Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Feminismus/Maskulismus

Tran, Friday, 13.02.2004, 14:25 (vor 8029 Tagen) @ Garfield

Als Antwort auf: Re: Feminismus/Maskulismus von Garfield am 13. Februar 2004 10:42:

Guten Tag Garfield!

Deine Bedenken in Bezug auf den Maskulismus kann ich gut nachvollziehen. Deshalb würde ich mich selbst auch gar nicht als Maskulist bezeichnen.

Eben. Sollte ich mit meiner Definition bezüglich des Maskulismus richtig liegen würde ich mich nicht gern als solcher bezeichnen. In diesem Fall wäre ich schliesslich auch nicht besser als ein Feminist.

Im Moment ist es einfach so, daß man gegen diverse männerfeindliche Vorurteile in der Gesellschaft angehen muß, und so wirken auch die echten Maskulisten heute durchaus positiv, jedenfalls sofern sie nicht zu radikal vorgehen und damit Menschen, die sie sonst vielleicht überzeugt hätten, vor den Kopf stoßen.

Natürlich ist die Männerbewegung in unserem Land und unserer Zeit absolut notwendig. Allerdings sehe ich die Gefahr das sich wie bei den Feministen eventuell einmal ein paar Hardcore-Maskulisten herausbilden und festsetzen könnten. Also im Grunde wie im derzeitigen Feminismus, nur eben umgekehrt.
Puh - doof erklärt. ;-(
Ich hoffe Du verstehst dennoch worum es mir geht.

Wenn irgendwann aber mal der Punkt erreicht ist, an dem die meisten Menschen diese Vorurteile als falsch erkannt haben und dann auch Benachteiligungen für Männer abgebaut werden, dann besteht die Gefahr, daß sich zu den Berufsfeministinnen auch noch Berufsmaskulisten gesellen, die dann natürlich analog zu den Berufsfeministinnen ihre berufliche Existenzberechtigung nachweisen wollen werden, indem sie immer neue Benachteiligungen für Männer erfinden.

Ja, genau das meine ich weiter oben.
Ich glaube nicht ob es so kommen würde, aber es besteht schliesslich die Möglichkeit.

Der Geschlechterkrieg, wie ihn Feministinnen schon lange propagieren, könnte dann voll ausbrechen, und das würde der ganzen Gesellschaft schaden.
Das Problem sollte man im Auge behalten. Deshalb finde ich die Forderung nach Männerbeauftragten nicht unbedingt positiv. So sehr sie im Moment auch nötig wären, um die einseitige Bevorzugung von Frauen zu stoppen: Es würde auf Dauer mehr Schaden als Nutzen bringen, wenn man jeder Frauenbeauftragten auch noch einen Männerbeauftragten zur Seite setzt und die beiden dann als Gleichstellungsbeauftragte bezeichnet. Sinnvoller wäre für mich die ersatzlose Streichung sämtlicher Stellen für Gleichstellungsbeauftragte. Das würde zwar ein großes Geheul unter Gleichstellungsbeauftragten geben, aber die Gesellschaft würde dadurch keinen Schaden erleiden, sondern noch eine gute Summe Geld einsparen.

Ersatzlose Streichung sämtlicher Stellen für Gleichstellungsbeauftragte, hm. Ich glaube nicht das das jetzt gut wäre. Im Moment wäre ein Gegensteuern gegen den Feminismus schon nötig, meiner Meinung nach.
Allerdings könnte man die Gleichstellungsbeauftragten nicht nur aus Frauen sondern aus beiden Geschlechtern zusammenstellen.

Tran


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