwachsenen Mannes durch eine Frau besonders haeufig vorkommen soll. Aber vielleicht ist das auch nur auf einen Mangel an Phantasie meinerseits zurueckzufuehren.

Gruss
Andreas


Re: Apropos Glaubwuerdigkeit

Jörg, Monday, 24.05.2004, 01:18 (vor 7929 Tagen) @ Tomator

Als Antwort auf: Re: Apropos Glaubwuerdigkeit von Tomator am 23. Mai 2004 16:07:38:

> > In den Psychiatrien wimmelts nur so von mißbrauchten Töchtern.

Das halte ich aber für eine stark übertriebene Darstellung der tatsächlichen Situation.

Du hältst für übertrieben, ich habe real erfahren. Darin liegt schon ein gewisser Unterschied.[/i]

Selbst wenn es so ist wie von Dir geschildert:
Ich hoffe nicht, daß Du von dem Prozentsatz mißbrauchter Frauen
in Psychiatrien ausgehst und meinst, in der allgemeinen
Bevölkerung wäre der gleiche Prozentsatz mißbrauchter Frauen
vorhanden.

Überhaupt vermisse ich in der Frauen-vergewaltigen-Männer-Diskussion ein paar überprüfbare Fallbeispiele.
Wann hattest z.B. du das letzte mal so richtig Angst von einer Frau vergewaltigt zu werden?

Ein subjektives Angstempfinden kann man nicht als Maßstab
nehmen (weder wenn ein Mann sich bedroht fühlt, noch, wenn
eine Frau sich bedroht fühlt).

Gruß, Jörg

Re: Apropos Glaubwuerdigkeit

Tomator, Monday, 24.05.2004, 21:20 (vor 7928 Tagen) @ Jörg

Als Antwort auf: Re: Apropos Glaubwuerdigkeit von Jörg am 23. Mai 2004 22:18:54:

Ich hoffe nicht, daß Du von dem Prozentsatz mißbrauchter Frauen
in Psychiatrien ausgehst und meinst, in der allgemeinen
Bevölkerung wäre der gleiche Prozentsatz mißbrauchter Frauen
vorhanden.

In meinem Privatleben haben mir ca. 30 % der Frauen, die ich näher kennenlernen durfte, von Mißbrauchserfahrungen berichtet, die nie strafrechtlich verfolgt worden sind. Du wirst also verzeihen, wenn ich von einer erheblichen Dunkelziffer ausgehe.

Ein subjektives Angstempfinden kann man nicht als Maßstab
nehmen (weder wenn ein Mann sich bedroht fühlt, noch, wenn
eine Frau sich bedroht fühlt).

Der Punkt ist halt, daß Männer sich nicht bedroht fühlen, weil sie schlichterdings keinen Grund haben, eine Vergewaltigung durch eine Frau zu befürchten. Umgekehrt sieht es anders aus.

Re: Apropos Glaubwuerdigkeit

Ferdi, Monday, 24.05.2004, 22:09 (vor 7928 Tagen) @ Tomator

Als Antwort auf: Re: Apropos Glaubwuerdigkeit von Tomator am 24. Mai 2004 18:20:03:

Hallo!

Der Punkt ist halt, daß Männer sich nicht bedroht fühlen, weil sie schlichterdings keinen Grund haben, eine Vergewaltigung durch eine Frau zu befürchten. Umgekehrt sieht es anders aus.

Sie haben aber allen Grund sich bedroht zu fühlen wenn sie sich einer Frau auf weniger als Armreichwerte nähern, ohne dass Überwachungskameras oder eine Menge Zeugen da sind. Sie werden durch eine jederzeit erhebbare Missbrauchsbeschuldigung bedroht. Man kann keiner fremden Frau vertrauen, zum Beispiel einer Anhalterin. Die könnte jederzeit zur Polizei rennen und behaupten sie sei missbraucht worden, und das wird dann wie ein erbrachter Beweis gewertet. Wenn aber ein Mann von seiner Ehefrau lange Zeit verprügelt wird und dann endlich in Begleitung eines Freundes sich traut, das bei der Polizei anzuzeigen, dann werden beide ausgelacht.

@Forum: Das kann ich auch Hannibal erzählen, hat denselben Effekt. Ich lese manchmal auch in Rapidforen.

Gruss,
Ferdi

Re: Apropos Glaubwuerdigkeit

Tomator, Monday, 24.05.2004, 22:27 (vor 7928 Tagen) @ Ferdi

Als Antwort auf: Re: Apropos Glaubwuerdigkeit von Ferdi am 24. Mai 2004 19:09:15:

Hallo!
Der Punkt ist halt, daß Männer sich nicht bedroht fühlen, weil sie schlichterdings keinen Grund haben, eine Vergewaltigung durch eine Frau zu befürchten. Umgekehrt sieht es anders aus.
Sie haben aber allen Grund sich bedroht zu fühlen wenn sie sich einer Frau auf weniger als Armreichwerte nähern, ohne dass Überwachungskameras oder eine Menge Zeugen da sind. Sie werden durch eine jederzeit erhebbare Missbrauchsbeschuldigung bedroht. Man kann keiner fremden Frau vertrauen, zum Beispiel einer Anhalterin. Die könnte jederzeit zur Polizei rennen und behaupten sie sei missbraucht worden, und das wird dann wie ein erbrachter Beweis gewertet.

Diese Gefahr sehe ich tatsächlich auch. Ist aber etwas völlig anderes, als Vergewaltigung. Ich halte Arbeitskolleginnen da aber für die größere Gefahr als Anhalterinnen.
Warum könnt ihr einfach nicht beim Thema bleiben? Wißt ihr so genau, daß ihr Unfug verbreitet, daß ihr immer wieder mit ganz anderen Sachen kommen müßt. Niemals war von mir zu lesen, Frauen könnten nicht falsch beschuldigen.

Wenn aber ein Mann von seiner Ehefrau lange Zeit verprügelt wird und dann endlich in Begleitung eines Freundes sich traut, das bei der Polizei anzuzeigen, dann werden beide ausgelacht.

Ist das so? Immer noch? Dann sollten sie vielleicht die Cops verklagen.

@Forum: Das kann ich auch Hannibal erzählen, hat denselben Effekt. Ich lese manchmal auch in Rapidforen.
Gruss,
Ferdi

Upps, jetzt bin ich ein zweiter Hannibal............... Fühl du dich doch einfach mal ausgelacht. Von mir und von Hannibal.

Re: Apropos Glaubwuerdigkeit

Andreas, Monday, 24.05.2004, 22:22 (vor 7928 Tagen) @ Tomator

Als Antwort auf: Re: Apropos Glaubwuerdigkeit von Tomator am 24. Mai 2004 18:20:03:

In meinem Privatleben haben mir ca. 30 % der Frauen, die ich näher kennenlernen durfte, von Mißbrauchserfahrungen berichtet, die nie strafrechtlich verfolgt worden sind. Du wirst also verzeihen, wenn ich von einer erheblichen Dunkelziffer ausgehe.

Das ist in meinem Augen nicht aussagekraeftig. Zunaechst einmal ist vollkommen unklar, was diese Frauen eigentlich unter "Missbrauch" verstehen. Dann ist weiterhin vollkommen unklar, ob diese Frauen TATSAECHLICH missbraucht wurden oder ob sie Dir einfach nur etwas erzaehlt haben. Das sind zwei verschiedene Dinge. Du wirst also verzeihen, wenn ich in dieser Hinsicht und an Deinen Dunkelziffern erhebliche Zweifel habe.

Der Punkt ist halt, daß Männer sich nicht bedroht fühlen, weil sie schlichterdings keinen Grund haben, eine Vergewaltigung durch eine Frau zu befürchten. Umgekehrt sieht es anders aus.

Mit Verlaub - ich wohne jetzt schon seit 10 Jahren in einer Stadt mittlerer Groesse und ich habe in der ganzen Zeit erst von einem einzigen Vergewaltigungsfall gehoert. Selbst wenn man von einer gewissen Dunkelziffer ausgeht, sind Vergewaltigungen eher ein exotisches Verbrechen - im Vergleich zu anderen Gewaltverbrechen, von denen unter anderem auch Maenner betroffen sind. Insofern weiss ich nicht, wo hier eine besondere "Bedrohung" vorliegen sollte.

Gruss
Andreas

Re: Apropos Glaubwuerdigkeit

Tomator, Tuesday, 25.05.2004, 00:58 (vor 7928 Tagen) @ Andreas

Als Antwort auf: Re: Apropos Glaubwuerdigkeit von Andreas am 24. Mai 2004 19:22:04:

In meinem Privatleben haben mir ca. 30 % der Frauen, die ich näher kennenlernen durfte, von Mißbrauchserfahrungen berichtet, die nie strafrechtlich verfolgt worden sind. Du wirst also verzeihen, wenn ich von einer erheblichen Dunkelziffer ausgehe.

Das ist in meinem Augen nicht aussagekraeftig. Zunaechst einmal ist vollkommen unklar, was diese Frauen eigentlich unter "Missbrauch" verstehen. Dann ist weiterhin vollkommen unklar, ob diese Frauen TATSAECHLICH missbraucht wurden oder ob sie Dir einfach nur etwas erzaehlt haben. Das sind zwei verschiedene Dinge. Du wirst also verzeihen, wenn ich in dieser Hinsicht und an Deinen Dunkelziffern erhebliche Zweifel habe.

Der Punkt ist halt, daß Männer sich nicht bedroht fühlen, weil sie schlichterdings keinen Grund haben, eine Vergewaltigung durch eine Frau zu befürchten. Umgekehrt sieht es anders aus.

Mit Verlaub - ich wohne jetzt schon seit 10 Jahren in einer Stadt mittlerer Groesse und ich habe in der ganzen Zeit erst von einem einzigen Vergewaltigungsfall gehoert. Selbst wenn man von einer gewissen Dunkelziffer ausgeht, sind Vergewaltigungen eher ein exotisches Verbrechen - im Vergleich zu anderen Gewaltverbrechen, von denen unter anderem auch Maenner betroffen sind. Insofern weiss ich nicht, wo hier eine besondere "Bedrohung" vorliegen sollte.
Gruss
Andreas

Ich hätte statt mißbrauch Vergewaltigung schreiben sollen. Warum sollten mir bekannte Frauen mir weniger glaubwürdig erscheinen, als ein Südafrikaner, bei dem durchaus Motive für eine eigene Wahrheit erkennbar sind?

Ich wohne in einer mittleren Großstadt und habe einen anderen Eindruck als du. Womöglich weht hier ein rauherer Wind, womöglich trauen sich Opfer bei dir daheim nicht zum Outing. Vergewaltigung ist ganz sicher nix Exotisches. Sollte es in deiner Stadt so sein, dann seid ihr zu beneiden.

Re: Apropos Glaubwuerdigkeit

Ferdi, Monday, 24.05.2004, 03:20 (vor 7929 Tagen) @ Tomator

Als Antwort auf: Re: Apropos Glaubwuerdigkeit von Tomator am 23. Mai 2004 16:07:38:


Hi Tomator!


