Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Emma und die Notgeilheit

Mic, Friday, 19.12.2003, 14:15 (vor 8084 Tagen) @ Garfield

Als Antwort auf: Re: Emma und die Notgeilheit von Garfield am 19. Dezember 2003 08:00:50:

Ich bin durchaus deiner Meinung.

Der Punkt dass 'im Prinzip' zwischen männlichem und weiblichem Wunsch nach sexuellen Aktivitäten wenig Unterschied sein mag ist für mich mehr von akademischem Interesse. Unter Einwirkung diverser vorprogrammierter Verhaltensweisen und Rollenbilder ergibt sich schon ein sehr unterschiedliches Bild, denke ich. Meistens ergibt sich, zumindest nachdem die erste Verliebtheit vergangen ist, die Situation, dass Männer mehr wollen als ihre Frauen. Das ist denke ich auch was ich in diversen Studien gelesen habe und was ich in meinem pesönlichen Umfeld gehört habe.

So entwickelt sich ganz natürlich eine Art 'Markt'; klar wäre es interessanter, wenn Frauen aus sich heraus Interesse hätten, wenn das nicht ist wäre denkbar, dass sie es ihrem Mann zu liebe machen (oh nein, oh nein wie schrecklich) wenn das nicht geht muss bezahlt werden, oder eben auch nicht - wenn der Preis immer höher wird und das dafür 'gebotete' immer schwächer bricht das System zusammen und es passiert eben GAR NICHTS mehr.

Nur irgendwie verliert letztlich auch die Frau dabei, durch das 'sich verbieten Lust zu empfinden' (weil das der Rolle der 'sich opfernden' widerspräche und auch der künstlichen Verknappung zuwiderliefe), hat sie eben nichts mehr, auch nichts positives.

Eigentlich ist die Disposition für das sexuelle Zusammenleben der Geschlechter wie ein Hohn: die Frauen haben etwas bekommen, ihre sexuelle Anziehungskraft, mit dem sie selbst (i.A.) nichts anfangen können, die Männer die Fähigkeit Attraktivität wahrzunehmen und daraus Genuss zu erfahren wenn die Frau das zulässt.. Vielleicht hat das ja alles irgend einen tieferen Sinn, und sei es nur den, dass sich jemand einen grandiosen Witz erlaubt hat.

Nochmal, das ist rein 'phänomenologisch' gemeint, keine Aussage über männliche und weibliche Sexualität 'im Prinzip'.


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