Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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und noch was zum Thema:

Odin, Saturday, 06.09.2003, 16:28 (vor 8187 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: An alle überforderten Mütter von Odin am 06. September 2003 13:24:32:

AN OPEN LETTER TO THE U.S. HOUSE & SENATE

AUGUST 31, 2003

Regarding: Psychiatric “Brain Diseases”--Greatest-Ever US Health Care Fraud

From: Fred A. Baughman, Jr., MD, Neurologist/Child Neurologist
1303 Hidden Mountain Drive
El Cajon, CA 92019
fredbaughmanmd@cox.net
adhdfraud.com

( Original am Schluss der Übersetzung)

Sehr geehrter U.S. Senator, sehr geehrter Abgeordneter des Repräsentantenhauses,

Die Psyche ist nicht der Körper; geistig ist nicht physisch; Psychiatrie ist keine Medizin. Und doch hat der Kongress seit 1970 die „Diagnose" und die „Behandlung" psychiatrischer „Krankheiten" gesetzlich verankert, als ob es sie tatsächlich gäbe, so dass heute 10 Million völlig normalen U.S. amerikanischen Schulkindern Medikamente verabreicht werden, als ob sie an körperlichen Krankheiten litten.

Ich bin seit 40 Jahren Kinderneurologe und habe bei jedem Patienten festgestellt, ob eine Krankheit vorliegt oder nicht. Psychiater sollten dies nicht tun. Ich habe nachweisbare Krankheiten diagnostiziert, während Psychiatrie noch beweisen muss, dass ein einziger Fall für das DSM eine somatisch/körperliche Krankheit ist. Wissenschaft oder Humbug? Die Beweislast liegt bei jenen, die Vorgaben machen, nicht bei dem Patienten oder Eltern, die ein Recht auf Beweise haben, da diese die Grundlagen einer informierten Zustimmung sein müssen. Gibt es dort eine Anomalie / eine Krankheit, etwas, was „normal“ gemacht werden sollte? Wenn nicht, ist ärztliche Behandlung nicht gerechtfertigt. Würden Sie Ihrem eigenen Kind Medikamente geben, wenn sie nicht wüssten, ob es eine eigentliche Krankheit hat oder nicht?

Ich sagte am 29. September 2000 zur Kongress-Anhörung über „Medikamentenverabreichung bei Verhaltensstörungen in der Schule“: „Ist es völlig normal,, Millionen von Kindern ADD/ADHD anzuhängen? Denn sobald ein Arzt sagt, dass irgendein psychiatrische Zustand eine Krankheit ist, ist es betrügerisch“. David Fassler vom APA sagte kein Wort zur Widerlegung. Der Kongress sollte froh gewesen sein zu hören, dass seine Kinder normal sind, aber offensichtlich wollten sie es nicht wissen.

1948 wurde die 'Neuropsychiatrie' aufgegliedert in Neurologie und Psychiatrie. Die Neurologie beschäftigt sich mit organischen Krankheiten des Gehirnes, die Psychiatrie mit psychischen Befindlichkeiten bei ansonsten organisch gesunden Menschen [1].

Psychiatrische Arzneimittel kamen in den fünfziger Jahren auf und führten zur De-facto-Fusion der Psychiatrie und pharmazeutischen Industrie und ihrer gemeinsamen Marktstrategie: Wenn man alle Verhaltens- und emotionalen Probleme als Gehirnkrankheiten/chemische Störungen definiert, braucht man chemische Beruhigungsmittel – Pillen also !

Am 29. September 1970 eröffnete Chairman Cornelius Gallagher, D-NJ, die Kongressanhörung „Federal Involvement in the Use of Behavior Modification Drugs on Grammar School Children“: „Einer unserer Zeugen soll hier heute sagen, dass diese Art der Therapie von der gegenwärtigen Anwendung auf eine Anwendung bei 200000 bis 300000 amerikanischen Kindern anschwellen wird. Hier startete das Psychopharma-Kartell seine Behauptung, dass ADHD eine Gehirnkrankheit sei, die medikamentöse Behandlung bräuchte.
Ronald Lipman vom FDA behauptete: „Hyperkinesis ist ein medizinische Angelegenheit. Es sollte von einem Mediziner diagnostiziert werden. John Peters vom Nationalen Projekt der Minimum Brain Dysfunction versicherte: „Wir müssen hauptsächlich analog zu dem Verhalten jener Kinder, die nachgewiesene Gehirnschädigungen haben, davon ausgehen, dass beim gleichen Verhalten von bis dato normalen Kindern ebenfalls ein Gehirnschaden vorhanden sein muss.“

Am 12. Oktober 1970 schrieb der Kongressabgeordnete Cornelius Gallagher dem HEW-Sekretär Elliott Richardson: „Ich habe sehr kritische Berichte über die einseitige Sicht der Medizin auf kleinere Gehirnstörungen erhalten, welche eine von wenigstens achtunddreißig Fälölen für diesen Zustand ist.... Solch ein hohes Vorkommen in der Bevölkerung – bald 30 % in ghetto-Gebieten – kann auf keinem Fall pathologisch sein.
Der DSM verzeichnet 112 psychische Krankheiten im Jahr 1952, wuchs auf 224 im Jahre 1980 an und verzeichnet 374 psychische Krankheiten im Jahr 1994.