Überhaupt vermisse ich in der Frauen-vergewaltigen-Männer-Diskussion ein paar überprüfbare Fallbeispiele.

Darüber wurde in diesem Forum schon berichtet. Von einem weiteren Fall berichtete mir ein Campingplatzbesitzer, auf dessen Platz ich mal einen Wohnwagen stehen hatte. Drei Frauen kamen in das Zelt eines Mannes um sich etwas auszuleihen. Sie bezirzten ihn dabei und fingen an, mit ihm Wein zu trinken. Nachdem der Zeltbewohner ziemlich knüll war, haben die drei ihn gefesselt und vergewaltigt. Diesen Bericht hat der Platzbesitzer durch Presseberichte der Lokalpresse belegen können und seine Gäste mit Hilfe dieser in seinem Büro ausgelegten Berichte zur Vorsicht gemahnt.

Es ist natürlich klar, dass die Fallzahlen, die auf die beiden Geschlechter bezogen sind, stark unterschiedlich sind. Das ist aber kein Grund, die vorgekommenen Vergewaltigungen und sexuellen Missbräuche durch Frauen einfach unter den Tisch fallen zu lassen und zu behaupten, Frauen könnten sowas nicht. Meistens treten die Übeltäterinnen ja zu mehreren auf oder lassen sich - wie im Irak - durch männliche Helfershelfer in die Lage versetzen.

Gruss,
Ferdi

Re: Apropos Glaubwuerdigkeit

Tomator, Monday, 24.05.2004, 21:33 (vor 7928 Tagen) @ Ferdi

Als Antwort auf: Re: Apropos Glaubwuerdigkeit von Ferdi am 24. Mai 2004 00:20:43:

Hi Tomator!
Überhaupt vermisse ich in der Frauen-vergewaltigen-Männer-Diskussion ein paar überprüfbare Fallbeispiele.
Darüber wurde in diesem Forum schon berichtet.

Keine Beweise? Kot, Urin, Fesseln, aber keine Beweise? Da haben die Damen wohl anschließend ordentlich geputzt.
Kontaktsperren in den ersten Wochen oder Monaten einer Therapie sind mir nur aus der Suchtbehandlung bekannt. Diese Therapien bekommt man auch nicht nach einigen Wochen Saufen. Horrorgeschichten von Alkoholikern, die zudem einer juristischen Prüfung nicht standgehalten haben, halte ich für mit Vorsicht zu genießen.

Von einem weiteren Fall berichtete mir ein Campingplatzbesitzer, auf dessen Platz ich mal einen Wohnwagen stehen hatte. Drei Frauen kamen in das Zelt eines Mannes um sich etwas auszuleihen. Sie bezirzten ihn dabei und fingen an, mit ihm Wein zu trinken. Nachdem der Zeltbewohner ziemlich knüll war, haben die drei ihn gefesselt und vergewaltigt. Diesen Bericht hat der Platzbesitzer durch Presseberichte der Lokalpresse belegen können und seine Gäste mit Hilfe dieser in seinem Büro ausgelegten Berichte zur Vorsicht gemahnt.

Ein Campingplatzbesitzer warnt seine kopulationswilligen männlichen Gäste vor vergewaltigenden Furien auf seinem Campingplatz? Vielleicht bin ich ja einfach naiv, aber mir kommt das reichlich schräg vor.
Warum hat der arme Mann nicht einfach um Hilfe gerufen? So ein Zelt ist ja nun eher selten burgmauerdick.

Es ist natürlich klar, dass die Fallzahlen, die auf die beiden Geschlechter bezogen sind, stark unterschiedlich sind. Das ist aber kein Grund, die vorgekommenen Vergewaltigungen und sexuellen Missbräuche durch Frauen einfach unter den Tisch fallen zu lassen und zu behaupten, Frauen könnten sowas nicht.

Die turmhohen Unterschiede bei den Fallzahlen, einen wahrhaft erwiesenen Fall habt ihr nach wie vor nicht zu bieten, lassen allerdings die Forderung nach einer Gleichbehandlung völlig absurd erscheinen.

Meistens treten die Übeltäterinnen ja zu mehreren auf oder lassen sich - wie im Irak - durch männliche Helfershelfer in die Lage versetzen.

Im Irak ist es zu erzwungenen Kopulationen zwischen Soldatinnen und Gefangenen gekommen? Lese ich zum ersten Mal.

Re: Apropos Glaubwuerdigkeit

Pokemon, Sunday, 23.05.2004, 01:12 (vor 7930 Tagen) @ Tomator

Als Antwort auf: Re: Apropos Glaubwuerdigkeit von Tomator am 22. Mai 2004 21:55:52:

Vergewaltigungen von erwachsenen Männern durch Frauen, sind mir in diesen 10 Jahren nichtmal durch Hörensagen untergekommen.

Naja, das heißt ja noch lange nicht dass so etwas nicht vorkommt. Erst mal wird über eine Vergewaltigung sowieso nicht gerne gesprochen und ein vergewaltigter Mann wird sich schon dreimal hüten, so etwas zu erzählen. Besonders dann wenn er von einer Frau vergewaltigt worden ist. Ich habe gelesen dass bei Erhängten des Öfteren eine Erektion festgestellt wurde, ebenso haben männliche Missbrauchsopfer während der Vergewaltigung eine Reaktion ihres Körpers festgestellt (was eine enorme psychische Belastung zur Folge hat), was wohl körperliche Gründe hat. Und man hört ja des Öfteren dass auch Männer, die die Pubertät schon weit hinter sich gelassen haben, ab und zu eine unerwünschte Erektion bekommen (z. B. in der Sauna).
Anscheinend reagiert der männliche Körper nicht nur auf sexuelle Erregung mit einer Erektion, sondern - in manchen Fällen - auf Stress. Wurden nicht auch im Zusammenhang mit den Folterungen im Irak Männer erwähnt, die sich selbst befriedigen mussten? Die standen enorm unter Stress und "konnten" anscheinend trotzdem.

Re: Apropos Glaubwuerdigkeit

Tomator, Sunday, 23.05.2004, 19:04 (vor 7929 Tagen) @ Pokemon

Als Antwort auf: Re: Apropos Glaubwuerdigkeit von Pokemon am 22. Mai 2004 22:12:59:

Vergewaltigungen von erwachsenen Männern durch Frauen, sind mir in diesen 10 Jahren nichtmal durch Hörensagen untergekommen.

Naja, das heißt ja noch lange nicht dass so etwas nicht vorkommt.

Aber sollte man nicht zumindest ein bißchen mehr in der Hand haben, als die Mutmaßung, das komme schon vor, da rede nur niemand drüber, ehe man eine Gleichbehandlung mit dem mehr als alltäglichen umgekehrten Fall ernstlich fordert?

Re: Apropos Glaubwuerdigkeit

Arne Hoffmann, Sunday, 23.05.2004, 01:15 (vor 7930 Tagen) @ Tomator

Als Antwort auf: Re: Apropos Glaubwuerdigkeit von Tomator am 22. Mai 2004 21:55:52:

Ich verweise mal auf meine 10jährige psychiatrische Berufserfahrung, in welcher ich zahllose Frauen, die von Männern vergewaltigt worden sind, treffen durfte, neben Männern, die, meist als Kinder und Jugendliche, Opfer anderer Männer wurden. Vergewaltigungen von erwachsenen Männern durch Frauen, sind mir in diesen 10 Jahren nichtmal durch Hörensagen untergekommen.

Jepp, und noch vor zehn Jahren wären dir vermutlich keine männlichen Opfer häuslicher Gewalt untergekommen. Dass es auch von Frauen vergewaltigte Männer gibt, findest du auf den von mir verlinkten Websites ebenso erwähnt wie in der von mir angeführten Studie (und anderen) sowie mittlerweile sogar in Eichborns "Lexikon der Sex-Irrtümer", unter anderem mit Bezugnahme auf Pro Familia.

Es gab 2-3mal den Verdacht(!), eine Mutter sei ihrem Jungen zu nah gekommen, von vollzogenem Koitus war dabei aber nie die Rede. Ganz anders bei Vätern und Töchtern. In den Psychiatrien wimmelts nur so von mißbrauchten Töchtern. Auf diesem Feld gibts für Männer einfach nix zu gewinnen.

Na gut, dass es beim sexuellen Missbrauch nicht wenige Täterinnen gibt, ist im letzten Jahrzehnt gottseidank nicht nur in der wissenschaftlichen Diskussion bekannt, sondern dank Ursula Enders ("Zart war ich, bitter war´s", Neuflage 2001) auch auf dem Buchmarkt für Laien angekommen. Und es ist gut, dass sich inzwischen die ersten Hilfsorganisationen für männliche Opfer (Tauwetter etc.) gebildet haben.

Finde ich aber interessant, dass du das alles nicht zur Kenntnis nimmst, weil es dir persönlich noch nicht begegnet ist.

Re: Apropos Glaubwuerdigkeit

Tomator, Sunday, 23.05.2004, 19:10 (vor 7929 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Re: Apropos Glaubwuerdigkeit von Arne Hoffmann am 22. Mai 2004 22:15:20:

Finde ich aber interessant, dass du das alles nicht zur Kenntnis nimmst, weil es dir persönlich noch nicht begegnet ist.

Und ich finde interessant, daß du meine abschließende Frage einfach außen vor läßt.

"Wer hier hat sich jemals in der Gefahr gesehen, von einer Frau vergewaltigt zu werden?"

Was ist mit dir, wann sahst du dich zuletzt von einer Vergewaltigung durch eine Frau bedroht?

Re: Apropos Glaubwuerdigkeit

Arne Hoffmann, Monday, 24.05.2004, 02:27 (vor 7929 Tagen) @ Tomator

Als Antwort auf: Re: Apropos Glaubwuerdigkeit von Tomator am 23. Mai 2004 16:10:48:

Hi Tomator,

Und ich finde interessant, daß du meine abschließende Frage einfach außen vor läßt.

Oh, sorry. Ich hatte sie als rein rhetorisch verstanden und nicht erwartet, dass du vor allem an meinen privaten Befindlichkeiten interessiert bist.

Was ist mit dir, wann sahst du dich zuletzt von einer Vergewaltigung durch eine Frau bedroht?

Als ich das letzte Mal davor stand, mich mit einer Frau zu SM-Spielen zu treffen, die ich vorher nicht kannte. So wie ich es auch jedem anderen Mann empfehlen würde (und es auch von anderen Fachleuten Männern gleichfalls empfohlen wird), habe ich vorher mit einer guten Freundin einen festen Rückruftermin vereinbart und besprochen, wie sie im Zweifelsfall reagieren sollte. In der Szene hört und liest man immer wieder Berichte von Übergriffen, die auch von weiblicher Seite vorkommen. Insofern bin ich ziemlich froh, dass die gängigen Sicherheitsanbieter wie Blinddate-Security (www.covern.de) ihre Dienste inzwischen ausdrücklich auch Männern anbieten.

