Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Man nehme einfach Femi-Totschlagsargument Nr. 8 und ....

Lars, Thursday, 14.08.2003, 01:06 (vor 8211 Tagen) @ Bruno

Als Antwort auf: Frauen pflegen eher den kooperativen Führungsstil von Bruno am 13. August 2003 11:50:44:

... und behaupte: Wenn Frauen hierachisches Denken, Machtstreben und Ellenbogen-Mentalität erkennen lassen, dann liegt das daran, daß sie - um sich in der "Männer-Domäne" Politik behaupten - notwendiger Weise die unkooperativen "männlichen Verhaltensmuster" übernehmen mußten!

Die "Logik": Wenn bestimmte unschöne Eigenschaften nicht nur bei Männern, sondern auch bei Frauen auftreten und damit die feministische Zweiteilung der Welt in Böse Männer und Gute Frauen ins Wanken gerät, definiert man einfach diese Eigenschaften (implizit) als PER SE "männlich" und schon "beweist" das unkooperative Auftreten weiblicher Führungskräfte nur abermals die Verderblichkeit "männlicher" Eigenschaften (sprich: die Bosheit des männlichen Geschlechts).

Aber was soll´s? Logik ist eh nur ein "männlich-patriachales Konstrukt".

Erstmals in größerem Umfang erprobt wurde dieses Femi-Totschlagsargument Anfang der 80er, als die britsche Premierministerin Thatcher einfach nicht den Vorstellungen entsprach, die Feministinnen davon hatten, "wie es wird, wenn erstmal Frauen an der Regierung sind":

- Frauen würden keine Kriege führen? Thatcher schickte junge Engländer einmal um den Globus und z. T. in den Tod, um nahezu unbesiedelte Inseln vor Argentinien dem "Empire" zu sichern.

- Frauen während kooperativer? Thatcher beschimpfte partei-interne Kritiker als "Whimps" (= Waschlappen) oder "Wets" (= verfemte Alkoholbefürworter zur Zeit der Prohibition) und erklärte auch schon mal einen Oppositionspolitiker in den Medien zum "public enimy".

- Frauen seien sozialer, mitfühlender? Thatcher schuf erstmal die kostenlose Schulmilch an den öffentlichen Schulen ab. Gewachsene Stadtteile mußten Prestige-Bauten weichen und das Obdachlosen-Problem hat ungeahnte Ausmaße angenommen, worüber sie nie ein Wort verlor.

Da kamen schon einige Feministinnen ins schleudern. Aber mit besagter "Logik" ließ sich auch das wieder ins "richtige" Licht rücken.


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