Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Den Maskus geht der A.... auf Grundeis *grins*

Max, Saturday, 07.02.2004, 00:04 (vor 8035 Tagen) @ Rüdiger

Als Antwort auf: Re: Den Maskus geht der A.... auf Grundeis *grins* von Rüdiger am 06. Februar 2004 20:35:23:

Hallo Rüdiger,

man kann nicht nur, man muß sie sogar mit solchen Äußerungen davonkommen lassen wollen. Ich jedenfalls schon, allein schon deshalb, weil ich, wie Du richtig bemerkt hast, selbst kein Süßholzraspler bin. Es gibt aber noch einen anderen Grund: Wer schreiben und sagen kann, was er will, und wer das auch tut, der zeichnet ein sehr viel realistischeres Bild von sich und dem, was er so "denkt", als einer, der sich ständig überlegt, wie er das, was er eigentlich meint, am schönsten verklausulieren kann.

Zwar ist es schon deftig, was von den Femis im Dunstkreis der M. so alles abgelassen wird, aber sie verstellen sich wenigstens nicht. Man kann schwarz auf weiß lesen, welche Geistesblähungen ihnen die Tippgriffel führen. Gut so. Sie sprechen für sich und jedermann kann sich ein Bild machen. Und die richtigen Leute werden sich deswegen auch das richtige Bild machen. Kein Grund, ihnen irgendwas verbieten lassen zu wollen. Wenn sie sich selbst "in´s Knie schiessen" wollen - bitte. Soll mir recht sein...

Dasselbe gilt übrigens für fragwürdige Äußerungen meinerseits. Es mag etliche Leute geben, die bei Moni und mir nicht mehr schreiben, weil wir ihnen "zu radikal" sind, "zu einseitig", "zu frauenverachtend" usw. - so what?

Ich kann es nur immer wiederholen: Es hat keinen Sinn, Ausdrücke zu verwenden, die niemand kennt. Ausdrücke, über die sich Leute aufregen, die kennen sie also auch. Es sind Ausdrücke, die in der Sprache vorkommen. Warum also sie nicht benutzen und sich stattdessen eine Diktion aufschwatzen lassen, die mehr verschleiert, als sie erklärt. Warum jemanden respektvoll behandeln, dem man beim besten Willen keinen Respekt zollen will? Wenn ich jemanden für ein A******** halte, dann sage ich das entweder nicht und wenn ich es doch sage, dann eben genau so und nicht: "...halte die Äußerungen des/der für ein Stück weit kritikwürdig o.ä."

Dadurch, daß wir uns in einem Sprachgebrauch üben sollen, der handfeste Konflikte zu "diskussionswürdigen Meinungsverschiedenheiten" herunterredet, die womöglich noch "in einer von gegenseitigem Respekt getragenen Art und Weise" einer "konstruktiven Lösung" zugeführt werden sollen, lassen wir uns doch die Spielregeln schon diktieren. Und die Spielregeln sind da nicht zu unseren Gunsten! Frauen tragen Konflikte subtiler, hinterfotziger und intriganter aus als Männer, von jeher! Die haben da die besseren Karten! Wir können das nicht so "gut" und Hinterfotzigkeit und Intriganz gehen gegen unsere "Mannesehre". Wer das nicht sieht, daß die Sprache der Politischen Korrektheit das wirksamste Mittel der Femis ist, uns in dem Glauben zu lassen, wir hätten eine Waffe, uns zu wehren, wo wir in Wahrheit nur ins Leere laufen gelassen werden - der ist meiner Ansicht nach ein wenig mit Blindheit geschlagen, sorry.

Das Femivolk ist die Seuche. Und wir sind Seuchenbekämpfer. Also führen wir uns auch so auf, - ich jedenfalls und hoffentlich werden es mehr. Es wird sich zeigen, wie lange die HerrscherInnen über die Diktion sich die Arroganz noch werden leisten können, einer argumentativen Auseinandersetzung mit ihren Feinden wegen Stilfragen und Wortwahl von vornherein aus dem Wege zu gehen. Es werden ganz konkrete Sachfragen zählen müssen, unabhängig davon, ob Stil und Wortwahl gefallen oder nicht.

In unserem Forum wird F**** ausgeschrieben, wenn wir F**** meinen. Sollen sie sich doch dran gewöhnen, die F*****. Und wenn sie´s nicht tun: Ändert an der allgemeinen Faktenlage gar nichts.

Und Volksverhetzung: Einen noch lächerlicheren Begriff gibt´s nicht!
Diesen Schwachsinn muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: Das Volk verhetzen...tztztz. Das Volk ist bereits "verhetzt"! Wenn ich jetzt noch ein bißchen weiterhetze, dann rennt es, wenn ich Glück habe, in die andere Ecke seiner Schafsweide, auf die es zum seligen Blöken ohnehin schon "gehetzt" worden ist. Der elektrische Zaun der Firma Strafgesetzbuch bleibt derselbe. "Volksverhetzung" - zum schreien blöde.
Ah, ehe ich es vergesse: Der fassungslose Einwand "ja....aber...das Gesetz..." fällt bei mir auf steinharten, trockenen Boden. Mit dem Willen eines Volkes, Gesetze allein deswegen schon zu respektieren, weil der größte Blödsinn mitunter "Gesetz" heißt, ist schon viel Schindluder getrieben worden.

Kant lesen! Selber denken!

Gruß - Max


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