Herzlicher Gruß

Arne

Re: Apropos Glaubwuerdigkeit

Odin, Monday, 24.05.2004, 14:52 (vor 7928 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Re: Apropos Glaubwuerdigkeit von Arne Hoffmann am 23. Mai 2004 23:27:33:

Insofern bin ich ziemlich froh, dass die gängigen Sicherheitsanbieter wie Blinddate-Security (www.covern.de) ihre Dienste inzwischen ausdrücklich auch Männern anbieten.

Interessant! Offensichtlich ist ein Markt da.

Re: Apropos Glaubwuerdigkeit

Jolanda, Monday, 24.05.2004, 17:14 (vor 7928 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: Apropos Glaubwuerdigkeit von Odin am 24. Mai 2004 11:52:00:

Lieber Odin

Ja, der Markt ist durchaus da!

Wie Arne auch bereits geschrieben hat, wenden sich aus dem BDSM Bereich des öfteren auch Männer an uns, die um Schutz bitten.

Zudem kann ein Mann sich bei einem Blinddate auch insofern schützen, als dass er das Date anmeldet und von sich aus überprüfen lässt, einfach auch um sich vor falschen Unterstellungen zu schützen. Denn auch Frauen können einen Mann terrorisieren, mir muss wirklich keiner mehr erzählen, Gewalt, Manipulation, Machtgehabe, Mobbing, Stalking, etc. das seien Männerdomainen. Ich habe hier schon ganz andere Geschichten erlebt, eben weil sich immer wieder auch Männer an uns wenden, die Opfer wurden.

Sämtliche Daten dieser Menschen werden übrigens 24 Stunden nach Abschluss des "Dates" wieder vollkommen gelöscht, sofern es zu keinem Uebergriff kam, ansonsten landen sie bei der Polizei.

Einen lieben Gruss
schickt dir
Jolanda

Re: Apropos Glaubwuerdigkeit

Tomator, Monday, 24.05.2004, 21:46 (vor 7928 Tagen) @ Jolanda

Als Antwort auf: Re: Apropos Glaubwuerdigkeit von Jolanda am 24. Mai 2004 14:14:27:

mir muss wirklich keiner mehr erzählen, Gewalt, Manipulation, Machtgehabe, Mobbing, Stalking, etc. das seien Männerdomainen.

Hiermit erzähle ich dir, Vergewaltigung, den um diese geht es hier, ist nix anderes als eine Männerdomäne.

Schön übrigens, wie hier mehrfach das Thema ausgeweitet wird, um sicherzustellen, daß weibliche Täter nicht durchs Netz schlüpfen können.

Re: Apropos Glaubwuerdigkeit

ChrisTine, Monday, 24.05.2004, 22:37 (vor 7928 Tagen) @ Tomator

Als Antwort auf: Re: Apropos Glaubwuerdigkeit von Tomator am 24. Mai 2004 18:46:17:

Schön übrigens, wie hier mehrfach das Thema ausgeweitet wird, um sicherzustellen, daß weibliche Täter nicht durchs Netz schlüpfen können.

Wieso... sollten sie durchs Netz schlüpfen?

*Grins*

Nick, Tuesday, 25.05.2004, 00:22 (vor 7928 Tagen) @ ChrisTine

Als Antwort auf: Re: Apropos Glaubwuerdigkeit von ChrisTine am 24. Mai 2004 19:37:17:

>Schön übrigens, wie hier mehrfach das Thema ausgeweitet wird, um sicherzustellen, daß weibliche Täter nicht durchs Netz schlüpfen können.
Wieso... sollten sie durchs Netz schlüpfen?

Schlagfertig und scharfsinnig, liebe ChrisTine... :-)

Was is'n das eigentlich für einer?
Kennt den jemand?

Hört sich für mich irgendwie nach hundehüttenlosem Mischa an, der jetzt hier gravitätisch einen auf Psychiatrieprofessor *ggg* Dr. Dr. Dr. Tomate macht.

Ich frage, warum man auf solche hochnotpeinliche, staatsanwaltschaftliche Verhöre überhaupt antwortet - wo doch der Bachelor schon sein umfassendes Geständnis abgelegt hat: ja, Herr Professor, 99,9% der "Penis-Haber" sind Männer!

Penetrierende Vergewaltigungen mit dem eigenen Penis können also nur begangen werden von...? Richtig!

Und die Opfer sind? Nein, nicht richtig! In Knästen sind es fast ausschließlich Männer. Weil es nämlich noch keine Koedukation im Strafvollzug gibt. Daraus folgt dann umgekehrt, daß Vergewaltigungen in Frauenknästen (ohne Penetration mit dem eigenen Penis natürlich, in Ermangelung desselben) von Frauen verübt werden. Und ihre Opfer sind Frauen (analoger Grund wie oben).

So wie zwar alle Katzen einen Schwanz haben, nicht aber alles, was einen Schwanz hat eine Katze ist - und alles, was denken kann, ein Gehirn hat, aber nicht alles, was ein Gehirn hat, denken kann - sind auch nur diejenigen Männer Vergewaltiger, die vergewaltigt haben. Gleiches gilt analog für Frauen. Es sind jeweils wenige Individuen, bei beiden Geschlechtern, die dies tun. Die überwiegende Mehrheit der Menschen vergewaltigt niemanden - und will demgemäß nicht qua "Gruppenzuhörigkeit" in diese Nähe gerückt werden. Gegen dieses Ansinnen sich zu wenden ist kein Anhalt für Täterschaft, nein, es ist einfach die natürliche Reaktion auf eine weitverbreitete Unverschämtheit.

Das Bedrohungsgefühl, das Herr Professor auch bereits abfragte, korreliert nicht mit der Zahl der Vergewaltiger, sondern mit der Verbreitung dieser Unverschämtheit und ihrer Verankerung im allgemeinen Bewußtsein. Dagegen haben hier einige was. Frauen in dunklen Parks haben nicht deswegen Angst, weil in dunklen Parks immer, oder nur oft, oder nur ab und an, Vergewaltiger herumstehen, sondern weil eine Reihe von Leuten ihr feministisches Süppchen damit kochen, daß das "jeder weiß" - und die Angst fast aller Frauen dafür billigend in Kauf nehmen. Schändlich nenne ich das.

Weiter: wenn unser Herr Generalbundesoberstaatsanwalt Tomate, der gerade kurzfristig in der Psychiatrie aushilft, z.B. ab heute einen Banküberfall nur dann als einen solchen gelten lassen möchte, wenn er donnerstagvormittags mit einer Heckler & Koch USP Mk23 bei regnerischem Wetter verübt wurde und diese Tat überdies von allen anderen Eigentumsdelikten abgetrennt wissen will, dann folgte (Konjunktiv) daraus allerdings, daß es die allermeisten Banküberfälle garnicht gibt und alle anderen Eigentumsdelikte gleich überhaupt nicht vorkommen - und daß alle Bankräuber, immer Donnerstags, eine Heckler & Koch USP Mk23 benutzen. Woraus er eventuell folgern könnte, daß alle Heckler & Koch-USP-Mk23-Besitzer Bankräuber sind?

Es geht ihm ersichtlich nicht um die selben Fragen, wie den Antwortenden - das stimmt wohl.
Aber warum muß es denen eigentlich ausgerechnet um das gehen, was ihn so bewegt?
Zumal der Bachelor doch schon das Geständnis abgelegt hat.

Fragt der
Nick

P.S.: Merke - man soll sich niemals vom Anderen das Thema diktieren lassen.
Und Interviewwünsche muß man auch keineswegs immer und unbedingt positiv bescheiden.

Re: *Grins*

ChrisTine, Tuesday, 25.05.2004, 01:20 (vor 7928 Tagen) @ Nick

Als Antwort auf: *Grins* von Nick am 24. Mai 2004 21:22:34:

> > Schön übrigens, wie hier mehrfach das Thema ausgeweitet wird, um sicherzustellen, daß weibliche Täter nicht durchs Netz schlüpfen können.

Wieso... sollten sie durchs Netz schlüpfen?[/i]

Schlagfertig und scharfsinnig, liebe ChrisTine... :-)

Kommt selten genug bei mir vor, daß ich schlagfertig bin, aber in diesem Fall lag das sofort auf meiner Zunge *g*

Was is'n das eigentlich für einer?

Ein Frauenversteher halt...

Das Bedrohungsgefühl, das Herr Professor auch bereits abfragte, korreliert nicht mit der Zahl der Vergewaltiger, sondern mit der Verbreitung dieser Unverschämtheit und ihrer Verankerung im allgemeinen Bewußtsein. Dagegen haben hier einige was. Frauen in dunklen Parks haben nicht deswegen Angst, weil in dunklen Parks immer, oder nur oft, oder nur ab und an, Vergewaltiger herumstehen, sondern weil eine Reihe von Leuten ihr feministisches Süppchen damit kochen, daß das "jeder weiß" - und die Angst fast aller Frauen dafür billigend in Kauf nehmen. Schändlich nenne ich das.

Volle Zustimmung lieber Nick, ich habe das bei mir selber leider auch schon bemerkt.
Wie schädlich Hysterie sein kann, habe ich auch bei etwas anderem bemerkt. Jeder erinnert sich doch bestimmt an den kleinen Jungen, der in Hamburg von einem Hund getötet wurde. Bis dato hatte ich noch nie Angst vor Hunden, höchstens einen gesunden Respekt. Kurz danach besuchten wir Verwandte, die einen sog. Kampfhund hatten. Das erste Mal in meinem Leben hatte ich tatsächlich Angst vor einem Hund.
Du hast recht Nick, wenn Du sagst, es schadet den Frauen nur.

Liebe Grüße - Christine

Re: *Grins*

Tomator, Tuesday, 25.05.2004, 01:41 (vor 7928 Tagen) @ ChrisTine

Als Antwort auf: Re: *Grins* von ChrisTine am 24. Mai 2004 22:20:15:

Ein Frauenversteher halt...

Was bist du dann bitte?

Re: *Grins*

Achim, Tuesday, 25.05.2004, 01:47 (vor 7928 Tagen) @ ChrisTine

Als Antwort auf: Re: *Grins* von ChrisTine am 24. Mai 2004 22:20:15:

> > Schön übrigens, wie hier mehrfach das Thema ausgeweitet wird, um sicherzustellen, daß weibliche Täter nicht durchs Netz schlüpfen können.

Wieso... sollten sie durchs Netz schlüpfen?[/i]

Schlagfertig und scharfsinnig, liebe ChrisTine... :-)

Kommt selten genug bei mir vor, daß ich schlagfertig bin, aber in diesem Fall lag das sofort auf meiner Zunge *g*

Was is'n das eigentlich für einer?

Ein Frauenversteher halt...

