Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Um Gottes Willen!

Ferdi, Monday, 15.03.2004, 15:04 (vor 7998 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Frauen und sexueller Mißbrauch von Kindern - Bitte um Hilfe von Emmalein am 15. März 2004 12:04:59:

Hallo Sunny!

Zu "Wildwasser":

Arne Hoffmann, "Sind Frauen bessere Menschen", Seite 286/287, Zitat:

Mit einem eindeutigen Urteil endete der sogenannte "Wormser Kinderschänderprozess", der in Mainz verhandelt wurde. "Den Wormser Massenmissbrauch hat es nie gegeben", erklärte der Vorsitzende Richter Lorenz gleich zu Beginn seiner Urteilsverkündung. Drei verschiedene Strafkammern waren nach 327 Prozesstagen in mehr als zweieinhalbtausend Seiten Begründung unabhängig voneinander zu diesem Urteil gekommen. Die Angeklagten seien "wegen erwiesener Unschuld" freizusprechen, eigentlich hätte dieser Prozess niemals stattfinden dürfen. Auf der Anklagebank sassen plötzlich die selbsternannten Ermittler, Kinderschützer, Mitarbeiter von Jugendämtern, aber auch die Staatsanwälte und Medienvertreter. "So kann man sich in einem Rechtsstaat nicht verhalten", warf Lorenz der Staatsanwältin vor, und erklärte ihr wie in einem Examen, was sie alles > > vergessen hatte<<. Sie hatte in ihrem Plädoyer, in dem sie 15 Jahre Freiheitsstrafe gefordert hatte, 26 Gutachten übergangen, die in keinem der 89 Fälle einen Missbrauchsvorwurf erkannt hatten. Dafür hatte sie die dubiosesten Stellungnahmen zugelassen: Ein Arzt hatte bei einem Jungen Missbrauch attestiert, den er garnicht untersucht hatte. Er vermeinte auch, frische Missbrauchsspuren bei der Tochter des Hauptangeklagten entdeckt zu haben, obwohl diese zu diesem Zeitpunkt längst bei den Pflegeeltern lebte. Ähnliche Spuren entdeckte er bei einem Kind, dessen Eltern schon in Haft waren. In einem Fall hätte ein Kind schon vor seiner Geburt vergewaltigt worden sein müssen.

Insbesondere der Fachfrau Ute Plass von "Wildwasser" wurde vorgeworfen, eine verheerende Rolle gespielt zu haben. Sie hätte nach der Devise > > Im Zweifel für den Missbrauch<< gehandelt. In ihren Befragungen hätten die Kinder sagen können was sie wollten, alles hätte zur Festigung des Verdachtes beigetragen. Ihr war es ebenso gelungen, einen Arzt aufzutreiben, der die erwähnten falschen Gesundheitszeugnisse ausstellte, wie zwei junge Staatsanwältinnen vom Sonderdezernat "Gewalt gegen Frauen" auf ihre Seite zu ziehen.

Soviel zu "Wildwasser". Wenn die hören, dass eine Frau beschuldigt wird, glaubst Du ernsthaft, ausgerechnet die würden da tätig?

Gruss,
Ferdi


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