In Jahr 1993 versicherte Baughman [2] bei Anhörungen zu NIH-Untersuchungen über Unsoziales, Aggressivität und Verhalten ( wobei sie alle solchen Verhaltensauffälligkeiten zu Krankheiten machen): „Wenn, wie ich überzeugt bin, diese Phänomene keine Krankheiten sind, wäre es unmoralisch, Forschung zu initiieren, um biologische Eingriffe auszuwerten – unmoralisch und verhängnisvoll unwissenschaftlich.
Im Jahr 1996 schrieben Schiller (Dept. of Ed.), Jensen und Swanson (NIMH) [3]: “Eines Tages werden Eltern und Lehrer erkennen, dass Kinder mit ADD nicht faul oder „schlecht“ sind, aber eine biologische Funktionsstörung haben; sie können dann aufhören, sich selbst Vorwürfe zu machen....“ Es ist Jensen, der das Ende der elterlichen Sorge predigt, um psychiatrische Willfährigkeit zu erhalten. Es ist Jensen, der es abgelehnt hat, ADHD seines eigenen Sohnes zu „behandeln“.

Am 15. Juli 1996 bestätigte Christopher Shays, R-CN [4], das moralische Dilemma und trug vor: „Bei ADHD bemühen wir uns, die Grenze zwischen persönlichem Charakter und Pathologie zu ziehen, und wir stellen Millionen von Kindern und Erwachsenen auf eine von den beiden Seiten der gesellschaftlichen, medizinischen und gesetzlichen Grenze, welche Gesunde von Kranken trennt. Wir sollten so nur mit der größten Sorgfalt und mit besonderer Zurückhaltung vorgehen, wenn wir unsere Kinder zu medizinischen Patienten machen...“ Aber da ging er schon sehr weit. Das epidemiologische Etikettieren und das Pillen-Verschreiben ging weiter.

Am 8. Oktober 1996 schrieb Lawrence Diller [5] der schikanös behandelten Mutter Sue Parry: „Der Grund, dass es für Sie unmöglich war, irgendwelche Artikel zu erhalten, die deutlich die Evidenz einer physikalischen oder chemischen Anomalie aufzeigen, ist der, dass es keine Evidenz gibt. Die Suche nach einem biologischen Hinweis ist vom Beginn an zum Scheitern verurteilt wegen der Widersprüche und Zweideutigkeiten des diagnostischen Konstrukts von ADHD“. Hier hatten wir es: Der Grund warum ADHD keine Krankheit war; der Grund warum ADHD niemals eine Krankheit sein würde!


Am 15. April 1998 schrieb ich Attorney General Reno": Der größte Betrug der Gesundheitsfürsorge in der U.S. Geschichte ist die Vorgabe, ADHD sei eine Krankheit, und das Betäuben von Millionen von normalen Kindern". Keine Antwort.

Im November 1998 hielt William Carey auf der NIH- Konsens-Konferenz „Ist ADHD eine gesicherte Funktionsstörung?" eine Ansprache und schloss: „Das, was als ADHD in den Vereinigten Staaten beschrieben wird, scheint eine Reihe normaler, verschiedener Verhaltensweisen zu sein,..." Normale Kinder, die normal handeln!

James Swanson und FX Castellanos (NIMH) sprachen auf der Tagung „Die Biologischen Grundlagen von ADHD“ (die es nicht gibt). Von einer meta-Analyse der KST-Gehirn Ultraschallaufnahmenforschung berichteten sie: „Filipek und Kollegen [6] berichteten, dass eine Gruppe von Kindern mit ADHD/HKD (hyperkinetische Syndrom) Gehirnvolumina über 10 Prozent kleiner hätten als normal. Castellanos und Kollegen berichteten [7], dass die rechten, vorderen, frontalen, caudaten und Globus-pallidus-Gebiete ungefähr 10% kleiner waren in einer ADHD/HKD-Gruppe als in einer Kontrollgruppe.

Baughman fragte beim Vortrag: „Dr. Swanson, warum erwähnen Sie nicht, dass praktisch alle der ADHD-Fälle in den Neuroimaging-Studien unter ständiger Stimulanstherapie gewesen sind, und dass dieses die wahrscheinliche Ursache für ihre Gehirnatrophie ist?