Das Bedrohungsgefühl, das Herr Professor auch bereits abfragte, korreliert nicht mit der Zahl der Vergewaltiger, sondern mit der Verbreitung dieser Unverschämtheit und ihrer Verankerung im allgemeinen Bewußtsein. Dagegen haben hier einige was. Frauen in dunklen Parks haben nicht deswegen Angst, weil in dunklen Parks immer, oder nur oft, oder nur ab und an, Vergewaltiger herumstehen, sondern weil eine Reihe von Leuten ihr feministisches Süppchen damit kochen, daß das "jeder weiß" - und die Angst fast aller Frauen dafür billigend in Kauf nehmen. Schändlich nenne ich das.

Volle Zustimmung lieber Nick, ich habe das bei mir selber leider auch schon bemerkt.
Wie schädlich Hysterie sein kann, habe ich auch bei etwas anderem bemerkt. Jeder erinnert sich doch bestimmt an den kleinen Jungen, der in Hamburg von einem Hund getötet wurde. Bis dato hatte ich noch nie Angst vor Hunden, höchstens einen gesunden Respekt. Kurz danach besuchten wir Verwandte, die einen sog. Kampfhund hatten. Das erste Mal in meinem Leben hatte ich tatsächlich Angst vor einem Hund.
Du hast recht Nick, wenn Du sagst, es schadet den Frauen nur.
Liebe Grüße - Christine

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Hi Christinchen,

sach mal jetzt im ernst. Du bist doch wie manch anderer hier ziemlich Forenerfahren. Wie lang braucht es eigentlich bis ein klar denkender Mensch ier durchblickt was Wichser wie Tomator eingentlich mit Ihren Postings bezwecken wollen. Nach "Emmaleins" abgang dürfte dies ja fast Versuch Nr.2
sein, Foren zu flooden die Sie nicht abkönnen.

Liebenl Gruß

Achim

Re: *Grins*

Tomator, Tuesday, 25.05.2004, 01:55 (vor 7928 Tagen) @ Achim

Als Antwort auf: Re: *Grins* von Achim am 24. Mai 2004 22:47:49:

Wichser wie Tomator

Wieso bin ich nur so sicher, daß du dich das, würden wir beiden hübschen uns gegenübersteh, niemals trauen würdest?

;-)

Re: *Grins*

Andreas, Tuesday, 25.05.2004, 02:23 (vor 7928 Tagen) @ Achim

Als Antwort auf: Re: *Grins* von Achim am 24. Mai 2004 22:47:49:

Wie lang braucht es eigentlich bis ein klar denkender Mensch ier durchblickt was Wichser wie Tomator eingentlich mit Ihren Postings bezwecken wollen.

Muß das jetzt sein, Achim? Du kannst doch Deine Kritik sicher auch anders ausdrücken, oder?

Gruß
Andreas

Re: *Grins*

Eugen Prinz, Tuesday, 25.05.2004, 02:46 (vor 7928 Tagen) @ Andreas

Als Antwort auf: Re: *Grins* von Andreas am 24. Mai 2004 23:23:10:

Wie lang braucht es eigentlich bis ein klar denkender Mensch ier durchblickt was Wichser wie Tomator eingentlich mit Ihren Postings bezwecken wollen.

Muß das jetzt sein, Achim? Du kannst doch Deine Kritik sicher auch anders ausdrücken, oder?
Gruß
Andreas

ich habe es nur am Rande verfolgt. Aber "tomator" ... ethymologisch betrachtet ... könnte das vom griechischen "tomein" abgeleitet sein: spalten, trennen, zerschneiden...

Re: *Grins*

Jolanda, Tuesday, 25.05.2004, 05:23 (vor 7928 Tagen) @ Andreas

Als Antwort auf: Re: *Grins* von Andreas am 24. Mai 2004 23:23:10:

Hallo Nick

Egal ob Mischa oder sonst ein Frauenversteher, ich denke man würde gut daran tun, nicht unbedingt gross auf ihn zu reagieren.

Schon weil er gleich spammässig reagiert, dieses unzählige Postings auf eine Kritik nachfolgen zu lassen, das kenne ich nur bei zwei Menschen, beides Frauenversteher ;-)

Herzlicher Gruss
Jolanda

Re: *Grins*

Ferdi, Tuesday, 25.05.2004, 02:53 (vor 7928 Tagen) @ Achim

Als Antwort auf: Re: *Grins* von Achim am 24. Mai 2004 22:47:49:

Hi Achim!

Die Erklärung findet Ihr über den Link. Dort haben sich alte Bekannte versammelt.

Gruss,
Ferdi

Tomators Trollgarten

Danke für die Werbung (nt)

Xenia, Tuesday, 25.05.2004, 02:54 (vor 7928 Tagen) @ Ferdi

Als Antwort auf: Re: *Grins* von Ferdi am 24. Mai 2004 23:53:53:

*g*

Re: *Grins*

Eugen Prinz, Tuesday, 25.05.2004, 03:03 (vor 7928 Tagen) @ Ferdi

Als Antwort auf: Re: *Grins* von Ferdi am 24. Mai 2004 23:53:53:

Hi Achim!
Die Erklärung findet Ihr über den Link. Dort haben sich alte Bekannte versammelt.
Gruss,
Ferdi

uijuijui... die sind ja gut drauf. Schön dass sie dort sind, in des Teufels Arschloch, und nicht hier ;-)

Re: *Grins*

ChrisTine, Tuesday, 25.05.2004, 10:26 (vor 7927 Tagen) @ Achim

Als Antwort auf: Re: *Grins* von Achim am 24. Mai 2004 22:47:49:

sach mal jetzt im ernst. Du bist doch wie manch anderer hier ziemlich Forenerfahren. Wie lang braucht es eigentlich bis ein klar denkender Mensch ier durchblickt was Wichser wie Tomator eingentlich mit Ihren Postings bezwecken wollen. Nach "Emmaleins" abgang dürfte dies ja fast Versuch Nr.2
sein, Foren zu flooden die Sie nicht abkönnen.

tja, ich gebe den Menschen halt immer erst mal eine Chance, wenn er nicht gerade mit einer Brechstange einbricht. Aber diesen Gedanken hatte ich gestern auch, bevor Du obiges geschrieben hast.
Sehen wir uns also die Entwicklung weiter an.

Liebe Grüße - Christine

Re: *Grins*

Tomator, Tuesday, 25.05.2004, 01:29 (vor 7928 Tagen) @ Nick

Als Antwort auf: *Grins* von Nick am 24. Mai 2004 21:22:34:

Schlagfertig und scharfsinnig, liebe ChrisTine... :-)

Nicht besonders, aber es reicht, um dich zu beeindrucken.

Was is'n das eigentlich für einer?

Ein Mann. Einer, für den du nicht sprichst.

Kennt den jemand?

Würde mich das wichtiger machen, wenn irgendeine hiesige Autorität für mich bürgen würde.

Hört sich für mich irgendwie nach hundehüttenlosem Mischa an, der jetzt hier gravitätisch einen auf Psychiatrieprofessor *ggg* Dr. Dr. Dr. Tomate macht.

Ein Komiker. Du mußt es ja nötig haben, unliebsame Meinungen ins Lächerliche zu ziehen. Schaun wir mal, was du sonst zu bieten hast.
Du scheinst ja schonmal dazu zu neigen, Sachen zu lesen, die niemand geschrieben hat.

Ich frage, warum man auf solche hochnotpeinliche, staatsanwaltschaftliche Verhöre überhaupt antwortet - wo doch der Bachelor schon sein umfassendes Geständnis abgelegt hat: ja, Herr Professor, 99,9% der "Penis-Haber" sind Männer!

Wenn man euch mal hinterfragt, sind das also "hochnotpeinliche, staatsanwaltschaftliche Verhöre"? Und schon wieder bricht der Komiker aus ihm raus.

Penetrierende Vergewaltigungen mit dem eigenen Penis können also nur begangen werden von...? Richtig!

Wie spaßig. Warum wiederholst du?

Und die Opfer sind? Nein, nicht richtig! In Knästen sind es fast ausschließlich Männer. Weil es nämlich noch keine Koedukation im Strafvollzug gibt.

Durch Männer. Wodurch du mir Recht gibst und es nichtmal merkst.

Daraus folgt dann umgekehrt, daß Vergewaltigungen in Frauenknästen (ohne Penetration mit dem eigenen Penis natürlich, in Ermangelung desselben) von Frauen verübt werden. Und ihre Opfer sind Frauen (analoger Grund wie oben).

Hiwer gings mal um vergewaltigte Männer, ging es nicht?

So wie zwar alle Katzen einen Schwanz haben, nicht aber alles, was einen Schwanz hat eine Katze ist - und alles, was denken kann, ein Gehirn hat, aber nicht alles, was ein Gehirn hat, denken kann

Wird das jetzt ein Geständnis?

- sind auch nur diejenigen Männer Vergewaltiger, die vergewaltigt haben. Gleiches gilt analog für Frauen. Es sind jeweils wenige Individuen, bei beiden Geschlechtern, die dies tun. Die überwiegende Mehrheit der Menschen vergewaltigt niemanden - und will demgemäß nicht qua "Gruppenzuhörigkeit" in diese Nähe gerückt werden. Gegen dieses Ansinnen sich zu wenden ist kein Anhalt für Täterschaft, nein, es ist einfach die natürliche Reaktion auf eine weitverbreitete Unverschämtheit.

Wo steht in diesem Thread ein solcher Vorwurf? Du liest wiederum, was niemand geschrieben hat. Du scheinst es nötig zu haben, dich gegen diesen Vorwurf zu wehren, wenn du es tust, ohne daß er erhoben wurde. Was sagt dir das über dich?

Das Bedrohungsgefühl, das Herr Professor auch bereits abfragte, korreliert nicht mit der Zahl der Vergewaltiger, sondern mit der Verbreitung dieser Unverschämtheit und ihrer Verankerung im allgemeinen Bewußtsein. Dagegen haben hier einige was.

Du schreibst Blödsinn.

Frauen in dunklen Parks haben nicht deswegen Angst, weil in dunklen Parks immer, oder nur oft, oder nur ab und an, Vergewaltiger herumstehen, sondern weil eine Reihe von Leuten ihr feministisches Süppchen damit kochen, daß das "jeder weiß" - und die Angst fast aller Frauen dafür billigend in Kauf nehmen. Schändlich nenne ich das.

Aber, da du wiederum Blödsinn schreibst, gebe ich nicht sooo viel um das, was du wie auch immer nennst.

Weiter: wenn unser Herr Generalbundesoberstaatsanwalt Tomate, der gerade kurzfristig in der Psychiatrie aushilft, z.B. ab heute einen Banküberfall nur dann als einen solchen gelten lassen möchte, wenn er donnerstagvormittags mit einer Heckler & Koch USP Mk23 bei regnerischem Wetter verübt wurde und diese Tat überdies von allen anderen Eigentumsdelikten abgetrennt wissen will, dann folgte (Konjunktiv) daraus allerdings, daß es die allermeisten Banküberfälle garnicht gibt und alle anderen Eigentumsdelikte gleich überhaupt nicht vorkommen - und daß alle Bankräuber, immer Donnerstags, eine Heckler & Koch USP Mk23 benutzen. Woraus er eventuell folgern könnte, daß alle Heckler & Koch-USP-Mk23-Besitzer Bankräuber sind?

