Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Apropos Fragen, die immer offen bleiben

Daddeldu, Wednesday, 28.01.2004, 16:17 (vor 8045 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Fragen, die immer offen bleiben. von Emmalein am 27. Januar 2004 16:33:45:

Hallo Emmalein,

eine Frage an Dich, die auch offen geblieben ist, obgleich ich sie nun schon mehrfach wiederholt habe, lautet:

Woher kam Deine Behauptung

Aber man darf eine Sache nicht vergessen: Zwei Drittel der Frauen fordern keinen Unterhalt für sich, ein Drittel nicht einmal für ihre Kinder.

Ich führte damals dazu aus:

Wer öfter mal von Scheidungen etwas mitbekommt wird sich über diese Statistik wundern. Deswegen muss die Frage erlaubt sein, woher du sie hast. Und auf welche Grundmenge beziehen sich die 2/3 bzw. 1/3? Du sprichst nämlich von „den Frauen“, was sehr vage ist, bzw, wenn wörtlich genommen, nicht gerade für die Frauen spricht: 1/3 aller Frauen will Unterhalt? Singles, Reiche, Berufstätige, Verheiratete? Das wäre dann sicherlich das 10-fache derjenigen, denen Unterhalt zusteht.

Aber in dem Zusammenhang, in den Du den Satz gestellt hast, würde als Grundmenge nur die Menge der Frauen, die geschieden wurden und anspruchsberechtigt sind einen Sinn machen.

Das ist schwer zu glauben. Zwei Drittel aller Geschiedenen die Unterhalt bekommen könnten verzichten darauf freiwillig und bewusst?

Wer artig seinen Hoffmann* gelesen hat, sollte zumindest eines gelernt haben: Das Feministinnen sehr, sehr oft Schindluder mit Statistiken treiben. Eine sehr beliebte Form solchen Schindluders ist die falsche Wahl der Grundmenge. Deshalb vermute ich, dass dies auch bei dieser Zahl so sein wird. Es könnte zum Beispiel sein, dass nur ein Drittel aller geschiedenen Frauen Scheidungsunterhalt fordert. Das dürfte dann aber auch grob die Menge der Frauen sein, die sich eine Chance auf Unterhalt ausrechnen.

Daher: führe die Statistik doch bitte etwas genauer aus.

Gruß, Daddeldu

*Hoffmann, Arne: „Sind Frauen bessere Menschen?“

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