Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Heisst Gleichberechtigung auch Frauenwehrpflicht?

XRay, Wednesday, 22.10.2003, 15:35 (vor 8142 Tagen) @ reinecke54

Als Antwort auf: Heisst Gleichberechtigung auch Frauenwehrpflicht? von reinecke54 am 21. Oktober 2003 19:50:36:

Gleichberechtigung sagt zunächst mal nur
gleiche Berechtigung. Da wird nichts gesagt von gleichen Pflichten.
Eine Berechtigung bezieht sich auf eine Option etwas tun oder zu lassen.
Eine Pflicht dagegen bedeutet, dass es keine Option gibt, ist also eine eingeschränkte Berechtigung.
Es heisst also nicht umsonst "Gleiche Rechte, gleiche Pflichten".
In diesem Sinne bedeutete Gleichberechtigung auch Frauenwehrpflicht, ja.

Frau hat ja erkannt, daß das mit dem Begriff "Gleichberechtiung" irgendwie nicht so ideal ist, weil viele Menschen eben jenes "gleiche Rechte, gleiche Pflichten" verinnerlicht haben und daher auf falsche Gedanken kommen. Angestrebt ist nicht Gleichberechtiung, sondern Bevorrechtung von Frauen. Neue Namen für die gleiche Zielsetzung sind "Gleichstellung" und "gender mainstream".

Die Wehrpflicht wurde hier übrigens schon mehrfach diskutiert. Insofern wundere dich nicht, wenn hier nicht viel Feed Back kommt.
Auch der Link zu wehrpflicht-abschaffen war hier schon gepostet worden.

Ich denke, dass es keinen Zweifel geben kann, dass die Wehrpflicht wie sie heute besteht nicht zu rechtfertigen ist. Der Fehler liegt allerdings bereits im Grundgesetz, das eben im Punkt Wehrpflicht Abstriche bei Grundrechten macht. Hier werden ganz eindeutig nur Männer für die Ausübung von Gewalt verpflichtet. Man sieht hier, dass wir von der Rollenvertielung der Steinzeit nicht weit entfernt sind. Es wäre meines Erachtens wichtig jede Fixierung auf eine Rolle aus Gesetzen zu elimineren, wenn wirklich jedem gleiche Optionen gegeben werden sollen.
Und bei der Basis, dem Grundgesetz, müsste begonnen werden.
Heisst aber auch, dass Sprüche wie:
"Mütter geniessen besonderen Schutz" zu überdenken wären.

Und wenn wir hinsehen, dann passiert im Grunde das Gegenteil. Mehr und mehr fliessen in die Gesetze Frauenvorrechte ein.
Gleichstellung durch Bevorrechtung heisst offenbar die Devise. Dass das dabei keine Gleichstellung herauskommen kann, liegt auf der Hand.
Wer wird je auf ein Vorrecht verzichten. Den Schritt zurück wird es von daher nicht geben. Ein gutes Beispiel ist hier eben auch die Wehrpficht.

Es gibt da den Spruch:
"Was du verbessern kannst, verbessere.
Was du nicht verändern kannst, akzeptiere und mache das Beste daraus.
Habe die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden"

Männer werden eben als Menschen zweiter (oder dritter) Klasse gehandelt.
Können wir etwas verändern?
Das Grundgesetz werden wir zunächst mal nicht ändern können.
Die Frage ist also, was können wir verändern (verbessern)?


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