Darf ich denn schließen, daß jemand, der soviel Blödsinn schreibt wie du, nicht unbedingt einer der großen Denker unserer Tage ist?

Es geht ihm ersichtlich nicht um die selben Fragen, wie den Antwortenden - das stimmt wohl.

Für dich ist irgendwas ersichtlich, was nicht in deinem eigenen Denkmuster vorgesehen ist? Erstaunlich.

Aber warum muß es denen eigentlich ausgerechnet um das gehen, was ihn so bewegt?

Immerhin zeigts doch, daß die Denke von Typen wie dir nur dann funktioniert, wenn sie nicht hinterfragt wird. Du gibst dir jedenfalls einige Mühe, dafür zu sorgen, daß fragen, die ins Konzept passen, nicht gestellt werden dürfen.

Zumal der Bachelor doch schon das Geständnis abgelegt hat.
Fragt der
Nick
P.S.: Merke - man soll sich niemals vom Anderen das Thema diktieren lassen.

Solange man selbst das Thema diktiert läßt sich auch leichter etwas vortäuschen. Auch sich selbst.

Und Interviewwünsche muß man auch keineswegs immer und unbedingt positiv bescheiden.

Das solltest du nicht, schon recht. Ich will von dir auch gar nix wissen. Das, was ich von dir gelesen habe, langt schon. Du hast schlichterdings gar nix zu sagen. und täuscht eigentlich nur darüber hinweg. Du bist eine männliche Radikalemanze.

Wenn ich du wäre, dann wäre ich auch gerne ich.

Re: *Grins*

Nick, Tuesday, 25.05.2004, 01:59 (vor 7928 Tagen) @ Tomator

Als Antwort auf: Re: *Grins* von Tomator am 24. Mai 2004 22:29:22:

.

tschüß Mischa

Re: *Grins*

Tomator, Tuesday, 25.05.2004, 02:02 (vor 7928 Tagen) @ Nick

Als Antwort auf: Re: *Grins* von Nick am 24. Mai 2004 22:59:37:

.

Falsch geraten. Aber ne Überraschung ist das ja nicht.

Hey Nick, wenn du mal nen Job brauchst....

Mischa, Tuesday, 25.05.2004, 13:41 (vor 7927 Tagen) @ Nick

Als Antwort auf: Re: *Grins* von Nick am 24. Mai 2004 22:59:37:

da stehst du doch drauf...

http://portale.web.de/Boulevard/Comics/Quirit/?msg_id=4524792&show=img&img_id=4524791&i=5

Re: Hey Nick, wenn du mal nen Job brauchst....

Max, Tuesday, 25.05.2004, 14:12 (vor 7927 Tagen) @ Mischa

Als Antwort auf: Hey Nick, wenn du mal nen Job brauchst.... von Mischa am 25. Mai 2004 10:41:05:

da stehst du doch drauf...

...willste selbst aussteigen und mußt Deinem Boss einen Nachfolger präsentieren, oder wie?

Nicht so leicht hinter´s Licht zu führen - Max

Jo genau, ich steige aus

Mischa, Tuesday, 25.05.2004, 15:17 (vor 7927 Tagen) @ Max

Als Antwort auf: Re: Hey Nick, wenn du mal nen Job brauchst.... von Max am 25. Mai 2004 11:12:30:

Hi Max,

schau mal, meine Chefin braucht das Geld, ich kann sie doch nicht hängen lassen. Und die Mädels im Club wollen doch öfter mal Frischfleisch. Also dachte ich mir, ich empfehle mal den Nick, der macht das bestimmt gerne und ist mit vollem Einsatz dabei. Ich habe den Job als Stripper ja nur wegen der Kohle angenommen und weil Mann da dufte Miezen abschleppen kann. Jetzt brenn ich mit einer stinkreichen Busunternehmerin durch und mach einen auf Playboy. Komm doch auch mal zur Party, nur eine Bitte, rasier dich vorher und zieh ein sauberes Hemd über und keine Anti Frauen Sprüche, das kommt bei Millionärinnen nicht gut an.

CU Mischa

Re: Apropos Glaubwuerdigkeit

Tomator, Tuesday, 25.05.2004, 00:52 (vor 7928 Tagen) @ ChrisTine

Als Antwort auf: Re: Apropos Glaubwuerdigkeit von ChrisTine am 24. Mai 2004 19:37:17:

Schön übrigens, wie hier mehrfach das Thema ausgeweitet wird, um sicherzustellen, daß weibliche Täter nicht durchs Netz schlüpfen können.

Wieso... sollten sie durchs Netz schlüpfen?

Wieso? Das solltest du besser wissen als ich. Ich kann damit leben, daß es Verbrechen gibt, die nahezu ausschließlich von Männern begangen werden.
ich muß das thema nicht ausweiten, damit ich Frauen doch noch mit ins Boot bekomme.

Re: Apropos Glaubwuerdigkeit

Tomator, Monday, 24.05.2004, 21:48 (vor 7928 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: Apropos Glaubwuerdigkeit von Odin am 24. Mai 2004 11:52:00:

Interessant! Offensichtlich ist ein Markt da.

In welchem Homosexualität naturgemäß keine Rolle spielt.
Wann hörten wir doch gleich vom letzten heterosexuellen männlichen Blind-Date-Opfer?

Re: Apropos Glaubwuerdigkeit

Odin, Monday, 24.05.2004, 23:32 (vor 7928 Tagen) @ Tomator

Als Antwort auf: Re: Apropos Glaubwuerdigkeit von Tomator am 24. Mai 2004 18:48:49:

Interessant! Offensichtlich ist ein Markt da.

In welchem Homosexualität naturgemäß keine Rolle spielt.
Wann hörten wir doch gleich vom letzten heterosexuellen männlichen Blind-Date-Opfer?

Wer? Ich? Wieso? Was hat das mit meinem Posting zu tun? Oder worüber willst Du mit mir reden?

Re: Apropos Glaubwuerdigkeit

Tomator, Monday, 24.05.2004, 21:42 (vor 7928 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Re: Apropos Glaubwuerdigkeit von Arne Hoffmann am 23. Mai 2004 23:27:33:

Hi Tomator,

Und ich finde interessant, daß du meine abschließende Frage einfach außen vor läßt.

Oh, sorry. Ich hatte sie als rein rhetorisch verstanden und nicht erwartet, dass du vor allem an meinen privaten Befindlichkeiten interessiert bist.

Nix für ungut, aber wenn wir Männer genauso gefährdet sind wie Frauen, dann muß doch irgendwo mal einer sein, der ein bißchen Angst hat. Ich habe das nämlich noch nie von irgendwem gehört und auch nie das Gefühl gehabt, eine solche Gefahr drohe irgendwem.

Was ist mit dir, wann sahst du dich zuletzt von einer Vergewaltigung durch eine Frau bedroht?

Als ich das letzte Mal davor stand, mich mit einer Frau zu SM-Spielen zu treffen, die ich vorher nicht kannte. So wie ich es auch jedem anderen Mann empfehlen würde (und es auch von anderen Fachleuten Männern gleichfalls empfohlen wird), habe ich vorher mit einer guten Freundin einen festen Rückruftermin vereinbart und besprochen, wie sie im Zweifelsfall reagieren sollte. In der Szene hört und liest man immer wieder Berichte von Übergriffen, die auch von weiblicher Seite vorkommen. Insofern bin ich ziemlich froh, dass die gängigen Sicherheitsanbieter wie Blinddate-Security (www.covern.de) ihre Dienste inzwischen ausdrücklich auch Männern anbieten.
Herzlicher Gruß
Arne

Nun begibst du dich da freiwillig und in der Absicht mit der betreffenden Frau Sex zu haben in diese Situation. Ich werde nicht bestreiten, daß da die Gefahr besteht, daß die Sache aus dem Ruder läuft. Dennoch kann ich da ganz erhebliche Unterschiede zu Situationen erkennen, in welchen ausschließlich Frauen von sexuellen Übergriffen, nicht Überfällen, bedroht sind. Willst du mir ernsthaft weismachen, daß es die nicht gibt?

Re: Apropos Glaubwuerdigkeit

Pokemon, Sunday, 23.05.2004, 01:19 (vor 7930 Tagen) @ Tomator

Als Antwort auf: Re: Apropos Glaubwuerdigkeit von Tomator am 22. Mai 2004 21:55:52:

Esw gab 2-3mal den Verdacht(!), eine Mutter sei ihrem Jungen zu nah gekommen, von vollzogenem Koitus war dabei aber nie die Rede. Ganz anders bei Vätern und Töchtern. In den Psychiatrien wimmelts nur so von mißbrauchten Töchtern.

Missbrauch von Töchtern durch Väter kommt sicherlich häufiger vor als der Missbrauch von Söhnen durch ihre Mütter. Worunter die Jungen meiner Meinung stärker zu leiden haben sind körperliche Misshandlungen wie z. B Schläge. Jungen wird im allgemeinen mehr zugemutet, sie müssen mehr aushalten, sowohl körperlich als auch seelisch.

Re: Apropos Glaubwuerdigkeit

Odin, Monday, 24.05.2004, 14:36 (vor 7928 Tagen) @ Tomator

Als Antwort auf: Re: Apropos Glaubwuerdigkeit von Tomator am 20. Mai 2004 20:51:16:

Wie kommts übrigens, "wo doch die Infektionswahrscheinlichkeit fuer den Mann beim Vaginalverkehr nur bei 1:500 oder so liegt", daß sie bei diesen Vergewaltigungen offenbar bei 100 % zu liegen scheint?
Da haben sich diese "ineffizienten" Frauen also nicht nur den kompliziertesten und für sie selbst unangenehmsten, sondern auch noch den Weg mit der geringsten Erfolgschance ausgesucht. Und treffen dabei auch noch immer ins Schwarze.

Ich weiß nicht, was Du sagen willst. Ich glaube kaum, daß es den Frauen in erster Linie um eine Infektion ging, sondern es ging um die Vergewaltigung. Die Infektion wurde aber als Möglichkeit der "zusätzlichen Strafe" in Kauf genommen. Aber in erster Linie ging es ihnen um Lust und Demütigung.

Erektionen in den unpassensten Momenten sind etwas völlig anderes, als eine erzwungene Erektion. Und die Todesschwadroniererinnen scheinen dabei ja nun immer erfolgreich zu sein. Die können schon was.

Dann sind die Fotos in den irakischen Gefängnissen, wo Männer zum Oralverkehr gezwungen wurden, für Dich alle gestellt?
Du bringst uns hier feministische Mythen allererster Ordnung: Männer können nicht vergewaltigt werden, weil, wenn sie nicht wollen, rührt sich da unten nichts.
Du beleidigst tausende von mißbrauchten Jungen, die sich keine Anzeige getraut haben, weil der oder die Vergewaltigerin ihnen eingeredet hat, sie haben es ja auch gewollt, weil der da unten ja steif geworden sei.
Entweder Du mußt noch einiges lernen, oder Du bist mit dieser Haltung absolut widerlich für mich!

