Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: @Emmalein - Gesundheitsvorsorge

Sebastian, Tuesday, 30.03.2004, 07:14 (vor 7983 Tagen) @ Paul

Als Antwort auf: Re: @Emmalein - Gesundheitsvorsorge von Paul am 29. März 2004 16:35:21:

tja pech gehabt oder? ich wünsche dir auch nicht das du in einer demokratisch sozialistischen gesellschaft ein demokratiefeindlicher antisozialist wirst :-D oder das du auf die verkorkste idee kommen solltest einen lohn für herausragende mühen zu erhalten.
Ähem... wenn Du schon dem Marktliberalismus das Wort redest, solltest Du zumindest vom Funktionieren des Marktes als solches etwas verstehen. Einen entsprechenden Lohn gibt es nicht für "herausragende Mühen", sondern dann, wenn entsprechende Nachfrage im Verhältnis zum Angebot da ist.

was meinst du warum ich das wort "herausrageng" genommen habe? richtig weil etwas herausragend etwas seltenes ist und wertvolle leistungen darstellen, von daher existiert nach herausragenden dingen eine nachfrage.
aber gut man kann das sicherlich anders verstehen, ich stimme deiner aussage vollkommen zu das die angebot / nachfrage den preis bestimmt.

Es gibt keine leistungsabhängige Bezahlung in einer reinen Marktwirtschaft, da Leistung nicht objektiv bestimmbar ist, genauso wenig wie der "Wert" einer Aktie objektiv bestimmbar ist. Der tatsächliche Wert ist genau der Preis, der jemand bereit ist, dafür zu zahlen. Die objektive
Unbestimmbarkeit des Wertes von Waren und Leistungen ist überhaupt erst der Grund für die Existenz - und Überlegenheit - des Marktes.
Daß die meisten selbsternannten Experten des Kapitalismus keinerlei Ahnung von seinen Grundlagen haben, ist aber nichts neues. Ich rolle mich auch immer lachend über den Boden, wenn ich zufällig mal das Narrenkabinett bei NTV einschalte und ein sog. "Experte" die Begriffe "überbewertet" oder "unterbewertet" im Zusammenhang mit Aktien in den Mund nimmt.
Das alles ändert zwar nichts daran, daß der Kaptialismus m.E. die beste aller Wirtschaftsformen ist, und im Regelfall (aber nicht immer!) eine Einflußnahme des Staates mehr schadet als nützt. Aber ich frage mich teilweise, von wem die größere Gefahr ausgeht: Von utopischen Weltverbesserern, die das Heil in einer möglichst strikten Regulierung der Märkte sehen, oder von Möchtegern-Kapitalisten, die durch ihre "romantische Verklärung" des Marktes und ein sehr oberflächliches Verständnis desselben sogar systemgefährdende Probleme nicht sehen können.

nun alle fanatiker sind gefährlich, aber fanatismus ist eben ein antrieb.


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