Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: @Emmalein - Gesundheitsvorsorge

Sebastian, Tuesday, 30.03.2004, 07:29 (vor 7983 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: @Emmalein - Gesundheitsvorsorge von Emmalein am 29. März 2004 11:53:09:

Lieber Sebastian,
ich wünsche dir nicht ,dass du in einer solchen neoliberalen Gesellschaft eine Frau mit KInd, ein Arbeitsloser, ein Alter oder ein behinderter Mensch wirst.

tja pech gehabt oder? ich wünsche dir auch nicht das du in einer demokratisch sozialistischen gesellschaft ein demokratiefeindlicher antisozialist wirst :-D oder das du auf die verkorkste idee kommen solltest einen lohn für herausragende mühen zu erhalten.
was spricht im übrigen dagegen eine arbeitslosenversicherung, eine altersversicherung oder eine kinderversicherung abzuschliessen (jawohl das geht auch in neoliberalen gesellschaften).

Kinderversicherungen gibt es nicht, nur Ausbildungsversicherungen.

wenn es eine nachfrage gibt mit der man geld verdienen kann wird es das geben.

Arbeitslosenversicherungen würde es unter privatwirtschaftlichen Bedingungen nicht geben; das bewusste Herbeiführen des Risikofalles wäre da einfach ein zu grosses Risko für die Versicherungsgesellschaft.
Private Altersvorsorge sollte heute jeder betreiben, denn es ist dumm, noch damit zu rechnen, noch viel aus dem staatlichen System zu bekommen.
Und wer arbeitslos ist, kann keine Versicherungen abschliessen, hat kein Geld für eine Wohnung und ist ganz schnell obdachlos.

langsam. es würde für all jene dinge eine versicherung geben für welche es einen markt gäbe mit dem man geld verdienen kann. nun führst du an das eine arbeitslosenversicherung nicht möglich wäre da der risikofall bewusst herbeigeführt werden könnte, mhm durchaus ein argument.
zunächst müsstest du umgekehrt fragen was passiert in unserem system wo derartiges an der tagesordnung (oder gibt es einen grund warum das weniger der fall sein sollte als bei einer privaten versicherung) ist?
führt derartiges nicht auf dauer dazu das entweder die versicherung (auch wenn sie staatl. ist) pleite geht oder eben der staat selbst sehr viel geld dareinpumpen muss (was zur pleite des staates führen könnte aber ihn finanziell zumindest schwächt). also was genau wäre daran in einem liberalen system schlechter?

Bei einer absolut neoliberalen Gesellschaft würdest Du Dich schnell an kapputte Zähne der Mehrheit, Alte und Kranke auf der Strasse und echte Grossstadt-Ghettos gewöhnen müssen. Viel Spass dabei.. Ich wandere derweil nach Schweden oder Finnland aus und wünsch Dir ein schönes Leben mit ungebildeten Kindern, Strassenkriminalität und vergammelten Behinderten und Alten auf der Strasse.

im grossen und ganzen denke ich nicht das ein sozialstaat finanzierbar ist, ausser man würde z.b. andere länder "ausbeuten" (wobei das ein relativer begriff ist). grundsätzlich würde ich behaupten das jede industrienation andere länder ausbeutet (handel mit diktaturen, bin gespannt woher die rohstoffe für handys kommen).

Es grüsst das Emmalein

Es grüsst zum Nachdenken bringen wollend
das Emmalein


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