Re: Südafrika: Frauen vergewaltigen Männer, um sie mit Aids zu infizieren

Pokemon, Thursday, 20.05.2004, 21:43 (vor 7932 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Südafrika: Frauen vergewaltigen Männer, um sie mit Aids zu infizieren von Arne Hoffmann am 20. Mai 2004 08:16:43:

Hallö!

Ich weiß nicht inwieweit man speziell diesen Meldungen Glauben schenken kann. Aber vorkommen tut es mit Sicherheit. Ich habe mal von einem Zahnarzt gehört der seine Patienten bewusst mit dem Virus angesteckt haben soll. Bei seinen Lokalbetäubungen mischte er eine winzige Menge seines Blutes in das Mittel. Die Patienten wurden infiziert und übertrugen das Virus sogar teilweise auf ihre Partner.

Ich kann mir gut vorstellen dass einige Frauen in ihrer Wut und Angst zu solchen Taten fähig sind. Wenn ich schon leide sollen andere mit mir leiden. Und da ja anzunehmen ist dass sie von einem Mann angesteckt wurden müssen auch Männer dafür bestraft werden.

Man hört ja des öfteren von vergewaltigen Mädchen. Die Medizinmänner erzählen den Menschen, sie könnten die Krankheit loswerden indem sie mit einer Jungfrau schlafen. Und die Männer in ihrer Todesangst ziehen los und suchen sich eine. Warum soll es so etwas nicht auch bei Frauen geben?

Der Mythos von der Heilung durch eine Jungfrau hat natürlich furchtbare Auswirkungen, aber immerhin wurden die Taten aus Angst und Unwissen begangen. Die Frauen aus diesem Bericht haben anscheinend genau gewusst was sie taten. Das macht es zu einem verabscheuungswürdigen Verbrechen sondergleichen. Selbst wenn dieser Bericht aus Südafrika nicht der Wahrheit entspricht, irgendwo wird es so etwas sicher geben.

Ob eine Frau einen Mann vergewaltigen kann weiß ich nicht. Es soll ja vorgekommen sein. Ich habe nur gehört dass MÄnner in den unmöglichsten Situationen eine Errektion bekommen können. Unter anderem hat man bei vielen Männern, die den Tod durch den Strang erleiden mussten nach dem Erhängen eine Errektion festgestellt, also in eine Situation wo an Sex überhaupt nicht zu denken ist. Auch Missbrauchsopfer sollen bei analen Vergewaltigungen eine Errektion gespürt haben. Dies hatte dann oft extreme Selbszweifel zur Folge. Bin ich schwul? Hat er mich vergewaltigt weil er gespürt hat das mir das gefällt? Hat es mir vielleicht sogar wirklich gefallen?
Mein Bekannter erzählte mir, er hätte seinen ersten Samenerguss gehabt als er wegen einer extrem schweren Lateinarbeit in Panik geriet. Und wurde nicht auch in einem Bericht über die Folterungen im Irak ein Soldat erwähnt, der sich über die Erektion eines Gefangenen lustig macht?

Es scheint wohl wirklich so zu sein dass Männer nicht immer Herr ihres Körpers sind. Wie oft das vorkommt können wohl auch nur die Männer hier beantworten.

Pokemon

Re: Südafrika: Frauen vergewaltigen Männer, um sie mit Aids zu infizieren

Garfield, Friday, 21.05.2004, 13:53 (vor 7931 Tagen) @ Pokemon

Als Antwort auf: Re: Südafrika: Frauen vergewaltigen Männer, um sie mit Aids zu infizieren von Pokemon am 20. Mai 2004 18:43:59:

Hallo Pokemon!

Ich habe auch schon davon gehört, daß manche Frauen bei Vergewaltigungen einen Orgasmus bekommen haben. Es ist nun einmal so, daß es am menschlichen Körper erogene Zonen gibt, die durchaus auch dann stimuliert werden können, wenn man das bewußt nicht möchte. Den Opfern ist die Vergewaltigung dann natürlich noch peinlicher. Das ist bei Männern und Frauen soweit erstmal gleich.

Daß Männer auch vergewaltigt werden können, kann ich mir gut vorstellen. Man muß dazu nur den Blutabfluß aus dem Penis behindern. So kann man dafür sorgen, daß ein Mann eine Erektion bekommt, ohne daß man irgendwelche erogenen Zonen stimulieren muß. Ich habe so etwas noch nie ausprobiert, kann mir aber vorstellen, daß das für betroffene Männer auch körperlich eher unangenehm ist.

Was AIDS angeht, so ist eine Vergewaltigung eines Mannes durch eine HIV-positive Frau aber nicht unbedingt die ideale Methode, um ihn damit zu infizieren. Es ist so zwar natürlich möglich, aber viel sicherer erreicht man das, indem man dem Opfer z.B. infiziertes Blut injiziert.

Wenn diese Vergewaltigungen wirklich so stattgefunden haben, dann kann das dabei wohl kaum das Hauptmotiv gewesen sein, es sei denn, die Täterinnen waren schlecht über AIDS informiert. Vermutlich wollten diese Frauen nur noch einen draufsetzen und den Opfern noch zusätzliche Angst einjagen, indem sie sagten, sie wären nun mit AIDS infiziert.

Freundliche Grüße
von Garfield

Der Penis - das unbekannte Wesen

Tomator, Friday, 21.05.2004, 23:45 (vor 7931 Tagen) @ Garfield

Als Antwort auf: Re: Südafrika: Frauen vergewaltigen Männer, um sie mit Aids zu infizieren von Garfield am 21. Mai 2004 10:53:55:

"Man muß dazu nur den Blutabfluß aus dem Penis behindern. So kann man dafür sorgen, daß ein Mann eine Erektion bekommt, ohne daß man irgendwelche erogenen Zonen stimulieren muß. Ich habe so etwas noch nie ausprobiert, kann mir aber vorstellen, daß das für betroffene Männer auch körperlich eher unangenehm ist."

Probiers halt mal aus. Wenn das klappt, wunder ich mich schwer. Ich scheitere daran, daß ich es nicht schaffe, den Blutabfluß abzubinden, ohne dem Blutzufluß dasselbe anzutun. Wenn du einen Trick findest, wäre ich ausgesprochen dankbar.

*looooooooool*

Andreas, Saturday, 22.05.2004, 00:01 (vor 7931 Tagen) @ Tomator

Als Antwort auf: Der Penis - das unbekannte Wesen von Tomator am 21. Mai 2004 20:45:55:

Probiers halt mal aus. Wenn das klappt, wunder ich mich schwer. Ich scheitere daran, daß ich es nicht schaffe, den Blutabfluß abzubinden, ohne dem Blutzufluß dasselbe anzutun. Wenn du einen Trick findest, wäre ich ausgesprochen dankbar.

Sag mal, was hast Du denn vor?

Re: Der Penis - das unbekannte Wesen

Rüdiger, Saturday, 22.05.2004, 00:38 (vor 7931 Tagen) @ Tomator

Als Antwort auf: Der Penis - das unbekannte Wesen von Tomator am 21. Mai 2004 20:45:55:

"Man muß dazu nur den Blutabfluß aus dem Penis behindern. So kann man dafür sorgen, daß ein Mann eine Erektion bekommt, ohne daß man irgendwelche erogenen Zonen stimulieren muß. Ich habe so etwas noch nie ausprobiert, kann mir aber vorstellen, daß das für betroffene Männer auch körperlich eher unangenehm ist."
Probiers halt mal aus. Wenn das klappt, wunder ich mich schwer. Ich scheitere daran, daß ich es nicht schaffe, den Blutabfluß abzubinden, ohne dem Blutzufluß dasselbe anzutun. Wenn du einen Trick findest, wäre ich ausgesprochen dankbar.

Sogenannte Cockringe sollen - eben wegen dieser teilweisen Abschnürung der Durchblutung - diese Wirkung haben, d. h. einen Dauerständer hervorrufen oder aufrechterhalten. Ausprobiert hab ich's noch nicht, aber es wird allgemein behauptet. Sollte man nicht allzu lange machen, sonst kann's Schäden geben ....

Gruß, Rüdiger

Re: Der Penis - das unbekannte Wesen

Garfield, Monday, 24.05.2004, 19:04 (vor 7928 Tagen) @ Tomator

Als Antwort auf: Der Penis - das unbekannte Wesen von Tomator am 21. Mai 2004 20:45:55:

Hallo Tomator!

Klar - z.B. mit einem einfachen Gummiband ist das sicher schwierig. Aber auch damit könnte es vielleicht klappen, wenn man es schafft, den Penis durch manuelle Stimulation kurzzeitig steif zu bekommen und dann erst das Band anlegt.

Mit Cock-Ringen soll das aber wesentlich einfacher sein. Ich hab sowas zwar noch nie ausprobiert, kann mir aber vorstellen, daß es funktioniert, wenn man diese Ringe so konstruiert, daß sie nur an der Stelle sehr eng anliegen, wo das Blut zurück fließt.

In einem Bildband über erotische Kunst habe ich mal Zeichnungen so etwa aus dem 19. Jahrhundert gesehen, die einen Mann mit solch einem Ring zeigten. Offenbar gab es so etwas also schon damals.

Freundliche Grüße
von Garfield

ich halte Tomators Kritik für sehr konstruktiv!

Der Eman(n)ze, Tuesday, 25.05.2004, 01:47 (vor 7928 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Südafrika: Frauen vergewaltigen Männer, um sie mit Aids zu infizieren von Arne Hoffmann am 20. Mai 2004 08:16:43:

...wenn man versucht, äußerst seltene Randerscheinungen zum Massenphänomen hochzustilisieren, um dem "Mann=Täter, Frau=Opfer"-Schema entgegenzutreten, so hat man so ziemlich das kontraproduktivste Mittel gewählt, was man sich vorstellen kann.

So schlimm die Einzelfälle "Mann von Frau/en vergewaltigt" auch sein mögen, sie bleiben seltene Spezialfälle, Raritäten. Es gibt wohl keine Rubrik, die ungeeigneter dafür ist, zum Synonym für Frauengewalt an Männern zu werden. Dort, wo hundert mal mehr Männer ein solches Erlebnis eher als unerfüllten erotischen Traum hegen, anstatt reales Opfer zu sein, wirkt eine Thematisierung als Aufhänger für einen breiten Themenkomplex einfach nur lächerlich.

Es gibt tausende andere Rubriken, die sich für die Sensibilisierung gegenüber weiblicher Täterschaft und männlicher Opferschaft bei weitem besser eignen.

Vergewaltigungsopfer durch heterosexuelle Gewalt zu werden, ist Frauendomäne. Machen wir uns nichts vor. Wir brauchen uns dafür auch nicht zu entschuldigen. Männerspezifische Probleme werden davon in keinster Weise negiert. Daß andere diese Tatsache instrumentalisieren, um jegliche männerrechtliche Aktivitäten im Kein zu ersticken und zu diskreditieren, steht auf einem ganz anderen Blatt. Wir vergewaltigen nicht, wir brauchen uns für unser Engangement folglich auch nicht zu entschuldigen, da es keinen Zusammenhang zur Vergewaltigungsproblematik gibt.