Swanson: „Ich verstehe, dass dies eine kritische Frage ist, und in der Tat plane ich ein Studie, das zu erforschen. Ich habe es noch nicht getan.“

In den 12 Jahren, seitdem Nasrallah u.a. [8] angedeutet hatten, die Arzneimittel, nicht die nie bestätigte „Krankheit" ADHD verursache die Gehirnatrophie, lehnten es der NIMH und alle psychiatrischen Forschungen ab, unbehandelte ADHD-Fälle mit Normalen zu vergleichen, um zu sehen, ob es oder ob es keinen Unterschied gibt, und sie stellten die ganze Zeit das als „Beweis“ der „Krankheit“ ADHD dar, was vermutlich eine durch Arzneimitte induzierte Atrophie war.
Das NIMH und CHADD waren mit der Absicht zur Konsens-Konferenz gekommen, das Swanson-Castellanos-Ergebnis der Gehirnatrophie als Beweis darzustellen, dass ADHD eine „Krankheit“ sei. Mit der Tatsache – öffentlich erklärt - , dass all die ADHD-Fälle medikamentös behandelt worden waren, war am 18. November 1998 letztlich die Aussage der Konsens-Konferenz (und konnte nur sein): „Wir haben keinen unabhängigen, gültigen Test für ADHD, es gibt keine Daten, die zeigen, dass ADHD eine Gehirnfunktionsstörung ist“.

18 Jahre nach ihrer Erfindung, als die Epidemie inzwischen die Zahl 4.4 Millionen erreicht hatte, war dies ein öffentliches Geständnis, dass es die „Krankheit“ ADHD gar nicht gibt.
Am 13. Dezember 1999 wurde der Surgeon General, David Satcher [9], Psycho-pharma-Propagandist und verkündete in der allerersten Surgeon General’s Report on Mental Health: „Geisteskrankheit ist nichts anderes als Zuckerkrankheit, Asthma oder andere physische Leiden.... Wir kennen die chemischen Funktionsstörungen, die wir behandeln werden....“

Baughman [10] forderte Satcher's Rücktritt und konstatierte: „Alle Ärzte wissen, dass das Vorhandensein einer jeden echten Krankheit von einem objektiven Befund - einem physikalischen oder chemischen - bestätigt wird. Sie wissen, dass es bei Depression, Schizophrenie und anderen Geisteskrankheiten weder zu Lebzeiten noch bei der Autopsie eine Abnormalität gibt. Ihre Funktion in diesem Betrug ist klar, Sie sollten zurücktreten.“

Im Januar 2000 erkannte Castellanos [11] an: „Ein unbestreitbarer Beweis fehlt immer noch... Ich bin überzeugt, dass wir die Tatsache für organische Ursachen bestätigen werden.“

Am 9. Oktober 2002 veröffentlichte Castellanos [12] die erste Studie von ADHD, die eine beträchtliche Anzahl ungeklärter Fälle enthielt. Aber einmal mehr fehlte ein kontrollierter, gesicherter Vergleich von nicht medikamentös behandelten ADHD-Fällen mit wirklichen, vergleichbaren, „normalen“ Kontrollpersonen. Stattdessen verglichen sie die 49 ADHD-Fälle (nicht behandelt) mittleren Alters von 8.3 Jahren mit einer Kontrollgruppe, deren mittleres Alter 10.9 Jahre war, - 2.6 Jahre älter und größer, mit Organen -Gehirn eingeschlossen - , die auch 2.6 Jahre älter und größer waren ! Castellanos lieferte keinen Beweis dafür, ob ADHD die Ursache für die Gehirnatrophie war, noch, ob das Medikament Ritalin und die Amphetamine nicht die Ursache waren. Er sagte nur, dass es so sei.

Die Hauptfrage ist, ob psychiatrische Krankheiten/chemische Ungleichgewichte Gehirnkrankheiten sind oder nicht. Hier sollten die American Academy of Neurology (in der ich Fellow bin) und die Child Neurology Society (in der ich Mitglied bin) vor dem Kongress aussagen. Sie wissen so gut wie ich, dass sie es nicht sind. Und sie wissen so gut wie ich, dass dies die Aufgabe und die Pflicht der Neurologen, nicht der Psychiater ist. Sie sollten wenn nötig vorgeladen werden.

Sie werden zu dem Schluss kommen, dass ich eine schreckliche Wahrheit ausspreche. Es gibt keine wissenschaftliche Debatte, es gibt nur reinen, wissenschaftlich-medizinischen Betrug. Das psychiatrische Betäuben von Millionen von gänzlich normalen, wenngleich gestörten, schwierigen, falsch erzogenen Kindern in den USA auf Grund medizinisch-wissenschaftlicher Täuschung und legislativer/richterlicher Nötigung ist eine beispiellose Schande in der Geschichte der USA.
( Übersetzt von Arnulf Knieriem )


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