Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Robert Merle, Die geschützten Männer

Garfield, Monday, 22.12.2003, 17:12 (vor 8081 Tagen) @ Rüdiger

Als Antwort auf: Robert Merle, Die geschützten Männer von Rüdiger am 19. Dezember 2003 18:23:18:

Hallo Rüdiger!

"Erstaunlich, daß so was in der DDR überhaupt gedruckt werden konnte; Robert Merle war dort überhaupt weitaus geschätzter als hier im Westen, sagte der Deutschlandfunk im letzten Sommer anläßlich der Würdigung seines 95. Geburtstags."

In der DDR wurde alles gern gedruckt, was irgendwie das westliche System kritisierte. Natürlich sollte diese Kritik nur als gegen den Westen gerichtet verstanden werden (deshalb auch der unsinnige Klappentext).

Noch deutlicher wurde das bei der Friedensbewegung. Natürlich kam es der DDR-Propaganda sehr gelegen, wenn im Westen Leute gegen Atomwaffen demonstrierten. Der Spruch "Frieden schaffen ohne Waffen" stieß bei den DDR-Ideologen allerdings nicht gerade auf Begeisterung. So pauschal gesagt betraf das nämlich auch die Waffen des Ostblocks. Das waren aber natürlich "gute Waffen", die man mit den "bösen Waffen" des Westens keinesfalls in einen Topf werfen durfte. Deshalb modifizierte man diesen Spruch etwas, und heraus kam "Frieden schaffen mit immer weniger Waffen"...

Freundliche Grüße
von Garfield


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