Gruß
Der Eman(n)ze

Re: ich halte Tomators Kritik für sehr konstruktiv!

Odin, Tuesday, 25.05.2004, 02:03 (vor 7928 Tagen) @ Der Eman(n)ze

Als Antwort auf: ich halte Tomators Kritik für sehr konstruktiv! von Der Eman(n)ze am 24. Mai 2004 22:47:09:

...wenn man versucht, äußerst seltene Randerscheinungen zum Massenphänomen hochzustilisieren, um dem "Mann=Täter, Frau=Opfer"-Schema entgegenzutreten, so hat man so ziemlich das kontraproduktivste Mittel gewählt, was man sich vorstellen kann.
So schlimm die Einzelfälle "Mann von Frau/en vergewaltigt" auch sein mögen, sie bleiben seltene Spezialfälle, Raritäten. Es gibt wohl keine Rubrik, die ungeeigneter dafür ist, zum Synonym für Frauengewalt an Männern zu werden. Dort, wo hundert mal mehr Männer ein solches Erlebnis eher als unerfüllten erotischen Traum hegen, anstatt reales Opfer zu sein, wirkt eine Thematisierung als Aufhänger für einen breiten Themenkomplex einfach nur lächerlich.
Es gibt tausende andere Rubriken, die sich für die Sensibilisierung gegenüber weiblicher Täterschaft und männlicher Opferschaft bei weitem besser eignen.
Vergewaltigungsopfer durch heterosexuelle Gewalt zu werden, ist Frauendomäne. Machen wir uns nichts vor. Wir brauchen uns dafür auch nicht zu entschuldigen. Männerspezifische Probleme werden davon in keinster Weise negiert. Daß andere diese Tatsache instrumentalisieren, um jegliche männerrechtliche Aktivitäten im Kein zu ersticken und zu diskreditieren, steht auf einem ganz anderen Blatt. Wir vergewaltigen nicht, wir brauchen uns für unser Engangement folglich auch nicht zu entschuldigen, da es keinen Zusammenhang zur Vergewaltigungsproblematik gibt.

Langsam werde ich müde....
Müssen wir bei Seite eins wieder anfangen?
Was dieser Tomator so zusammenschwätzt kann man vielleich so erklären, daß er neu hier ist und vielleicht noch nicht so viel gelesen hat.
Männer können nicht vergewaltigt werden, weil ja ihr Penis nicht steif wird, wenn Zwang vorliegt? Vor Jahren hat er vielleicht noch geglaubt, daß Frauen ihre Vergewaltigung ja irgendwie gewollt haben, weil sie sich sonst gewehrt hätten. Irgendwo auf diesem Niveau scheint er sich zu bewegen - aber müssen wir deswegen alle dorthin? Nächstens schreibt er noch, daß es ja der geheime Wunsch jeder Frau ist, vergewaltigt zu werden.
Meinst Du nicht?
Aber daß es der geheime Wunsch jeden Mannes ist, glaubt er sicher!

ich redete von Wahrscheinlichkeit, nicht vom kategorischen Ausschließen

Der Eman(n)ze, Tuesday, 25.05.2004, 02:16 (vor 7928 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: ich halte Tomators Kritik für sehr konstruktiv! von Odin am 24. Mai 2004 23:03:32:

Männer können nicht vergewaltigt werden, weil ja ihr Penis nicht steif wird, wenn Zwang vorliegt?

Ich habe Tomator anders interpretiert.

Er wollte uns lediglich vermitteln, daß die Wahrscheinlichkeit, Opfer einer heterosexuellen Vergewaltigung zu werden, aus verschiedenen Gründen für einen Mann erheblich geringer ist als für eine Frau.

Er deutete an, daß er es dennoch nicht für unmöglich hält, aber eben für unwahrscheinlich.

Und, Odin: Hast Du zu viel "Emmalein" konsumiert, daß Du jetzt ihr Stilmittel (absichtliches Mißverstehen, sinnverfälschende Unterstellungen) kopierst? ;-)

Jain

Arne Hoffmann, Tuesday, 25.05.2004, 02:17 (vor 7928 Tagen) @ Der Eman(n)ze

Als Antwort auf: ich halte Tomators Kritik für sehr konstruktiv! von Der Eman(n)ze am 24. Mai 2004 22:47:09:

Es gibt wohl keine Rubrik, die ungeeigneter dafür ist, zum Synonym für Frauengewalt an Männern zu werden. Dort, wo hundert mal mehr Männer ein solches Erlebnis eher als unerfüllten erotischen Traum hegen, anstatt reales Opfer zu sein, wirkt eine Thematisierung als Aufhänger für einen breiten Themenkomplex einfach nur lächerlich. Es gibt tausende andere Rubriken, die sich für die Sensibilisierung gegenüber weiblicher Täterschaft und männlicher Opferschaft bei weitem besser eignen.

Soweit stimme ich dir zu. Dass das Thema schwer zu schlucken ist, weiß ich selber. Es hat schon seine Gründe, dass ich bei Interviews etc., bei denen ich die Männerbewegung öffentlich repräsentiere, nicht als erstes ankomme mit "wir müssen unbedingt über von Frauen vergewaltigte Männer sprechen". Der Kenntnisstand in der Allgemeinheit ist in diesem Bereich null, und selbst ich musste lange Zeit in akademischen Journalen des letzten Jahrzehnts (!) wühlen. Zu deutsch: Selbst in der US-amerikanischen Sexualforschung ist das Thema brandneu, hierzulande existiert es als Thema noch überhaupt nicht.

Aber donnernocheins, wir können dieses Thema auch nicht ständig ignorieren, nur weil es eine Glaubwürdigkeitsschwelle gibt. Mit all unseren anderen Themen sind wir schon in den Mainstream durchgedrungen: Jungenbenachteiligung Titelgeschichte SPIEGEL, Scheidungsopfer Mann Titelgeschichte FOCUS, häusliche Gewalt gegen Männer in etlichen Zeitungen und Magazinen, häufiger sexueller Missbrauch von Jungen wird zumindest in Fachkreisen längst anerkannt ... die Vergewaltigung von Männern durch Frauen ist meines Wissens in der Genderdebatte das letzte große Tabu. Und das wird es möglicherweise auch noch die nächsten 20 Jahre bleiben. Aber wir müssen nicht noch dabei mithelfen, indem wir als Männerrechtler es auch noch selber übergehen.

Herzlicher Gruß

Arne

Prioritäten zu setzen bedeutet nicht, Tabus zu schaffen

Der Eman(n)ze, Tuesday, 25.05.2004, 02:34 (vor 7928 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Jain von Arne Hoffmann am 24. Mai 2004 23:17:57:

Aber donnernocheins, wir können dieses Thema auch nicht ständig ignorieren, nur weil es eine Glaubwürdigkeitsschwelle gibt.

Speziell bei diesem Vergewaltigungsthema befindet man sich in einem Teufelskreis: Gerade WEIL es so selten ist, kämpfen die wenigen Opfer mit einem Glaubwürdigkeitsproblem. Das heißt aber noch lange nicht, daß man das Thema jetzt zur Speerspitze der Männerbewegung machen muß.
Opfern von Nischenproblemen kann auch geholfen werden, indem man das Spezialthema einem breiteren Themenkomplex (z.B. "weibliche Täter und männliche Opfer") zuordnet, und in diesem breiten Rahmen dann auf eine öffentlichkeitswirksame Sensibilisierung hinarbeitet, so daß indirekt auch männl. Frauen-Vergewaltigungsopfer davon profitieren.

Mit all unseren anderen Themen sind wir schon in den Mainstream durchgedrungen: Jungenbenachteiligung Titelgeschichte SPIEGEL, Scheidungsopfer Mann Titelgeschichte FOCUS, häusliche Gewalt gegen Männer in etlichen Zeitungen und Magazinen, häufiger sexueller Missbrauch von Jungen wird zumindest in Fachkreisen längst anerkannt

All diese Themen haben gemeinsam, daß sie auf bei weitem akutere Probleme zurückgreifen als das Problem "männliche Vergewaltigungsopfer durch Frauen"

Gruß

Re: Prioritäten zu setzen bedeutet nicht, Tabus zu schaffen

Arne Hoffmann, Tuesday, 25.05.2004, 14:34 (vor 7927 Tagen) @ Der Eman(n)ze

Als Antwort auf: Prioritäten zu setzen bedeutet nicht, Tabus zu schaffen von Der Eman(n)ze am 24. Mai 2004 23:34:04:

Speziell bei diesem Vergewaltigungsthema befindet man sich in einem Teufelskreis: Gerade WEIL es so selten ist, kämpfen die wenigen Opfer mit einem Glaubwürdigkeitsproblem. Das heißt aber noch lange nicht, daß man das Thema jetzt zur Speerspitze der Männerbewegung machen muß.

Wie gesagt, da sind wir uns ja einig: Als Speerspitzen-Thema ist dieses sicher ungeeignet, zumal ja in der Sexualwissenschaft ohnehin erst erste Forschungsansätze bestehen und nicht über hundert Studien wie bei der häuslichen Gewalt. Deshalb wird das Thema bei mir auch immer unter "ferner liefen" behandelt. Unser erster Ansprechpartner wäre hier auch nicht die Öffentlichkeit, sondern der akademische Bereich, damit überhaupt mal verstärkt die _Frage_ nach der Häufigkeit solcher Taten gestellt wird. Wir haben erste Zahlen vorliegen, aber gerade weil diese Taten so sehr gegen den scheinbaren "gesunden Menschenverstand" gehen, bräuchten wir eine bessere Datenlage zur Unterfütterung.
Ich schätze, dass dort wie in vielen anderen Feldern mal wieder erst die US-amerikanische Sexualwissenschaft den Vorreiter spielen muss. Die deutsche trottet dann ein oder zwei Jahrzehnte später hinterher. Und wenn man hierzulande die US-Zahlen vorlegt, fangen garantiert sofort welche an zu tönen, wir seien hier schließlich in Deutschland, das sei eine gaaaanz andere Kultur, und Ami-Zahlen würden hier sowieso nicht zählen. Exakt wie bei der häuslichen Gewalt. Wenn es um das Aufbrechen der gängigen Klischees vom Täter Mann und Opfer Frau geht, wird mit allen denkbaren "Argumenten" gemauert wie irre. Und in der Zwischenzeit gibt es immer wieder neue Opfer, um die sich keiner kümmert, weil sie keiner sehen will.

Opfern von Nischenproblemen kann auch geholfen werden, indem man das Spezialthema einem breiteren Themenkomplex (z.B. "weibliche Täter und männliche Opfer") zuordnet, und in diesem breiten Rahmen dann auf eine öffentlichkeitswirksame Sensibilisierung hinarbeitet, so daß indirekt auch männl. Frauen-Vergewaltigungsopfer davon profitieren.

Yep.

