Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: unschuldige Männer

Garfield, Friday, 15.08.2003, 17:46 (vor 8209 Tagen) @ Ferdi

Als Antwort auf: Re: unschuldige Männer von Ferdi am 15. August 2003 11:13:34:

Hallo Ferdi!

Oh, danke für das Lob! :-)

"Ich nehme mir diese Privilegien einfach, sie stehen mir zu. Da frage ich niemand..."

Als Single mußt du ja auch niemanden fragen. In einer Partnerschaft ist das aber leider häufig nicht so einfach. Frauen suchen sich in der Regel Partner, die ein paar Jahre älter sind und somit allein durch den Altersunterschied oftmals schon einen Gehaltsvorsprung haben. Darüber hinaus achten Frauen bei ihrer Berufswahl auch immer noch weniger auf die Verdienstmöglichkeiten, sondern sie wählen bevorzugt Berufe, die sie entweder sehr interessieren oder für die sie nicht sonderlich hohe Voraussetzungen mitbringen müssen.

Irgendwann möchten viele Paare dann ein Kind. Aus den obengenannten Gründen verdient meist der Mann besser, und ein Kind kostet Geld. Also ist somit klar, wer beim Kind zu Hause bleibt und wer die Familie ernähren darf. Schon haben wir wieder die alte Rollenverteilung, und schon findet sich der Mann wieder als Ernährer wieder.

Wie kann man dem entrinnen? Teilzeitarbeit für beide Partner wäre eine Lösung. Nur woher soviele Teilzeitstellen nehmen? In manchen Berufen geht das gar nicht. Es wird immer Menschen geben, die einfach nicht auf Teilzeit arbeiten können. Allein schon für Pendler, die täglich lange Strecken zur Arbeit zurücklegen müssen, wäre das völlig unmöglich. Selbst wenn es in ihrem Job prinzipiell funktionieren würde: Dann wären sie täglich womöglich genauso lange auf der Straße wie auf dem Arbeitsplatz. Und insgesamt wären sie auch bei Halbtagsarbeit vielleicht genauso lange von zu Hause weg wie Menschen, die das Glück haben, einen Job nahe ihrer Wohnung zu haben. Man könnte sich das dann maximal so einrichten, daß einer in einer Woche die ersten drei Tage voll arbeitet, der andere dann die letzten zwei Tage voll; und in der nächsten Woche arbeitet der erste dann die ersten zwei Tage voll, der zweite die letzten drei Tage voll. Aber das ist so auch alles in der Praxis wieder schwer zu realisieren. Jeder, der sich seinen Urlaub mit Kollegen absprechen muß, weiß, wie schwierig es oft ist, da auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen. Bei solchen Teilzeitmodellen hätte man das Problem jeden Tag.

Das wird sich wohl erst lösen lassen, wenn die meisten Menschen von zu Hause aus arbeiten können.

Dein Vergleich des Feminismus mit der katholischen Kirche ist ziemlich treffend. Auch die katholische Kirche hat in ihren finstersten Zeiten die albernsten Dogmen etabliert und sich daran mit Händen und Füßen festgeklammert. Laut diesen Dogmen war die Erde eine Scheibe, und erst als man mit Schiffen die Erde umrundete, wurde widerwillig das Gegenteil festgestellt. Laut diesen Dogmen drehte sich auch das gesamte Universum um die Erde. Da der Beweis des Gegenteils nicht so augenfällig und nicht für jedermann sofort einleuchtend war, hielt sich dieses Dogma etwas länger, bis man dann schließlich schweren Herzens auch darauf verzichten mußte.

Und so geht es dem Radikalfeminismus nun auch. :-)

"Ich jedenfalls habe absolut keine Lust und kein Interesse, um die "Gunst" irgendwelcher Frauen zu buhlen. Dazu bin ich mir zu schade. Solange die überwiegende Mehrheit der Männer nicht willens und in der Lage ist, den Attacken der Frauen mit prallen Titten und geilen Ärschen Widerstand entgegen zu setzen und sich von den Weibern mit Hilfe dieser Waffen auseinanderdividieren lassen, solange werden sie die Dackel bleiben, die sabbernd, lechzend und willenlos erniedrigt auf die Hüllkurven der Weiber starren."

Ich finde, man(n) kann die "Hüllkurven" der Frauen auch genießen, ohne sich dafür zu erniedrigen. Man muß einfach nur höhere Anforderungen an die Frauen stellen und nicht immer nur auf das Äußere achten. Männer müssen sich bewußt machen, daß eine Frau, die sie nur als Geldesel betrachtet, keine vollwertige Partnerin ist. Wenn die Männer mehr von den Frauen verlangen würden, dann würden sich die Frauen dem auch anpassen. Aber leider gibt es offenbar noch viel zuviele der von dir schon oft erwähnten männlichen Dackel, die krampfhaft versuchen, sich jedem gerade modernen weiblichen Wunsch anzupassen (selbst wenn dieser Wunsch nur oberflächlich ist und von den Frauen gar nicht ernst gemeint wird), in der Hoffnung, so ihre 90-60-90-Barbie zu bekommen.

Na ja, aber es besteht wohl Grund zur Hoffnung, daß durch die vom Feminismus angestoßenen Veränderungen mehr und mehr Männer aufwachen werden.

Herzliche Grüße
von Garfield



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