All diese Themen haben gemeinsam, daß sie auf bei weitem akutere Probleme zurückgreifen als das Problem "männliche Vergewaltigungsopfer durch Frauen"

Aber genau das ist doch strittig. Bei männlichen Opfern häuslicher Gewalt und sexuell missbrauchten Jungen hieß es doch anfangs auch: "Pfft, sowas Abstruses hab ich ja noch nie gehört ... Frauen sind da die einzigen Opfer, das ist doch ganz klar." Ist in der Berichterstattung etwa der "Emma" ja auch heute noch so.

Herzlicher Gruß

Arne

Re: ich halte Tomators Kritik für sehr konstruktiv!

ChrisTine, Tuesday, 25.05.2004, 02:21 (vor 7928 Tagen) @ Der Eman(n)ze

Als Antwort auf: ich halte Tomators Kritik für sehr konstruktiv! von Der Eman(n)ze am 24. Mai 2004 22:47:09:

...wenn man versucht, äußerst seltene Randerscheinungen zum Massenphänomen hochzustilisieren, um dem "Mann=Täter, Frau=Opfer"-Schema entgegenzutreten, so hat man so ziemlich das kontraproduktivste Mittel gewählt, was man sich vorstellen kann.

Würde ich in diesem Fall auch bejahen.

So schlimm die Einzelfälle "Mann von Frau/en vergewaltigt" auch sein mögen, sie bleiben seltene Spezialfälle, Raritäten.

Das kann ich leider nicht beurteilen, damit habe ich mich auch noch nicht so sehr auseinandergesetzt.

Es gibt wohl keine Rubrik, die ungeeigneter dafür ist, zum Synonym für Frauengewalt an Männern zu werden. Dort, wo hundert mal mehr Männer ein solches Erlebnis eher als unerfüllten erotischen Traum hegen, anstatt reales Opfer zu sein, wirkt eine Thematisierung als Aufhänger für einen breiten Themenkomplex einfach nur lächerlich.

Lächerlich empfinde ich das nicht, aber was dieses Thema betrifft, muß ich Dir trotzdem recht geben. Man darf mich aber gerne eines besseren belehren.

Es gibt tausende andere Rubriken, die sich für die Sensibilisierung gegenüber weiblicher Täterschaft und männlicher Opferschaft bei weitem besser eignen.

Sehe ich auch so.

Apropos... mir ist da in letzter Zeit mal wieder etwas aufgefallen, aber vielleicht sehe ich das einfach nur falsch oder habe einiges nicht mitbekommen.
Da wird doch ein kleines holländisches Mädchen vermißt, daß von einem Campingplatz verschwunden ist. Es erscheint in sämtlichen Nachrichtensendungen und Zeitungen.
Ich habe bis jetzt aber, außer dem Fall Metzler, noch nicht mitbekommen, daß für kleine Jungen auch so ein Aufwand betrieben wird. Da bekomme ich höchsten noch mit, wie diese tot aufgefunden werden, meistens wurden diese Jungen auch vergewaltigt.
Habe ich da einiges nicht mitbekommen?

Christine

Re: ich halte Tomators Kritik für sehr konstruktiv!

Ferdi, Tuesday, 25.05.2004, 03:11 (vor 7928 Tagen) @ Der Eman(n)ze

Als Antwort auf: ich halte Tomators Kritik für sehr konstruktiv! von Der Eman(n)ze am 24. Mai 2004 22:47:09:

...wenn man versucht, äußerst seltene Randerscheinungen zum Massenphänomen hochzustilisieren, um dem "Mann=Täter, Frau=Opfer"-Schema entgegenzutreten, so hat man so ziemlich das kontraproduktivste Mittel gewählt, was man sich vorstellen kann.
[quote]So schlimm die Einzelfälle "Mann von Frau/en vergewaltigt" auch sein mögen, sie bleiben seltene Spezialfälle, Raritäten. Es gibt wohl keine Rubrik, die ungeeigneter dafür ist, zum Synonym für Frauengewalt an Männern zu werden. Dort, wo hundert mal mehr Männer ein solches Erlebnis eher als unerfüllten erotischen Traum hegen, anstatt reales Opfer zu sein, wirkt eine Thematisierung als Aufhänger für einen breiten Themenkomplex einfach nur lächerlich.
Es gibt tausende andere Rubriken, die sich für die Sensibilisierung gegenüber weiblicher Täterschaft und männlicher Opferschaft bei weitem besser eignen.
Vergewaltigungsopfer durch heterosexuelle Gewalt zu werden, ist Frauendomäne. Machen wir uns nichts vor. Wir brauchen uns dafür auch nicht zu entschuldigen. Männerspezifische Probleme werden davon in keinster Weise negiert. Daß andere diese Tatsache instrumentalisieren, um jegliche männerrechtliche Aktivitäten im Kein zu ersticken und zu diskreditieren, steht auf einem ganz anderen Blatt. Wir vergewaltigen nicht, wir brauchen uns für unser Engangement folglich auch nicht zu entschuldigen, da es keinen Zusammenhang zur Vergewaltigungsproblematik gibt.
[/quote]

Hallo Eman(n)ze!

Hier möchte ich mich anschliessen. Die Tatsachen zur Vergewaltigungsproblematik sind wirklich so und wir alle hier haben es nicht nötig, die wegzudiskutieren. Ich wende mich aber gegen die ungleiche Behandlung bei der Ahndung von Verbrechen vergleichbarer Schwere. Ich wende mich gegen den Frauenbonus, den Frauenrabatt, den es bei der Strafzumessung gibt. "Geiz ist geil", dieser Slogan hat sich in der Rechtsprechung eingenistet, wenn es um die Strafzumessung für Verbrecherinnen geht. Und dieser Staat gibt Frauen sogar in bestimmten Fällen die Lizenz zum Töten (Abtreibung). Ich fordere gleiche Bestrafung für gleiche Verbrechen und eine unumgehbare Beweispflicht des Klagenden. Wer andere eines Verbrechens oder einer anderen Gesetzesübertretung beschuldigt, der muss das beweisen. Das hat durchgängig zu gelten, vom Falschparker bis zum Mörder. Ein Staat, der irgendwo davon abweicht, der ist kein Rechtsstaat mehr.

Gruss,
Ferdi

Kraft durch Freude

Nick, Tuesday, 25.05.2004, 05:45 (vor 7928 Tagen) @ Der Eman(n)ze

Als Antwort auf: ich halte Tomators Kritik für sehr konstruktiv! von Der Eman(n)ze am 24. Mai 2004 22:47:09:

Hallo Eman(n)ze,

ich stimme deinen Gedanken im Prinzip zu. Es wäre selbstverständlich Unsinn, die landläufigen Denkblockaden ausgerechnet an diesem Punkt sprengen zu wollen. Die Mehrzahl der Opfer von Vergewaltigung sind Frauen und die Mehrzahl der Täter sind Männer. Punkt. Frauen brauchen deswegen mehr Schutz und Solidarität im Eindämmen und Verfolgen dieses Verbrechens als Männer. Das steht für mich außer Frage und es wäre böswillig oder Unsinn, uns anderes zu unterstellen. Deshalb sollten wir diesen Eindruck nicht eigens bestärken, der von interessierter Seite geschürt wird. So verstehe ich dich - und stimme wie gesagt zu.

Daraus folgt für mich aber nicht, daß man das Thema "Vergewaltigung von Männern" vollkommen meiden sollte; Arne hat dazu schon das Nötige gesagt. Denn auch, wenn Vergewaltigung eine "Frauendomäne" ist, so bedeutet das mitnichten, daß männliche Opfer keine Beachtung verdienten - womöglich gar deswegen, weil es "ja nur Männer" sind: es kann durchaus thematisiert werden, warum Männer - auch in dieser Frage - als Opfer von den meisten nicht einmal "gedacht" werden können... daß zum Thema Vergewaltigung auch der Strafvollzug gehört (wo das ein riesiges Problem darstellt)... daß Mißbrauch von Jungs keineswegs nur von Männern begangen wird, sondern eben oft von ihrer eigenen Mama, z.B. als "Partnerersatz" bei Alleinerziehenden, oder von anderen "lieben Tanten"... daß dazu im weiteren Sinne auch die fast lückenlose Feminisierung des Erziehungswesens gehört... etc. pp.

Noch wichtiger in der Diskussion aber finde ich klarzumachen, daß aus der Aussage "die meisten Opfer von Vergewaltigung sind Frauen" nicht der gedankenlose und absurde Umkehrschluß gezogen - oder eben von interessierter Seite "nahegelegt" werden darf, die meisten Männer wären Vergewaltiger. Das ist doch die feministische Schweinerei an dem Punkt!

So wird nämlich aus der fraglos gebotenen Verfolgung von Straftaten gegen Straftäter, analog z.B. Verfolgung von Diebstahl durch Zigeuner, eine Kampagne "gegen kriminelle Zigeuner". Und das genau ist eine rassistische Kampagne. Das klarzumachen wäre wichtig und lohnend und in der Vergewaltigungsfrage für uns vordringlich.

Was du in deinem letzten Absatz schreibst ist deshalb nach meinem Dafürhalten viel zu defensiv und läßt den Gegnern die Möglichkeit, ihre sexistische Schuldkampagne fortzuführen. Das Ergebnis dieser inzwischen jahrzehntelangen Kampagne ist in der allgemeinen Vorstellung ein Opfergeschlecht (Schwarzer bei Amnesty: "Wir Frauen sind das gefolterte Geschlecht!") - und ein Tätergeschlecht: "Männer sind potentielle Vergewaltiger!"

Dieser blanke, ordinäre Rassismus fällt vielen Menschen überhaupt nicht auf, wie ich bei unserer "Amnesty-Kampagne" jüngst wieder massiv erlebt habe. Für viele Leute ist Rassismus offenbar etwas ganz besonders Schönes und völlig alltäglich und normal, solange sie dabei nur "Mitglied der guten Menschen" bleiben können - ich nenne das den Opportunismus gegenüber der feministischen KDF: "Kraft durch Freude"! Das korrumpiert viele Menschen.

Man muß durchaus kein(e) Feminist(in) sein, um an dieser Art "Kraft durch Freude" Gefallen zu finden. Man mußte ja auch kein Nazi sein, um den persönlichen, ökonomischen Vorteil von "arisiertem Eigentum" zu erkennen und abzugreifen.

Das war eben im Grunde schon immer so.

Gruß vom
Nick

P.S.: Im übrigen bin ich ganz entschieden der Ansicht, daß solche Fragen rigoros nicht mit geistesgestörten Irren aus den feministischen Tobzellen im Internet diskutiert werden sollten, sondern mit geistig gesunden Leuten - die es außerhalb der Virtualität in großer Zahl gibt.

Zustimmung! Übrigens "feministische Tobzellen" ist gut ;-) (n/t)

Mic, Tuesday, 25.05.2004, 12:02 (vor 7927 Tagen) @ Nick

Als Antwort auf: Kraft durch Freude von Nick am 25. Mai 2004 02:45:55:

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